Neu hier. Migräne und HWS. Suche Rat (Lora)

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  • Lora
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    Hallo liebe Forumsmitglieder!

    Ich bin neu hier. Mein Leiden mit dem Kopf ging im Frühjahr los. Davor hatte ich die Bandscheibenvorfälle in LWS und 1,5 Jahre chronische Schmerzen im LWS Bereich.

    Im Frühjahr war es soweit, dass ich endlich mal die Ruhe mit LWS hatte. Und dann ging es los….
    Jeden Tag Spannungskopfschmerzen, ausstrahlende Schmerzen in die Hände. Ich hatte physio, ostheopatie – nix half. Dann hatte ich einen hörsturz und es kamen Migräne dazu.
    Ich habe 2-3 Migräneattaken pro Woche.
    Ich nehme gegen den spannungskopfschmerzen und als Prophylaxe Amitriptylin 25 mg und Duloxetin 60 mg. Bei der Migräne sumatriptan 100 (Max 1x Woche).
    Als Aura habe ich verschwommenes sehen, Taubheit in Ohren und im Gesicht, meist links.
    Des Öfteren habe ich attakenartige ausstrahlende Schmerzen in die Hände, mal links, mal rechts, mal beidseitig. Die Schmerzen gehen bis Daumen und Zeigefinger.

    Kann es sein, dass diese Schmerzen in Händen von Migräne kommen? Lt. Orthopäden hat HWS nur steilstellung. Es wird kein bsv vermutet. Allerdings glaubt der Neurologe nicht, dass die Schmerzen in Händen von Migräne kommen.
    Da bin ich völlig ratlos. Hat evtl jemand ein ähnliches Problem ?
    LG
    Lora

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Lora,

    ich will dich herzlich willkommen heißen im Forum! 🙂

    Zu deinem Problem mit den Händen kann ich dir leider nichts sagen.
    Vielleicht weiß noch jemand anderes etwas dazu. Aber wenn schon dein Neurologe meint, es hat nichts mit der Migräne zu tun, hat es wohl andere Ursachen.

    Bezüglich der Aura: Nimmst du denn hochdosiert Magnesium? Das hilft bei vielen, die Frequenz und auch die Stärke von Auren zu senken. Im Akutfall ist das Magnesium direkt hilfreich und kann mal eine Aura abkürzen.

    Liebe Grüße
    Ulrike

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahre, 6 Monate von  Ulrike.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Herzlich willkommen im Headbook, liebe Lora. 🙂

    Schmerzen ausstrahlend in die Hände kann natürlich auch von der HWS ausgehen. Wurdest Du dahingehend schon richtig untersucht? Wurde ein MRT gemacht, warst Du beim Neurochirurgen?

    Ulrike hat Dir schon zum Magnesium geschrieben. Ich möchte noch darauf hinweisen, dass Triptane erst nach Abklingen der Aura eingenommen werden dürfen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 515

    Hallo Ulrike und Bettina,
    Danke für eure Antworten!
    Nein, MRT wurde noch nicht gemacht.
    Ich nehme 2x Tag migravent je 1 Kapsel.
    Ist das ausreichend was Magnesium angeht? Oder muss ich noch zusätzlich etwas nehmen?
    Bei sumatriptan warte ich bis Schmerzen auf etwa Stärke 6 (von 0 bis 10) sind und erst dann nehme ich ihn.
    LG
    Lora

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe Lora,

    das migravent- nimmst du migravent classic?- kannst du noch höher dosieren bis 2 mal 4 Kapseln täglich. Jeder hat einen anderen Bedarf, aber ich würde an deiner Stelle noch weiter hochdosieren, wenn du es gut verträgst.

    Und wie gesagt, im Akutfall Magenesium Direkt, 400 mg, z.B. von Diasporal kann auch noch hilfreich sein.

    Warum nimmst du nur einmal in der Woche Sumatriptan? Von der 10/20 Regel her könntest du ja öfters deine Schmerzen kupieren.

    Liebe Grüße
    Ulrike

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4478

    Hallo Lora,

    ich nehme im Akutfall sogar 2 mal 300 mg Magnesium direkt. Den Inhalt des Tütchen´s gleich in den Mund geben. Der Wirkstoff wird gleich von der Mundschleimhaut aufgenommen und geht direkt in´s Blut. Wenn man es verträgt, ist es kein Problem, Magnesium auch mal so hochdosiert zu nehmen.

    Alles Gute
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Liebe Lora,

    dann frage doch mal den Arzt, ob man ein HWS-Problem nicht mal ausschließen sollte.

    Zum Magnesium wurde bereits alles gesagt. Es kann mitunter recht gut helfen und unterstützen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Evken
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 484

    Liebe Lora ,
    Ich nehme im akutfall 2x 400 mg diasporal direkt Magnesium !
    Sonst 400 mg konstant täglich !
    Damit komme ich super klar (ohne Durchfall ) .

    Jeder muss es für sich austesten !!

    Liebe Grüße
    Eva

    Lora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 515

    Hallo ihr lieben,
    Vielen Dank für Tipps!
    Ich nehme migravent Classic.
    Mein Neurologe sagte, dass ich sumatriptan nur 1x Woche nehmen darf.
    Insgesamt sind jetzt Schmerzen durch amitriptylin und duloxetin oft abgeschwächt.
    Ich probiere dann Magnesium diasporal 400.

    @bettina: kann die HWS Migräne verursachen?
    Ich rede am Montag mit dem Hausarzt ob ich zusätzliche Untersuchungen für HWS bekomme.

    LG
    Lora

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Liebe Lora,

    ein HWS-Problem kann keine Migräne verursachen, da Migräne eine neurologische Erkrankung ist und nicht das Symptom einer anderen Erkrankung. Allerdings können Taubheit und Schmerzen in den Armen bedingt sein durch Probleme an der HWS. Daher würde ich das mal abklären lassen.

    Man kann bis zu 10 Tage im Monat die Schmerzen behandeln und sollte sich nicht unnötig quälen. Das ist der jetzige Standard.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 515

    Hallo ihr Lieben,

    Ich habe inzwischen Magnesium diasporal ausprobiert. Hilft nicht wirklich.
    Letzte Woche hatte ich an 5 Tagen Migräne. Das war sehr auszerrend. Die Medis: Sumatriptan und Ibuprofen haben nur für paar Stunden geholfen.
    Auf den Rat von Neurologen habe ich Amitriptilyn auf 50 mg erhöht, Duloxetin 60 mg nehme weiterhin dazu.
    TCM: Akupunktur und Dekokt helfen auch nicht.
    Inzwischen habe ich gemerkt, dass bei mir die Bewegung Migräne auslöst.
    Ich gehe spazieren und auf dem Weg geht ständiges quälendes Gähnen an. Am nächsten Tag kommt die Migräne. Das gleiche nach dem Fitness, Schwimmbad.
    Ich habe Problemen mit LWS und moderate Bewegung, Fitness sind für meinen Rücken sehr wichtig.
    Bin schon langsam verzweifelt.
    LG
    Lora

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Liebe Lora,

    die Erhöhung des Amitriptylin könne Entspannung reinbringen. Dann wirst Du auch wieder spazierengehen können ohne Migräne als Folge. Mit Fitnessstudio solltest Du auchpassen und mit Sportarten, bei denen ein schneller Blutdruckanstieg erfolgt. Ganz langsam die Belastung erhöhen, das kann auch hilfreich sein.

    Für Deinen Rücken kannst Du sanftes Aufbautraining versuchen.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Lora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 515

    Liebe Bettina ,
    Danke für die Antwort!
    So eine Frage habe ich: können Verspannungen in HWS, Schulter usw die Migräne begünstigen? Der Neurologe sagt: nein.
    Der Orthopäde, HA, Physiotherapeut: ja.

    Es ist so, dass ich aufgrund meiner rückenproblemen auch mal zu Orthopäden und Physiotherapie gehe.

    Ich bin verunsichert von der ganzen Palette der IGeL Leistungen, die mir angeboten wird: ostheopatie, TCM, Carnio sakral Therapie, aufbissschiene usw usw.

    Wenn man in einer Klinik die schmerztherapie macht, werden alternative Methoden angeboten? Wenn ja, welche?
    Ich bin da nicht abgeneigt, wollte aber gerne wissen ob es in Bezug auf Migräne was bringt oder reine geldmacherei ist.
    Wenn es schlecht geht, klammert man auf jeden Strohhalm.
    LG
    Lora

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1735

    Bei mir ist es so, dass Schmerzen Verspannungen auslösen. Und Verspannungen Schmerzen triggern (aber keine echte Migräne).

    Ich gehe sehr gerne zu meiner Physiotherapeutin, weil sie Verspannungen auflösen kann. Ich fühle mich danach immer sehr, sehr gut! Auch Osteopathie tut mir gut.

    Man muss selbst herausfinden, was einem gut tut und gleichzeitig wissen, dass all die von dir aufgezählten Dinge keine Heilung bei Migräne bringen, aber bei vielen (nicht allen) mehr Wohlbefinden im Alltag.

    Lieben Gruß
    Regenbogen

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1735

    Vielleicht noch zu denm ausstrahlenden Schmerzen: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass verspannte Muskeln brutal auf Nerven drücken können und dass das sehr weh tun kann.

    Schmerzen in den Armen kommen bei mir von Verspannungen im Bereich der Schulterblätter – und zwar von der vielen Schreibtischhockerei.

    Das ist meine persönliche Erfahrung. Ich habe lange gebraucht, um das herauszufinden, wurde sogar auf Sehnenscheidenentzündung behandelt.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Liebe Lora,

    der Neurologe hat recht, da Migräne eine neurologische Erkrankung ist und nicht das Symptom einer anderen Erkrankung. Sonst hat Regenbogen schon alles dazu geschrieben, so halte ich das auch. 🙂

    Einfach versuchen, was einem an Therapie gut tut, das andere lassen. Empfehlungen helfen wenig weiter, da jeder anders reagiert. Man sollte nur wissen, dass Manipulationen an der HWS nicht so empfehlenswert sind und starke Attacken triggern „können“. Ebenso wie Massagen das können, aber nicht müssen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 515

    Hallo ihr lieben!

    Herzlichen Dank für die Antworte!

    Ich habe auch das Gefühl, dass eher die schmerzen Verspannungen verursachen.
    Ich habe auch gemerkt, dass die Massagen und Manipulationen an hws die Aura verändern. Und zwar bekomme ich bei der Aura so ein heftiger Schwindel, dass ich kaum gehen kann. Das war nach carnio sacraler Therapie und nach Shiatsu Massagen.

    Was mich wundert, sind die extrem schmerzhafte triggerpunkte auf dem Rücken, Händen. Sie sind sehr hartnäckig und kommen immer wieder zurück. Ich kann massagen am Rücken kaum vertragen. Bin sehr schmerzempfindlich.

    Kann das auch mit der Migräne zusammen hängen? Hat noch jemand sowas? Ich habe irgendwie das Gefühl, dass die komplette Nervensystem spinnt.

    Ich habe sehr viele fragen. Aber die Antworte darauf werden mir helfen passende Therapien oder Abhilfen zu finden.

    LG
    Lora

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Liebe Lora,

    was kein Therapeut verstehen will oder verstehen kann, ist, dass die Verspannungen Folge der Migräneerkrankung sind und nicht umgekehrt. Jeder will massieren, reindrücken, walken und was auch immer an den Triggerpunkten. Fürs eh schon überempfindliche Nervensystem bedeuten das erneute Reize, die verarbeitet werden müssen, was aber meist nicht gelingt. Die Reize werden vom Gehirn missinterpretiert als Schmerz, weitere Attacken sind die Folge.

    Die Lösung ist Entspannung und auch ganz besonders in diesem Bereich. Entspannungsverfahren anwenden, Ruhepausen einlegen, mal ein warmes Bad (Vorsicht, kann im Akutfall triggern!) und Übungen machen, die die Muskeln entspannen und nicht anspannen.

    In guten Phasen können Massagen sogar helfen und wohltun, in schlechten Phasen mit völlig überreiztem Nervensystem kann schon ein leichter Druck auf eine schmerzhafte Stelle eine Attacke auslösen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 515

    Liebe Bettina,

    Du sprichst mir von Seele! Endlich mal versteht mich jemand.

    Es ist so zermürbend immer und immer wieder von den Ärzten und Therapeuten zu hören: mach ostheopatie, mach Akupunktur, deine Familie ist zu stressig, deine Arbeit zu stressig, ändere was….
    Und wenn ich sage, dass Akupunktur und ostheopatie bei Migräne nicht hilft, dann heißt es: probiere mal das bei Therapeut xy.
    Und keiner will glauben, dass die Arbeit nicht stressig ist und Familie auch nicht.

    Und jeder sucht was ich falsch mache, wo meine Schuld daran ist. Ich werde immer und immer wieder was Job und Familie angeht befragt.

    Das sind sehr gute und vernünftige Ratschläge, die du gibst! Ich starte ab morgen entspannungsyoga abends. 11 Sitzungen 1x Woche insgesamt.
    LG
    Lora

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Liebe Lora,

    dieses Schuldprinzip, das uns immer verfolgt und aufgedrängt wird, ist nicht förderlich für eine bessere Stimmung. 😉 Davon muss man sich konsequent freimachen und sich auch ganz klar abgrenzen zu Leuten, die sich mit Migräne nicht auskennen, einem aber trotzdem ihre „Weisheiten“ aufdrängen möchten.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg mit dem Yoga und was auch immer Du sonst noch zur Entspannung einsetzt. Manchmal kann das auch nur ein ruhiger Spaziergang sein, eine Tasse Tee am Fenster, im Garten sitzen oder was auch immer der Seele gut tut. Denn diese darf nicht vernachlässigt werden. 🙂 Geht es einem psychisch gut, sind auch die Nackenschmerzen nicht ganz so belastend. Fühle rein in Dich und tu Dir Gutes. Was immer das ist. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 515

    Hallo ihr lieben,

    Die Erhöhung von amitriptylin hat gut gewirkt denke ich. Letzte Woche hatte nur 1x Migräne, und Ibuprofen hat dabei gut geholfen. Zwar bin ich tagsüber ziemlich müde, das ist aber besser als ständige Schmerzen.

    Die Frage ist wie lange diese Wirkung hält…

    Zuerst bräuchte ich nur 25 mg amitriptylin, dann 60 mg duloxetin dazu, jetzt nochmal 25 mg amitriptylin dazu.
    Ich habe das Gefühl, dass die Medis nur solange wirken, solange man sich dran gewöhnt. Danach lassen sowohl die Nebenwirkungen, als auch die positive Wirkung nach.
    Gibt es da irgendwelche Erfahrungen? Oder muss man Medis immer weiter aufstocken, dann absetzen wenn es nicht mehr geht und dann von vorne anfangen?
    LG
    Lora

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Liebe Lena,

    es ist unterschiedlich, da gibt es keine Regel. Es gibt Menschen, die schon nach einem Jahr eine neue Prophylaxe versuchen müssen, andere wiederum kommen jahrelang mit der selben und sogar niedrig dosierten Prophylaxe aus.

    Ich kann auch schon mit Erfahrungen in alle Richtungen dienen. 😉 Einfach ausprobieren und dann entscheiden. Ich wünsche Dir, dass die gute Wirkung jetzt mal recht lange anhält. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Semi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 811

    Liebe Lora,

    ich nehme zum Beispiel seit einigen Jahren Doxepin zur Migräneprophylaxe und diese hilft nach wie vor, ohne diese erhöhen zu müssen. Gelegentlich nimmt die Migräne mal einen etwas dramatischeren Lauf, sind aber Phasen, die sich wieder geben.
    Ich verstehe deinen Gedankengang, jedoch muss das nicht zwangsläufig sein mit den Erhöhungen. Die Frage ist meiner Meinung nach die einer individuell passenden Prophylaxe in ebenso angepasster Dosierung.

    Grüße Semi

    Semi

    Lora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 515

    Hallo zusammen,

    So eine Frage hätte ich noch: ich habe gemerkt, dass ich Kälte unempfindlich bin.
    Ich gehe morgens raus und kann nicht sagen ob es kalt oder nicht draußen ist. Ich spüre Außentemperatur kaum. Hängt das mit Migräne zusammen?
    Ich nimm 50 mg amitriptylin jetzt zweite Woche. Bin sehr müde, habe jetzt trotzdem vermehrt Migräne, zwar nicht so heftig, aber immerhin: Sonntag, Dienstag, Mittwoch. Bin gespannt wie es weiter geht.
    LG
    Lora

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4478

    Hallo liebe Lora,

    eine besondere Sensibilität wird den Migränikern nachgesagt. Ob deine Unempfindlichkeit gegenüber der Kälte auch im Zusammenhang mit der Migräne gesehen werden muss, oder ob es eine ganz normale individuelle Empfindung ist, weiß glaube ich niemand sicher. Die genaue Kenntnis würde dich aber auch nicht weiterbringen. Oder?

    Ein Prophylaxemittel sollte mindestens 3 Monate genommen werden, bevor man über seine Wirkung urteilen kann. Hab noch ein wenig Geduld, und denke positiv.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Lora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 515

    Hallo liebe Sternchen,

    Mit kälteunempfindlichkeit war nicht immer so. Es ist letzte Zeit besonders ausgeprägt. Genauso wie viele schmerzhafte triggerpunkte. Und die Kopfschmerzen nehmen zu. Vor einigen Monaten hatte ich 1-2 x Woche Migräne und die restlichen Tage war beschwerdefrei. Jetzt ist trotz steigender Prophylaxe umgekehrt: 1-2 Tage beschwerdefrei , Rest – Migräne.
    Kann kaum den Alltag bewältigen.
    LG
    Lora

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4478

    Hallo liebe Lora,

    das tut mir total leid. Ja, ich kenne das auch. Es gibt Zeiten, da nimmt die Migräne der Art zu, dass man seinen Tag nicht mehr bewältigen kann. Die schmerzfreien Zeiten reichen nicht aus, um sich entsprechend erholen zu können. Das Ganze wird zu einer Tortur.

    Aber sei geduldig, die Prophylaxe wird sicher helfen, wobei es nicht nach dem Motto „viel hilft viel“ geht. Bei mir war bei einem anderen Prophylaxemittel die Wirkung in niedriger Dosierung deutlich besser. Aber man muss schon mindestens 3 Monate abwarten, bevor man es einschätzen kann.

    Liebe Grüße
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Liebe Lora,

    dass Du die Temperaturunterschiede im Moment nicht so spüren kannst, könnte mit dem Amitriptylin zusammenhängen. Alles wird etwas runtergefahren, eventuell auch die Sensibilität für Temperaturen. Im Laufe der nächsten Wochen müsste sich dies aber wieder normalisieren.

    Noch ein bisschen Geduld, wie Sternchen rät, bald geht es Dir hoffentlich wieder besser.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Lora
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 515

    Hallo zusammen,
    Danke für aufmunternde Worte !!
    Geduld ist nicht gerade meine Stärke 🙂

    Ich bin eigentlich sehr aktiver Mensch und
    Diese Einschränkung im Alltag ist gruselig.

    Ich weiß nicht ob die Kopfschmerzen und Schmerzen in Händen so schlauchen oder Medis oder beides.
    Ich kann nach der Arbeit überhaupt nix tun.
    Bin fix und fertig. Komme nach Hause, esse und falle ins Bett. Seit 3 Wochen.
    Selbst am Wochenende fällt mir schwer aufzustehen und etwas zu tun. Selbst für meine Hobbys finde ich keine Kraft.

    Ich erkenne den Muster wie beim frischen Bandscheibenvorfall. Ständige Schmerzen und zugedröhnt von Tabletten. Wieder dieses tiefes Loch. Fühle mich mit 36 Jahren wie 80.
    Am Wochenende gehe gegen 19:30 ins Bett. Wie zombi, echt. Wie in Wachkoma die ganze Zeit.
    Sorry fürs jammern.
    LG
    Lora

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4478

    Liebe Lora,

    jammern macht nix, es tut dir gut, manchmal muss erst alles raus. Die wenigsten Migräniker können Geduld als ihre Stärke aufführen. Du bist hier also in einem Kreis der Mitfühlenden und Mitwissenden. 🙂

    Nichtsdestotrotz hilft uns die Geduld deutlich weiter. Die Geduld ist ein Punkt, an dem wir Migräniker zu lernen anfangen können. Unsere aktive, teilweise hibbelige und ungeduldige Art macht es der Migräne doppelt einfach, zuschlagen zu können.
    Glaub mir, ich weiß wovon ich spreche.

    Liebe Grüße
    Sternchen

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