Mein persönlicher Schmerzverlauf

Mein persönlicher Schmerzverlauf

Vorstellung Amei

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    Beiträge
  • Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Hallo liebe Forumsmitglieder,
    nachdem ich schon längere Zeit still mitlese, möchte ich mich heute kurz vorstellen.
    Ich habe eine chronische Migräne, die sich im Laufe vieler Jahre aus einer episodischen Migräne entwickelt hat. In den letzten 1-2 Jahren hatte ich dann mehr oder weniger täglich Attacken.
    Meine Akutmedikation bestand und besteht aus Naratriptan und Ibuprofen sowie MCP. Damit habe ich mich lange „über Wasser gehalten“ und konnte so auch arbeiten. Die 10/20 Regel habe ich aber weitgehend ignoriert. Die Quittung bekam ich vor ca. 2,5 Monaten. Das „System“ trat in den Streik.
    Da ich vor 9 Jahren schon diverse Prophylaxen erfolglos probiert hatte, wartete ich eigentlich auf Aimovig. Mein Hausarzt (durch Umzug mehrfacher Wechsel) holte jedoch erstmal etwas aus der alten Kiste und so teste ich nun – nach Medikamentenpause und Reduktion von Akutmedikamenten – Propranolol.
    Und warte auf eine (alltagstaugliche) Wirkung.☺
    Ich freue mich auf den Austausch hier im Forum und habe allein durch das Mitlesen schon sehr profitiert.

    LG Amei

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Willkommen bei uns, liebe Amei. 🙂

    Es ist eine gute Idee von Deinem Arzt, die alte Kiste wieder zu öffnen. 😉 Propranolol ist Mittel der I. Wahl bei Migräne und auch gut verträglich. Selbst wenn Du vor einem Jahrzehnt damit keinen Erfolg gehabt haben solltest, so kann er jetzt nach so langer Zeit trotzdem eintreten. Die Migräne verändert sich immer wieder, der Körper auch – vielleicht passt es jetzt perfekt.

    Alles Gute damit und liebe Grüße
    Bettina

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Guten Morgen Bettina,

    ich werde mich vor allem in Geduld üben und ein paar andere notwendige Veränderungen in Angriff nehmen. 😊
    Gibt es eigentlich irgendeinen „Trick“, um die Trägheit und Antriebslosigkeit, die durch den Beta-Blocker hervorgerufen wird, einzudämmen? Im Augenblick habe ich da nur meinen Mann, der mich immer wieder motiviert. 😀

    Liebe Grüße
    Amei

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Liebe Amei,

    Müdigkeit zählt zu den häufigen Nebenwirkungen, wenn man einen Betablocker neu eindosiert. Tricks sind, niedrig dosiert einzusteigen und anfangs der Müdigkeit auch ein wenig nachzugeben. Der Körper hat mit der Umstellung zu tun und ein wenig Ruhe ist in dieser Phase sinnvoll. 🙂

    Mit der Zeit wird das besser werden, keine Sorge. Und ja, Geduld, das Ding, das Migräniker nicht so gerne mögen, macht aber doch Sinn. 😀

    Liebe Grüße
    Bettina

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Ich habe noch einmal bei den Themen Mük und Medikamentenpause nachgelesen und stelle mir jetzt die Frage, ob meine Pause ausreichend war.

    Nach dem Beginn der Einnahme des Beta-Blockers habe ich 2 Wochen keine Triptane bzw. Schmerzmittel eingenommen. Nach Angaben des Arztes sollte ich jetzt einfach vorsichtig sein, kein Ibuprofen mehr nehmen und Triptane nur noch max. 2mal in der Woche.

    Bin ich mit einer zweiwöchigen Pause aus dem Mük heraus? Woran kann ich das erkennen?

    Liebe Grüße
    Amei

    glückdererde
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 463

    Liebe Amei,

    Die Empfehlungen sagen, dass Du mit grosser Wahrscheinlichkeit dann aus dem MÜK heraus bist, wenn während der Schmerzmittelpause über 3 Tage kein Kopfschmerz auftritt. Im Allgemeinen tritt das häufig während der ersten 2 Wochen ein.

    Tritt es aber nicht während dieser ersten Wochen ein, dann soll der Schmerzmittelentzug auf bis zu 8 (ACHT) Wochen ausgedehnt werden. Sind dann immer noch keine drei kopfschmerzfreien Tage hintereinander aufgetreten kann man den Entzug beenden und dann davon ausgehen, dass der Grund für den weiterhin anhaltenden Kopfschmerz zumindest dann nicht mehr ein MÜK ist, sondern andere Gründe vorliegen.

    Acht Wochen kann richtig hart sein! Ich selber habe nach zwei Wochen stationärem Entzug noch 6 Wochen zuhause Medikamentenpause gemacht und hatte dann immer noch täglich Kopfschmerzen.

    Zumindest für mich haben sich die 8 Wochen Pause trotzdem ganz eindeutig gelohnt. Das ist aber im Einzelfall schwierig zu entscheiden.

    Liebe Grüße

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Lieber Glückdererde,

    vielen Dank für die schnelle und umfassende Info.

    Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich 3 Tage am Stück keine Migräne hatte. Ich meine auch zu erinnern, dass das war, bevor ich an mehr als 10 Tagen Akutmedikamente eingenommen habe.

    Zur Zeit habe ich mal einen Tag ganz frei.😊
    Mal sehen, was die Prophylaxe bringt. Ich werde schon wieder ungeduldig.

    Liebe Grüße
    Amei

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Irgendwie läuft es gerade nicht so, wie ich mir das erhofft hatte. 😕

    Das Propranolol wirkt zwar, aber ich habe jetzt täglich leichte bis mittlere Migräneattacken.

    Oft ist es so, dass ich mit Schmerz einschlafe, nachts wach werde und letztlich morgens aufwache. Meist schaffe ich es ohne Akutmedikamente auszukommen, muss mich aber oft im abgedunkelten Raum hinlegen.

    Manchmal kann ich mich trotz Schmerzen mit meinem Pferd beschäftigen, aber das ist dann auch die einzige Aktivität des Tages. Vieles fällt flach, weil ich mich zu angestrengt fühle. (Schwer zu beschreiben.) Es ist so, als ob hinter der nächsten Anforderung schon die Steigerung des Schmerzes lauert. Belastbar bin ich nicht.

    Der letzte wirklich migränefreie Tag ist schon wieder 2,5 Wochen her.😕

    O.k. es waren immerhin 8 in den letzten 2 Monaten.👍
    Die Wohnung ist weihnachtlich geschmückt, ich war auf 2 Weihnachtsmärkten und Kekse backen schaffe ich auch noch (Vanillekipferl kann ich auch. 😉).

    (Sorry, musste mal ein bisschen jammern. Es ist manchmal ein wenig zermürbend.)

    Liebe Grüße
    Amei

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