Mein persönlicher Schmerzverlauf

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Vorstellung Sabine: Migräne seit 6 Jahren

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  • Julia
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    Beitragsanzahl: 7068

    Hallo Seemöwe,

    du bist hier im Schmerzverlauf von Sabine gelandet, magst du den Beitrag in deinen eigenen Verlauf kopieren? Wenn ich mich recht erinnere, hab jetzt nicht gesucht, hattest du das gleiche Problem mit deinem Mann schon einmal angesprochen. Dort wäre es dann besser, und ohne Sabine zu stören, zu diskutieren.

    Es ist sicher ein Problem, das sehr viele Kranke betrifft.

    Liebe Grüße,
    Julia

    seemoewe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 125

    Liebe Jojo
    vielen Dank für deine Beschreibung.
    Klar ein Beinschmerz ist keine Migräne.
    Ist ja eigentlich auch logisch. Der Kopf dröhnt und ich bin froh wenn ich schlafen kann.
    Ich hatte diese Woche eine Einladung bei einem bekannten Ehepaar, er 88 und sie 89. Der alte Herr weiss dass ich Migräne habe und sagte nur: sowas hatte ich 1 x im Leben und das war die Hölle. Ich weiss was da bedeutet.

    Wenn Kinder Migräne haben ist es doppelt schlimm. Man überlegt als Elternteil an was es liegen kann und es gibt bei Schulkindern viele Probleme. Schon allein wenn die die Schule nicht besuchen können.
    Dir und dem Sohn alles Gute
    Seemoewe

    Sabine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 25

    Hallo Ihr Lieben,

    nach langer Zeit möchte ich mich mal wieder melden.

    Ich habe mich dazu durchgerungen, einen Antrag bei der Schmerzklinik Kiel zu stellen und – sie haben ihn angenommen! Vor kurzem bekam ich einen Brief, dass sie mir den Aufnahmetermin noch mitteilen! 🙂 Ich weiß, dass sie lange Wartezeiten haben, aber das macht nichts.

    Derzeit geht es mir nicht gut, ich habe seit 8 Tagen Migräne, die überhaupt nicht weggehen will. Vorige Woche hatte ich Urlaub und ich dachte eigentlich, dass durch weniger Stress es schon weggeht. War aber nicht so. Gestern bin ich dann, obwohl es mir immer noch schlecht geht, zur Arbeit gefahren und hab meinen Tag „abgesessen“, abends war ich dann völlig k.o. Ich bin dann zum Hausarzt gefahren und der hat mich krankgeschrieben für diese Woche. Wollte ich eigentlich nicht, sieht immer blöd aus wenn man aus dem Urlaub kommt und „krank“ ist, aber es geht nicht.

    Mein Hausarzt hat mir leider nichts gegeben und hat mich auf den Neurologen verwiesen, da hab ich aber erst Anfang November einen Termin. Ich habe zwar dem Neurologen gesagt, dass ich Dauerschmerzen habe und ob ich nicht kurz vorbeikommen könne, aber man meinte nur, dass ich Donnerstag kommen könne, aber mit erheblichen Wartezeiten rechnen müsse. Aber das muss ich mir noch überlegen, ob ich das durchhalte so lange im Wartezimmer. Mal bis Donnerstag warten.

    Ich hoffe, Euch geht es besser und wünsche Euch noch einen schönen Tag!

    Viele Grüße
    Sabine

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5244

    Liebe Sabine,

    leider ist ein Urlaub keine Garantie dafür, dass es unsere Migräne interessiert. Bei manchen klappt es, bei mir allerdings auch nicht. Klar ist das ungünstig, gleich danach krank zu sein, bedenke aber, dass du am ersten Tag da warst und es versucht hast und davor ja eigentlich auch schon krank warst.

    Welches Medikament hättest du dir denn von deinem HA erhofft? Sinnvoll wäre Kortison gewesen, denn mit einer einmaligen Gabe von bis zu 100mg kann man oft einen Migränestatus stoppen. In so einem Fall könntest du das Buch von Prof. Göbel mit zum HA nehmen und ihm das dort zeigen, so etwas senkt die Hemmschwelle bei den Ärzten, die sich bei Migräne im Detail nicht so gut auskennen.

    Vielleicht schaffst du das mit dem Neurologen-Termin am Donnerstag. Es wäre für dich sicherlich beruhigend, wenn du bis zum offiziellen Termin in ca. drei Wochen schon Hilfe bekommen würdest.

    Lieber Gruß
    Heika

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4354

    Liebe Sabine,

    ja, das sind einfach ganz blöde Situationen. Sich nach dem Urlaub krankschreiben zu lassen, kommt nicht gut an. Zumal man uns die Migräne meist auch nicht ansieht.

    Wenn ich die Möglichkeit hätte, bei richtig schlimmer Migräne am Donnerstag zum Neurologen zu können, würde ich auf jeden Fall hingehen. Wenn es richtig schlimm ist, dann geht halt nichts mehr. Dann würde ich ggf. für unerträgliche Wartezeiten ein Feldbett mitnehmen. 🙂 Das war natürlich ein kleiner Scherz. Soll nur deutlich machen, wie energisch ich da vorgehen würde.

    Heika schreibt es ja auch schon. Die kommenden 3 Wochen werden für dich u.U. deutlich entspannter. Sprich das Kortison an, und auch was du machen kannst wenn sich deine Situation nicht verbessert.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Liebe Sabine,

    ich würde auf jeden Fall den vorgezogenen Termin beim Neurologen wahrnehmen!

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

    Sabine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 25

    Hallo Heika,

    ich hatte die Dokumente zum MÜK und Schmerzmittelpause dabei und habe auch nach dem Kortison gefragt, aber mein Hausarzt wollte sie mir nicht verschreiben und hat mich auf den Neurologen verwiesen.

    Liebes Sternchen,
    liebe Bettina,

    Ja, ich werde morgen früh zum Neurologen gehen und ihn um Kortison bitten. Nehme vorsichtshalber auch wieder die Unterlagen mit.

    Vielen Dank, dass man Euch immer fragen kann!

    Viele Grüße
    Sabine

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5244

    Vielleicht ist die Hemmschwelle bei deinem Hausarzt niedriger, Sabine, wenn dir der Neurologe das Kortison zum ersten Mal verschrieben hat. Ich hoffe, dass das heute klappt!

    Lieber Gruß
    Heika

    Sabine
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 25

    Hallo Ihr Lieben,

    ich wollte mich nochmal melden und berichten, wie es mir ergangen ist. Nun, Kortison habe ich nicht bekommen, mittlerweile bin ich aus dem Status (oder MÜK?) auch alleine raus…

    Aber der Reihe nach. Beim Neurologen bin ich nicht drangekommen (die Kurzversion, alles andere würde hier den Platz sprengen und ich würde mich nur wieder ärgern – jedenfalls suche ich mir jemand Neuen!), also bin ich zur Schmerzärztin, die mir wieder mit Ihren Globulis kam, die ihren Patienten immer so gut helfen. Habe ich abgelehnt! Das Buch von Prof. Göbel, extra Dokumente über Schmerzmittelpause, wie sie durchzuführen ist, wie das Kortison anzuwenden ist etc. hatte ich alles dabei! Hat sie sich durchgelesen und gemeint, das wäre alles überholt, auf dem letzten Schmerzmittelkongress hätte sich gezeigt, dass das Kortison nichts bringt, eher gefährlich wäre und sie es nicht verschreibt. Horrormärchen dazu bekam ich inklusive, was alles passieren kann (Lungenentzündung und -embolien bis hin zum Tod etc.)!

    Dass es die aktuelle Ausgabe von Prof. Göbel ist und auf die Interseite, die ja mit Sicherheit aktuell ist, nichts anderes beschreibt über die Verfahrensweise, ließ sie unbeeindruckt. Wohlgemerkt – sie ist bei der Integrierten Versorgung eingeschrieben, deshalb habe ich sie aus der Liste ausgewählt, weil ich eine Ärztin/einen Arzt wollte, der nach den Richtlinien von Kiel behandelt.

    Naja, nachdem ich praktisch auf dem Boden gekrochen bin, weil ich einfach nicht mehr konnte, total ausgelaugt war von den vielen Tagen Migräne und dauernden Schmerzen, hat sie mich gnädigerweise wenigstens eine Woche krankgeschrieben. Medikamentenpause könne ich ja machen, einfach keine Medis nehmen, fertig! Weiter arbeiten gehen, das geht schon. Geht bei allen ihren Patienten. Aber die nehmen ja halt auch ihre Globulis.

    An Prophylaxe, weil das Opipramol alleine nicht wirklich hilft, soll ich wieder mit Topiramat anfangen. Das Opipramol wollte sie zwar absetzen, aber da ich mich damit so wohl fühle und gut schlafen kann, wollte ich es mir nicht „wegnehmen lassen“ und so ist es geblieben. Ich sollte das Topiramt mit 25 mg eine Woche nehmen und dann auf 50 mg steigern, aber da ich das Zeug ja kenne, habe ich mit 12,5 mg angefangen und werde es erst langsam steigern nach ein paar Wochen.

    Wenn ich das so lese, bin ich aber wirklich auch keine einfache Patientin! Ich gebe Widerworte und mache einfach nicht, was sie sagt! Tja, kann ja nicht funktionieren mit uns beiden!

    So, ich musste mich mal ausko…
    Danke fürs Lesen und nicht, dass Ihr jetzt denkt, die hat einen an der Waffel und kommt mit keinem zurecht! Eigentlich bin ich ganz umgänglich und lasse mir eher viel zu viel gefallen… 🙂

    Liebe Grüße und eine schmerzfreie Woche
    Sabine

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5244

    Liebe Sabine,

    herzlichen Glückwunsch zu deinem gesunden Menschenverstand! Nein, hier denkt nach deinem Bericht wahrscheinlich niemand, dass du zu den renitenten Patientinnen gehörst. Es gibt Empfehlungen, gegen die darf, ja muss man sich sogar wehren, wenn sie unsinnig sind wie z.B. die Globuli-Einnahme. Es ist schließlich dein Geld, das du unnötig zum Fenster hinauswerfen würdest.

    Ich selber zähle ganz bestimmt bei so manchem Arzt zu den „schwierigen“ Patienten. In dieser Kategorie landet man schnell, wenn man nicht alles akzeptiert, nicht alles versucht oder sogar noch eine Diskussion startet und alles genau erklärt bekommen möchte. Ich selber habe mich in diesem Jahr schon bei zwei Ärzten gegen Behandlungsvorschläge gewehrt, die ich hätte selber zahlen müssen (eine Behandlung hätte mich 240,-€ gekostet), und das bei unklarer Diagnose!

    Es würde mich wirklich interessieren, auf welchem Schmerzmittelkongress diese Ärztin war…

    Ja, klar, ist ja auch ganz einfach bei schwerer Migräne, wenn man eh schon total fertig ist, einfach mal so die Triptane weglassen!! 😉 Oh, oh, was musstest du dir da anhören!

    Wie gut, dass du dich beim Topamax bereits auskennst und das langsam angehen lässt. Ich wünsche dir, dass du bald eine gute Wirkung hast und sich deine Situation wieder stablisiert.

    Lieber Gruß
    Heika

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7068

    Liebe Sabine,

    die Waffel seh ich auch ganz deutlich, nur nicht bei dir!
    Ich denke, es wäre gut, wenn du Bettina den Namen dieser Ärztin mitteilen würdest. Sie ist ja jetzt nicht da, bittet aber in sochen Fällen immer darum, wenn es Netzparter betrifft.

    Die alles Liebe und Gute,
    Julia

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4354

    Hallo Sabine,

    jetzt schreibe ich auch noch. 🙂 🙂 🙂

    Gut, dass du das hier geschrieben hast.Für alle hier ist auch das wichtig zu wissen. Es gibt immer wieder Betroffene, die an so jemanden geraten. Auch das gehört zu Wahrheit dazu.

    Du mußt unbedingt einen neuen Spezialisten finden, einer, der zu dir paßt. Ich weiß, das ist oft ein schwieriges Unterfangen. Allerdings ohne entsprechende Unterstützung ist man in schlimmen Fällen wirklich aufgeschmissen. Auch wenn es Zeit und ggf. lange Anfahrtzeiten bedeutet, auf einen guten Fachmann solltest du dich konzentrieren.

    Der Neurologe, von dem wir in den vorherigen Beiträgen gesprochen haben, ist das die besagte Ärztin? Ansonsten schau doch, ob du bei dem Neurologen einen Termin bekommst.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 317

    Liebe Sabine,

    ich lese deinen Bericht schüttle den Kopf und weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll über so viel Blödheit und sowas darf sich Schmerzärztin schimpfen.
    Und wenn ich dann daran denke, wie viele Menschen mit schlimmen Schmerzen so jemandem ausgeliefert sind packt mich der kalte Zorn.
    Dass diese besch… Zuckerkügelchen aber auch nicht auszurotten sind.
    Was die schon für Unheil angerichtet haben.
    Nein ich darf mich nicht reinsteigern.

    Das Problem ist ja bloß, gute Ärzte sind leider dünn gesät.
    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du jemand besseres findest.

    LG Anna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Liebe Sabine,

    die Schmerzklinik kann den Netzpartnern nichts vorschreiben. Eine Mitgliedschaft bedeutet leider nicht automatisch ein Qualitätssiegel. Da kann man durchaus auch mal Pech haben. Dass sie so auf Globuli steht, ist kein „Fehler“, da diese unwirksamen Kügelchen leider dem Binnenkonsens unterliegen und somit verschrieben und empfohlen werden dürfen. Du könntest sie allerdings bewerten, damit Patienten, die Evidenz erhalten möchten, nicht bei einer Ärztin landen, die einem Homöopathie aufdrängt.

    Topamax sollte viel langsamer hochgesteigert werden. Auch steigen heute viele mit der halben Dosis, nämlch 12,5 mg ein. Bei dieser Dosis bleibt man so lange, bis die Nebenwirkungen wieder erträglich sind. Und wenn es mehrere Wochen dauert. Man macht das heute nicht mehr, dass man die Leute in wöchentlichen Schritten hochjagt.

    Liebe Grüße
    Bettina

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