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Mein persönlicher Schmerzverlauf

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 8 Stunden, 21 Minuten aktiv

Hier könnt Ihr über Euren persönlichen Schmerzverlauf berichten. Sei es Migräne, Aura, Sonderformen der Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz, Neuralgien, oder sonstige Schmerzzustände.

Wie begann alles, wie entwickelte sich die Erkrankung, verstärkte oder verbesserte sie sich. Wie ging ich damit um in früheren Zeiten, wie verarbeite ich sie jetzt. Was bewegt mich, was macht mir Angst und was gibt mir Hoffnung.

Hier geht es nicht nur um den rein medikamentösen Behandlungsverlauf und was man schon alles versucht hatte, sondern auch um die psychische Ebene, mit dieser Erkrankung umzugehen.

Dies ist auch unser Vorstellungsthread für neue Mitglieder.

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Und immer wieder was Neues (Elisabeth) (18 Antworten)

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  • Profilbild Elisabeth vor 7 Monaten, 1 Woche:

    Ich war schon sehr lange nicht mehr hier im Forum. Doch nun bin ich mal wieder 2 Wochen krank geschrieben wegen der Migräne und habe Zeit und genug Leidensdruck mich hier wieder mitzuteilen.
    Seid ca 30 Jahren habe ich schon mit Kopfschmerzen, Spannungskopfschmerz, Migräne und nun anscheinend mit einem analgetischen Kopfschmerz zu tun.
    An mehr als 15 Tagen im Monat habe ich Schmerzen die ich mit Triptanen und Ibu 800 mal mehr mal weniger gut wegdrücke. Zusätzlich nehme ich seid Juli noch Doxepintropfen, die bis jetzt aber nur zur Gewichtszunahme geführt haben.
    Na ja, jetzt soll ich mir eine Klinik suchen, die mir vielleicht besser helfen kann als mein Hausarzt und Neurologe.
    In den ganzen Jahren habe ich schon alles möglich ausprobiert: Betablocker, Antidepressiva, Massagen, walken, Triggerpunktakupunktur, traditionelle chinesische Akupunktur + chinesische Tees, autogenes Training, Muskelentspannung nach Jakobson … Viele hunderte Euros sind dabei drauf gegangen.
    Im Juni hatte ich eine neue Stelle im Kindergarten angefangen, die ich jetzt aber zum Ende dieses Monats gekündigt habe – es war zu stressig ( denn zu Hause habe ich noch einen kranken Mann und eine pubertierende Tochter, riesen Garten …) Heute entscheidet sich ob ich ab November in einem anderen Kiga eine Stelle bekomme, die aber für mich nicht so anstrengend wäre.
    Manchmal kann ich einfach nicht mehr, weil mich die ständigen Schmerzen und Medikamente mürbe machen. Im Haushalt bleibt viel liegen … Ihr kennt das ja sicher auch alle.

    Liebe Grüße

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 7 Monaten, 1 Woche:

    Liebe Elisabeth,

    schön, wieder von Dir zu hören. Die Umstände könnten allerdings besser sein. Wenn Du an mehr als 15 Tagen mit Schmerzmitteln behandelst, liegt der Verdacht auf einen MÜK natürlich nahe. Wahrscheinlich wäre es sinnvoller, erst mal eine Medikamentenpause zu machen, da dann höchstwahrscheinlich auch die Prophylaxe besser wirken kann. In dieser Situation wird wohl kaum noch etwas wirken, das ist das Problem.

    Die Überlegung, in eine Klinik zu gehen, würde ich auch unterstützen. Eigentlich wäre der Zeitpunkt jetzt sehr gut. Du arbeitest im Moment nicht und könntest Dir nach dem Klinikaufenthalt auch noch einige Wochen Ruhe gönnen. Wäre es möglich, mit einer neuen Stelle bis nach Deinem Klinikaufenthalt zu warten?

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild muri vor 7 Monaten, 1 Woche:

    hallo elisabeth,
    über 15 schmerztage im monat sind eindeutig zu viele!
    und dann nimmst du auch an mehr als 15 tagen schmerzmittel ein? dann bist du wahrscheinlich im MÜK und solltest über einen schmerzmittelentzug nachdenken und anschliessend eine geeignete prophylaxe suchen.
    ich weiss, es ist nicht einfach, aber ich habe es dank dem forum, meines hausarztes und einer neurologin auch geschafft, und sogar ohne klinik (war zu ungeduldig und wollte nicht von zu hause weg).
    hier bekommst du viele tipps und viel unterstützung, wie du von früher sicherlich weißt.

    liebe grüße
    andrea

  • Profilbild Elisabeth vor 7 Monaten, 1 Woche:

    Danke für eure Antworten.
    Ich soll in den kommenden 2 Wochen ohne Schmerzmittel auskommen, habe aber ehrlich gesagt richtig Angst wie das wird.
    Die Frage ist jetzt, wie schnell ich einen Platz in einer Schmerzklinik bekomme.
    Der zukünftige Arbeitgeber weiß auch, das ich in der nächsten Zeit dann wegen einem Klinikaufenthalt ausfallen werde. Rein theoretisch ist alles klar, wie es praktisch wird, sehe ich dann.

    Liebe Grüße
    Elisabeth

  • Profilbild heika vor 7 Monaten, 1 Woche:

    Hallo Elisabeth,

    wenn du ohne Schmerzmittel auskommen sollst, heißt das ja nicht, dass du nicht andere hilfreiche Mittel nehmen darfst. Lies dir doch mal hier im Forum durch, wie das mit einer Schmerzmittelpause abläuft. Da kannst du Cortison nehmen und zum besseren Schlafen auch ein Mittel, so haben das schon viele hier geschafft.

    Lieber Gruß
    Heika

  • Profilbild Ronja vor 7 Monaten, 1 Woche:

    Liebe Elisabeth,

    ich kenne das Gefühl: ich kann nicht mehr wegen der ständigen Schmerzen auch sehr gut. Mir hat der Klinikaufenthalt in Kiel in dieser Hinsicht sehr viel gebracht, es war sehr hilfreich, einmal nicht “können” zu müssen, wenn man eigentlich nicht mehr kann. Was das allgemeine Selbstfürsorge-Programm zu Hause betrifft wirkt der stationäre Aufenthalt auch jetzt noch an, indem ich immer weiter das umsetze, was ich insbesondere beim Thema Selbstfürsorge und Krankheitsakzeptanz in Kiel erkannt und gelernt habe.

    Was wurde dir von deinem Arzt angeraten, wie du diese Schmerzmittelpause hinkriegen kannst – das ist ja ein schwierige Unternehmen, also die Migräneattacken aushalten !!! Das ist doch sehr schwierig.

    Herzliche Grüße
    Ronja

  • Profilbild Elisabeth vor 7 Monaten, 1 Woche:

    Meine Neurologin hat mir nur gesagt, das ich in den nächsten 2 Wochen keine Schmerzmedikamente nehmen soll. Und ich bin dann auch immer so angespannt, das ich ganz vergessen habe nachzufragen.

    Liebe Grüße
    Elisabeth

  • Profilbild Ronja vor 7 Monaten, 1 Woche:

    Liebe Elisabeth,

    kannst du nicht einfach morgen nochmal nachfragen bei deinem Arzt, zumindest telefonisch?

    Herzliche Grüße
    Ronja

  • Profilbild Elisabeth vor 7 Monaten, 1 Woche:

    Ich war eben bei der Ärztin. Ich soll nach Möglichkeit gar nichts nehmen. Cortison möchte sie mir nicht geben, da sie der Meinung ist das ich einen analgetischen Kopfschmerz habe.
    Jetzt sitze ich hier mit Kirschkernkissen und Japanischem Heilpflanzenöl ;-)

    Liebe Grüße
    Elisabeth

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 7 Monaten, 1 Woche:

    Verstehe ich Dich richtig: Die Ärztin meint, dass Du einen MÜK hast, möchte Dir aber trotzdem kein Kortison geben. Das kann ich nicht nachvollziehen, oder Du hast Dich verschrieben.

    Frag doch nochmal nach und bitte um Medikamente, die die Pause unterstützen können: Diazepam, Melperon, Vomex. Kirschkernkissen und Japanisches Heilpflanzenöl können zwar gelegentlich minimal unterstützen, nehmen Dir aber nicht die Umstellungsschmerzen. Ich fürchte, Du bist nicht so optimal beraten.

    Ich vertrage z.B. überhaupt keine Wärme im Nacken, da sie die Migräne triggern würde und Gerüche kann ich sowieso nicht ertragen. Diese beiden Tipps wären für mich ein schlechter Witz.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Elisabeth vor 7 Monaten, 1 Woche:

    Ich habe sie eben extra darauf angesprochen und sie meint Cortison würde nur bei der “klassischen” Migräne helfen. Dafür soll ich jetzt sehen, das ich schnell einen Klinikplatz bekomme.
    Wärme tut mir immer sehr gut; das Wärmekissen muss aber heißer als der Schmerz sein! Doch mit den roten Flecken im Nacken kann ich gut leben ;-)
    Das mit dem Heilpflanzenöl ist auch für mich grenzwertig, denn ich bin im Moment seeeeehr geruchsempfindlich.

    Liebe Grüße
    Elisabeth

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 7 Monaten, 1 Woche:

    Kortison stoppt die neurogene Entzündung in den Gefäßen. Denen ist es egal, wie sie entstanden ist. ;) Die Schmerzen werden Dir genommen und trotzdem kann sich das Nervensystem unter dieser unterstützenden Behandlung erholen, Du musst aber nicht unnötig leiden. Hättest Du eine normale Migräne, die von der Attackenzahl noch im Rahmen ist, bräuchtest Du ja keine Pause zu machen. Die Pause wird ja erst dann fällig, wenn Du einen [b]analgetischen Kopfschmerz”, sprich einen MÜK hast.

    Wenn Du unbehandelt die Umstellungsschmerzen aushalten sollst, ist das für Deinen Körper eine Stresssituation, die er nicht wirklich “braucht”. ;) Dem kann man entgehen, indem man Medikamente gibt, mit denen die verbrauchten Botenstoffe wieder aufgefüllt werden können.

    Bedenke auch bitte, dass Wärme die Gefäße, die bei Migräne schon erweitert sind, noch weiter macht. Vielleicht empfindest Du es objektiv als angenehm, aber prinzipiell ist es eventuell gar nicht so optimal.

    Ich weiß nicht, was ich Dir noch weiter empfehlen könnte, aber eventuell könntest Du Deine Ärztin darauf aufmerksam machen, was auf den Seiten der Schmerzklinik zur Medikamentenpause steht und wie sie optimal durchgeführt werden sollte.

    Alles Gute und sorge gut für Dich! Dazu gehört m.E. auch, Dich nochmals an Deine Ärztin, oder eventuell an Deinen Hausarzt zu wenden. Man kann Dich nicht einfach nur nach Hause schicken mit Kirschkernkissen und Minzöl!

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Elisabeth vor 7 Monaten, 1 Woche:

    Und jetzt kopiere ich meinen Beitrag hierhin ;-)
    Danke Bettina!!

    Ist das normal, das beim Entzug die Schmerzen kommen und gehen, in unterschiedlicher Stärke? Ich habe auch den Eindruck das meine rechte Gesichtshälfte geschwollen ist und mir ist es kalt, dabei reiße ich sonst immer alle Fenster auf wegen Hitzewallungen. Am besten ist es wenn ich ganz still auf dem Stuhl sitze und mich so gut wie nicht bewege.

    Liebe grüße Elisabeth

  • Profilbild regenbogen68 vor 7 Monaten, 1 Woche:

    Sollen wir der Ärztin anonym die relevanten Seiten aus dem Buch von Prof. Göbel schicken? Das ist ja absurd, dass die Patienten jetzt auch noch ihre Ärzte aufklären müssen. Es ist absurd, aber wahr.
    Regenbogen, knurrrrrrrrrrend

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 7 Monaten, 1 Woche:

    Schmunzel, Regenbogen. ;) Es ist oft so, dass man für sich selbst gut sorgen muss. Das kann man nur, wenn man informiert ist. Man muss auch sehen, dass nicht jeder Arzt alle Kopfschmerzarten parat haben kann (es gibt 251 verschiedene) und daher auch nicht immer sofort auf Anhieb die beste Therapie vorschlagen kann. Da müsste man schon sehr spezialisiert sein und das sind nicht sehr viele.

    Elisabeth, während der Umstellungskopfschmerzen können die verschiedensten Symptome auftreten. Gelegentlich sind sie ohne Hilfsmittel nur sehr schwer zu überstehen. Aber diese Hilfen gibt es ja und die sind nicht nur Minzöl und Kirschkernkissen wie ich zuvor schon geschrieben hatte. Hier brauchst Du bessere Unterstützung.

    Liebe Grüße
    Bettina