Warum Frauen häufiger Migräne haben als Männer – und besonders um die Menstruation herum…

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    Ihr Lieben,
    das Thema wurde ja schon häufiger angeschnitten. Hier habe ich mal einen tollen Artikel aus „Ärztezeitung.de“, der das ganze Phänomen hervorragend erklärt:

    „Frauen haben bekanntlich wesentlich häufiger Migräne als Männer: Bei Frauen beträgt die Prävalenz 12 bis 18 Prozent, bei Männern dagegen nur 6 bis 8 Prozent. Gründe für diesen Unterschied sind Triggerfaktoren wie Schwankungen im weiblichen Hormonhaushalt. Besonders deutlich wird der hormonelle Einfluss bei der menstruellen Migräne. Die Behandlung ist nicht einfach, denn betroffene Frauen sprechen auf Triptane häufig nur vermindert an.

    Bei der menstruellen Migräne treten Attacken häufiger, aber nicht nur im zeitlichen Zusammenhang mit der Menstruation auf. Der kritische Zeitraum beginnt zwei Tage vor der Menstruation und hält fünf Tage an. Anfälle in diesem Zeitfenster sind besonders schwer: Sie dauern länger als sonst, die Schmerzen sind stärker und häufiger, die Frauen müssen oft erbrechen. Außerdem ist die Behandlung schwierig, sodass betroffene Frauen häufiger arbeitsunfähig sind oder ihre üblichen Tätigkeiten im Haushalt oder bei der Kinderbetreuung nicht ausführen können.

    Änderung des Hormonwerts ist für Schmerz entscheidend
    Bisherige Untersuchungen legen nahe, dass die Attacken um die Menstruation herum vermutlich durch den physiologischen, prämenstruellen Abfall des Östrogenspiegels getriggert werden, berichtet Dr. Ulrike Bingel aus Hamburg (Der Schmerz, 1, 2008, 31). Offensichtlich ist dabei nicht die absolute Höhe des Hormonspiegels, sondern nur dessen Veränderung bedeutsam. So tritt bei betroffenen Frauen, die mit der Pille verhüten, die Attacke im hormonfreien Intervall auf.

    Typisch ist auch, dass sich bei 50 bis 80 Prozent der schwangeren Betroffenen ab dem vierten Monat, wenn stabile hochnormale Östrogenspiegel vorliegen, die Migräne bessert oder gar keine Attacken auftreten. Nach der Geburt, wenn der Östrogenspiegel abfällt, treten häufig wieder Anfälle auf. Stillen hingegen erhält den Östrogenspiegel und zögert so die Rückkehr der Migräne hinaus. In der Perimenopause, wenn der Östrogenspiegel kontinuierlich sinkt, besteht die höchste Migräneprävalenz. Ist die Menopause allerdings abgeschlossen, kann sich die Migräne bessern oder ganz verschwinden. Ursache dafür ist vermutlich der stabile niedrignormale Östrogenspiegel.

    „Allerdings ist noch unklar, wie und wo genau die hormonellen Veränderungen die Pathophysiologie der Migräne beeinflussen,“ erläutert Bingel. Es gebe viele Schnittstellen zwischen Östrogenwirkungen und der Pathophysiologie der Migräne. So könnten etwa bei der menstruellen Migräne die Prostaglandine bedeutsam sein. Denn: Die während der Menstruation freigesetzten Prostaglandine können migräneartige Kopfschmerzen auslösen. Dazu passt auch, dass Prostaglandin-Synthesehemmer wie COX-Hemmer einer menstruellen Migräne vorbeugen können. Allerdings ist unklar, warum die Hormonschwankungen nur bei einem Teil der Frauen eine Migräne auslösen. Möglicherweise sind hier genetische Ursachen von Bedeutung.

    Studien belegen die Wirksamkeit der Triptane. Allerdings ist diese bei der menstruellen Migräne vermindert. Die Kombination mit einem NSAR kann deshalb von Vorteil sein. Die schwierige Akutbehandlung und der Umstand, dass die Attacken besonders schwer sind und lange dauern, machen eine Kurzzeitprophylaxe nötig. Dabei nehmen die Betroffenen zwei Tage vor Menstruationsbeginn fünf Tage lang ein- bis zweimal täglich Naproxen 500 mg ein. Die Zahl der Kopfschmerztage und die Schmerzintensität können auf diese Weise reduziert werden.

    Östrogen-Substitution taugt kaum zur Prophylaxe
    Auch Naratriptan, Frovatriptan und Sumatriptan sind in der Kurzzeitprophylaxe wirksam (Off-label-use). Bingel gibt allerdings zu bedenken, dass bei einem Versagen der Triptane diese nicht mehr zur Akutbehandlung verwendet werden können. Außerdem gibt es Hinweise dafür, dass nach Beendigung einer Kurzzeitprophylaxe mit Naratriptan vermehrt Attacken auftreten. In einer kleinen offenen Studie konnte auch die Wirksamkeit des COX-2-Hemmers Rofecoxib (bekanntlich nicht mehr auf dem Markt) in der Kurzzeitprophylaxe nachgewiesen werden.

    Bisherige Versuche, den Östrogenabfall durch eine perimenstruelle Hormonsubstitution mit niedrig dosiertem Östrogenpflaster aufzufangen, scheiterten. Die subkutane Anwendung eines höher dosierten Östrogen-Gels verringerte zwar Dauer und Schmerzstärke der Attacken, allerdings wurde dieser Nutzen durch eine Zunahme der Migräne nach Absetzen des Hormonpräparats komplett zunichtegemacht.

    Treten auch noch häufiger nichtmenstruelle Attacken auf, wird eine Langzeitprophylaxe empfohlen. Als Mittel der ersten Wahl rät die Deutsche Kopfschmerz- und Migränegesellschaft zu den Betablockern Metoprolol und Propranolol sowie dem Kalzium-Antagonisten Flunarizin.“

    Liebe Grüße
    Sternglitzer

    alchemilla
    Teilnehmer
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    Hallo, Sternglitzer
    ich danke dir ganz enorm, dass du dir die Arbeit gemacht hast, auf diesen Artlikel aufmerksam zu machen.
    Solche Erklärungen verhindern meine Migräne zwar nicht,
    aber es tut immer wieder gut, zu sehen, dass so etwas auch einfach geschieht und das ICH NICHT SCHULD bin.
    Du kennst ja wahrscheinlich auch dieses Kopfzerbrechen bei jedem Anfall: Was habe ich falsch gemacht, was hätte ich vermeiden müssen . . .usw. zumal das oft von Nicht-Migränikern immer wieder so dargestellt wird.
    Solche Erklärungen wie
    Migräne ist ein psychisches Problem
    und
    Migräne ist ein Erschöpfungsproblem
    sind oftmals sehr kontraproduktiv, weil sie beinhalten, dass man selbst etwas tun muss, also: etwas versäumt hat, also SELBERSCHULD ist.

    Und solches Kopfzerbrechen bei Kopfschmerzen, das KANN ja nicht gut sein.

    Nochmals: VIELEN Dank!
    Gruß
    Gisela

    Anonym
    Beitragsanzahl: 54

    Liebe Gisela,

    vielen Dank für Deine lieben Zeilen! Den Artikel aufzuspüren und hier einzustellen war keine Arbeit, sondern Befriedigung! Es gibt ja erstaunlicherweise sogar Ärzte,
    die keinen Zusammenhang zwischen Migräne und Hormonen sehen (wollen). Aber zig Millionen von Migränikerinnen können schließlich nicht irren. Wenn ich mir so mein Migränetagebuch ansehe, ist der Zusammenhang äußerst augenfällig: Ab Eisprung wird es schwierig, da häufen sich die Anfälle bis zum Ende der Mens und danach habe ich immer eine gute Zeit. Bei mir gehen mindestens die Hälfte, wenn nicht sogar zwei Drittel der Attacken auf das Konto Hormonschwankungen. Ich werde jetzt mal mit meiner Schmerztherapeutin eine Intervalltherapie zur Regelblutung ausarbeiten. Was dabei herauskommt, werde ich zu gegebener Zeit gerne berichten.

    Mich freut jedenfalls, dass dieser Beitrag oben für Dich hilfreich war. Im Übrigen habe ich persönlich aufgehört, meiner Umgebung meine Unpässlichkeiten zu begründen. Der innere Zirkel kennt das Problem und nimmt zumindest weitgehend auch darauf Rücksicht und was andere denken, ist mir inzwischen egal. Dafür will und kann ich keine Energie mehr aufbringen, mich und meine Situation zu begründen. Wenn ich mich schonen muss, gewisse Dinge nicht mitmachen kann etc. tue ich das einfach – und damit hopp! Ich drücke Dir die Daumen, dass Du das auch schaffst.

    Liebe Grüße
    Sternglitzer

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3959

    Ja, liebe Sternglitzer,
    ich hoffe das auch, dass ich das zunehmend lerne.
    Manchmal wünsche ich mir so ein kleines bequemes Mäntelchen für die Seele, dass nicht ALLES so tief eindringt.
    Diese Urteile, von denen ich schrieb, kommen leider aber auch von Leuten, die sich zu den HEILERN zählen. Denen möchte man ja zu gerne glauben, bei dem, was sie versprechen. Und dann kommt sowas!
    Denke positiv, dann hast du keine Migräne mehr, trink mehr Wasser, dann hast du keine Migräne mehr, wenn du dich endlich mal richitg mit deiner Kindheit auseinandersetzt, dann . . .
    Früher habe ich sowas nahezu verschlungen, inzwischen mache ich um diese Regale in der Buchhandlung eher einen großen Bogen.
    Es IST nicht gesund, sowas.
    Das mit der Intervalltherapie klingt sehr interessant. Ich habe bisher keinen Arzt gefunden, der Migräne und Hormone zusammen sehen KONNTE, Gewollt hätten sie schon, aber da war dann immer dieses „Da kenne ich mich nicht aus“ .
    Das sollte man mal mehr fördern, Ärzte, die sich darauf spezialisieren.
    Bin mal gespannt, was du berichten wirst, wenn du erste Erfahrungen gemacht hast!
    Lieben Gruß
    von
    Gisela
    PS: mir würde das leider nichts mehr nützen, ich habe keine regelmäßigen Hormonschwankungen mehr, ich habe NUR noch Hormonschwankungen.

    Anonym
    Beitragsanzahl: 54

    Liebe Gisela,

    wieso hast Du NUR noch Hormonschwankungen?

    Ich war letztes Jahr in Hamburg im Endokrinologikum. Einer Schwerpunktpraxis,
    deren Ärzte sich nur um alles rund um Hormone und den dadurch verursachten
    Störungen kümmern. Mir wurde in der Zentrale eine Ärztin zugewiesen. Ganz
    nett, aber Sie sagte mir auch gleich, mit Hormonen UND Migräne kennt sie sich
    nicht aus. Klasse. Sie hatte mir dann auch eine Hormonersatztherapie verordnet,
    und das, obwohl ich noch gar nicht in den Wechseljahren bin (werde im Sommer
    47). Ging dann auch glatt nach hinten los, ich war nur noch von Migräne befeuert
    und mein Zyklus kam total durcheinander.

    Wie gesagt, wenn ich etwas zur Intervalltherapie sagen kann, melde ich mich wieder.
    Liebe Grüße,
    Sternglitzer

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3959

    Hallo, Sternglitzer,
    NUR Hormonschwankungen = Wechseljahre,
    mal von diesem zu viele, mal zu wenig, mal jenes zu viel usw.
    rauf und runter, ohne Rhythmus.
    Ich versuche jetzt nur noch, den gesamten Organismus zu stärken und zu harmonisieren und probiere dies und jenes.
    Ich versichere, wenn ich mal was gefunden haben werde (! ! ! ) ,was richtig funktioniert, dann erzähle ich auch davon . .
    Gruß
    Gisela

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Dann warten wir mal gespannt auf die Erfahrungsberichte von Euch beiden. 🙂

    Bei uns in München gibt es auch ein Endokrinologikum. Eigentlich sind sie wirklich gut, hatten aber von Migräne leider auch gar keine Ahnung.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Peter Mersch
    Teilnehmer
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    Das Hormonsystem des Menschen ist letztlich eine Einheit. Jede zusätzliche größere Schwankung an einer Stelle (Stress, hohe Insulinausschüttungen, Erkrankung einer Hormondrüse etc.), kann es an ganz anderen Stellen durcheinanderwirbeln. Bei Frauen sorgt der Zyklus (der in der Steinzeit noch nicht die Regel war, obwohl man heute von „Regel“ spricht, aber damals waren die meisten fortpflanzungsfähigen Frauen fast ständig schwanger oder stillend) bereits für beträchtliche Komplikationen. Hinzu kommt, dass Männer das wesentlich leistungsfähigere Stresssystem besitzen (jedenfalls im Mittel), was eine Folge ihrer evolutionären Aufgaben ist. Über die beste deutsche Schachspielerin Elisabeth Pähtz stand deshalb mal geschrieben:

    Denn auch im Schach seien Männer – wie in den meisten Sportarten – körperlich im Vorteil und würden allein schon deshalb stärkere Leistungen bringen. ‚Lange Spiele sind für sie weniger ein Problem. Doch ich fange nach fünf Stunden an, Gespenster zu sehen. Dann geht es rapide bergab‘, verdeutlicht Pähtz, warum die besten Frauen nicht die Spielstärke der Männer erreichen.

    Dieses Gespenster-sehen ist der Moment, wo Migräniker dann wirkliche Gespenster sehen.

    Voraussetzung für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt ist es, stets für eine ausreichende Energiezufuhr des Gehirns zu sorgen, weil ansonsten das Stresssystem hochgefahren wird, mit allen negativen Folgen. Im Stern stand dazu geschrieben:

    Inzwischen richten die Mediziner ihr Augenmerk wieder auf die Ernährung, allerdings mit völlig anderem Ergebnis: Statt Verzicht empfehlen sie, keine Mahlzeit auszulassen, um den Attacken wirksam vorzubeugen.

    Seit einigen Jahren gehen Forscher davon aus, dass Gehirnzellen von Migränekranken ständig besonders aktiv arbeiten. Für diese besondere Wachheit brauchen sie sehr viel Energie. Die Wissenschaftler vermuten, dass das Gehirn der Betroffenen deshalb schnell in eine Notlage gerät. Ihm stehen dann zu wenig von den aktivierenden Stoffen zur Verfügung, die die Zellmaschinerie in Gang halten.

    Der Neurologieprofessor Göbel spricht von einem „Energiedefizit der Nervenzellen“, das nach kurzer Zeit zu den hämmernden Schmerzen führe.

    Dieses Energiedefizit gilt es zu vermeiden. Prof. Göbel empfiehlt deshalb eine sehr regelmäßige Nahrungsaufnahme. Die hatten unsere Vorfahren in der Steinzeit noch nicht nötig, denn unter der damaligen Ernährungsweise war das Gehirn an den Hauptenergiestoffwechsel des Menschen, den Fettstoffwechsel, angeschlossen. Bei den meisten heutigen Menschen wird das Gehirn – ohne gezieltes Training – jedoch nur vom sehr schwachen Glukosestoffwechsel versorgt. Das ist das eigentliche Problem, was zu Stress, Migräne und sogar zu Übergewicht führen kann.

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3959

    Lieber Peter Mersch,
    das sind höchst interessante Ausführungen.
    Alles habe ich schon einmal gelesen und irgendwo zur Kenntnis genommen, aber mit anderen Worten erklärt und in anderem Zusammenhang gelesen, wirkt es wieder fast wie neu.
    Die Vergleiche mit den Steinzeitmenschen finde ich lustig. Es würde bedeuten: In der Steinziet gab es keine Migräniker. DAS glaube ich nicht. Da man das aber wohl nie wird beweisen können, (ich vermute, die Tagebücher und Videos aus der Zeit sind verloren geangen ) ist das auch eigentlich egal.

    Wir müssten uns Gehirn wieder an den Fettstoffwechsel anschließen und vom Glykosestoffwechsel abgrenzen? Wie macht man das?
    Was bedeutet „gezieltes Training“?

    Gibt es eine Ernährungweise, die stressresistent machen kann?

    Ich bin gespannt auf die Antwort!
    Lieben Gruß
    Gisela

    Peter Mersch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Liebe Gisela, ich habe nicht gesagt, man solle sich vom Glukosestoffwechsel abgrenzen. Das geht nicht. Das Gehirn nimmt immer Glukose, wenn es welche bekommen kann.

    In der Altsteinzeit mag es einzelne Migräniker gegeben haben (vielleicht bei einem Herzfehler), dann aber im Promillebereich, nicht 10% der Bevölkerung. Man hätte das einfach nicht überlebt. Entsprechend ist auch bei heutigen natürlich lebenden Wildbeutern Migräne so gut wie unbekannt (kannst du dir Winnetou mit Migräne vorstellen?).

    Der menschliche Körper hat zwei Stoffwechsel: Glukose und Fett, wobei der Fettstoffwechsel der viel leistungsfähigere ist. Beispielsweise dürfte eine schlanke 70kg schwere Person ca. 1.000 Kcal gespeicherte Glukose mit sich herumtragen, jedoch mehr als 100.000 Kcal an Fett. Dazu kommen vielleicht noch 25.000 Kcal bei den Proteinen, die man jedoch möglichst unangetastet lassen sollte, da es sich hierbei um Substanz handelt. Bei vielen Migränikern wird diese Substanz dennoch ständig angegriffen, um dem Gehirn Glukose zuzuführen. Die Folgen: Dünne Muskeln, dünne Haut (bis hin zu Schwangerschaftsstreifen), schwache Nerven (der Proteinabbau erfolgt mithilfe der Stresshormone).

    Für die Probleme der meisten Migräniker gibt es drei Ursachen. Die erste ist ein Konstruktionsfehler der Natur, wenn man so will, der in der Altsteinzeit noch keine Rolle spielte, aber unter heutigen Ernährungsbedingungen wesentlich ist: Jede Kalorie, die du zuviel isst, landet primär in den Fettdepots des Körpers. Isst du z. B. sehr viele Süßigkeiten (Glukose), dann wird die überschüssige Glukose mit Insulin in Fett umgewandelt. Das Problem dabei: Dieses Fett kann praktisch nicht mehr in Glukose zurückverwandelt werden. Wikipedia gibt dafür richtigerweise an: Nur 10% der gespeicherten Triglyceride (Fette) können in Glukose umgewandelt werden (genauer: das Glycerin in den Triglyceriden).

    Die zweite ist im Grunde auch ein Konstruktionsfehler. Säuglingsgehirne leben primär von Fettabbauprodukten (Ketone). Deswegen ist die Muttermilch so fett und deshalb haben menschliche Säuglinge viel mehr Körperfett als andere Säuglinge bei den Tieren. Sie brauchen das Fett für ihr Gehirn (zum Aufbau und zur Energieversorgung). Moses hätte ohne den Fettstoffwechsel nicht überleben können, weil gerade das Säuglingsgehirn einen ungeheuren Anteil am gesamten Energieverbrauch des Säuglings hat (noch mehr als beim Erwachsenen). Das Problem ist nun aber leider: Isst man ständig unsere moderne Diät – und zwar Tag für Tag – dann verliert das Gehirn die Fähigkeit, Fettabbauprodukte verwerten zu können. Die Enzyme dafür werden dann nicht mehr hergestellt. Es braucht etliche Tage, bei manchen gar Wochen, bis die Enzymproduktion wieder funktioniert. Das ist aber viel zu lange, um bei einer Migräneattacke, bei der es zu einer Energiekrise im Gehirn kommt, gegensteuern zu können. Man hat zwar nachgewiesen, dass vor und während einer Migräneattacke die Blutkonzentration an Ketonkörpern ansteigt, aber das nützt nichts, weil das Gehirn an deren Nutzung nicht gewöhnt ist. Ihm fehlen die Enzyme dafür. Früher haben die Menschen nach dem Winter Fastenkuren gemacht, um die Enzymaktivitäten wieder aufzubauen, aber heute essen und trinken wir 365 Tage im Jahr Kohlenhydrate, und deshalb breitet sich Migräne immer weiter aus.

    Die dritte Ursache ist ein Denkfehler der Medizin. Viele Lehrbücher der Medizin (selbst die besten) tun so, als sei der Hungerstoffwechsel des Menschen die Ausnahme, eine Art Notmechanismus. Man kann aber zeigen: Dies war der Normalstoffwechsel während der letzten 2 Millionen Jahre. Unsere Vorfahren haben im Grunde 2 Millionen Jahre lang Atkins-Diät gemacht. Unsere heutige übliche Ernährung ist im Vergleich zu dem, was die letzten 2 Millionen Jahre üblich war, eine Extremdiät. Und diese führt zu schlimmen Folgen, nämlich insbesondere dem Abtrennen des Gehirns vom Fettstoffwechsel. Gerade das wertvolle menschliche Gehirn, was uns in der Natur auszeichnet, ist aber ganz besonders angewiesen auf den leistungsstärkeren Stoffwechsel des Menschen, den Fettstoffwechsel. Alle anderen Körperorgane des Menschen (auch die Muskeln) leben ohnehin primär bis ausschließlich vom Fett.

    Ich kann leider nicht immer wieder alles wiederholen, was ich schon an vielen anderen Stellen geschrieben habe. Einen guten Überblick dürften die beiden folgenden Artikel geben, zumal darin auch viele medizinische Fachbücher und -artikel zitiert werden:

    Kohlenhydrat- versus Fettstoffwechsel
    Sie sind leistungsfähiger, als Sie glauben

    Ich bin übrigens ein geheilter Migräniker. In vielen Jahren hatte ich mehr als 100 schwerste Attacken pro Jahr. Mit 35 eröffnete mir ein Arzt, dass dies auf eine Frühverrentung hinauslaufen könne, da ich seiner Meinung nach austherapiert sei. Mehr als Medikamente schlucken bliebe mir nicht übrig. Seit vielen vielen Jahren habe ich keine einzige Attacke mehr erlebt: Weil mein Gehirn jetzt auch (!) vom Fett leben kann.

    Liebe Grüße
    Peter

    Simone
    Teilnehmer
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    Lieber Peter,

    drei Fragen würden mich sehr interessieren, wenn ich lese, was Du über den menschlichen Stoffwechsel schreibst:

    Ist irgendwo wissenschaftlich belegt, dass Migräne sich immer weiter ausbreitet, weil wir das ganze Jahr über Kohlehydrate essen?

    Glaubst Du wirklich, dass Du durch Ernährungsumstellung von Migräne “ g e h e i l t “ bist“?

    Was hältst Du von einer „ausgewogenen Ernährung“, von allem etwas? Fette, Kohlehydrate, Eiweiß…

    Herzliche Grüße
    Simone

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7339

    Hallo Simone,

    es gilt doch inzwischen als erwiesen, dass eine Fett-Diät gesundheitsschädigend ist. Wollen wir denn zu unserer geliebten Migräne noch andere Schäden? Ich denke, wir bleiben bei ausgewogener Mischkost. Und geben unserem Kopf die benötigten Kohlenhydrate, wenn er sie fordert.

    Weiter guten Appetit

    Julia

    Peter Mersch
    Teilnehmer
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    @julia

    „es gilt doch inzwischen als erwiesen, dass eine Fett-Diät gesundheitsschädigend ist.“

    Derjenige, der die Diät erfunden hat (Prof. Dr. Wolfgang Lutz) ist vorgestern 97 geworden. Ungesund?

    Peter Mersch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    @simone

    „Ist irgendwo wissenschaftlich belegt, dass Migräne sich immer weiter ausbreitet, weil wir das ganze Jahr über Kohlehydrate essen?“

    Es ist erwiesen, dass sich Migräne ausbreitet. Und es ist erwiesen, dass im gleichen Zeitraum der Kohlenhydratkonsum drastisch zugenommen hat. Damit ist nicht erwiesen, dass der gestiegene Kohlenhydratkonsum ursächlich war. Das habe ich dagegen über Stoffwechseldetails begründet.

    „Glaubst Du wirklich, dass Du durch Ernährungsumstellung von Migräne ‚ g e h e i l t ‚ bist?“

    Ja natürlich, was denn sonst? Wenn ich ein Leberproblem habe, weil ich jeden Tag eine Flasche Rum trinke, mich dann aber selbst durch den Verzicht auf Rum kuriere, dann bin ich doch geheilt oder? Niemand würde erwarten, dass die Leber auf immer und ewig gesund bleibt, wenn ich jeden Tag eine Flasche Rum in mich hineinkippe. Und niemand kann erwarten, dass sein Gehirn in keine Energiekrisen gerät, wenn es nicht am Fettstoffwechsel angeschlossen ist.

    „Was hältst Du von einer ‚ausgewogenen Ernährung‘, von allem etwas? Fette, Kohlehydrate, Eiweiß…“

    Gelegentlich esse ich selbst so. Denn entscheidend ist – ich sagte es bereits -, dass die Ketolysefähigkeit jederzeit hergestellt ist. Die wird nicht durch den einmaligen Genuss von zwei Stücken Obstkuchen wieder aufgehoben. Man muss also keineswegs eine ganz strikte Diät einhalten.

    Ansonsten halte ich die sog. ausgewogene Ernährung gemäß DGE für schlicht und ergreifend ungesund und den meisten Menschen abträglich. Migräniker sollten sie strikt meiden, und zwar aus dem Grund, den ich nannte: Sie trennt, bei täglicher Anwendung, das Gehirn vom leistungsfähigen Fettstoffwechsel ab. Es hängt dann ausschließlich an der Glukose, und das reicht für die Anforderungen eines Migränikers eben nicht.

    Im Übrigen wundert mich eins: Fast jedes Epilepsiemedikament zeigt auch Wirkung bei Migräne, jedenfalls bei einigen bis vielen. Bei Epilepsie sind aber Fettdiäten längst etabliert, und zwar bei den allerschwersten Fällen. Es liegt doch dann nahe, dass man bei Migräne nicht wesentlich anders zum Ziel kommen dürfte. Leider gibt es kein Geld für gezielte wissenschaftliche Untersuchungen. Das Geld ist woanders. Bei Epilepsie brachte erst ein Film mit Meryl Streep die Wende (weil der Sohn des Regisseurs Jim Abrahams damit geheilt werden konnte). So wird das auch hier sein: Die Wende wird irgendwann durch prominente Betroffene kommen.

    LG Peter

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7339

    Dem alten Herrn herzlichen Glückwunsch nachträglich.

    In meiner Familie erreichen auch fast alle die neunzig, oder mehr. Bei normaler Ernährung. Das sind aber sicher keine Argumente für oder gegen die Fett-Diät und auch kein Diskussionsthema für dieses Forum.

    Mir geht es darum, dass in diesem für uns alle so wertvollen Forum keine unbelegten Heilsversprechen gemacht werden sollten.

    Es gibt hier sehr viele sehr verzweifelte Menschen, die nach jedem Strohhalm greifen würden.

    Haben Sie, durch seriöse medizinische Studien belegte Beweise für Ihre Theorien? Dann würden wir sicher gerne alle weiter mit Ihnen diskutieren. Inzwischen werde zumindest ich mich weiter an den Theorien und Erkenntnissen von Herrn Professor Göbel orientieren.

    Ich bleibe bei meiner Meinung, dass es Ihnen vorrangig um den Verkauf Ihres Buches gehen dürfte.

    Julia

    Simone
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 415

    Ich dachte mir schon, dass der Zusammenhang nicht wissenschaftlich belegt ist. Man kann sich natürlich viele Kausalitäten erdenken.

    Migräne ist nicht heilbar. Selbst jahrelang keine Anfälle mehr zu erleiden bedeutet keine Heilung. Die Veranlagung dazu bleibt bestehen.

    Eine geschädigte Leber, das allerdings widerspricht nicht der Schulmedizin, kann wieder völlig regenerieren.
    Aber der Vergleich mit Migräne hinkt gewaltig. Hier handelt es sich doch nicht um eine Hirnschädigung.

    Ich möchte mich Julia anschließen. Eine solche Diskussion passt gar nicht in dieses Forum.

    Peter Mersch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    @julia

    „Mir geht es darum, dass in diesem für uns alle so wertvollen Forum keine unbelegten Heilsversprechen gemacht werden sollten.“

    Heilsversprechen mache ich nicht. Die hat selbst Dr. Lutz bei seinem Spezialthema Morbus Crohn nicht gemacht, obwohl er mittels wissenschaftlicher Untersuchungen zeigen konnte, dass seine Ernährung vielfacht wirkt.

    Nicht einmal die Triptanhersteller versprechen, dass ihre Pillen wirken. Die sagen nur: Sie wirken bei vielen und zwar statistisch signifikant (gegenüber Placebo).

    Allerdings weise ich auf einen schweren, bei den meisten Menschen behebbaren Defekt hin, der ursächlich sein könnte. Die Zusammenhänge werden von der Medizin längst genau verstanden. Im Grunde kann man alles, was ich sage, heute bereits auf Wikipedia in aller Klarheit nachlesen. Dort zieht man dann jedoch leider nicht die Schlüsse, die ich ziehe.

    Einfache Frage: Können Sie den ganzen Tag ohne Nahrung bleiben, ohne dass Sie zwischendurch in ein Loch fallen? Ich konnte das nie, heute kann ich es jedoch problemlos. Und meiner Meinung nach sollte das jeder Mensch können, denn Menschen wurden von der Natur dafür konstruiert.

    Was Prof. Göbel vorschlägt (regelmäßiges Leben, alle paar Stunden etwas essen) ist im Grunde genau richtig, wenn man beim Kohlenhydratstoffwechsel bleibt. Die Alternative dazu ist: Aktivierung der Gehirnenzymtätigkeiten für den viel leistungsfähigeren Fettstoffwechsel.

    „Haben Sie, durch seriöse medizinische Studien belegte Beweise für Ihre Theorien?“

    Ja. Das ist ja das Schlimme. Lesen Sie sich meine beiden Knols durch. Die beruhen auf medizinischer Standardliteratur. Das, was ich behaupte, wird Punkt für Punkt bereits so sehr akzeptiert, dass man es in Wikipedia lesen kann. Ich unterscheide mich nur in einem einzigen Punkt: Ich behaupte nicht, wie alle anderen, dass der Hungerstoffwechsel des Menschen ein Notbetrieb ist, sondern praktisch der Normalbetrieb. Alle anderen meinen, es sei normal Kinder nach dem Abstillen auf eine kohlenhydratreiche Ernährung umzustellen, sodass dann die Gehirnenzymaktivitäten zur Metabolisierung von Ketonkörpern wieder zurückgehen. Ja bitte wann soll man sich denn in der Geschichte der Menschheit so verhalten haben? Ich sage dazu: Das ist nicht normal. Und das bringt die Probleme bei vielen heute hervor.

    „Ich bleibe bei meiner Meinung, dass es Ihnen vorrangig um den Verkauf Ihres Buches gehen dürfte.“

    Ja du liebe Güte, ich will doch kein Buch verkaufen. Habe ich das nötig? Es gibt doch längst ganz andere Forschungsschwerpunkte von mir, zu denen sich die Leute äußern. Siehe z. B. hier:
    Über mich

    Da will ein Clarke-Medaillengewinner nicht ausschließen, dass ein ehemaliger schwerer Migräniker die Darwinsche Evolutionstheorie entscheidend verallgemeinert hat. Ehrlich gesagt, solche Dinge interessieren mich dann doch deutlich mehr.

    Nein, es ist ganz einfach: Hätte ich damals nicht das Buch von Lutz aus dem Regal gezogen, gäbe es mich heute nicht mehr. Und natürlich wünscht man dann, andere könnten von den eigenen Erfahrungen profitieren (speziell dann, wenn man dies auch noch medizinisch glaubhaft begründen kann), denn ich weiß schließlich sehr genau, wie groß dieses Leid ist, und wie groß auch der Verzicht dabei.

    LG Peter

    Peter Mersch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Migräne ist nicht heilbar. Selbst jahrelang keine Anfälle mehr zu erleiden bedeutet keine Heilung. Die Veranlagung dazu bleibt bestehen.

    Welche Veranlagung denn? Bei meinem Gehirn besteht nur die Veranlagung, bei regelmäßiger reichlicher Kohlenhydratzufuhr die Enzymaktivitäten zur Verstoffwechslung von Ketonkörpern einzustellen. Das ist jedoch keine Krankheit.

    Verhalte ich mich so, dass Ketonkörper jederzeit als Energiequelle genutzt werden können, bekomme ich keine Migräne.

    Eine geschädigte Leber, das allerdings widerspricht nicht der Schulmedizin, kann wieder völlig regenerieren.

    In diesem Fall haben wir es mit geschädigten Enzymaktivitäten zu tun (ungefähr so, als wenn die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produzieren würde). Dies Aktivitäten können sich wieder vollständig regenerieren. Wenn man sich entsprechend verhält.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7339

    Wie kann man bei einem Typ 1-Diabetes durch adäquates Verhalten die Funktion der Bauchspeicheldrüse wieder herstellen? Das wäre nobelpreisverdächtig. Bitte um Aufklärung.

    Der Titel Ihres Buches :“ Migräne – Heilen ist möglich“ beinhaltet ein Heilsversprechen.

    Peter Mersch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    @julia sagte:
    Wie kann man bei einem Typ 1-Diabetes durch adäquates Verhalten die Funktion der Bauchspeicheldrüse wieder herstellen? Das wäre nobelpreisverdächtig. Bitte um Aufklärung.

    War davon die Rede? Ich schrieb lediglich, dass man die Enzymaktivitäten in Gehirn wieder regenerieren kann, wie eine überlastete Leber, wie erschlaffte Muskeln etc.

    Die Medizin behauptet dagegen: Man kann nicht regenerieren. Migräne sei unheilbar. Für eine weiterhin nicht zweifelsfrei diagnostizierbare Erkrankung ist das ein ziemlich starkes Stück.

    @julia sagte:
    Der Titel Ihres Buches :“ Migräne – Heilen ist möglich“ beinhaltet ein Heilsversprechen.

    Erstens heißt der Untertitel „Heilung ist möglich“ und zweitens ist das kein Heilsversprechen.

    Was wir brauchen, sind Behandlungsalternativen. Glauben Sie nicht, die Familie Abrahams wäre damals nicht darüber erbost gewesen, dass ihnen die Schulmedizin eine bewährte Heilmethode einfach nicht anbot bzw. sie ihnen gegenüber nicht erwähnte? Dass sie das mehr oder weniger alles selbst herausfinden mussten?

    Hören Sie sich an, was dieser junge Mann (der Sohn des Regisseurs Jim Abrahams) zu sagen hat: Charlie’s Speech

    Er wäre vermutlich lebenslänglich behindert geblieben. Und zwar nur, weil man in der Medizin nachweislich funktionierende alternative Verfahren, die nicht ins eigene Konzept und die Ideologie passen, systematisch ignoriert, und zwar mit der saloppen Bemerkung: Keine ausreichende Evidenz. So etwas:
    http://www.youtube.com/watch?v=BwJ67vGKz0k
    ist aber Evidenz!

    Sonnenschein
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 190

    Hallo,
    geht es bei diesem Dr. Lutz um dieses Thema das man alles essen darf möglichst fett und ohne Brot??? Habe das mal versuht allerdings nur 4 Wochen und hatte zumindest in dieser zeit keine positiven Auswirkungen auf die Migräne. Wenn es aber so wäre, wiso sollte uns diese Beratung zur Ernährungsumstellung von Prof. Goebel verschwiegen werden??? Also ich habe davon nichts in Kiel gehört und bin mir sicher das man uns nichts vorenthalten hat.

    Steffikim

    Peter Mersch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Ich glaube, dass es sich hierbei um eine natürliche Begleiterscheinung des Medizinbetriebs handelt. Auch bei Epilepsie (von kleinen Kindern) wurde die Ketogene Diät früher nicht angeboten, obwohl sie bekannt war. Und dabei geht es dort noch um viel mehr als bei Migräne, denn die Gefahr einer lebenslänglichen geistigen Behinderung eines solchen Kindes ist groß.

    Die Wende kam nicht durch neue wissenschaftliche Studien, sondern durch diesen Film. Er beruht auf einer wahren Begebenheit. Betroffen war der Sohn Charlie des Regisseurs Jim Abrahams (u. a. „Die nackte Kanone“).

    Man sollte das einmal ganz ruhig auf sich wirken lassen. Auch dort wird nicht behauptet, dass die Ketogene Diät allen betroffenen Kindern hilft. Es heißt: Bei 30% verschwanden die Anfälle völlig, 30% ging es deutlich besser, und bei den restlichen zeigte sie keine überzeugende Wirkung. Woran dies gelegen haben mag, wird man vermutlich nie herausfinden, aber so ist das schließlich auch bei allen Medikamenten: Sie helfen immer nur einer Teilgruppe.

    In den folgenden Szenen kommt genau das zur Sprache, worüber wir gerade reden. Wie gesagt, was da gezeigt wird, ist keine Erfindung. So ist es damals gelaufen.

    http://www.youtube.com/watch?v=uP12WsxJR-Y

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Lieber Herr Mersch,

    Sie haben Ihre eigene, ganz spezielle Auslegung zur Migräneentstehung und Aufrechterhaltung nun sehr deutlich dargelegt. Fachärzte, die sich auf Migräne spezialisiert haben, kommen zu einem anderen – wissenschaftlich untermauerten – Schluss. Es bleibt jedem Betroffenen selbst überlassen, sich auf Ihre „Thesen“ einzulassen, oder doch den bewährten Strategien erfahrener Schmerztherapeuten zu folgen.

    Diskussionen dieser Art bringen niemanden weiter!

    Freundliche Grüße
    Bettina Frank

    Peter Mersch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Liebe Frau Frank,

    @bettina sagte:
    Fachärzte, die sich auf Migräne spezialisiert haben, kommen zu einem anderen – wissenschaftlich untermauerten – Schluss.

    ich hoffe, Sie haben diesen Satz nicht einfach aus dem Video übernommen. Es waren gewisse inhaltliche Überlappungen erkennbar.

    Die Spezialisierung ist halt manchmal das Problem. Ich untermauere meine Aussagen genauso wissenschaftlich, nur leider weniger mit den Erkenntnissen der Neurologie, sondern eher der Biochemie, d.h. mit Wissen, welches z. B. in Löffler + Petrides nachlesbar ist. Für mich ist nämlich Migräne vor allem eine Stoffwechselerkrankung.

    Wie groß hier die gegenseitigen Abgrenzungen sind, mag die folgende Annekdote verdeutlichen. Ich hielt in 2009 anlässlich des Darwin-Jahrs einen Vortrag auf einem Symposium in Wien. Unter den Vortragenden befand sich auch ein sehr bekannter Neurologe/Neurowissenschaftler, der einmal etwas Bahnbrechendes zu Bereitschaftspotzenzialen erforscht hatte, die bekanntlich auch im Rahmen der Migräne eine Rolle spielen. Beim Mittagstisch saß er mir gegenüber, sodass wir ins Gespräch kamen, auch über meine offenkundig etwas andere Ernährungsweise. Ich erzählte ihm von den Ketonkörpern. Daraufhin behauptete er steif und fest, dies könne nicht sein, da das Gehirn nur Glucose zur Energiegewinnung verarbeiten könne.

    Tja, in Löffler+Petrides werden die wirklichen Verhältnisse in epischer Breite dargestellt. Hier ein beliebiger Ausschnitt (Löffler, Georg und Petrides, Petro E.: Biochemie und Pathobiochemie, 7. Auflage, 2003, Seite 1055):

    Im Gehirnstoffwechsel eines Säuglings werden zu einem weitaus höheren Anteil Ketonkörper verarbeitet als beim Erwachsenen. Infolgedessen können Säuglinge wesentlich geringere Blutglucosekonzentrationen (20 – 30 mg/dl = 1,2 – 1,8 mmol/l) ohne neurologische Ausfälle tolerieren als Erwachsene. Kurz nach der Geburt steigen die Aktivitäten der Ketonkörper verwertenden Enzyme … deutlich an, wodurch eine optimale Ausnutzung des hohen Fettanteils der Muttermilch möglich wird. Glucose kann jedoch auch beim Säugling nicht vollständig durch Ketonkörper ersetzt werden. Nach dem Abstillen und der Umstellung des Kleinkindes auf kohlenhydratreiche Nahrung fallen die Ketonkörper metabolisierenden Enzymaktivitäten wieder ab.

    Offenbar hat sich der Mann Zeit seines Lebens stets mit ganz anderen Zusammenhängen beschäftigt, und die eigentliche Energieversorgung des Gehirns war für ihn sekundär. Glücklicherweise hat er nicht angefangen, mir etwas von Wissenschaftlichkeit zu erzählen.

    Dass Migräne primär eine Stoffwechsel- und nur sekundär eine neurologische Erkrankung ist, ist übrigens den meisten echten Migränikern bewusst. Gerade die Fragestellung dieses Threads hier unterstreicht das in aller Deutlichkeit.

    LG Peter Mersch

    nina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 124

    @peterffm sagte:

    Die Spezialisierung ist halt manchmal das Problem. Ich untermauere meine Aussagen genauso wissenschaftlich, nur leider weniger mit den Erkenntnissen der Neurologie, sondern eher der Biochemie, d.h. mit Wissen, welches z. B. in Löffler + Petrides nachlesbar ist. Für mich ist nämlich Migräne vor allem eine Stoffwechselerkrankung.

    Lieber Peter Mersch,
    ich stimme völlig zu, dass die Spezialisierung ein Problem sein kann. Das könnte man aber umgekehrt auch Deinen Ausführungen unterstellen. Läuft es nicht letztendlich immer darauf hinaus, dass Migräne offenbar ein so vielschichtiges Problem ist, dass es wohl nicht die EINE Methode gibt, die allen hilft? Wenn es so wäre, würde ja jeder, der die entsprechende Ernährungsumstellung vollzieht, migränefrei werden. Das ist aber leider nicht so und auch ein Dr. Riegler mit der sog. „Migränediät“, die ja in Lutz‘ Richtung geht, hat damit nicht die Migränebehandlung revolutioniert. Fast jede drastische Ernährungsumstellung kann bei Migränikern zunächst eine Veränderung der Migräne auslösen, die nicht nur dem Plazeboeffekt, sondern auch dem Impuls auf das vegetative Nervensystem zuzuschreiben ist. Meist ist der positive Effekt aber nicht von langer Dauer.

    Du hast von der Methode profitiert, einige andere auch, viele aber nicht. Die besten wissenschaftlichen Erklärungen können diese Fakten nicht aus der Welt schaffen. Möglicherweise haben einige eine blutzuckerabhängige Migräne, andere aber nicht? Im Grunde gehe ich von der platten Regel aus, dass eine durchschlagende Methode sich schon von alleine durchsetzen würde. Die ist aber offenbar noch nicht gefunden …
    Herzliche Grüße
    Nina

    Krümel
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 30

    Jeder muss seine Erfahrungen machen ….

    Ich melde mich an dieser Stelle zu Wort, da ich meine Ernährung schon mal einige Monate einer radikalen Umstellung unterzogen hatte. Meine Tochter war ein halbes Jahr alt und ich wollte unbedingt abnehmen. Ich ging zu meiner Bekannten, die Heilpraktikerin ist. Ich aß morgens zwei Brötchen und dann zu mittag und abend nur noch Eiweiß mit Gemüse. Zwischendurch ein Stück Obst.

    Ich nahm wunderbar ab, hatte Energie und viel viel seltener Kopfschmerzen und Migräne. Aber ich musste schon sehr sehr diszipiliert an die Sache rangehen. Ständig hatte ich das Gefühl, „es fehlt etwas“ – mir war klar, dass es sich nur um einen Ausnahmezustand handeln konnte, den ich niemals ein ganzes Leben durchziehen könnte.

    Morgens wachte ich ausgehungert nach Kohlenhydraten auf und wehe der Bäcker hatte die Brötchen vom Vortag aufgebacken, dann wurde ich regelrecht agressiv. – Schließlich waren es die einzigen Kohlenhydrate, die ich an diesem Tag durfte (bis auf Obst).

    Ich habe mich über die verschiedenen „vegatativen Ernährungstypen“ informiert. Es gibt ja die typischen „Schokoladen-Esser“ sowie diejeniegen, die immer ehr „das Herzhafte“ bevorzugen. Ich weiß nicht, ob man sich dauerhaft einfach umpolen kann !? Jeder bevorzugt intuitiv dass, was sein vegatatives System am besten stabilisiert, dieses sollte man nicht außer Acht lassen.

    Nach diesen Monaten der Umstellung kam dann wieder meine „normale“ Ernährung, die ich trotz weniger Migräne und mehr Energie so sehr wieder herbeisehnte und bis heute bin ich nicht in der Lage, wieder eine solche Ernährung durchzuziehen, da ich davon überzeugt bin, dass mein „vegetatives System“ „zu tief“ liegt und ich dieses durch Kohlenhydrate immer wieder „anheben“ muss.

    Das ganze ist jetzt 6 1/2 Jahre her. Ich habe schon oft wieder daran gedacht, meine Ernährung wieder umzustellen, aber warum streubt sich bei mir alles dagegen dermaßen ? Es ist nicht so einfach.,- und wenn man ständig das Gefühl hat, gegen seine Natur zu leben. Wenn es doch das „Richtige“ für mich ist, warum gibt es dann solche Blockaden dagegen ? Jeder muss es für sich herausfinden, – ich nach meinem heutigen Empfinden muss sagen, dass einer dauerhafte Umstellung für mich mit täglichen Enthaltungen einhergehen würde und sich dadurch auch eine gewisse Unzufriedenheit breitmacht.

    Ich weiss, ich habe dann weniger Migräne, (und die belastet mich doch sehr). Gewicht würde ich auch verlieren – das wäre wundervoll …. und dennoch ernähre ich mich anders. Paradox – aber hat bestimmt auch eine Ursache ……

    Liebe Grüße von
    Krümel

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Lieber Herr Mersch,

    genau das meinte ich mit meinem letzten Satz: Auf Argumentation wird Gegenargumentation folgen.

    Um nicht unhöflich zu erscheinen, möchte ich mich trotzdem äußern.

    Sie schreiben, dass ich einen Satz eventuell aus einem Video übernommen hätte.
    Zum einen muss ich gestehen, die Videos gar nicht angesehen zu haben. Als vor einigen Jahren eines Ihrer Bücher im Entstehen war und Sie sich über den Inhalt unter anderem auch in diesem Forum „ausgetauscht“ hatten, hatte ich mich bereits mit Ihrer Sichtweise der Dinge beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass sie nicht die meinige ist.

    Zum anderen liegt es wahrscheinlich in der Natur des Migränikers, sich sogar viel zu viele Gedanken zu machen und ganz sicher nicht „ungeprüft“ die Argumente eines anderen einfach so zu übernehmen.

    Des Weiteren schreiben Sie, dass Sie Ihre Aussagen leider weniger mit den Erkenntnissen der Neurologie untermauern, sondern mit denen der Biochemie. Nun, ich sehe die Betonung auch auf „leider“, da es schließlich in der Hauptsache die Neurologie ist, die sich auf wissenschaftlicher Basis mit dem Thema auseinandersetzt, deren Ergebnisse uns Migränikern zum Glück zugutekommen.

    Zur Evolutionstheorie macht sich sicher jeder so seine eigenen Gedanken. Ich kann mir halt gut vorstellen, dass das stetige Hirnwachstum eine effektivere Methode der Energiegewinnung nötig erscheinen ließ, weshalb die Umstellung auf Energiegewinnung durch Kohlenhydrate erfolgt sein mag?

    Übrigens scheint die Migräne wohl auch schon die Steinzeitmenschen geplagt zu haben. Schädeltrepanationen lassen den Schluss zu. Untersuchungen der Schädel zeigten, dass die Trepanationen nicht nur aufgrund von Schädelverletzungen vorgenommen wurden, sondern wahrscheinlich auch, um ungesunde Dämpfe entweichen zu lassen, die damals wohl für die Schmerzen verantwortlich gemacht wurden. Scheint sich eher um Migräne gehandelt zu haben, da normale Kopfschmerzen solch brachiale Methoden nicht gerechtfertigt hätten. Aber, wie Gisela schon richtig meinte: Keiner war dabei und „Unterlagen“ darüber gibt es nicht. Also sind wir alle auf Mutmaßungen angewiesen.

    Die Fragestellung des Threads zielte auf hormonelle Trigger.

    Da ich auf dem Standpunkt stehe, dass Migräne eine neurologische Erkrankung ist, scheine ich wohl in Ihren Augen keine „echte“ Migränikerin zu sein und werde mich daher der weiteren Argumentation zu den von Ihnen dargelegten Überzeugungen enthalten.

    Freundliche Grüße
    Bettina Frank

    Sonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 118

    Was soll diese Diskussion?

    Wenn Herr Mersch dieser Ansicht ist, ist das seine Sache! Aber sowas hier breit zu drücken ist wirklich fehl am Platze.Mit Mutmassungen kann ich gar nichts anfangen! Ich lebe zu lange mit der Migräne, dass mich solche Diskussionen nur ärgern!

    Peter Mersch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    @nina sagte:
    Läuft es nicht letztendlich immer darauf hinaus, dass Migräne offenbar ein so vielschichtiges Problem ist, dass es wohl nicht die EINE Methode gibt, die allen hilft?

    Eben. Deshalb sage ich ja die ganze Zeit: Wir brauchen Alternativen. Die von mir genannte Alternative (die nicht in allen Fällen hilft) wird seitens der Medizin weder erwähnt noch weiter verfolgt. Das war bei Epilepsie nicht anders, bis dann obiger Film kam, der auch nicht behauptet, dass es nur diese eine Heilmethode gibt, sondern dass es eine Methode gibt, die vielen Betroffenen hilft, aber nicht bekannt gemacht wird.

    Hinzu kommt, dass es in beiden Fällen (ketogene Diät bei Epilepsie, LowCarb bei Migräne) sehr gute theoretische Begründungen dafür gibt, warum das wirken kann. Wer mit einem Gehirn herumläuft, welches nur am Kohlenhydratstoffwechsel angeschlossen ist, läuft mit einem energetisch schwach unterstützten Gehirn herum. Dennoch gibt es keinen Support für Methoden, die das Problem adressieren, weil man ja damit auch das Hoheitsgebiet der Neurologie verlassen müsste, sowohl bei Epilepsie als auch Migräne.

    Das ist aber leider nicht so und auch ein Dr. Riegler mit der sog. “Migränediät”, die ja in Lutz’ Richtung geht, hat damit nicht die Migränebehandlung revolutioniert.

    Nein, Dr. Riegler hat nichts mit Lutz zu tun. Auch begründet er ganz anders, nämlich ausschließlich über den Glukosestoffwechsel. Lies dir durch, warum Riegler meint, seine Diät helfe gegen Migräne. Da ist von einem Glukosestau vor den Zellen die Rede, weswegen man dafür sorgen müsse, dass die Glukose nur langsam angeliefert wird, also ständig Äpfel essen. Ich behaupte was ganz anderes, nämlich dass wir eine großartige Fähigkeit unseres Gehirns überhaupt nicht nutzen, nämlich Abbauprodukte des Fettstoffwechsels zur Energiegewinnung zu verwerten. Ganz konkret gesagt: Die Energie für mein Gehirn kommt größtenteils gar nicht aus der Nahrung, sondern aus den Fettzellen meines Körpers. Es ist ein fast schon chronischer Denkfehler der Medizin, dass diese meint, der innere Stoffwechsel des Menschen habe etwas mit der unmittelbaren Nahrungszufuhr zu tun. Der Mensch muss aber auch ohne Nahrung leben können. Unsere Vorfahren hätten es sonst nicht durch die Steinzeit geschafft.

    Peter Mersch
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    @krmel sagte:
    Ich aß morgens zwei Brötchen und dann zu mittag und abend nur noch Eiweiß mit Gemüse. Zwischendurch ein Stück Obst.

    Ich nahm wunderbar ab, hatte Energie und viel viel seltener Kopfschmerzen und Migräne. Aber ich musste schon sehr sehr diszipiliert an die Sache rangehen. Ständig hatte ich das Gefühl, „es fehlt etwas“ – mir war klar, dass es sich nur um einen Ausnahmezustand handeln konnte, den ich niemals ein ganzes Leben durchziehen könnte.

    Morgens wachte ich ausgehungert nach Kohlenhydraten auf und wehe der Bäcker hatte die Brötchen vom Vortag aufgebacken, dann wurde ich regelrecht agressiv. – Schließlich waren es die einzigen Kohlenhydrate, die ich an diesem Tag durfte (bis auf Obst).

    Für mich ist das ein klares Zeichen dafür, dass diese spezielle Diät für dich nicht geeignet ist. Ich würde sie in der Form auch nicht empfehlen. Man würde sie auch bei Epilepsie nicht anwenden. Konkret: Sie versucht Glukose gegen Proteine zu ersetzen. Ein Migränikerhirn braucht aber viel Strom, und den liefert im menschlichen Körper üblicherweise nur der Fettstoffwechsel.

    Wenn du morgens aufwachst, und Hunger auf Kohlenhydrate hast, dann bist du noch nicht in dem Stoffwechsel angekommen. Ich wache morgens auf, und habe vielleicht Appetit, aber keinen Hunger.

    Es ist leider auch in diesem Fall so: Jede ernsthafte Heilmethode braucht Unterstützung. Selbstversuche sind meist schwierig. Sie haben dann eine größere Erfolgschance, wenn dem Betroffenen eine plausible Erklärung geliefert wird.

    Wenn dir deine Heilpraktikerin die Begründung gibt, du solltest aus Entschlackungsgründen die Kohlenhydrate reduzieren, aber auch tierische Fette meiden (mal als Beispiel), dann hat sie nichts geliefert, bzgl. du dich bei deiner Migräne orientieren könntest. Das Ziel echter LowCarb-Diäten wie Lutz oder Atkins ist es immer, dass der Hunger zurückgeht. Bei dir ist das nicht passiert. Damit kannst du niemals den Zustand erreicht haben, dass dein Gehirn Ketonkörper verwertet.

    Es kann natürlich auch sein, dass dein Gehirn dazu grundsätzlich nicht in der Lage ist. Solche Fälle wurden auch bei Epileptikern gefunden. Dann wäre von einer LowCarb-Diät grundsätzlich abzuraten.

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