Hallo Bettina,
ich frage mich nach wie vor, ob die Diagnose “Migräne” bei mir nicht eine Fehl- bzw. Verlegenheitsdiagnose war, da nichts anderes in Frage kam, blieb Migräne einfach übrig. CMD wird in den USA auch als “Big Imposter” bezeichnet, weil sie sich hinter so vielen Erkrankungen verstecken kann. Viele Mitbetroffene erst nach jahrelangen Ärzteodysseen die “richtige” Diagnose erhalten.
Hallo Susisonne,
zu 1. Ich hatte eine starke Kieferfehlstellung, die sich jedoch entgegen der landläufigen Meinung erst im Erwachsenenalter manifestiert hat. Als ich die Veränderungen bemerkte, suchte ich diverse Zahnärzte auf (sogar eine Uniklinik) und wurde damit vertröstet, dass alles in Ordnung sei und sich die Zähne im Erwachsenenalter nicht mehr verschieben würden. Letztendlich hat sich dies als Trugschluss herausgestellt.
zu 2. Zu kieferorthopädischen Behandlungen kann man einiges kontroverses schreiben – nur so viel – es gab im Jahr 2008 eine Studie der HTA (im Auftrag des Gesundheitsministeriums) die gravierende Mängel in der wissenschaftlichen Fundierung festgestellt hat.
Ich mache eine biofunktionelle KFO mit einer festen Spange (Multiband) – diese wird immer individuell nachjustiert um Fehl- und Vorkontakte zu beseitigen.
zu 3. Auch hier gibt es wieder ganz unterschiedliche Ansätze und Meinungen – meine Osteopathin behandelt während der KFO den Kiefer nicht, da die Spange schon sehr stark auf den Kiefer wirkt. Da sich mein ganzer Körper der Asymmetrie des Kiefers angepasst hatte, arbeitet sie hauptsächlich an der Aufrichtung der Achsen und entspannt gezielt bestimmte Muskelgruppen. Von anderen Betroffenen habe ich gehört, dass ein direktes Arbeiten am Kiefer /-gelenk eher zu einer Verstärkung der Symptome führt. Auch die oft im Internet angepriesenen Kiefergelenks- und HWS-Übungen sind mit Vorsicht zu genießen, und sollten beim Auftauchen von Symptomen nicht weitergemacht werden.
Viele Grüße,
Heyfisch