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Migräne im Leben der Frau

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 5 Tagen, 20 Stunden aktiv

Wie sehr beeinflussen die Hormone das Migränegeschehen? Schwangerschaft und Wechseljahre sind einschneidende Veränderungen im Hormonhaushalt der Frau.

Welche Erkenntnisse gibt es von Seiten der Medizin? Was sind Eure eigenen Erfahrungen?

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Herkömmliche Prophylaxe bei Menstruationsmigräne unwirksam (?) (10 Antworten)

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  • Profilbild malaya vor 5 Monaten:

    Liebe Forumsteilnehmer,

    ich war schon eine ganze Weile nicht mehr aktiv hier im Forum. Ich habe in der Zwischenzeit u.a. intensive Versuche mit Ayurveda absolviert, leider ohne Erfolg.

    Meine fast ausschließlich hormonell getriggerte Migräne treibt mich gerade mal wieder zur Verzweiflung. Ich hatte vor, jetzt endgültig nach Kiel zu pilgern (ich denke vom Arzt hätte ich eine Einwesung erhalten), musste jedoch erfahren, dass die DAK in 2011 keine einzige Einweisung bewilligt hat. Enttäuschung!!! Das war immer mein Strohhalm…
    Da ich ansonsten mit der DAK zufrieden bin, möchte ich aber auch nicht wechseln (habe immer noch starke Beschwerden nach einer Hirntumor-OP und bin daher nicht besonders risikofreudig bei Experimenten mit Krankenkassen.)

    Jetzt überlege ich wie es weitergehen könnte und wollte eigentlich einen Versuch mit Flunarizin machen. Das wurde mir von einer Schmerztherapeutin empfohlen. Allerdings…sonst wäre es ja zu einfach :-) …fand ich dann den folgenden Artikel im Ärzteblatt

    http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/schmerz/kopfschmerzen/article/529995/migraene-menstruation-oft-fallende-oestrogenspiegel-ursache.html

    Darin wird beschrieben, dass ” herkömmliche Migräneprophylaxe mit Betarezeptorenblockern, Flunarizin oder Topiramat bei Menstruationsmigäne nicht wirkt.”
    Alle diese Mittel wurden mir aber von Neurologen empfohlen (bei Kenntniss des engen zeitlichen Zusammenhangs Menstruation und Migräne!)
    Eine hormonelle Therapie – wie im Artikel empfohlen – ist bei mir wegen meiner Begleiterkrankung “entferntes Akustikusneurinom” nicht so ganz unproblematisch. Eventuell können Hormone ein Rezidiv fördern. Östrogene sind wohl noch relativ sicher, bei Progesteron ist das auf jeden Fall fraglich.

    Tja, und so bin ich mal wieder dankbar für jeden Rat. Ist die Propylaxe mit Flunarizin und Topiramt wirklich wirkungslos, wenn Die Migräne immer um dir Regel und um den Eisprung herum auftritt (ß-Blocker habe ich bereits erfolglos versucht.)?

    Danke für Eure Hilfe.
    Wünsche euch allen entspannte und schmerzfreie Weihnachtstage

    malaya

  • Profilbild regenbogen68 vor 5 Monaten:

    Liebe Malaya,

    ich kenne jetzt Deine Geschichte nicht, aber bedeutet das, dass Du 2x im Monat Migräne hast (Eisprung und Regel). Für wie viele Tage?

    Verträgst Du die Pille? Man kann die Pille im Dauerzyklus nehmen. Dann gibt es viel, viel seltener einen Eisprung und seltener eine Regel.

    Herzlich, Regenbogen

  • Liebe Malaya,

    hast Du denn wirklich ausschließlich an diesen beiden Zeitpunkten Deine Attacken? Wie viele Tage hast Du somit insgesamt im Monat? Eine ausschließlich hormonell getriggerte Migräne kommt kaum mal vor, meist hat man doch auch noch andere Trigger.

    Wie Regenbogen schon vorschlägt, käme denn eine Pille für Dich infrage, die man durchnimmt?

    Ich würde mich jetzt nicht so sehr mit diesem Artikel aufhalten. Dazu gibt es nämlich viele Meinungen und die bleiben auch nicht immer gleich. ;) Mir hatte Topamax jahrelang gut auch gegen meine hormonell getriggerten Attacken geholfen. Man muss ja bedenken, dass der Hormonabfall einer von vielen anderen Triggern ist. Sicher ein sehr starker, aber eben einer von vielen. Wird nun durch eine Prophyalaxe alles etwas beruhigt, kann sich das auch positiv auf die durch Hormone getriggerten Anfälle auswirken.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild malaya vor 5 Monaten:

    Liebe Regenboge68,
    liebe Bettina,

    danke für Eure raschen Antworten!

    Ich habe mal meinen Kalender “ausgewertet”:
    Seit Anfang Juli – also in den letzten knapp 6 Monaten – hatte ich an 40 Tagen Migräne. (Das liegt etwas über dem, was ich in den letzten Jahren als Durchschnitt hatte.)
    Davon
    24 Tage im Zeitraum 3 Tage vor bis 4Tage nach Regel
    12 Tage im Zeitraum 12. bis 17. Zyklustag
    4 Tage außerhalb der o.g. Zeiträume.

    Der Vorschlag mit der Pille macht grundsätzlich Sinn. Soweit ich weiß, gibt es aber keine reinen Östrogenpräparate und selbst bei denen ist mir bei der dünnen und z.T. widersprüchlichen Studienlage zum Thema “Hormone und Akustikusneurinom” nicht wirklich wohl. Ein Rezidiv wäre für mich der Super-Gau.

    Gerade deswegen interessiert es mich ja so, ob es auch noch andere aussichtsreiche Prophylaxe für die hormongetriggerte Migräne gibt oder ob der Artikel in der Ärztezeitung da das letzte Wort ist.

    So wie Bettina schreibt, besteht ja doch Aussicht, dass ich mit den anderen Mittelchen vielleicht doch Linderung bekomme.
    Einfach so müßig, dass man immer erst Monate ausprobieren muss, bis man weiß, ob etwas hilft. Aber wem erzähle ich das… ;-)

    Da ich Anfang nächsten Jahres wegen der OP-Folgen einen Termin in der Schwindelambulanz in München habe, werde ich erstmal die “Schwindelexperten” wegen Flunarizin befragen. Wenn die nichts dagegen haben, werde ich das wohl probieren.

    Falls es doch auch noch reine “Östrogen-Lösungen” gibt, werde ich mir die auch durch den Kopf gehen lassen.
    Auch Akupunktur steht wahrscheinlich nochmal auf dem Programm.
    So geht es auf jeden Fall nicht weiter, ich habe auch das Gefühl, dass es schlimmer wird mit meiner Migräne (Anzahl und Intensität).

    Danke nochmals für Eure Ratschläge und Infos.

    Liebe Grüße
    malaya

  • Liebe Malaya,

    Flunarizin wird sogar explizit auch bei Schwindel eingesetzt. Die Schwindelexperten werden “sich freuen”. ;)

    Ich würde an Deiner Stelle dem Artikel nicht so viel Aufmerksamkeit widmen, sondern Dich direkt vom Arzt beraten lassen. Vielleicht findet sich auch ein Weg mit einer Pille, Flunarizin scheint aber jetzt erstmal eine gute Option und einen Versuch wert.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild malaya vor 5 Monaten:

    Hallo Bettina,

    du bist ja schneller, als die Polizei erlaubt;-)
    Hatte gerade nochmals zurückgeklickt, um zu schauen, ob ich alles richtig geschrieben habe und schon wartet eine Antwort von dir auf mich.

    Ja, dass Flunarizin ursprüngliuch für Meniere-Patienten ist, weiß ich. Mein Fall liegt ein wenig anders, aber ich bin auch gespannt, was Prof. Strupp dazu sagt. (Bin überhaupt gespannt auf diesen Termin, da mir die Schwindelambulanz dort und Prof. Strupp vom Neurolgen als die erste Adresse in Deutschland genannt wurde.)
    Früher habe ich Flunarizin als Migräne-Prophylaxe gemieden, um meine eigene vestibuläre Kompensation nach der OP nicht zu beeinträchtigen. Aber ich glaube, darüber muss ich mir keinen Kopf mehr machen, da tut sich nix mehr :-(

    Danke dir! Jetzt habe ich nicht mehr so sehr das Gefühl, mit meiner ungünstigen Kombination von zwei “Kopf-Krankheiten” mal wieder in einer Sackgasse zu stecken.
    Habe wieder Hoffnung!

    Liebe Grüße
    malaya

  • Profilbild Ronja vor 5 Monaten:

    Liebe Malaya,

    ich sehe das wie Bettina. Die Hormone sind ein Trigger von anderen, allerdings ein sehr starker – so ist es bei mir auf jeden Fall bisher gewesen. Seit wenigen Monaten hält sich die Migräne noch nicht mal mehr daran, oder es ist für mich nicht ersichtlich. Alles geht drunter und drüber mit den Hormonen und der Migräne, da ich in den Wechseljahren bin.
    Versuche es weiter mit Prophylaxe, Fluarizin ist sicherlich eine gute Option für dich.
    Akupunktur hat mir gegen die Migräne nicht geholfen, tat aber insgesamt gut – so lange liegen ohne irgendetwas zu tun, zu machen ist ja schon eine Wohltat ob mit ohne ohne Nadeln.

    Viel Erfolg und herzliche Grüße
    Ronja

  • Profilbild malaya vor 5 Monaten:

    Liebe Ronja,

    bin auch langsam im “verdächtigen” Alter für Wechseljahre und habe – wie schon geschrieben – das Gefühl, dass die Migräne-Lage nicht besser wird. Aber genau sagen kann ich das so noch nicht.
    Aber egal… die Befürchtung, dass es noch schlimmer werden könnte erhöht auf jeden Fall meine Motivation nach einer hilfreichen Prophylaxe Ausschau zu halten.

    Eigentlich sind mir alle Tabletten zuwider (und der Versuch mit Betablockern war echt übel), aber der Leidensdruck ist jetzt mal wieder so groß, dass ich das alles über Bord werfe.

    Dir auch weiterhin alles Gute und dass sich das Hormonkarussel beruhigt

    malaya

  • Profilbild Ann vor 5 Monaten:

    Hallo malaya,
    also ich bin (hoffentlich noch) nicht in den Wechseljahren, aber meine Tante war es vor nicht allzulanger Zeit. Sie hatte sehr starke Migräneattacken, auch wenn sie Trigger versucht hat zu meiden wie die Pest. Seit sie durch die Wechseljahre durch ist, geht es ihr wesentlich besser – ich glaube sogar, dass die Migräne ganz verschwunden ist bei ihr, denn sie erwähnt sie gar nicht mehr und fehlt nie auf Familienfeiern ;-) . Also ist das auf jeden Fall eine Option, dass es dann besser wird.

    Ich frage mich allerdings bei Deiner Schilderung auch wie die beiden anderen, ob es nicht ein Versuch wert wäre, sich mehr über eine 3-Monatsspritze oder so was zu informieren. (ignorier das, falls ich irgendwas falsch verstanden habe ;-)

    Was die Akupunktur betrifft, habe ich andere Erfahrungen als Ronja. Früher hat die Techniker Krankenkasse die Nadeln sogar bezahlt – und es hat mir sehr geholfen. DAnn haben sie den Versuche eingestampft und … nun ja, der Rest ist Geschichte. Tatsache ist, dass es wohl seeehr Personenabhängig ist, ob das hilft. Wenn ich das Geld hätte, dann würde ich es sofort wieder machen lassen – denn es würde über ein halbes Jahr verringerte Beschwerden bedeuten (es ist allerdings 10 Jahre her und damals hatte ich nicht halb so viel Stress und Panikattacken wie heute ;-) ).

    Viele liebe Grüße
    Ann

  • Liebe Malaya,

    freut mich, wenn ich Dir ein wenig Mut machen konnte. Keiner von uns nimmt gerne Tabletten, das ist mal sicher, aber im Laufe der Zeit verschieben sich die Prioritäten dahingehend, dass man einfach mehr Lebensqualität anstrebt, die in unserem Fall leider auch mit Tabletteneinnahme einhergeht. Jetzt schon mal viel Erfolg mit Flunarizin, das Du einfach mal testen solltest. ;)

    Liebe Ann,

    hattest Du die Akupunktur gegen die Migräne erhalten? Mir hatte es auch nicht geholfen, aber gelegentlich hört man von Besserung beim Spannungskopfschmerz. Bezahlt von den Kassen wird die Behandlung nur bei chronischen Rückenschmerzen und Gonarthrose (Kniegelenksarthrose).

    Liebe Grüße
    Bettina