Ich möchte das Thema Kohlenhydrate ja/nein nicht in die Länge ziehen, sondern nur noch einmal zu Bedenken geben, dass bei der Empfehlung, als Migränepatient Kohlenhydrate zu essen, immer von einer normalen und ausgewogenen Ernährung ausgegangen wird. Doch wird diese denn wirklich so praktiziert, wie es gedacht ist? Wie sieht denn die Ernährung bei jedem einzelnen WIRKLICH aus?
In meinem Freundeskreis habe ich reichlich Anschauungsmaterial für diverse Ernährungsformen und Abnehmbemühungen
. Dabei fiel mir auf, dass diese Menschen ständig zwischen dem Status Ich-lebe-gerade-Diät und dem Status Ich-lasse-mich-gehen-und-esse-was-mich-gelüstet wechseln. Bei letzterem werden Massen von Süßgetränken, Süßigkeiten, Kuchen, etc. komsumiert, was natürlich logischerweise zu starken Schwankungen im Blutzuckerspiegel führt. Und jedes extreme Auf und Ab kann für unsere empfindlichen Köpfe ein Trigger darstellen. Auch was die Mägen bei diversen Festessen an Verdauungsarbeit leisten müssen, ist enorm.
Essen nun diese Personen “Diät”, u.U. auch noch kohlenhydratarm, fallen diese Extreme weg, man fühlt sich fitter und hat einen Trigger weniger.
Meiner ganz persönlichen Meinung nach wäre das aber genauso, wenn man seine normal große Portion Nudeln zum Mittagessen zu sich nimmt (plus Gemüse und Salat natürlich) oder sich abends Vollkornbrot gönnt.
Aber ich bin weder Fachfrau für dieses Thema noch migränemäßig besonders beeinflussbar beim Thema Was/Wie/Wo/Wann-essen (zum Glück!
), d.h. ich habe andere Trigger, von daher betrachte ich dieses Thema mit einem gewissen Abstand.
Wenn es jemandem gut tut, kohlenhydratarm zu essen, und die Migräneattacken reduziert werden oder verschwinden, wird sich jeder mitfreuen, da bin ich mir sicher. Aber jede extreme Einseitigkeit sollte vorher gut überlegt und mit den “Gegenargumenten” erst einmal abgewogen werden.
Ähm, dafür, dass ich das Thema nicht in die Länge ziehen wollte, hab ich jetzt doch ziemlich viel geschrieben…
. Sorry. Aber jetzt bin ich fertig.
Heika