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Migräne – positive Nebenerscheinungen?

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 1 Monat, 1 Woche aktiv

Migräne und deren Beeinträchtigungen werden immer zusammen in einem Atemzug erwähnt und sind natürlich negativ besetzt. Aber gibt es auch Positives beim Migräniker, das man mit seiner speziellen “Veranlagung” in Zusammenhang bringen kann?

Hier ist Platz für einen Gedankenaustausch zu diesem Thema.

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Hypersensibilität (89 Antworten)

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  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 11 Monaten, 2 Wochen:

    Migräne und Hypersensibilität scheinen oft zusammen aufzutreten. Auch wenn Studien hier vielleicht keinen Zusammenhang sehen, die Praxis zeigt uns anderes.

    Hier können wir unsere Diskussionen weiterführen und bereits erstellte Beiträge rüberkopieren.

  • Profilbild alchemilla vor 11 Monaten, 2 Wochen:

    Gisela vor 18 Stunden, 35 Minuten:

    Liebe Elfi, liebe Christiane,
    auf die Frage, “warum gerade ich?” gibt es eine simple Antwort:
    Weil ihr (und ich und alle anderen) = wir es in die Wiege gelegt bekommen haben.
    Sowohl die Disposition zu Migräne
    als auch die Hochsensitivität sind genetisch verankert.
    (Ganz furchtbar interessant waren in diesem Zusammenhang die Bücher: “Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne” von Prof. Göbel und “Hochsensitiv- einfach anders und trotzdem ganz normal” von B.Trappmann-Korr)
    Ich fasse diese Disposition nicht unbedingt als Krankheit auf sondern eher als Lebensaufgabe. Das ist einfach hilfreicher, es so zu sehen.
    Es ist nicht SCHÖN, aber -ehrlich gesagt- auf die Persönlichkeitsentwicklung, zu der ich dadurch veranlasst (vl sogar gezwungen) war, möchte ich um nichts auf dieser Welt verzichten.
    Auch ich habe etliche Therapeuten durch und Meditation gelernt und mich mit Akupunktur und anderer fernöstlicher Lebensanschauungen befasst und und und
    und alles, alles ist enorm interessant und bereichernd.
    Ich brauch nicht unbedingt “nie mehr Migräne” -nur vielleicht ein bisschen weniger ! ! !
    Ich denke auch manchmal, ich habe doch nun ALLES getan und doch merke ich immer wieder: es gibt NOCH mehr zu entdecken und zu lernen und zu erleben.
    Eben WEIL diese Hochsensibilität da ist und die Migräne mich immer wieder erinnert.
    Es gibt keine Ruhe.

    Kommt, lasst uns weiter forschen!
    Liebe Grüße
    Gisela

  • Profilbild alchemilla vor 11 Monaten, 2 Wochen:

    Gisela vor 4 Stunden, 18 Minuten:

    Solch ein Ergebnis der Studie widerspricht allem, was Prof Göbel über das Migräne-Gehirn schreibt und was über “Glutamat” herausgefunden worden ist.
    Komisch.

    Aber selbst Albert Einstein hat erklärt, dass man mit Studien ALLES belegen kann, kommt immer darauf an, welche Hypothese zugrunde liegt.

    Wir trauen unseren Erfahrungen. Und der Austausch hier verhilft zu einem machtvollen Schulterschluss.

  • Profilbild heika vor 11 Monaten, 2 Wochen:

    heika vor 8 Stunden, 53 Minuten:

    Zu eurem interessanten Austausch möchte ich noch Sätze hinzufügen, die ich vor einiger Zeit in einer Fernsehsendung von einem Arzt gehört habe: “Wir Menschen haben kein Recht auf Gesundheit. Wir meinen das zwar immer, aber dieses Recht existiert nicht. Wir haben nur ein Recht auf eine gute Behandlung.” (Das Zitat ist nicht wörtlich zu nehmen, ich habe es aufgeschrieben, wie ich es noch im Kopf hatte.)

    Leider muss man um die gute Behandlung durch die Entwicklung unseres Gesundheitssystems immer mehr kämpfen.
    Aber wie Ronja schon so treffend geschrieben hat, gehört das Kranksein in unsere Welt, genauso wie das Leid und eines Tages das Sterben.
    Wichtig ist, dass man aus jeder Situation das Beste macht und die Zeit und Kraft, die man zur Verfügung hat, sinnvoll nutzt und sie für die richtigen Dinge einsetzt. Und was ich bei uns Schmerzgeplagten auf jeden Fall festgestellt habe: An unseren guten Tagen leben wir sehr viel intensiver, bewusster und dankbarer als die anderen Menschen, für die Schmerzfreiheit eine Selbstverständlichkeit ist.

    Lieber Gruß
    Heika

  • Profilbild Louise vor 11 Monaten, 2 Wochen:

    Puh,
    hab mich erst mal durch ganz viele spannende Beitrage von Euch “durchgearbeitet”. In der Tat ein spannendes Thema.
    Vor gut einem Jahr habe ich ein ähnliches Buch wie Gisela gelesen: “Sind Sie hochsensibel?” von Elaine N. Aron. Zu dieser Zeit war ich schon im inneren Aufbruch, wusste aber überhaupt noch nicht, wohin er mich führen könnte.
    Das Buch beginnt mit einem Test und führt dann durch verschiedene soziale Themen. Große Bereiche des Buches fand ich sehr spannend zu lesen, einiges ist aber auch etwas esotherisch angehaucht. Kritisiert werden (über dieses Buch) die relativ kleinen Gruppen/Kontrollgruppen, auf deren Zahlen die Erkenntnisse aufgebaut sind.
    Mich persönlich hat das Buch bereichert und bestärkt: Ich find es sogar schön, nicht zu den “Machern”, “Draufgängern” der Gesellschaft zu gehören. Dafür habe ich dort Erklärungen gefunden, warum es Menschen gibt, die Kunst und Natur brauchen wie die Luft zum Atmen (mein Gott, wie pathetisch).

    Interessant ist für mich zum Thema “Migräne und Sensibilität” die Überlegung, ob wir Schmerzpatienten
    a) genetisch schon von vornherein eine größere Sensibilität haben und/oder
    b) erst durch die häufigeren Schmerzen (eventuell zusätzlich?) sensibilisiert sind (so wie Heika es beschreibt).
    Das Buch von Prof. Göbel habe ich leider noch nicht gelesen (schäm). Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend.

    Liebe Grüße
    Louise

  • Profilbild SimonPhoenix vor 11 Monaten, 2 Wochen:

    meine Einträge im anderen Thread:
    Ich hab das mit der Sensibilität und der Hochbegabung auch mal so gedacht, weil mir das bereits selber auffiel. Nur die Frauen möchte ich gerne rausgestrichen haben, aber ich weiß das ich aus dem Schema “typischer Mann” in der Beziehung voll rausschlage.

    Thema Studie:
    Ist wohl wie du schreibst wie mit dem Wetter, da wissen wir´s doch besser als Studien ;-) . Grade bei Sensibilität denke ich, ist es schwer zu erfassen, da auch nicht jede sensibilität gleich ist. zur Hochbegabung sagt das Thema ja nix.

  • Profilbild SimonPhoenix vor 11 Monaten, 2 Wochen:

    @Louise
    Ich war schon als Kind und somit vor Ausbruch der Migräne sehr sensibel.

    Getestet wurde das bei mir in der Form, das ich nen IQ Test gemacht habe der auch die soziale Intelligenz mit erfaßt hat, hierbei lagen meine Werte sehr hoch.

    zum Thema Studie:
    Ich glaube nicht, das es sich um eine “manipulative” Studie handelt, aber ich denke das das Thema sensibilität ist nicht so einfach fest zu machen.

    Beim Wetter wundert mich es immer mehr, das die Studien dagegen halten. Ich fände es bei mir zuviele zufaälle wenn es keine Verbindung zwischen Wetter und Migräne gibt.

  • Profilbild alchemilla vor 11 Monaten, 2 Wochen:

    Liebe Louise
    Es ist wohl so:
    Viele Migräniker sind hochsensibel -aber nicht alle.
    Viele hochsensible Menschen entwickeln keine Migräne, weil sie einfach dieses Gen nicht haben, Sie reagieren ehr mit schneller Ermüdung bis Erschöpfung.

    Das Migräne-Gehirn arbeitet extrem schnell, nimmt sehr intensiv wahr und erlebt alles frisch wie zum ersten Mal, weil es sich schlecht oder kaum an etwas gewöhnt.

    Aron, von der du das Buch gelesen hast, war die erste Psychologin, die diesen Begriff benutzt hat, um eine bestimmte Gruppe von Persönlichkeiten zu beschreiben. Davor hat man sie einfach den “Introvertierten” zugeordnet (z.B.C.G.Jung), was aber die Sache nicht voll trifft.

    In Österreich gibt es die Seite “zartbesaitet.net” und in Deutschland “honsensibel.org”.
    Sie sind sehr aufschlussreich.
    Der praktische Nutzen: man erkennt, dass man nicht neurotisch ist, bloß weil man das Alleinsein so genießt und die Discoparties nicht mag.
    Und der Hinweis, dass man in Bezug auf die Dosierung von Medikamenten sehr vorsichtig sein darf. Bei ihnen wirken Medis oft ganz anders als beschrieben. Ich gehe damit jetzt viel selbstbewusster um und stelle oftmals Diagnosen und Interventionen in Frage.

    Das Buch von Trappmann Knorr war sehr vergnüglich zu lesen. Noch nie habe ich MICH so gut beschrieben gefunden.
    Der Tenor all der Untersuchungen geht -das finde ich nicht unbedingt gut- dahin, dass die Gesellschaft mehr Verständnis für hochsensible Menschen haben soll. Hey, auf dem Gebiet arbeiten wir mit unserer -wissenschaftlich viel besser erforschten- Migräne schon gegen Windmühlen.
    Mir geht es viel eher darum, herauzufinden, was man tun kann, wenn die Welt um uns herum so schrill und so laut und trampelig ist. Wie man damit fertig werden kann, so
    dass es einen nicht jedes Mal derart umhaut.

    Ich finde es sauspannend, wenn sich hier jetzt noch eine Gruppe auftut, wo wir uns auch diesbezüglich einander helfen und unterstützen können!

    In dem Buch habe ich die Geschichte gelesen: Wenn eine Familie sonntag einen dreistündigen Fahrradausflug gemacht hat, dann hat der Hochsensible für drei Tage Stoff zum Nachdenken und Verarbeiten. Die anderen gehen abends noch zum Grillen. -Das ist es, nicht?

    Liebe Grüße

    Gisela

  • Profilbild SimonPhoenix vor 11 Monaten, 2 Wochen:

    Hallo gisela das gibt viele denkanstösse was du schreibst, das sensible schneller kaputt sind durch die erlebnisse oder auch das die reaktion auf medikamente also z.b. nebenwirkungen höher ist. Das trifft auf mich zu aber ichhab das nie einander zugeordnet. Für mich war es immer, das ich gefühle besser erkenne.

  • Profilbild Happy vor 11 Monaten, 2 Wochen:

    Hallo Bettina und alle anderen,

    das ist ja eine gute Idee gewesen, diese Gruppe zu eröffnen. Mit dem Thema Hypersensibilität habe ich mich auch schon öfter befasst, vor allem in der letzten Zeit. Was über Hochsensible gesagt wird, trifft auf mich zumindest voll zu. In der letzten Zeit hatte ich den Anstoß von meinem Freund bekommen, der sich ein Buch dazu besorgt hatte, da er denkt, dass ich hochsensibel wäre. Ich sehe das mit der Migräne aber nicht im Zusammenhang. Ich bin auch Allergikerin (auf alles Mögliche), manchmal denke ich auch, ich bin zu empfindlich für diese Welt. Als Kind habe ich es oft gehört: sei doch nicht so empfindlich, als Erwachsene auch… Doch wie soll man das abstellen und will ich das überhaupt abstellen? Und wenn das ginge, hätte ich es in mancher Hinsicht sicherlich schon längst abgestellt. Doch ich bin damit in Ordnung, dass ich nicht in laute Kneipen gehen kann (will ich auch nicht), mir Menschenansammlungen zu anstrengend sind und dass mein Leben anders verläuft als bei vielen Menschen in meiner Umgebung.
    Liebe Grüße
    Christiane

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 11 Monaten, 2 Wochen:

    Ich finde mich auch in vielem wieder, was Ihr da so berichtet. ;)

    Schon von Kindheit an musste ich mir immer wieder anhören: “Sei nicht so empfindlich, übertreibe nicht so, mach Dir nicht so viele Gedanken, sei nicht so heikel (beim Essen), mach nicht so viele Umstände usw…
    Verstanden hatte mich keiner und nachzuvollziehen war es wohl für meine Umwelt auch nicht.

    Irgendwie kann ich mir schon vorstellen, dass eine allgemeine Überempfindlichkeit mit den Besonderheiten des Migränikergehirns zu tun haben könnte. Reize können nicht adäquat gefiltert werden und Gewöhnung findet auch nicht statt. Das heißt somit, dass alle Sinnesorgane intensiver empfinden, als es uns vielleicht recht wäre.

    Wenn ich nur daran denke, dass mich jedes! Etikett stört, ich weder Wolle noch Kaschmir auf der Haut ertrage, nichts darf kratzen, scheuern oder irgendwie stören. Enge Kleidung ertrage ich auch nicht, alles muss bequem und weich sein. ;)

    Dann mache ich mir über alles und jeden Gedanken. Grüble über Äußerungen nach, mache mir lange Vorwürfe, wenn ich denke, jemanden eventuell gekränkt zu haben und lauter solche Sachen. ;)

    Durch meinen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn stehe ich mir manchmal selbst im Wege. Der Perfektionismus noch dazu – na gute Nacht. ;)

    Manchmal nervt es etwas, so intensiv zu empfinden in jeder Hinsicht, andererseits ist man sensibler für die Welt. Nichts entgeht einem und man spürt die Regungen seiner Mitmenschen viel deutlicher.

    Meine Tochter ist ganz genau so! Auch mein Sohn ist sehr sensibel. Also mich freut das, daher Sebastian, sei stolz darauf, dass Du als Mann so sensibel, feinfühlig bist. Verstecke das nicht, sondern stehe selbstbewusst dazu. Deine Frau wird sicher glücklich darüber sein, nehme ich mal an. ;)

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild SimonPhoenix vor 11 Monaten, 2 Wochen:

    Bei meiner Frau bin ich mir nicht sicher, sie versteht es auch nicht, dass ich merke wenn sie was hat und versucht es zu leugnen. Entweder ist sie die einzige die ich nicht einschätzen kann oder sie merkt es nicht.

    Mir fallen grade die Schuppen von den Augen (so ähnlich hieß das doch, blöde wortfindungsstörungen) Ich hab als Kind immer die daunen aus den kissen gezogen weil mir das wehtat (komme ich bei bettinas beitrag grade drauf) was meint ihr was das für ein Ärger war und keiner glaubte mir das ich das nicht zum Spaß mache. Tja danke für die Antwort 20 Jahre leider zu spät. ;-)

    Hab grade aus spaß so´n Test gemacht war interessant welche Fragen da standen, also was zu Hypersensibilität dazu gehört, das Ergebnis konnte ich mir ja denken aber die Fragen waren interessant.

    Perfektionismus kenne ich, frage im Vorstellungsgespräch: Ihr größter Vor und Nachteil. Tja ist dann eine Antwort.

  • Profilbild Happy vor 11 Monaten, 2 Wochen:

    Liebe Bettina,

    das kenne ich auch alles, was Du da schreibst, geht mir ganz genauso.

    Lieber SimonPhoenix,

    mir geht es auch so, dass ich geradezu mitempfinde, was mit meinen Mitmenschen los ist, auch wenn sie mir nicht so nahe stehen. Z.B. wenn meine Kollegin im Stress ist und sauer, ich spüre das dann auch – ist mir dann sehr unangenehm mit ihr im gleichen Raum zu sein.
    Ich halte das aber so, dass ich es dem Mitmenschen überlasse, ob er sich und mir das eingestehen möchte, dass ihn/sie was beschäftigt, dass ihr/ihn nicht gut geht… Wenn ich frage und bekomme als Antwort: “Nein, ist alles in Ordnung”, dann respektiere ich sie so in ihrer Wahrnehmung, auch, wenn ich meine, etwas anderes von ihnen zu spüren. Und… ich kann mich ja auch mal täuschen. Es gibt ja auch immer noch Projektionen. Unsere Partner und liebsten Freunde sind meistens auch die Menschen, auf die wir am meisten projizieren. Ich bin ja für mich selbst die kompetenteste Person, wenn es um mein Innenleben geht und das übertrage ich auch auf meine Mitmenschen, auch, wenn mein Gefühl mir manches Mal was anderes sagt. Der andere entscheidet, wenn es um ihn selbst geht.

    Perfektionismus kenne ich auch nur zu gut… kann mir manches Mal sehr im Wege sein und ich versuche immer wieder etwas toleranter mit mir selbst zu sein, das schaffe ich ja auch mit anderen…

    Spannendes Thema hier. :-)

    Euch allen einen schönen Tag.

    Liebe Grüße
    Christiane

  • Profilbild heika vor 11 Monaten, 2 Wochen:

    Hallo Sebastian,

    auch wenn manche Antworten zu spät kommen, ist es trotzdem aufschlussreich und entlastend, dass sie überhaupt noch kommen! ;-)
    Bei mir war das in vielen Bereichen so, dass mir heute, im Nachhinein, erst so vieles klar wird. Ich bin z.B. ein sehr ruhebedürftiger Mensch, schon immer gewesen, mein Bruder das krasse Gegenteil. Aber leider wurde mir immer “Intoleranz” vorgeworfen, wenn ich mal was sagte, und ich müsse lernen, Dinge zu ertragen, und mal mehr “aus mir heraus kommen”. Komisch, ER wurde nicht aufgefordert, auf mein Ruhebedürfnis Rücksicht zu nehmen. Aber das richtet sich halt nach dem Maßstab, den die Eltern für sich selber anlegen, und da war ich wohl in die eine Richtung extrem, die gerade meiner Mutter so gar nicht entsprach.

    Ich konnte es auch noch nie ertragen, wenn Gespräche stattfinden und nebenbei laut der Fernseher oder das Radio läuft. Das war für mich Stress pur.

    Doch im Laufe der Zeit kann man ja seinen eigenen Lebensstil entwickeln und sich viele Dinge aussuchen. Für mich ist z.B. ein Urlaub mit meinem Mann auf einer einsamen, kleinen Insel das Optimum, andere schauen sich lieber Großstädte an und genießen den Trubel.
    Gisela hat das schon gut geschrieben, dass man selber schauen muss, wie man mit der Situation klar kommt und SEINEN Weg findet. Und deswegen würde ich nie freiwillig in ein laut dröhnendes Rock-Konzert besuchen (von der Musik eh mal abgesehen), erwarte aber auch nicht von Menschen, die den Trubel lieben, dass sie stundenlang mit mir am einsamen Strand sitzen. ;-)

    Lieber Gruß
    Heika

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 11 Monaten, 2 Wochen:

    Beitrag von Elfi:

    Hallo Bettina, Christiane und natürlich ein Hallo an ALLE hier im Forum,

    ich muss Lachen, denn es ist schon komisch, wie wir Migräniker uns ähnlich sind. Vor kurzem hab ich mich gefragt, was haben wir Alle gleich, dass wir dieses, ich nenne es mal, Märtyrium mitmachen müssen? (Es muss doch einen einzigen Nenner geben, warum gerade wir?!)
    Ja, ich sag müssen, denn ich will es ja nicht und trotzdem kommt es, wann es will. Meist frage ich mich, warum gerade ich und was hab ich für eine Schuld auf mich geladen, dass gerade ich diese Schmerzen hab muss? Wobei ich Euch gestehen sollte, dass ich mich mittlerweile beruhige mit der Aussage, dass es viel schlimmere Krankheiten gibt und ich davon nicht sterbe. Ich bekomme eine Aura und habe die Möglichkeit mit meinen Medikamenten, die Schmerzen auf einen gewissen erträglichen Grad zu kompensieren.
    Ich hab sogar selber eine Heilerausbildung gemacht, Reiki Meisterin, Huna-Schamanen-Meisterin und arbeite echt an mir. Bei Hypnose war ich auch schon, weil gesagt wurde, man kann über die Einwirkung auf das Unterbewußtsein die Migräne heilen, Schamanensitzungen gemacht, Akupunktur………..usw.. Ja, ich könnte Euch einen Roman erzählen, was ich schon alles ausprobiert habe. Was mich immer noch drückt ist die Frage nach dem Warum gerade wir??? Man ist ja schon in seinem ganzen Lebensablauf eingeschränkt, aber versucht das Beste daraus zu machen. Mittlerweile sag ich zu meinem Mann, ich bin zu sensibel für diese Welt. Alles beschäftigt mich, besonders Situationen die weh tun und ungerecht sind, egal wen es betrifft. Ich bin Vegetarierin geworden, weil ich Tiere über alles liebe und kein Fleisch/Fisch mehr essen konnte, wenn ich an diese wunderbaren Lebewesen dachte. Mein Hund ist mein bester Freund, ich würde sogar sagen Kind geworden, der in jeder Situation bei mir ist und mich echt tröstet, wenn es mir schlecht geht. Er ist einfach nur da und das genügt mir.
    Sorry, das ich so melancholisch geworden bin, aber auch das gehört zur Therapie. Nicht nur Medikamente einnehmen, sondern auch Gefühle zulassen, die man als Kind nicht leben konnte.

    Heute Abend werde ich in Spiegel schauen und sagen, ja, du bist klasse, wie du bist.

    Versucht es auch einmal, denn meist lache ich aus vollem Herzen
    und wir wissen ja,
    Lachen ist gesund und heilt die Seele

    das wars für heute
    dicke Umarmung an Euch Alle
    Elfi