Liebe Bettina, liebe Sonja, liebe Ronja und liebe Cinderella,
auch Euch allen ganz lieben Dank für die herzliche Begrüßung und Aufnahme hier bei Euch!
Bettina Du hast völlig Recht mit Deiner Vermutung. Eine wirklich Diagnose hat noch kein Arzt gestellt. Irgendwie wurde ich fast überall mit einem Achselzucken entlassen, wenn sie nicht mehr weiter wussten. Der letzte Neurologe (prof. einer neurologischen Klinik) hat mich dann an einen Psychotherapeuten verwiesen. Dort gehe ich ja auch brav hin und streube mich auch keinesfalls gegen eine Mitbeiteiligung der Psyche.
Nur sehe ich es andersherum. Natürlich bin ich psychisch mittlerweile völlig fertig und verzweifelt. Aber das ist meiner Meinung nach eine natürliche Folge von 1,5 Jahren täglichen Schmerzen und nicht umgekehrt.
Was mich so verunsichert ist, dass ich eben in keine der klassischen gruppen hineinzupassen scheine.
Der klassische Spannungskopfschmerz zeichnet sich doch durch leichte bis mittlere Schmerzen aus, die dumpf drückend sind und einen kaum an den täglichen Aktivitäten hindert und sogar unter oder bei Belastung Besserung erfährt.
Ich jedoch habe ja fast täglich wirklich dröhnende Schmerzen, die mich zum Hinlegen zwingen, da sie sich unter geringster Aktivität stark verschlimmern bzw. sich sogar ausbilden.
Jedoch sind sie fast nie einseitig , sondern aus der Mitte des Kopfes heraus und eben ohne jegliche Begleiterscheinungen. Außerdem hat man Migräne ja nicht rund um die Uhr 24 Stunden und das über mehrere Wochen???!!!
Für mich bleibt da nicht viel “harmloses” als Ursache mehr. Überall im Netz lese ich von höchster Alarmstufe, wenn Schmerzen sich so wie bei mir äußern. Die eben nicht durch Medikamente pausieren oder sich nachts im Schlaf wieder bessern etc. Die schlimmer werden bei Belastung, Husten, Pressen etc.
Das alles macht mir immer größere Angst und Sorge vor einer wirklich dramatischen Ursache, die unerkannt bald sicher schwerwiegende konsequenzen für mich haben wird?
An Medikamenten habe ich bisher (relativ erfolglos) Novalgin 40 Tropfen, 800mg Ibuprofen, sowie 1000mg Paracetamol und Thomapyrin intensiv 2 Tabletten versucht.
Anfangs haben sie die stark dröhnenden Schmerzen etwas gemildert. Mittlerweile nehmen sie nach 1,5 Stunden! vielleciht mit viel Glück die Schmerzspitze bis ich wieder auf dem üblichen Schmerzlevel bin.
Wie gesagt habe ich jedoch nie mehr als an höchstens 10 Schmerztagen etwas genommen im Monat. Also ist hier ein MÜK wohl ausgeschlossen. Durch meine krankschreibung muß ich ja nicht funktionieren und haben daher sogar die letzten 8 Tage trotz stärkster Schmerzen kein Medikament genommen.
Ehrlich gesagt habe ich mittlerweile sogar richtig Angst davor noch etwas zu nehmen, da ich mir noch hilfloser und verweifelter vorkomme, wenn sie wieder nicht helfen. Und mich noch überzeugter machen, dass etwas schlimmes organisches vorliegt.
Triptane, liebe Ronja, habe ich bislang noch nicht versucht. Ich habe zwei freiverkäufliche zu Hause rumliegen traue mich aber nicht so recht daran, da es meiner Meinung ja absolut keine Migräne zu sein scheint und in der Packung eben steht, dass man sie nur bei ärztlicher Diagnose von Migräne nehmen darf. Da ich auch an Bluthochdruck leide und rauche (schäm; ich habe es trotz Schmerzen und wegen der psychischen Belastung leider noch nicht geschafft aufzuhören) habe ich hier Angst vor Konsequenzen beim Einnahmeversuch eines Triptans.
Cinderella Magnesium nehme ich seit Jahren schon täglich hochdosiert (Tromcardin complex) gegen meine Herzrhythmusstörungen.
Termin beim Schmerzzentrum habe ich nächste Woche Mittwoch endlich und Termin in der ambulanten Kopfschmerzklinik am 27.10.2011!!!
Ronja Du hast Recht. Ich habe wirklich viel Vertrauen in die Ärzte verloren und fühle mich hier sehr alleinen gelassen und nur auf die Psychoschiene abgeschoben.
So jetzt habe ich reichlich geschrieben. Vielen Dank fürs “zuhören” und ausjammern. Ich fühle mich irgendwie etwas aufgehoben bei Euch. Danke.
LG
Moonlight