Mein persönlicher Schmerzverlauf

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Susisonne stellt sich vor

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  • mirabelle
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 52

    …mein (Ex-)Freund hat auch zu mir gesagt, die Kopfschmerzen wollen mir ja etwas sagen und daran muss ich arbeiten und ich dürfe dagegen keine Prophylaxe-Medikamente nehmen. Es seien immerhin gesellschaftliche Fragen, die da eine Rolle spielen und an die muss ich ran und das nicht hinter Medikamenten „verstecken“. Und der hat das wahnsinnige Ausmaß meiner Schmerzen ja mitbekommen. 🙁

    Und was ich mir von Ärzten und Physiotherapeuten etc. schon alles anhören durfte, von Kolleginnen, Freundinnen etc. mal ganz zu schweigen. Ich habe auch nur zugehört und genickt ganz oft.

    Liebe Susisonne, genieß das Päckchenpacken!
    Liebe Grüße
    mirabelle

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6983

    Dann sei mal froh, dass er dein Ex ist 😉 👍. !

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 629

    Hallo zusammen,

    gestern Abend – ich gestehe:( – habe ich noch eine Maxalt genommen. Es kann sein, dass die Migräne nicht mehr ausgeufert wäre, sondern dass das Kortison schon so weit wirkte, dass ich es gut hätte aushalten können, aber ich konnte nicht gut abschätzen, ob es mit der Migräne noch schlechter wird.

    Aber ab heute nehme ich definitiv kein Triptan mehr. Ich gehe stark davon aus, dass ich es auch nicht mehr brauche, denn vor ein paar Stunden hatte ich einen ziemlich roten und heißen Kopf (wohl ein sicheres Zeichen, dass das Kortison seine Wirkung tut …), was sich jetzt Gott sei Dank etwas gelegt hat.

    Heute morgen habe ich nun also meine zweite Tagesdosis (100 mg Prednisolon + Pantoprazol) genommen.

    Ich werde weiter berichten.

    Liebe Grüße
    Susisonne

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4254

    Liebe Susisonne,

    ich kann deine Handlung absolut nachvollziehen. Ich weiß, wie es ist, wenn man einem dicken Kopf hat, die Abhilfe vor einem liegt und man zugreifen möchte.

    Aber:
    Grundvoraussetzung für´s Gelingen der Pause ist, dass du weißt und verstanden hast, wie es laufen sollte. Wir haben weiter oben alles erklärt und auch begründet, was für den Erfolg einer Pause wichtig ist, und dass vor allem keine Akutmedi´s genommen werden sollten.

    Du hast das gestern bereits mit deinem 1. Triptan aufgeweicht. Wenn du dich auch weiter über die Vorgaben hinwegsetzt, und dieses Vorgehen auch noch so gut begründest, hilft es nicht, die Wirkung der Pause zu verbessern.

    Aber ich denke, das ist dir klar. So gesehen wirst du sicher einen u.U. ausbleibenden Erfolg nachvollziehen können.

    Alles Liebe, und hoffentlich gibt der Kopf jetzt lange genug Ruhe. Ich wünsche es dir von Herzen.

    Sternchen

    • Diese Antwort wurde geändert vor 10 Monate von  sternchen.
    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 629

    Hallo Sternchen,

    mir ist durchaus bewusst, dass es wahrscheinlich besser gewesen wäre, auch am ersten Tag der Kortisoneinnahme kein Triptan zu nehmen, aber ich habe mich dennoch bewusst für dies Vorgehen entschieden.

    Die drei Tage Kortison sind ja keine richtige Pause wie beim MÜK, sondern ich sehe die drei Tage als Versuch, einen möglichen Status zu durchbrechen. Das probiere ich das ersten Mal so. Es ist halt ein Versuch. Falls in den ersten drei Tagen nach dem Absetzen wieder Migräne auftaucht, werde ich diese dann eh ohne Schmerzmittel aushalten. Aber vielleicht bleibt mir das durch die dreitägige Kortisoneinnahme erspart.

    Interessant wäre natürlich die Frage, ob die Triptaneinnahme an „Kortison-Tag-1“ bei diesem Versuch hinderlich war / ist (Hintergrund war für mich, dass ich spürte, dass das Kortison an diesem Tag 1 noch nicht richtig im Körper wirkte).
    Ich glaub, das frage ich Prof. Göbel im nächsten Chat:).

    Auf bald!
    Susisonne

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6983

    Hallo Susisonne,

    mir kommt es so vor, als wäre es dringend nötig, dass du dich mit den Themen MÜK, Status migränosus, medikamentöse Akuttherapie, 3 schmerzfreie Tage usw. ausführlich auseinandersetzt. Und zwar mal selber erarbeiten, denn unsere ganzen Tipps über die 8 Jahre, die du hier schon Mitglied bist und einschließlich Aufenthalt in Kiel, konnten dir offenbar keinen großen Erkenntnisgewinn bringen.

    Jetzt noch mal einen Schnelldurchgang für alle, die hier mitlesen und die das interessiert:
    Ob man am ersten Kortisontag noch einmal akut behandelt, spielt absolut keine Rolle, das brauchst du auch Prof. Göbel nicht zu fragen. Es geht lediglich darum, je nach Grund (Status oder Medipause) adäquat zu behandeln.

    Beim Verdacht auf MÜK sollte man, egal ob mit oder ohne Kortison, für eine gewisse Zeit mal keine Akutmedikamente zu nehmen. Mit Kortison und/oder Sedierung geht es oft einfacher.

    War man im MÜK, bedeuten die 3 schmerzfreien Tage am Stück NACH der Pause mit Unterstützung, dass man nicht mehr im MÜK ist und im Rahmen der 10/20Regel wieder behandeln kann. Um den MÜK sicher auszuschließen macht man die Pause etwa über 4-6 Wochen! Die schmerzfreien Tage müssen nicht sofort auftreten.

    Ein Status hat nichts mit dem MÜK zu tun, da kann man abwarten, ob er sich von alleine verzieht oder man kann ihn mit Hilfe von ganz wenigen Kortisongaben beenden. Dann kann man auch wieder normal behandeln.

    Du hast jetzt deinen sehr eigenen Weg gegen was auch immer angefangen, ich hoffe sehr, dass deine Wünsche an deinen Kopf in Erfüllung gehen.

    Gute Besserung und schon dich unter Kortison,
    liebe Grüße,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 10 Monate von  Julia.
    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 629

    Hallo Julia,

    anscheinend ist bei Dir in den letzten Beiträgen der Eindruck entstanden, dass ich nicht gut informiert bin. Das ist schade.

    Tatsächlich habe ich vor einigen Monaten mal etwas viel gefragt. Nun habe ich aber extra in den letzten Tagen diverse Chat-Verläufe, Antworten von Dr. Heinze und Infos aus dem aktuellsten Buch von Prof. Göbel ausgedruckt, gesammelt und durchgelesen und glaube, recht gut informiert zu sein.

    Ich denke, ich habe klar gemacht, dass ich vermute, dass ich einen Status habe (selbst Fachleuten fällt es mitunter nicht leicht, einen MÜK von einem Status zu unterscheiden) und fand die Idee von Bettina gut, es erst einmal mit drei Tagen Kortison zu versuchen (so hatte ich Bettina verstanden), bevor ich direkt die Migräne ohne Schmerzmittel ausliege (was ja „keine angenehmen Sache“ ist).

    Dass ich nach Absetzen des Kortisons drei Tage nicht mit Triptanen behandeln will, ist meine ganz eigene persönliche Entscheidung. Sie beruht auf meiner persönlichen Erfahrung, dass ich nach ausgehaltener Migräne ohne Schmerzmittel wieder einige Wochen oder gar Monate besser mit der 10-20-Regel zurecht komme.

    Viele Grüße
    Susisonne

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6983

    Tut mir Leid, Susisonne, wenn deine Fragen wohl falsch bei mir angekommen sind. Ich wollte dich auch nicht angreifen.
    Mir kommen aber deine Fragen, nicht erst jetzt, sehr oft so vor, als hättest du zu dem jeweiligen Thema noch nichts oder nur sehr wenig gehört, so dass immer wieder von verschiedenen Mitgliedern hier versucht wird, dir die Zusammenhänge nahezubringen, damit es für dich vernünftig anwendbar wird. Sorry, ist mein Eindruck.
    Nur durch gutes eigenes Wissen und Verständnis über die eigene Erkrankung kommt man langfristig zu einer Verbesserung der Situation.
    Wie Prof. Göbel immer sagt: man muss sein eigener Anwalt sein können, um gut zurechtzukommen.

    Z.B. deine Erfahrung, dass durch Aushalten einer einzigen Attacke sich deine Migräne über Wochen beruhigt, thematisieren wir hier nicht das erste Mal. Da solltest du doch längst einen Weg gefunden haben, wenn du über die Möglichkeiten und Risiken, die es gibt, informiert bist.
    Sicher ist es MAL möglich, das mit Kortison zu regeln, auf Dauer und öfter, wie es bei einer hochfrequenten Migräne dann vorkommen würde, aber sicher nicht. Da braucht man andere Wege.

    Die allgemeine Erfahrung zeigt auch eher, dass dein Weg nicht zu verallgemeinern ist, und andere Vorgehensweisen, z.B. durch regelmäßiges Aushalten (wenn möglich) oder durch längerdauernde Pausen beim MÜK, nötig sind. Und genau, wie für den doch meistens erkennbaren Status, gibt es auch für die Verhinderung oder Beseitigung des MÜK gutdurchdachte und bekannte Vorgehensweisen.

    Und da es hier in Headbook sehr viele Menschen gibt, die wenig oder gar keine Erfahrung mit der Migräne und den Möglichkeiten zur Linderung haben, finde ich es wichtig, darauf hinzuweisen, dass bei zufälligem Lesen nicht jede Idee, die einzelne Mitglieder hier kommunizieren, so eins zu eins übernommen werden sollte. Leider ist das ja nicht immer als Einzelmeinung gleich zu erkennen.

    Wenn es dir was bringt, ist es doch wunderbar, nur sicher nicht für die Mehrzahl der Ratsuchenden.

    Liebe Grüße zurück,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 10 Monate von  Julia.
    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 629

    Hallo Julia,

    danke für Deine Antwort.

    Ich verstehe das Ganze gerade nicht.

    Ich habe seit mehr als 20 Jahren Migräne (wie zu Beginn meines Chats „Susisonne stellt sich vor“ geschrieben) und habe sehr, sehr oft die Migräne ohne Schmerzmittel ausgehalten (in den ersten Jahren fast wöchentlich – inzwischen ca. alle drei Monate), was auch wohl der Grund war / ist, dass ich nach einer ohne Schmerzmittel ausgestandenen Migräne immer mindestens 3 Tage, wenn ich Glück hatte / habe 10 Tage schmerzfrei bin.

    In Kiel 2011 habe ich erstmalig 10 Tage Kortison genommen, die darauf folgende Attacke in der Klinik ohne Schmerzmittel – mit guter Unterstützung der Ärzte und Krankenschwestern und den erlaubten Medikamenten – durchgestanden.

    Im Januar 2017 habe ich dann das erst Mal nach Kiel 2011 14 Tage Kortison genommen (unter Anleitung meiner Hausärztin).

    Nun versuche ich erstmalig in meinem Leben durch eine dreitägige Stoßtherapie einen möglichen Status zu durchbrechen.
    Bzgl. dieser dreitägigen Kortisontherapie frage ich in den letzten Tagen hier im Forum nach Rat, weil ich halt diese dreitägige Stoßtherapie noch nie gemacht habe.

    Meine Hausärztin ist keine Expertin für Migräne, ist aber sehr nett und „macht quasi alles mit“, was ich ihr vorschlage (die Vorschläge und Anregungen entnehme ich dem Forum und versuche dabei vor allem Vorschläge zu nutzen von Mitgliedern, die einen ähnlichen Migräneverlauf zu haben scheinen wie ich), wofür ich ihr sehr dankbar bin.

    „Sicher ist es MAL möglich, das mit Kortison zu regeln, auf Dauer und öfter, wie es bei einer hochfrequenten Migräne dann vorkommen würde, aber sicher nicht. Da braucht man andere Wege.

    Die allgemeine Erfahrung zeigt auch eher, dass dein Weg nicht zu verallgemeinern ist, und andere Vorgehensweisen, z.B. durch regelmäßiges Aushalten (wenn möglich) oder durch längerdauernde Pausen beim MÜK, nötig sind.“

    Nichts anderes habe ich gesagt. Wie gesagt: Regelmäßiges Aushalten ist mir seit über 20 Jahren sehr vertraut. Von daher verstehe ich Deine Reaktion nicht.

    Auch habe ich durch Fettschreibung deutlich gemacht, dass es meine ganz persönliche Erfahrung ist. Durch die Fettschreibung wollte ich betonen, dass es „nur“ für mich gilt, aber für andere ist es womöglich nicht der richtige Weg. Falls dies durch die Fettschreibung nicht so rübergekommen ist, wie ich es eigentlich beabsichtigt habe (oder womöglich sogar der Eindruck entstanden ist, dass ich mein Vorgehen als das einzig richtig sehe), so tut mir das sehr leid!

    Mehr kann ich dazu nicht sagen.

    Viele Grüße
    Susisonne

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6983

    Ach, liebe Susisonne lassen wir es lieber, ich denke, wir missverstehen uns gerade gründlich. Ohne Mimik und Gesten sind Unterhaltungen nicht so einfach.

    Ich wünsche dir sehr, dass du deinen Kopf wieder gut in den Griff bekommst und die Schmerzen und die Belastung weniger werden. Nur das wollen wir ja alle immer wieder.

    Viel Erfolg,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26778

    Liebe Leute, hier wird ein wenig aneinander vorbei geschrieben, so dass es zu Missverständnissen kommen kann. Es wäre schade, wenn es dadurch zu Kränkungen käme.

    Liebe Susisonne, die drei Kortisontage hatte ich Dir so empfohlen, bzw. angeregt, diese Vorgehensweise mit Deiner Ärztin zu besprechen. Das hast Du so schon richtig verstanden und ich wünsche Dir, dass Du damit gut zurechtkommst.

    Liebe Grüße
    Bettina

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 629

    Hallo Bettina,

    danke für Deinen „Einschub“, das hat mich entlastet.

    Gestern war ja mein zweiter Kortisontag.

    Für mich überraschend – weil es bei meinen anderen zwei Kortisoneinnahmen 2011 und 2017 ab dem zweiten Kortisontag nicht auftrat -, hatte ich gestern Abend Migräne. Ich befürchtete „das Schlimmste“, legte mich mit kaltem Waschlappen ins Bett, aber es blieb bei ca. Schmerzstufe 7/8 und die Übelkeit schlug auch nicht in Erbrechen um.

    Heute morgen nun habe ich keine Kopfschmerzen. Ein kleines Wunder für mich:).

    Meine Frage:
    Zeigt der gestrige Kopschmerz und die heutige Kopfschmerzfreiheit, dass der Schmerzkreislauf durchbrochen ist? Würdest Du nun heute Morgen (3. Tag) nicht mehr 100 mg Kortison nehmen, sondern damit aufhören?

    Liebe Grüße
    Susisonne

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26778

    Hallo Susisonne,

    auf jeden Fall würde ich den dritten Tag auch noch Kortison nehmen. Konnte heute morgen nicht online kommen und hoffe, dass Du es noch genommen hattest. Es bedeutet noch nicht so ohne Weiteres, dass der Status unterbrochen ist, sondern dass der Schmerz durch das Kortison erst mal (kurzfristig) gestoppt wurde. Ist der Kopfschmerz morgen noch nicht einwandfrei weg, würde ich persönlich sicherheitshalber noch einen Tag ergänzen, eventuell dann auch niedriger dosiert (80 oder 50 mg). Muss natürlich mit dem Arzt abgesprochen werden, das ist ja klar.

    Liebe Grüße
    Bettina

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 629

    Hallo Bettina,

    danke für Deine Nachricht!

    Weil die Zeit drängte, hatte ich selbst entschieden (wie auch von Dir vorgeschlagen) noch mal Kortison genommen. Am 4. Tag habe ich dann jedoch kein Kortison mehr genommen. Ich hatte das Gefühl, dass die Kortisongabe bei mir das notwendige „Ausliegen“ nur hinauszögert. Da hatte ich im Vorfeld womöglich die falsche Erwartung/Hoffnung.

    Das „Ergebnis“ meines dreitägigen Kortison-Versuchs:
    1. Tag morgens 100 mg Kortison + Magenschutz; abends und morgens Kopfschmerzen, die ich zwei Mal mit Maxalt behandelt habe
    2. Tag morgens 100 mg Kortison + Magenschutz; abends Kopfschmerzen, Intensität 7/8, Übelkeit, kein Erbrechen
    3. Tag morgens 100 mg Kortison + Magenschutz; abends Kopfschmerzen; Intensität 6/7; Übelkeit und Erbrechen
    4. Tag morgens Übelkeit: 10 mg MCP (Tablette), nach halber Stunde war Übelkeit weg, aber ich hatte unangenehme Nebenwirkungen, danach habe ich mich nicht mehr getraut, das Doxepin zu nehmen (womöglich wäre es besser gewesen, MCP und Doxepin gleichzeitig einzunehmen; werde ich beim nächsten Chat erfragen)

    Seit dem 4. Tag gegen Abend (23.12.) ging es mir leider gar nicht gut. Ich habe mich dann nach „bewährtem Verfahren“ durch die Migräne gehangelt und bin froh, dass wir nicht doch noch in die Notaufnahme gefahren sind (was mir mehrfach abwogen, wegen Schmerz, Wasserverlust etc.), wo mein Mann dann vermutlich wieder Schmerzmittel-Infusionen hätte abwähren müssen. Seit 26.12. gegen späten Nachmittag konnte ich den Weihnachtsbaum anmachen:).

    Diese meine Erfahrung wollte ich den Mitlesenden noch mitteilen, nachdem Ihr mich ja im Vorfeld beraten habt (danke hierfür!) und womöglich interessiert seid, wie das Ganze weitergegangen ist.

    Als Fazit nehme ich mit: Ich gehe kurzfristig zu meiner Hausärztin, um die Medikamente in der Triptan-/Schmerzmittelpause noch mal zu besprechen (Doxepin, MCP) und ggf. noch mal die Dosis des Betablockers zu steigern.

    Allen eine möglichst lange migränefreie Zeit!
    Liebe Grüße
    Susisonne

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26778

    Hallo Susisonne,

    immer wieder scheint der Eindruck zu entstehen, dass Triptane oder Kortison usw. etwas hinausschiebt oder verzögert. Das ist eigentlich ein Trugschluss, denn die Migräne läuft halt einfach nur noch weiter, wenn z. B. die Wirkzeit des Triptans vorbei ist. Kortison kann gut gegen die Entzündung helfen, ist daher eine sinnvolle Begleittherapie in der Pause oder auch, um einen Status zu beenden.

    Wegen Doxepin und MCP: Das kannst Du gleichzeitig nehmen, ist daher keine wirklich notwendige Chatfrage. 😉 Kannst Du aber auch noch Deinen Arzt vor Ort fragen. Nicht gut ist, wenn Du Doxepin weglässt, denn es kann auch gut sedieren und wirkt zudem auch schmerzdistanzierend.

    Danke, Dir auch eine schmerzfreie Zeit und liebe Grüße
    Bettina

    Tatia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 17

    Hallo, kurze Frage
    wie kann ich einen eigenen Beitrag eröffnen?
    Ich möchte gerne vorstellen, öffne Foren, und die Gruppe hier sehe ich, aber kein Pfad zu Neues Thema…..

    LG

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1950

    Hallo Irish,

    klicke einfach hier auf den Link http://www.headbook.me/groups/mein-persoenlicher-migraeneverlauf/forum/ dann scrolle ganz nach unten, dort findest du „Neues Thema in Mein persönlicher Schmerzverlauf erstellen“

    Allgemein ist auch in der Beschreibung der Gruppe die Anleitung: Zum Einstellen eines eigenen Schmerzverlaufs bitte auf “Forum” klicken. Dann öffnen sich alle Foren, die in dieser Gruppe schon bestehen. Jetzt bitte auf “Neues Thema” klicken und somit ein eigenes Forum eröffnen. Aussagefähige Überschrift wählen, Beitrag einstellen und unter “Tags” die relevanten Suchwörter eintragen.

    Liebe Grüße, Tanni

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 629

    Hallo,

    für Interessierte wollte ich kurz erzählen, dass ich nun bei zwei Attacken Relpax eingesetzt habe. Bis dahin habe ich Maxalt 10 mg, Sumatriptan oder den Asco-Top-Nasenspray verwendet. Bei mir wirken alle Triptane gut, häufig habe ich aber dann am nächsten Tag wieder Migräne.

    Bei Relpax hatte ich zumindest einmal einen und eimal zwei Tage keine Migräne im Anschluss. Da ich derzeit im Triptanübergebrauch bin, kann es sein, dass die migränefreie Zeit ohne den Triptanübegebrauch noch besser wäre.

    Ich habe 40 mg genommen; da ich nach einer halben Stunde Sorge hatte, dass es nicht wirkt, habe ich abermals 40 mg genommen. Beim nächsten Mal will ich vielleicht erst 2,5 Stunden warten.

    In Deutschland gibt es ja nur 40 mg, z. B. in der Schweiz aber auch 80 mg.

    Frage:
    Warum ist die Zuzahlung bei Relpax eigentlich so hoch – über 20 Euro bei einer Packung mit 6 Tabletten? Auch wundert es mich, dass 6 Tabletten die größte Packungsgröße ist.

    Sonnige Grüße
    Susisonne

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26778

    Hallo Susisonne,

    nun hat es tatsächlich sieben Jahre gedauert, bis Du Dich an Relpax herangewagt hast. 🙂 Hatte eben einen alten Thread von Dir gesehen, in dem Du bereits 2011 Dich danach erkundigt hattest.

    Für lange Attacken ist es auf jeden Fall einen Versuch wert. Beim nächsten Mal warte ausreichend lange (zwei Stunden) auf die Wirkung. Wirkt es nicht, brauchst Du auch keine zweite Tablette nachlegen. Die 40 mg reichen in aller Regel völlig aus.

    Bei Relpax ist das Patent noch nicht ausgelaufen, Generika sind noch nicht erlaubt. Daher der noch hohe Preis.

    Liebe Grüße
    Bettina

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 629

    Hallo Bettina,

    danke für die Info. Dann hoffe ich mal, dass das Patent bald ausläuft. Ist schon heftig die Zuzahlung.

    Ich habe es beim letzten Mal mit 40 mg probiert und tatsächlich waren die Kopfschmerzen nach 2 Stunden weg. Jedoch hatte ich die Migräne noch im Anfangsstadium, daher habe ich es riskiert. Aber wenn ich schon stärkere Beschwerden gehabt hätte, hätte ich auch ein anderes Triptan gewählt.

    Viele Grüße
    Susisonne

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26778

    Hallo Susisonne,

    Aber wenn ich schon stärkere Beschwerden gehabt hätte, hätte ich auch ein anderes Triptan gewählt.

    Warum, wenn es doch nach zwei Stunden bereits gewirkt hatte? Wäre doch auf lange Sicht super, mal vom nur sehr kurz wirkenden Maxalt wegzukommen. Mit Relpax könntest Du Medikation einsparen, was ja auch ein erklärtes Ziel ist.

    Liebe Grüße
    Bettina

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 629

    Hallo Bettina,

    wenn ich nachts oder morgens mit schwerer Migräne und Übelkeit aufwache, sind 2 Stunden bis zum Wirkeintritt zu lange und ggf. zu spät, sodass die Migräne ihren weiteren Lauf nehmen könnte. Das braucht ja keiner/will ich nicht riskieren …;).

    Viele Grüße
    Susisonne

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 629

    Hallo zusammen,

    ich wollte nur kurz über ein positives Phänomen berichten:

    Nachdem ich schon mehr als 3 Monate die 10-20-Regel nicht einhalten konnte, habe ich schon 3,5 komplett kopfschmerzfreie Tage am Stück. Vor ca. 6 Wochen hatte ich das auch schon mal. Im Grunde müsste ich ja im MÜK sein … Ich habe nichts Nennenswertes geändert, trinke eher zu wenig und die Sonne brennt …

    Das Ganze zeigt mir, dass es für mich keinen Sinn macht, zu überlegen, woher die Migräne kommt (das man versucht, relativ gleichmäßig zu leben, mal ausgenommen). Diese ganze Grübelei und „Rennerei“ (Orthopäde etc.) ist unnötige Zeit- und Energieverschwendung (mache ich aber schon lange nicht mehr, aber zu Beginn: vor mehr als 20 Jahren). Ich hoffe jetzt einfach auf Aimovig oder sonst auf die anderen Antikörper.

    Viele Grüße an alle Mitlesenden!
    Susisonne

    Bettina Frank – Admin
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    Hallo Susisonne,

    das „predigen“ wir ja ständig, dass die permanente Triggersuche nicht nur sinnlos, sondern auch frustrierend ist und man damit Ängste aufbauen kann. Man kann einiges optimieren im Tagesablauf und sonst am Verhalten, der Rest ist nicht beeinflussbar.

    Aber schön, dass Du grad eine bessere Phase hast.

    Liebe Grüße
    Bettina

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 629

    Hallo,

    seit ich Anfang 20 bin, habe ich einen sehr unregelmäßigen Zyklus, teils mit einer Pause von einem Jahr. In den letzten Monaten ist mein Zyklus regelmäßiger und nun ist mir aufgefallen, dass ich – obwohl ich eigentlich im MÜK bin – bei den letzten drei Zyklen, jeweils die Tage 2-5 vor Einsetzen der Regel eine 3-tägige absolut kopfschmerzfreie Zeit hatte, was ja eigentlich ein „Wunder“ ist, weil ich im MÜK bin. Dies ist im Grunde ja nur hormonell zu erklären. Gibt das vielleicht einen Hinweis bzgl. Migräne-Trigger/-Auslöser?

    Viele Grüße
    Susisonne

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26778

    Hallo Susisonne,

    natürlich gibt es die Hormone als Trigger, das ist ja längst bekannt. Was möchtest Du jetzt bestätigt bekommen? Dass ein regelmäßiger Zyklus insgesamt für den Körper besser und gesünder ist und auch der Kopf positiv darauf reagieren kann? 😉 Wobei es auch reiner Zufall sein kann und beim nächsten Mal wieder anders ist.

    Merke: Es gibt keine klaren Regeln, weil der Körper keine Maschine ist und nicht so funktioniert, dass man gewisse Dinge per Knopfdruck einstellen kann. Zum Trigger Hormone spielt noch zusätzlich mit rein, wie die generelle Verfassung ist, ob man gerade viel oder wenig Stress hat u.v.m.

    Mach Dir nicht zu viele Gedanken darüber, denn im nächsten Monat ist es vielleicht wieder anders und dann machst Du Dir erneut zu diesem Umstand wieder Gedanken. 😉 So hört das nie auf und wird zu einem quälenden Perpetuum mobile.

    Liebe Grüße
    Bettina

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 629

    Hallo Bettina,

    natürlich ist mir bewusst, dass Hormone ein Trigger sein können.

    Ich habe das nicht erzählt, um dies bestätigt zu bekommen, sondern ich dachte, dass es bei jemanden ähnlich ist. Denn die Tatsache, dass man – trotz Triptanübergebrauch – plötzlich 3,5 Tage migränefrei hat, könnte ja auf eine mögliche „Unter-/Überversorgung“ an den anderen Tagen hindeuten, zumal es nun schon 3-mal so war.

    Viele Grüße
    Susisonne

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26778

    Ich habe das nicht erzählt, um dies bestätigt zu bekommen,

    Ach so, dann kam das missverständlich rüber. Zumal Du ja eine klare Frage stellst. 😉

    Gibt das vielleicht einen Hinweis bzgl. Migräne-Trigger/-Auslöser?

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 629

    Sorry, wenn es missverständlich war.

    Meine Frage war so gemeint, dass kurz vor der Regel ja bestimmte Hormone niedrig oder hoch sind und dass vielleicht jemand Erfahrung hat, ob die migränefreie Zeit – von der ich berichtete – einen Hinweis liefern könnte, was an den anderen Tagen schiefläuft … Aber das wäre dann wohl doch eher eine Frage an meine Frauenärzin.

    Viele Grüße
    Susisonne

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3895

    Liebe Susisonne,
    unser Körper ist keine Maschine.
    Es ist nicht so, dass, wenn A passiert, unausweichlich B folgt.
    1. 3 Monate die 10/20 Regel nicht einhalten bedeutet nicht, dass man dann zwingenderweise in einem MÜK ist.
    Im Migränewissen wird erklärt, woran man einen MÜK feststellt. Nur solche Symptome sind ein klarer hinweis darauf.
    2. Wozu möchtest du herausfinden, ob und dass in den „schlechten“ Zeiten „etwas“ schiefläuft? Um das zu verhindern?
    Möchtest du in die Hormonschwankungen eingreifen und an bestimmten Tagen ausgleichen?
    Das wird vermutlich nicht funktionieren, denn auch die hormonellen Geschehnisse im Körper sind derart komplex, dass man mit einfachen Gaben höchstens eine andere Art Ungleichgewicht herstellt.

    Vielleicht ist es weit klüger, den Versuch aufzugeben, über die Migräne herrschen zu wollen und statt dessen nehmen , was kommt und wie es kommt.
    Liebe Grüße
    alchemilla

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