Susahund – auch neu hier- Migräne seit ca. 30 Jahren

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  • susahund
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    Liebe Bettina, liebe Johanna,

    die letzte Pause war vor 6,5 Monaten und 8 Wochen und 4 Tage lang. Ich dachte eigentlich, das war schon ziemlich gut. Ich habe außer MCP NICHTS genommen in dieser Zeit.

    Die Neurologin würde mich wieder krankschreiben. Auch über einen nächsten Versuch der Prophylaxe wollte sie beim Termin Anfang Februar mit mir sprechen. Unabhängig davon meint sie, muss ich selber noch deutlich mehr Verantwortung übernehmen und eben danach konsequent nicht so viele Medikamententage aufbauen, sonst lande ich direkt wieder im MÜK.

    Nach einem halben Jahr gleich wieder so viele Kranktage ist schon blöd. Seit der Pause hatte ich aber auch keine mehr. Mitte des Jahres wird der GdB überprüft, ich hoffe, das klappt alles, dann bin ich wahrscheinlich etwas beruhigter.

    Hilft ja anscheinend auch nichts. Auf die Spitze treiben will ich das auf keinen Fall, der Schädel ist schon schlimm genug.

    Wie lange denkt ihr ist die Pause sinnvoll? 6 Wochen meint meine Ärztin auf alle Fälle?

    Puuh….wenn ich daran nur denke wird mir schon schlecht….

    Liebe Grüße
    Susahund

    Julia
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    Liebe Susahund,

    für Tage, an denen ich versuche, keine Schmerzmedis zu nehmen, hab ich Opipramol. Damit kann ich viele Tage überbrücken, so dass ich nicht mehr in MÜK-Gefahr gerate.
    Opipramol hat eine neuroleptische Komponente, die schmerzdistanzierend wirkt. Von tagsüber 1 oder 2 x 50 mg und abends bei Bedarf auch 100 werde ich müde und kann recht gut die Schmerzen überschlafen, kann aber auch, wenn nötig, wachbleiben. Dann halt ein bisschen beruhigter 😉 . Die Schmerzen rücken deutlich in den Hintergrund, reicht allerdings nicht bei den Hammerattacken.
    Könnte das auch für dich eine Möglichkeit sein, deinen Medikamentenkonsum zu senken? Sprich doch mal mit deiner Ärztin darüber. Die Idee stammt aus Kiel!

    Alles Liebe und eventuell guten Erfolg,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 2 Monate von  Julia.
    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    ich hatte ja im vorigen Beitrag schon die Prophylaxe angesprochen; was nimmst Du zur Zeit ein? Etwas Sedierendes und Schmerzdistanzierendes, wie Julia schon erwähnt, könnte vielleicht Sinn machen. Hilft auch in der Medikamentenpause, damit man sie besser überstehen kann.

    Ging es Dir denn nach der letzten Medikamentenpause eine Zeitlang besser? Wie lange die Pause währen soll, kann man schwer voraussagen. Ziel ist ja, die Schmerzhäufigkeit zu senken und wieder mit viel weniger Akutmedikation auszukommen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    susahund
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    Beitragsanzahl: 134

    Guten Morgen,

    ich nehme aktuell Candesartan 8mg, habe schon versucht auf 16mg zu erhöhen, da haben meine Hände so doll gekribbelt. Bin dann wieder runter auf 8mg (Hände kribbeln immer noch) und nach ca. 3,5 Monaten habe ich eine hablbe Tablette BelocZoc 47,5 mg mit Candesartan kombiniert (mit ca. 2 Stunden Abstand zwischen den Einnahmen). Das habe ich glaube ich hier im Forum gelesen und mit meiner Neurologin dann besprochen. Das nehme ich jetzt aber noch nicht so lang.

    Das Opipramol ist ein Antidepressiva, richtig? Das kann man dann wirklich „nur bei Bedarf“ nehmen? Nicht kontinuierlich?
    Würde sich das auch in der Medikamentenpause anbieten, oder darf man das Medikament da nicht nehmen?
    Julia, „wach bleiben“ heißt Du kannst damit arbeiten? Oder eben nur nicht komplett liegen?

    Ich habe großen Respekt vor Antidepressiva, ich habe schon gelesen, dass einige dann Probleme haben diese dann wieder abzusetzen. Meine Neurologin hatte da auch schon eins vorgeschlagen (Amitriptilin o. ä.??), niedrig dosiert, sie meint das ware kein Problem. Bin da echt unsicher.

    Zwei Dinge machen mir noch Sorgen. Ist es richtig, dass das Schlaganfallrisiko während des Anfalls höher ist?
    Kann ich dagegen irgendetwas tun?
    Der andere Punkt ist, dass ich in der Pause auch (wie viele hier) wirklich oft komplett darniederliege. Bis zu drei Tagen am Stück und das dann natürlich immer wieder. Fast immer nur in einer Position, auf dem Rücken liegend, Kopf gerade, ich kann da nicht auf der Seite liegen oder aufbleiben.
    Wie verhält sich das da mit dem Thrombose Risiko? Kann ich dagegen etwas tun? Wird da was gemacht wenn man die Pause stationär macht?

    Vielen Dank und liebe Grüße,
    Susahund

    Julia
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    Guten Morgen, liebe Susahund,

    alle Fragen kann ich dir nicht beantworten, aber mit dem Opipramol kenn ich mich aus.
    Ja, es ist ein Antidepressivum, unterscheidet sich aber etwas in der Wirkweise.
    Opipramol kann sowohl als Prophylaxe jeden Tag genommen werden, als auch, wie ich es momentan mache, in der Medipause oder um an einzelnen Tagen auf Schmerzmedikamente oder Triptane zu verzichten. Dann wird allerdings anders dosiert.
    Um eine Pause zu machen, auch wenn es sich nur um einzelne/wenige Tage handelt, nehme ich am Tag nach Bedarf 1 oder 2x 50mg und abends zum Schlafen 100mg. Das kann man auch bei einer richtigen Pause über die nötige Zeit, auch zusammen mit Kortison, so machen.
    Ich kann dann auch tagsüber gut schlafen oder auch normal funktionieren. Schlafend geht es aber deutlich einfacher und angenehmer. Ob ich autofahren oder arbeiten könnte, habe ich nicht probiert, bin Rentnerin.

    Wenn eine Medipause dich zum Dauerliegen zwingt, weil die Schmerzen so extrem sind, könnte man auch noch stärkere Geschütze aufbieten, z. B. echte Neuroleptika wie Melperon oder Atosil. Dafür ist dann deine Neurologin zuständig. Es gibt da einige Möglichkeiten.

    Das Kribbeln in den Händen kann von Kaliummangel kommen. Da könnten dann 1 oder 1 Bananen oder andere kaliumhaltige Lebensmittel, wie Avocado usw. helfen. Sprich bitte deine Ärztin auf das Kribbeln an, da Sartane den Elektrolythaushalt beeinflussen können.

    Warum hast du gleich auf 16 mg Candesartan erhöht, ich hätte mit weniger gesteigert. Der Vorteil ist dann auch, dass man bei Nachlassen der Wirkung noch öfter eine Steigerungsmöglichkeit hat.

    So, das muss es erstmal sein, Bettina wird dir sicher auch noch antworten,
    alles Liebe,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 2 Monate von  Julia.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 2 Monate von  Julia.
    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    zum Opipramol hat Dich ja Julia schon aufgeklärt. Amitriptylin, Trimipramin, Doxepin usw. eignen sich übrigens sehr gut auch nur temporär während der Pause. Sie senken die Schmerzempfindlichkeit, sedieren, distanzieren auch etwas vom Schmerz, so dass man einiges überschlafen kann.

    Das Schlaganfallrisiko ist grundsätzlich etwas erhöht bei Migränepatienten, wenn Aura mit dabei ist noch einen Ticken mehr. Aber das sollte Dir jetzt nicht extra Angst bereiten, da das Risiko gering ist. Da ist Rauchen und starkes Übergewicht gravierender …

    Thromboserisiko ist erhöht, wenn man Liegezeiten hat. Dazu bitte den Arzt individuell beraten lassen. Ich hatte allerdings noch nie Vorkehrungen getroffen. Wobei ich in solchen Phasen ja auch ins Bad gehe, in die Küche usw. Ich liege dann nicht nur bewegungslos da. Antidepressiva können hier in der Pause wirklich gut helfen, so dass Du dann auch mehr auf sein kannst.

    Liebe Grüße
    Bettina

    susahund
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    Liebe Bettina, liebe Julia,

    ich werde meine gleich Ärztin nach den Medikamenten fragen, die Ihr genannt habt. Vielleicht kann ich die Medikamentenpause doch ein kleines bisschen erträglicher gestalten als bisher.

    Bananen habe ich eingekauft 😉, auch nach dem Kaliummangel werde ich fragen.
    Ich habe das Candesartan von 4, auf 8, auf 16mg erhöht, über einige Wochen hinweg, da lt. meiner Ärztin dann immer noch „Luft nach oben“ ist. Bin ja aber wieder zurück auf 8mg, jetzt in Verbindung mit Betablockern, mal sehen wie es sich entwickelt.

    Über die anderen Punkte mache ich mir am Besten mal nicht so viele Gedanken, wenn ich das richtig verstehe. Da fallen einem schon immer wieder Sachen ein, wenn es düster im Kopf ist und man da solange liegt…..

    Danke Euch und liebe Grüße
    Susahund

    Julia
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    Die Daumen sind für eine erträgliche und erfolgreiche Pause gedrückt! Du schaffst das schon 😀 !

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund, drücke auch fest die Daumen und mit diesen unterstützenden Medikamenten schaffst Du es sicher recht gut. Lenke Dich ab, damit Du nicht im Gedankenkarussell verfängst. 😉

    Alles Gute und liebe Grüße,
    Bettina

    susahund
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    Hallo Ihr Lieben,

    ich sehne inzwischen den Termin in zwei Wochen bei meiner Neurologin herbei, die mich dann hoffentlich direkt in die Medikamentenpause schickt.
    Es hört fast garnicht mehr auf und ich bin so k.o.😞

    Gestern früh, als ich dann nach vielen Tabletten doch an meinem Arbeitsplatz angekommen war, war ich fast stolz auf mich, dass ich das doch wieder in die Arbeit geschafft habe. Um dann in den nächsten 5 Minuten festzustellen, dass das natürlich nicht mal ansatzweise das ist, was eigentlich von mir erwartet wird. Und ich fühle mich trotzdem schon wie ausgespuckt…

    Bei jedem Anfall erwäge ich, mich direkt vorab vom Hausarzt krankschreiben zu lassen, dann hätte ich schon zwei Wochen vor dem nächsten Botoxtermin ohne Tabletten geschafft, vielleicht hilft das Botox dann besser?
    Dann geht es irgendwann wieder für ein paar lächerliche Stunden und schon meine ich, ich bekomme das schon hin. Bis dann wieder der nächste Anfall anrollt 🙄

    Allen ein schönes Wochenende, liebe Grüße,
    Susahund

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    es wäre wahrscheinlich keine schlechte Idee, Dich mal krankschreiben zu lassen. Jede Prophylaxe wirkt besser, wenn man nicht im MÜK oder auch nicht an der Grenze dazu ist.

    Halt die Ohren steif, kommen auch wieder bessere Tage. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    susahund
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    Hallo zusammen,

    morgen habe ich einen Termin beim Hausarzt, der wird mich krankschreiben. Dann habe ich noch über 12 Tage vor dem Botox Termin in der Klinik um Medikamentenpause zu machen.

    Zu der täglichen Migräne hat sich jetzt eine Magenschleimhautentzündung gesellt, es ist Zeit, was zu ändern. Die Triptane wirken nicht mehr gut, selbst in Verbindung mit Naproxen nicht.

    Ich hoffe, mein Hausarzt schreibt mir eines von den schmerzdistanzierenden Medikamenten auf, die Ihr hier genannt habt. Weiß nicht ob so ein „normaler“ Hausarzt das auch verschreiben darf. Cortison fällt wegen des Magens wieder flach.

    Cola, Salzletten, Zwieback, MCP und Vomex 50mg habe ich da, viel mehr kann ich garnicht vorbereiten glaube ich.
    Von dem Vomex kann man auch mal 2 Dragees nehmen, oder? Damit man nachts wenigstens mal ein bißchen verschläft…

    Liebe Grüße
    Susahund

    sternchen
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    Liebe Susahund,

    das wird schon. Dein Arzt kann dir auch distanzierende Mittel aufschreiben.

    Ich drücke kräftig die Daumen für dich.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Julia
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    Beitragsanzahl: 7197

    Liebe Susahund,

    dann wünsche ich dir erstmal eine guterträgliche Medipause!
    Vom Vomex, das man als Reisetabletten deutlich günstiger kaufen kann, kann man bis 400mg pro Tag nehmen. Einfach probieren, wieviel du brauchst, weil die Reaktion schon von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ist. Du kannst es auch gut tagsüber nehmen, um dich wegzubeamen. Sollte dir der Arzt noch ein anderes Mittel zum Distanzieren verschreiben, bitte unbedingt die einzunehmenden Mengen aller Medikamente besprechen.

    Der Arzt darf alles aufschreiben, er muss es aber auch wollen!

    Viel Erfolg,
    Julia

    heika
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    Liebe Susahund,

    ich selber nehme gerne die 150mg Vomex-Zäpfchen. Damit umgeht man den Magen ganz und die Dosierung lässt mich auch bei schweren Attacken, die ich manchmal aushalte, nachts immer mal wieder ein wenig wegdämmern.

    Cortison kann man auch als Infusion geben. Doch man muss dazu halt leider zum Arzt. Und von Naproxen würde ich bei einer Magenschleimhautentzündung auch besser Abstand nehmen, das belastet den Magen auch.

    Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft,
    Heika

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    mit „einem Dragee“ meinst Du 50 mg. Also mir reichen die, aber viele brauchen mehr. Sonst kannst Du Dir auch ein trizyklisches Antidepressivum in Tropfenform verschreiben lassen, die sedieren und distanzieren vom Schmerz.

    Cortison geht jetzt gar nicht, auch nicht im Tropf. Übers Blut gelangt der Wirkstoff auch in den Magen, der trotzdem gereizt wird. Magenschutz nimmst Du jetzt wahrscheinlich?

    Alles Gute, wir drücken die Daumen und wenn Du Hilfe brauchst – wir sind immer für Dich da. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    susahund
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    Guten Morgen,

    mein Arzt hat mich krankgeschrieben, bis zum Termin bei der Neurologin.
    Ungern. „Nur wegen Migräne?“ fragt er mich. „Sie tun jetzt aber schon lange damit rum.“
    Nein, ich rege mich nicht mehr auf.
    Er hat mir auch nichts verschrieben, was mir die Pause etwas leichter machen könnte.

    Jetzt habe ich nur Vomex und ich werde noch wahnsinnig. Ca.48 Stunden dauert das. Und es tut so unmenschlich weh. Irgendwie bekomme ich es nicht mehr so hin, wie im letzten Jahr. Mir graut so dermaßen vor diesen Schmerzen. Viel zu wenig Zeit zwischen den Anfällen. Dann habe ich heute Nacht doch wieder ein Triptan genommen. Ich konnte das nicht schon wieder die nächsten 48 Stunden ertragen. Mist! Jetzt ärgere ich mich, dass ich es nicht geschafft habe. Die letzten Medikamentenpausen hatte ich auch nur Vomex oder MCP, da hab ich immer durchgehalten. Da waren die Anfälle dank Botox kürzer.
    Weiß auch nicht, warum ich dieses Mal so rumeier 😔

    Wird mir nachher mal die Vomex Zäpfchen holen, die bekomme ich ja ohne Rezept, danke für den Tip! Die bleiben dann jedensfalls drinnen.

    Liebe Grüße
    Susahund

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    hast Du Deinen Neurologen um schmerzdistanzierende und sedierende Medikamente gebeten und er hat abgelehnt? Oder hat er sie nur von sich aus nicht angeboten?

    Mach Dir keine Vorwürfe, dass Du heute Nacht behandeln musstest. Niemand kann das besser nachvollziehen als wir. Ohne „Hilfe“ ist eine Pause kaum durchzustehen, man sollte sich damit auch nicht quälen.

    Eventuell kann Dich der Hausarzt besser unterstützen und begleiten?

    Liebe Grüße
    Bettina

    susahund
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    Liebe Bettina,

    der Hausarzt möchte mir die schmerzdistanzierenden Medikamente nicht geben, ich hatte ihn darum gebeten, weil der Termin bei der Neurologin erst in einer Woche ist.
    Der Plan war, vor dem Botoxtermin schon knapp zwei Wochen ohne Medikamente geschafft zu haben.
    Das haut leider garnicht hin 😒

    Ich hoffe, die Neurologin gibt mir was. Was mich ein bisschen wundert ist, dass sie mir das noch nie angeboten hat für meine Pausen.

    Mein Hausarzt vertritt auch die Meinung, dass ich eine gute Neurologin habe und deshalb nicht nach Kiel muss. Meine Neurologin ist ja selber in deiner Klinik tätig und kann mich deswegen wohl nicht einweisen. Jetzt muss ich mir einen neuen Hausarzt suchen, der das unterstützt. Oder meinen noch überzeugen, aber dazu habe ich langsam keine Lust mehr.

    Dank Triptan geht es gerade ganz gut, jetzt versuche ich mich zu entspannen und zu erholen, vielleicht bekomme ich doch noch was hin, vor dem Botoxtermin.

    Liebe Grüße
    Susahund

    sternchen
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    Liebe Susahund,

    magst du nicht in „Bettinas Klinik“ 🙂 🙂 🙂 anrufen, und dir ein Rezept zuschicken lassen? Wenn dort deine Neurologin ist, dann müßte das gehen.

    Fühlst du dich von deinem Hausarzt gut betreut? Wenn nein, dann könntest du vielleicht mal über einen Wechsel nachdenken.

    Ich weiß, es ist alles mit einem großen Aufraffen verbunden. Dafür fehlt immer die Kraft. Aber vielleicht ist es dann nachher einfacher.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    musste grad schmunzeln, da es nicht „meine“ Klinik ist. 😉 Deine Ärztin kann Dich selbstverständlich zur stationären Aufnahme einweisen! 🙂 Frag sie doch mal und bitte sie auch um schmerzdistanzierende Mittel. So wie man ja auch in der Klinik eine Pause empfiehlt und dort handhabt.

    Liebe Grüße
    Bettina

    susahund
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    Oh weh!!! 😟 Nein. In EINER Klinik, nicht in DEINER wollte ich schreiben…Entschuldiung!!!

    Meine Neurologin ist hier vor Ort in Bayern in einer Klinik, nicht in Kiel. Da sie für eine Schmerzklinik tätig ist kann sie mich wohl nicht so einfach in eine andere Klinik einweisen, so hat mir das die Dame, die die Termine vergibt erklärt. Ich hake da aber nochmal nach, direkt bei meiner Neurologin, das wäre wohl das einfachsten, wenn sie das direkt macht.

    Ich möchte nach Kiel, unbedingt. Nicht, weil ich mich schlecht betreut fühle, sondern um alles an Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben. Evt. wissen die ja doch mehr und mir geht´s so schlecht, ich denke ich sollte das auf keinen Fall unversucht lassen.

    Liebe Grüße, sorry für den Vertipper,
    Susahund

    Bettina Frank – Admin
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    😀 😀 😀 Nix passiert.

    Du hast die freie Klinikwahl als Patientin, also kannst Du auch nach Kiel. Wenn Du diesen Wunsch äußerst, muss Dich Deine Ärztin auch einweisen. Vorausgesetzt, sie hält eine stationäre Aufnahme für nötig.

    Liebe Grüße
    Bettina

    sternchen
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    Liebe Susahund,

    alles gut, hatte ich auch so verstanden. Wollte einen Scherz draus machen, deshalb auch die Smilies. 🙂 🙂 🙂

    Wenn ich nach Kiel will, dann komme ich dort auch hin. Punkt, Ende, aus. Irgendeinen Arzt gibt es, der es für nötig hält mich dorthin zu überweisen. Ich hatte es ja schon mal geschrieben, notfalls lasse ich mich vor der Klinik nieder und werde ein Notfall. 🙂 🙂 🙂 Natürlich ist das auch ein Scherz, wollte nur damit klar machen, dass ich mich durchsetzten würde.

    Alles Liebe
    Sternchen

    susahund
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    Guten Morgen,
    ich hatte Glück und konnte schon letzten Montag zu meinem Botox Termin, statt nächste Woche erst.
    Jetzt hoffe ich, dass es bald wirkt. Einen Anfall habe ich schon ohne Medikamente geschafft.

    Ich bin jetzt seit Montag für 4 Wochen krankgeschrieben, die Dauer der Krankschreibung fand die Neurologin wohl nicht so gut, sie hatte mir erst eine Woche angeboten. Komisch, vor ein paar Wochen klag das per Mail noch anders, da hat sie mich noch auf das Risiko des Dauerkopfschmerzes usw. hingewiesen, wenn ich weiter so viele Medikamente nehme.
    Ich bin echt k.o. von diesen Massen an Triptanen, Naproxen und was weiß ich noch alles, was ich nehme um arbeiten zu gehen. Triptane sind ein Segen, trotzdem bin ich davon auch immer wieder k.o. davon. Die „Kurzpause“ in meinem Urlaub von 7 Tagen vor Weihnachten hat garnichts gebracht. Ich habe immer direkt nach den Pausen immer wieder direkt ca. 28 Anfälle, auch nach den längeren Pausen.
    Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich anscheinend wohl arbeiten gehen sollte und fühle mich auch nicht wohl.

    Über vorbeugende Medikamente haben wir dieses Mal leider garnicht gesprochen. Dabei frage ich mich ob man da nicht noch weiter gucken müsste.

    Ich habe in Kiel angerufen, wegen der Krankenkasse muss mich ein Neurologe oder Schmerzspezialist einweisen, also kann das leider mein Hausarzt nicht machen, da muss ich jetzt gucken, wie ich das mache. In Kiel klären sie auch nochmal was ab. Wartezeit aktuell ca. 9 Monate, um so wichtiger das schnell auf den weg zu bringen.

    Liebe Grüße
    Susahund

    Bettina Frank – Admin
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    Liebe Susahund,

    nun hast Du die Krankschreibung und die Auszeit tut Dir sicher gut. Mach Dir also keine Gedanken mehr deswegen, sonst gehts Dir alleine deshalb schon schlecht. 😉

    Ich bin echt k.o. von diesen Massen an Triptanen, Naproxen und was weiß ich noch alles, was ich nehme um arbeiten zu gehen. Triptane sind ein Segen, trotzdem bin ich davon auch immer wieder k.o. davon.

    Auch und vor allem die Migräne und die Erschöpfung des Schmerzsystems bewirken Deinen Zustand.

    Über vorbeugende Medikamente haben wir dieses Mal leider garnicht gesprochen. Dabei frage ich mich ob man da nicht noch weiter gucken müsste.

    Unbedingt, das ist jetzt sehr wichtig. Nimm Dir künftig immer einen Spickzettel zur Ärztin mit, damit Du auch das ansprechen kannst, was Dir persönlich wichtig ist. Bestehe darauf, dass sich dringend um eine Prophylaxe gekümmert werden muss.

    Es wäre gut, die Unterlagen bald auf den Weg zu bringen, die Wartezeiten sind zur Zeit leider wirklich sehr lang.

    Liebe Grüße
    Bettina

    susahund
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 134

    Guten Morgen,
    ich scheitere aktuell immer noch an der Medikamentenpause. Morgen will ich definitv starten, hoffe, dass das Botox dann schon die Anfallsdauer verkürzt.

    Jetzt kommt hier immer wieder eine Diskussion hoch, die mir keine Ruhe lässt.
    Da ich jetzt vier Wochen krankgeschrieben bin (das nur auf meine Bitte hin) haben sich bei mir „alle“, also Familie und Arzt, wieder ziemlich am Thema Arbeit als Auslöser festgebissen. Das ist denke ich nicht so. Ich bin total k.o. gerade, richtig, das ist man eben auch, wenn man jeden Tag Migräne hat, ob mit oder ohne Tabletten.

    Aber ich arbeite gerne, habe ich immer gerne gemacht, es macht mir Spaß und gibt mir Sicherheit. Ich habe es inzwischen auch geschafft, den Druck, der definitv in meinem Unternehmen immer größer wird, auszublenden. Ich mache, was ich kann, mehr geht nicht, die Grenzen setzt mir mein Kopf. Das war ein Weg dahin, zugegeben, aber ich habe es geschafft. Mir geht es gut damit. Ich gucke immer, ob es im Unternehmen evt. eine Stelle gibt, die es mir doch vereinfachen könnte, die evt. „besser passt“. Dem stehe ich offen gegenüber, schadet ja nicht, das im Auge zu behalten. Aber jetzt gehen, nach 25 Jahren? Es gibt ja fast nur befristete Stellen aktuell am Arbeitsmarkt. Das erscheint mir heikel. Wenn ich jetzt hadern würde mit meiner Stelle, oder mich unwohl, überlastet fühlen würde, dann würde ich eher so ein Risiko auf mich nehmen, aber das ist nicht so.

    Ich komme mir vor wie ein „Bittsteller“ wegen der Krankschreibung, wenn ich dann doch mal „Pause“ brauche, wie jetzt, weil man mir dann nahelegt, dass der Job nichts für mich ist. Deswegen habe ich ein schlechtes Gefühl wenn ich daheim bin, nicht wegen der Arbeit, sondern weil man mir das Gefühl gibt, dass ich eigentlich arbeiten gehen könnte.
    Ich war 22 Jahr so gut wie nie krank, nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht. Wenn ich hier mal so querlese, sind doch einige hier immer mal wieder krankgeschrieben und das auch länger als ich. Das scheint das ja auch in Ordnung zu sein.

    Mein Ansatz wäre da immer noch die Prophylaxe, Bettina hat das schon bestätigt, und eben mehr Hilfestellung bei den Anfällen. Die Möglichkeit mit z.B. Amitriptilyn einen Anfall besser zu überstehen, auch mal zwischendurch, hatte ich ja noch nie.

    Ich soll jetzt eine Verhaltenstherapie machen. Mache ich auch, dauert aber noch bis zum Termin. Vielleicht erfahre ich ja doch noch was, was mir hilft. Eine Schmerzpsychotherapie war Teil des Kopfschmerzprogramms, das ich gemacht habe.

    Wieder ein Roman, ich hoffe, Ihr seht es mir nach, ich weiß nicht, wo ich das sonst loswerden soll…

    Liebe Grüße
    Susahund

    lili
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 224

    Liebe Susahund,
    ich kenne das auch, gerade auch vom Arzt, er weiß nicht weiter und dann ist es wohl psychosomatisch … Ich finde, dass es erstmal ja auch Respekt verdient, dass du trotz einer schweren Erkrankung arbeiten willst und das so gut wie möglich tust. Das ist ja nicht fehlende Krankheitseinsicht, sondern der Wunsch weiter auf diese Weise an der Gesellschaft teilzuhaben.

    Hast du eine anerkannte Schwerbehinderung? Vielleicht könnte das helfen? Ich kenne das auch, dass es eine Weile lang gut funktioniert und dann immer mal wieder zuviel wird. Ist dann halt so, aber deshalb gar nicht arbeiten ist ja eben für dich nicht die Alternative. Als ich ambulant in Kiel war wurde ich übrigens auch in diese Richtung unterstützt, mit der Aussage, dass es vielen auch gar nicht unbedingt hilft nicht zu arbeiten, dass die Migräne davon nicht unbedingt weniger wird, aber das Leben mit ihr ist eben manchmal leichter zu organisieren.

    Und ein neuer und womoglich befristeter Job ist doch auf keinen Fall weniger Stress!

    Vielleicht brauchst du als Ergänzung noch einen Arzt der fraglos krankschreibt – die gibt es doch auch 😉

    Viele Grüße
    lili

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3945

    Liebe Susahund,
    ich möchte mich Lillis Ausführungen anschließen.
    Die Leute, die weder selbst da drin stecken, noch sich intensiv mit Migränewissen bestückt haben, denken ALLE
    IMMER, es müsse EINE Ursache geben. Diese sei zu beseitigen und es gäbe nie wieder Migräne.
    Das ist dieses maschinelle, technische Denken, das man sich vorigen Jahrhundert angeeignet hat und das man leider auch auf alles Lebendige anwendet.
    Alle Menschen, die z.B. mit Erziehung zu tun haben, die bestätigen, dass es NICHT so ist, dass man A tun muss, um B zu erreichen.
    So ist es mit der Migräne auch.

    Wenn immer sich so ein Denken auftut, dann stelle dir oder ihnen die Gegenfrage: Wird mit dieser Maßnahme ( z.B. Job beenden) die genetische Veranlagung verändert ? ? ? ? ?

    Wir wissen doch ALLE, dass auch heftige Freude und Begeisterung zu solchen Energieschwankungen führt, die dann Migräne auslösen kann.
    Prof. Göbel schreibt von den „Triggerfaktoren“ die „zu schnell, zu plötzlich, zu lange oder zu intensiv hinzukommen“ und dann Migräne auslösen.

    Für dich selbst und deine Selbstzweifel hilft wahrscheinlich ein Wechsel des Blickwinkels.
    Migräneverminderung und -besserung versuchen wir über die Medizin,
    aber die Lebensqualität, die Freude, den Spaß, die Erfüllung usw. die pflegen wir TROTZ der Migräne und die sollte nicht AUCH noch geopfert werden.
    Solange dir die Berufstätigkeit Freude macht, solltest du daran nicht rütteln.

    Und: WENN der Beruf schuld an der Migräne wäre, dann hätten wir Ruheständler alle keine Migräne mehr.
    IST aber nicht so.

    LG
    alchemilla

    neele
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 100

    Hallo Susahund,
    Ich kann das, was vorher gesagt wurde nur bestätigen. Lass dich nicht verunsichern und sieh zu, dass du dich in den 4 Wochen der Krankschreibung wieder so hinbekommst, dass du anschließend arbeiten gehen kannst.
    Ich kenne das schlechte Gewissen, wenn ich mal nicht arbeiten konnte, auch.
    Es rührt nur daher, dass immer noch überall die Ansicht vorherrscht, dass Migräne nur eine Ausrede ist, wenn man keine Lust auf etwas hat. Ich könnte mich immer wieder darüber aufregen, dass z.B. meine Kollegin wegen ihres (leichten) Rheumas bedauert wird, ich aber regelmäßig blöde Kommentare zu hören bekomme, wenn ich mal nicht so leistungsfähig bin. Dabei hat sie wesentlich weniger gesundheitliche Einschränkungen.
    Vielleicht sollte man einen anderen Namen für unsere Krankheit finden, damit diese unsäglichen Vorurteile endlich mal beseitigt werden. Das Wort Migräne hat einfach einen schlechten „Ruf“.
    Ich habe im Moment auch eine sehr schlechte Phase und habe meine Arbeitszeit auf 30 Stunden verkürzt, weil mir die letzten 2 Stunden sehr schwer gefallen sind.
    Aufhören will ich aber auch nicht, weil die Regelmäßigkeit und die sozialen Kontakte mir auf der anderen Seite gut tun. Auch mache ich meine Arbeit sehr gerne und die Arbeitsbedingungen sind in Ordnung. Ein Wechsel ist jetzt sowieso nicht mehr möglich, weil es bis zur Rente nur noch 1,5 Jahre sind.
    Und wie die anderen ja schon geschrieben haben, die Migräne verschwindet leider nicht, wenn man nicht mehr arbeitet.
    Ich finde es aber wichtig, dass man in einer schweren Phase ohne schlechtes Gewissen krank sein kann. Gerade für uns ist es wichtig, dass der Kopf zur Ruhe kommt und nicht noch durch unsinnige Schuldgefühle belastet wird.
    Liebe Grüße und hoffentlich baldige gute Besserung
    Neele

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