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Mein persönlicher Schmerzverlauf

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 8 Stunden, 22 Minuten aktiv

Hier könnt Ihr über Euren persönlichen Schmerzverlauf berichten. Sei es Migräne, Aura, Sonderformen der Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz, Neuralgien, oder sonstige Schmerzzustände.

Wie begann alles, wie entwickelte sich die Erkrankung, verstärkte oder verbesserte sie sich. Wie ging ich damit um in früheren Zeiten, wie verarbeite ich sie jetzt. Was bewegt mich, was macht mir Angst und was gibt mir Hoffnung.

Hier geht es nicht nur um den rein medikamentösen Behandlungsverlauf und was man schon alles versucht hatte, sondern auch um die psychische Ebene, mit dieser Erkrankung umzugehen.

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Unorthodoxer Krankheitsverlauf? (Frank) (10 Antworten)

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  • Profilbild Jack vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Hallo,

    ich habe in meiner Kindheit regelmäßig mit Migräneanfällen zu tun gehabt, die sich mit der Pubertät zunächst verabschiedeten (letzter Anfall ca. 1988).

    Zwischen 2005 und 2008 habe ich verschiedentliche Aura-Symptome wahrgenommen (Flimmerskotome, Drehschwindel und Schwindel), die in der Regel zwischen 45 min (Sehstörungen) und einigen Stunden (Schwindel) anhielten, allerdings immer ohne Kopfschmerz auftraten. Die Diagnose meiner Neurologin damals war (nach Abklärung mit MRT) Rückkehr der Migräne. Ich habe daraufhin mit Ausdauersport begonnen, der sich wohl auch gut bewährt hat – 2009, 2010, und 2011 war ich beschwerdefrei.

    Seit letzter Woche habe ich nun einen Migräneanfall, der nicht mehr aufzuhören scheint. Begonnen hat es am vergangenen Mittwoch mit diffusem Schwindel. Am Samstag begannen dann sehr starke einseitige Kopfschmerzen (so wie aus meiner Kindheit bekannt), mit mehrfachem Erbrechen. Am Sonntag nahmen die Schmerzen etwas ab, sind aber seitdem unverändert vorhanden. Derzeit komme ich nur mit Medikamenten durch den Tag.

    Meine Neurologin hatte für gestern ein erneutes MRT veranlasst, welches aber keine Auffälligkeiten zeigt.

    Während der ganz schlimmen Phase am letzten Wochenende habe ich Somatriptan genommen (hat ungefähr 6 Stunden geholfen), seitdem versuche ich mit ASS 500 über die Runden zu kommen.

    Momentan überlege ich ins Krankenhaus zu gehen – Die Hemmschwelle ist allerdings groß…

    Freue mich auf Antworten…

    Viele Grüße,
    Frank

  • Profilbild muri vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    hallo frank,
    ich hatte auch einmal einen schlimmen anfall über 10 tage der nicht aufhörte. ich habe eine cortisonkur gemacht. hier im forum kannst du einiges darüber lesen.
    wenn man über eine woche täglich schmerzmittel nimmt kommt man leicht in einen medikamentenkopfschmerz, aus dem man so schnell alleine nicht mehr heraus kommt. da hilft diese cortison kur.
    nimmst du jetzt seit letztem wochenende jeden tag schmerzmittel?

    hier wirst du sicherlich noch ein paar gute tipps bekommen.

    aber wenn es dir wirklich so schlecht geht, dann scheue dich nicht davor in ein krankenhaus zu gehen, denn da bist du wahrscheinlich in guten händen, bevor du selber rum experimentierst.

    gute besserung und liebe grüße
    andrea

  • Profilbild regenbogen68 vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Lieber Frank,

    wie hast Du mit dem Triptan die Attacke bekämpft? Hast Du ein Triptan genommen und dann nur mehr normale Schmerzmittel? Wie bist du genau vorgegangen?

    Deine Neurologin ist offenbar für Dich heute nicht erreichbar.
    Wenn es Dir sehr schlecht geht, geh in ein Krankenhaus (v.a. wenn es dort eine Neurologie gibt). Da ist nichts dabei. Es geht darum, dass Dir geholfen wird. Du bist hier nicht der Erste, der ins Krankenhaus saust. Ich hab das auch schon gemacht, habe eine Infusion bekommen und nach 2 Stunden war der Spuk vorbei. ;-)

    Du kannst vorher hier noch ins “Notfallforum” schauen.

    Herzlich, Regenbogen

  • Profilbild regenbogen68 vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Hier die Links:

    http://www.headbook.me/groups/notfallplan/forum/topic/status-migraenosus-2/

    http://www.headbook.me/forums/?fs=notfall

  • Profilbild lepeklaja vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Hallo Frank, auch ich habe mit Migräne-Status (Migräne länger als 4 Tage) zu kämpfen. Meine letzte ultralange Migräne-Attacke war von Ende Oktober bis Mitte Dezember = 42 Tage. Das endete auch im Krankenhaus mit einer Cortison-Therapie (3x1000mg). Ich kann dir auch nur raten, zu einem Neurologen zu gehen, um ambulant die Cortison-Infusionen zu bekommen oder eben im Krankenhaus. Alles, alles Gute!
    Ruth

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Herzlich willkommen im Headbook, lieber Frank. :)

    Dein geschilderter Krankheitsverlauf entspricht Deiner Überschrift. Hast Du eine genauere Diagnose erhalten, oder “nur” Migräne? Es könnte sich auch um eine Sonderform der Migräne handeln.

    Ein Klinikaufenthalt würde nur Sinn machen, wenn es sich um eine spezialisierte Einrichtung handelt. Sonst ist man schnell mal überfordert, wenn ein Krankheitsbild in kein Schema passt. Ich war nicht selten in der Lage, dass ich dem Arzt Anweisungen geben musste. ;)

    ASS wird Dir aus so einer Phase nicht raushelfen, das können, wenn überhaupt, nur Triptane. Wieso nimmst Du nicht weiter Sumatriptan, wenn es Dir schon geholfen hat?

    Es gibt auch noch andere Tricks und Möglichkeiten: Antiemetikum vor dem Triptan, NSRIs wie Naproxen 500 mg zur Wirkverstärkung und -verlängerung, Diazepam zur Beruhigung der Nerven und wie hier schon empfohlen, das Kortison.

    Du hattest eine sehr lange Beschwerdefreiheit, somit kann sich das jetzt auch mal nur um eine Ausnahme handeln. Warte mal ab und versuche, mit Deiner Neurologin hier einen Weg zu finden – aber nicht mit ASS. ;)

    Alles Gute,
    Bettina

  • Profilbild Jack vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Hallo,

    vielen Dank für die vielen Antworten. Die Diagnose meiner Ärztin war “Migräne”, zumindest hat sie mir nichts von einer Sonderform erzählt. Nur das sich Migräne im Laufe der Jahre ändern kann.

    Ich bin heute Mittag in die Notaufnahme des KH. Der Neurologe dort hat mir Infusionen gegeben (Schmerzmittel und ein Magenschutzmittel) und mich anschließend mit Kortisontabletten (Decortin) nach Hause geschickt (worüber ich ganz froh war). Die Tabletten soll ich nun die nächsten 7 Tage nehmen. Hoffe das hilft.

    Somatriptan habe ich einmal zu Beginn der Attacke genommen und dann ein zweites Mal als ich in der darauffolgenden Nacht von den Schmerzen erwacht bin. Abgesetzt habe ich da ich das Gefühl hatte, das die Wirkung nicht sehr lange anhält. Außerdem beunruhigt mich die Nebenwirkungsliste. Ich habe auch eine (wenn auch nur leichte) Leberfunktionsstörung (Morbus Meulengracht).

    Viele Grüße,
    Frank

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Lieber Frank,

    Triptane belasten die Organe viel weniger, als die üblichen Schmerzmittel. Es ist also schonender und gleichzeitig effektiver, Triptane einzunehmen, als andere Mono- oder Kombinationsschmerzmittel. Auf Paracetamol solltest Du in Deinem Fall ganz verzichten, aber das weißt Du sicher selbst. ;)

    Ich wünsche Dir guten Erfolg mit dem Kortison. Du hast sicher auch Magenschutz für zu Hause mitbekommen. Täglich morgens zusammen mit dem Kortison einnehmen und zum Schlafen wurde Dir sicher auch was empfohlen.

    Gute Besserung und liebe Grüße
    Bettina

    PS: Hast Du heute Geburtstag, oder wurde nur Dein Anmeldedatum übernommen?

  • Profilbild Jack vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Hallo Bettina,

    vielen Dank für die Hinweise. Ich hatte vor ein paar Jahren mal eine Angsterkrankung und bin seitdem etwas sensibel wenn es um Nebenwirkungen von Medikamenten geht. Bisweilen wurde ich schon bei Antibiotika neurotisch. Glücklicherweise beschränkte sich mein Medikamentenbedarf bis letzte Woche auf ab-und-zu mal eine Aspirin, damit ließ es sich gut leben.

    Ich habe noch eine Frage zum Kortison: Die Tagesdosis hat der Neurologe auf 75 mg festgelegt, für die nächsten 7 Tage. Ist das nicht ziemlich viel? Habe hier herumgestöbert und gelesen, dass 100 mg für die Dauer von 2 Tagen ausreichen kann. Und muss ich nach den 7 Tagen die Dosis nicht eigentlich ausschleichen? Davon hat mir eine Freundin erzählt, nicht aber der Neurologe.

    Eine letzte Frage: Seit gestern Abend habe ich eine leichte Sehstörung und zwar insofern, als dass mein linkes Auge nicht immer schnell genug “hinterherkommt” (beispielsweise wenn ich nach rechts schaue). Kann das an der Migräne liegen?

    Sorry wenn ich Löcher in den Bauch frage, aber die ganze Sache beschäftigt mich sehr…

    Viele Grüße,
    Frank

    P.S.: Nein, ich habe nicht Geburtstag, anscheinend habe ich bei der Erstellung des Accounts etwas übersehen. Habe das Geburtsdatum aktualisiert, nun sollte es passen.

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Lieber Frank,

    diese Sehstörung kann zur Migräne gehören. Hast Du Doppelbilder?

    In diesem Fall ist es umso besser, wenn Du nun eine Woche Kortison nimmst. Dein Neurologe wird sich schon was gedacht haben bei dieser Dosierung. Das kann man ganz unterschiedlich handhaben, sind auch Erfahrungswerte des Einzelnen. Ausschleichen finde ich persönlich immer besser. Sprich doch Deinen Arzt am Montag darauf an.

    Gute Besserung,
    Bettina