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Migräne und Begleiterkrankungen

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 20 Stunden, 9 Minuten aktiv

Gibt es Erkrankungen, die gehäuft zusammen mit Migräne auftreten?
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Histamin-Intoleranz (11 Antworten)

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  • Profilbild brainman vor 1 Jahr, 11 Monaten:

    Hallo, ich bin neu und vielleicht war es auch schon ein Thema und ist längst abgehandelt: ich sehe sehr stark einen direkten Zusammenhang zwischen einer Histamin-Intoleranz und Migräneanfälligkeit. Die Nahrungsmittel, die Migräne auslösen, sind bei einer HIT fast deckungsgleich zu vermeiden.
    Gibt es hier Erfahrungen, Bestätigungen, Lehrmeinungen? Kann gerne mehr ausführen, wenn das von Interesse ist.

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 11 Monaten:

    Liebe Maria,

    diese Diskussionen hatten wir immer schon mal mit unterschiedlichem Ausgang. Ich stelle Dir hier mal ein, was Prof. Göbel bereits im Oktober 2007 im vorigen Forum zum Thema geschrieben hatte:

    Die Histaminintoleranz ist ein altes Thema, das bereits Anfang des letzten Jahrhunderts in einigen Studien bearbeitet wurde.
    Es ist jedoch nicht zu verwechseln mit einem Kopfschmerz, der durch Histamin selbst erzeugt wird. Dieser ist Bestandteil der internationalen Kopfschmerzklassifikation IHS Klassifikation.
    Man unterscheided dabei zwei Typen: den sofort ausgelösten Kopfschmerz und den verzögert ausgelösten Kopfschmerz nach Histaminzufuhr.
    Der sofort ausgelöste Kopfschmerz tritt bei sonst gesunden Menschen auf (die keine Migräne haben), der verzögerte Typ tritt bei gesunden und Migränepatienten auf. Das Kopfschmerzbild gleicht dann einer Migräne ohne Aura. Der Kopfschmerz ist jedoch keine Migräne, sondern ein symtomatischer Kopfschmerz.
    Die Idee, eine primäre Migräne und einen Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch mit einer histaminfreien Diät zu bessern, führt also nicht weiter. Man kann damit lediglich einen histamininduzierten Kopfschmerz vermeiden. Letztlich ist es sehr ähnlich wie bei anderen substanzinduzierten Kopfschmerzen (Alkohol, Coffein, NO-Donatoren, CGRP, Glutamat etc.)
    Sichere spezifische und sensitive Tests sind nicht bekannt. Man bekommt zwar solche “Tests” und andere Allergietest von bestimmten Labors teuer verkauft. Für den individuellen Fall sagen sie jedoch nichts aus. Ich kenne Patienten, die mehrseitige Computerausdrucke mit sich herumtragen, auf denen steht, was sie alles essen dürfen und was nicht. Einkaufen können sie dann eh nur noch in ganz wenigen ausgesuchten Läden… Das Essen ist kein Genuss mehr, sondern purer Stress.
    Und verreisen geht nur noch mit mitgebrachten Nahrungsmitteln. Und wehe, man bricht ab: dann war die monatelange Last umsonst.
    Die Kopfschmerzen bestehen, die Zehnerregel wird nicht eingehalten, das Verhalten wird nicht angepasst, aber man glaubt an den einen Faktor, der alles erklären soll: Histaminintoleranz.

    Ein Zusammenhang zwischen Nahrungsmitteln und Auslösung von Migräneattacken wird weithin angenommen. Noch bis vor wenigen Jahren fanden sich beispielsweise deshalb auch in Migränekupierungsmedikamenten Antiallergika. Bereits im Jahre 1927 wurde von VAUGHAN zwar keine empirische Untersuchung zum Zusammenhang zwischen Migräne und Allergie durchgeführt. Er beschrieb jedoch Migränepatienten, bei denen sich durch eine Auslassdiät die Migränehäufigkeit reduzierte, während bei Reexposition mit den entsprechenden Lebensmitteln wieder eine Verschlechterung des Migräneleidens auftrat. In der Folgezeit wurden eine Reihe von Studien durchgeführt, die immunologische Aspekte der Migräne beleuchteten. Bis heute gibt es jedoch keine klaren Hinweise darauf, dass die Migräne als allergische Nahrungsmittelerkrankung aufgefaßt werden müsste. Darüber hinaus sind auch Befunde, die immunologische Besonderheiten bei Migränepatienten belegen, mit Vorsicht zu interpretieren. Es ist nicht klar, ob solche Besonderheiten als ursächlich interpretiert werden dürfen. Sie können genauso eine Konsequenz der Migräneerkrankung oder eine Konsequenz der Behandlung mit Medikamenten sein.

    In einer französischen Studie wurde gezeigt, dass topische Reaktionen bei 23 % der Migränekranken bestehen. Zusätzlich wurde beschrieben, dass allergische Symptome, insbesondere Urtikaria oder Rhinitis, bei Migränepatienten überzufällig häufiger auftreten, als bei Kontrollgruppen. Allerdings handelt es sich hier um rein korrelative Studien und eine kausale Beziehung zwischen Allergie, Atopie und Migräne ist bisher nicht belegt.
    Es sind weitere Hinweise für immunologische Besonderheiten bei Migränepatienten diskutiert worden:
    1. In der Migräneattacke zeigen sich Veränderungen der Immunglobuline und der Komplementfaktoren.
    2. Während der Migräneattacke wurde eine lokale Mastzelldegranulation beschrieben.
    3. Während der Migräneattacke wurde ein Anstieg der Plasmahistaminspiegel im Vergleich zu Kontrollgruppen beschrieben.
    4. Bei einer Migräne, die durch Nahrungsmittel getriggert werden kann, zeigt sich ein Anstieg der zirkulierenden Immunkomplexe und der T-Zellen. Bei einzelnen Patienten ist diese Reaktion mit einem Anstieg von Interleukin-2 verbunden.
    5. Bei Knochenmarkstransplantationen wurde eine Übertragung der Migräneerkrankung von der Mutter auf den Sohn sporadisch berichtet.
    6. Ein Anstieg von Prostaglandin-D2 und von Prostaglandin-F2 geht mit einem erhöhten cerebralen Blutfluß einher, wie er auch bei Migränepatienten beschrieben wurde.

    Die Analyse des Zusammenhangs zwischen Allergie und Migräne zeigt besondere Schwierigkeiten. Eine Bestätigung eines solchen Zusammenhanges benötigt die Aufdeckung eines spezifischen Allergens bei einem individuellen Patienten. Die ursächliche Generierung der Migräneattacke muss bei diesem speziellen Patienten dargelegt werden. Dies ist nur möglich, wenn ein doppelblindes Design im individuellen Fall durchgeführt wird. Darüber hinaus muss die Bedeutung des Allergens dadurch gekennzeichnet sein, dass bei Auslassen des Allergens die Migräne sistiert oder zumindest deutlich reduziert wird und bei Wiederexposition eine erneute Exacerbation der Migräneerkrankung beobachtbar wird. Problematisch dabei ist, dass der Spontanverlauf der Migräne nicht nur von einem einzigen Faktor abhängt, wie z.B. einem diätetischen Eingriff, sondern natürlich auch von vielen weiteren Variablen bedingt wird. Dazu gehört schon die Allergietestung als besonders intensive ärztliche Zuwendung. Aus diesem Grunde ist eine Placebotestung beim Einzelnen zusätzlich erforderlich.

    Ansonsten ist es sehr leicht, bei nahezu jedem Patienten einen allergischen Faktor oder einen Diätfaktor in der Generierung der Migräne nachzuweisen. Allerdings täuscht man dabei sich selbst und den Patienten. Aus diesem Grunde müsste zur klaren Etablierung eines diätetisch bedingten Migräneleidens ein sogenannter doppelblinder, placebokontrollierter Nahrungstest durchgeführt werden.

    Die IgE-Spiegel sollen bei Migränepatienten erhöht sein. Allerdings gibt es eine Reihe von Studien, die keine Veränderung der IgE-Konzentrationen darlegen. Die Bestimmung der IgE-Spiegel bei Migränepatienten ist ohne diagnostischen Wert.
    Die Erfassung des spezifischen IgE gegen Nahrungsmittel ist ebenfalls ohne diagnostische Bedeutung. In zahlreichen Untersuchungen konnte keine positive Konsequenz für die Migränetherapie durch solche Daten aufgedeckt werden.

    Der Hautprick-Test zeigte sich in verschiedenen Studien von unterschiedlichem diagnostischem Wert. In zwei von sechs Studien konnten positive Befunde beschrieben werden. Bei positiven Hautbefunden wurde eine Auslassdiät mit den entsprechenden Allergien veranlasst, und bei 68 % konnte eine teilweise oder komplette Reduktion der Migräneattacken beobachtet werden. Allerdings gibt es auch eine Reihe von Studien, die überhaupt keinen diagnostischen Wert des Hautprick-Tests darlegen. Es ist somit keine zuverlässige Aussage für die Diagnostik und für die Behandlung der Migräne zu erwarten.
    Auch das fast ubiquitäre Vorkommen Nahrungsmittel würde ja bedeuten, dass eine ständige Generierung von Migräneattacken bei diesen Nahrungsmittelfaktoren eigentlich zu erwarten wäre. Da im Mittel jedoch nur eine bis zwei Migräneattacken pro Monat bestehen, zeigt sich schon, wie vorsichtig und zurückhaltend solche Ernährungsfaktoren in der Erklärung der Migräne bewertet werden müssen.
    Ich habe noch niemanden mit einer primären Migräne erlebt, dem es durch eine solche Diät nachhaltig besser gegangen wäre. In der Literatur findet sich das auch nicht beschrieben. Man muss es glauben.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Friedrich vor 1 Jahr, 11 Monaten:

    Auch wenn “die Wissenschaft” es immer noch nicht “glaubt”: Bei einigen Patienten und Patienten scheint es Zusammenhänge zwischen Ernährung und Migräne oder Cluster-Kopfschmerz zu geben. Mein Eindruck ist es, dass ich wesentlich weniger Cluster-Kopfschmerzattacken habe, wenn ich histaminhaltige Nahrung und Glutamat vermeide. Bei anderen mir bekannten Cluster-Kopfschmerz Patientinnen und Patienten spielen Histamin oder Glutamat anscheinend keine Rolle, aber dafür z.B. bei einigen Zitronensäure oder andere Auslöser. Andere widerum können keinerlei Zusammenhänge zwischen Ernährung und den Attacken feststellen.

    Neuigkeiten zum Thema in der Cephalalgia:

    Editorial: IgG-mediated allergy: A new mechanism for migraine attacks?
    http://cep.sagepub.com/cgi/content/full/30/7/777

    Diet restriction in migraine, based on IgG against foods: A clinical double-blind, randomised, cross-over trial:
    http://cep.sagepub.com/cgi/content/abstract/30/7/829

    Edit: Die Links waren vertauscht.

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 11 Monaten:

    Friedrich, mit Deinen Argumenten hast Du sicher auch recht. Ich vertrage z.B. keinen Rotwein und lasse es daher bleiben. Alkohol ist generell schwierig bei mir, also richte ich mich danach. Sonst ist das Thema Nahrungsmittel schon etwas schwierig und ich denke, es wird auch schwierig bleiben.

    Viele Menschen vertragen gewisse Lebensmittel besser, als andere. Von diesen “anderen” Lebensmitteln bekommen sie vielleicht Völlegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall usw. Das eine oder andere Lebensmittel wird vielleicht auch eine Migräneattacke oder einen Clusteranfall triggern können. Da muss jeder seine individuellen Auslöser finden und entsprechend reagieren.

    Andererseits muss man auch bedenken, dass z.B. der Heißhunger auf gewisse Lebensmittel (Süßes..) schon ein Vorbote des Migräneanfalls ist. Also isst man diese Lebensmittel und später kommt die Attacke. Natürlich schließt man nun daraus, dass diese Lebensmittel die Migräne getriggert haben. In Wirklichkeit haben sie aber meist daran keinen Anteil, sondern die Migräne kommt, ob man nun z.B. Schokolade gegessen hat, oder nicht. Hab den Test sogar für mich gemacht, da ich immer vor einem Anfall Schokolade “brauche”. ;)

    Ich kenne halt auch Leute, die mit ihren Listen rumlaufen und keinerlei Freude mehr am Essen haben können, da jedes zweite Lebensmittel “verboten” ist. Trotz aller Einschränkungen haben sie Migräne.

    Drei Bekannte haben eine laut Tests bestätigte Histaminintoleranz. Über ein Jahr hatten sie (einer sogar noch länger) eine ganz strikte Diät eingehalten. Tatsächlich sind zu Beginn der Diät die Anfälle weniger geworden, was ihnen einen unheimlichen Auftrieb gegeben hatte und sie leichter durchhalten ließ. Nach einigen Monaten war die Migräne wieder am Stand, wie vor Beginn der Diät. Trotzdem wurde weiter durchgehalten, aber der anfängliche Erfolg hatte sich nicht mehr eingestellt. Nun essen sie wieder alles – es wurde weder schlechter, noch besser, sondern ist einfach nur gleichgeblieben.

    Mein Fazit ist: Ich werde mich durch eine Diät nicht noch weiter einschränken, als es die Migräne an sich sowieso schon tut. Auch habe ich keine Lust auf zusätzlichen Stress. ;) Allerdings, wie gesagt, trinke ich schon seit fast 20 Jahren keinen Rotwein mehr und trinke Alkohol insgesamt nur ganz, ganz selten und sehr sehr wenig.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Friedrich vor 1 Jahr, 11 Monaten:

    Hallo Bettina,

    da hast Du völlig Recht, eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit frischen vollwertigen Produkten hat sicherlich noch niemandem geschadet, aber eine „Triggerhysterie“ wäre bestimmt fehl am Platze. Mein Kopfschmerztagebuch führe ich nun penibel seit fast fünf Jahren und danach sind es nicht einmal immer unbedingt die einzelnen Ereignisse, sondern es ist manchmal die Summe der Dinge, die „das Fass zum Überlaufen bringen“. Zum Beispiel: Auch Kassler mit Sauerkraut geht ab und zu, aber der Rest davon am nächsten Tag, aufgewärmt, dass geht einfach nicht, da ist dann vermutlich einfach zuviel Histamin drin entstanden?

    Das bei Cluster-Kopfschmerz zur vorbeugenden Behandlung verwendete Medikament Verapamil hat übrigens (wie einige Medikamente) einen negativen Einfluss auf den Histaminabbau, dies könnte die negative Wirkung von Histamin in der Nahrung bei einigen Cluster-Kopfschmerz Patientinnen und Patienten vielleicht verstärken? Dass injiziertes Histamin bei einigen Patienten Migräne- oder Cluster-Kopfschmerzattacken auslösen kann ist nachgewiesen, aber wie viel von dem Histamin aus der Nahrung geht wirklich in den Blutkreislauf? Vermutlich ist dies individuell sehr unterschiedlich?

    Einzelschicksale sind für die Evidenz Basierte Medizin allerdings uninteressant. Was meines Wissens neu ist, und was anscheinend so wichtig ist, dass die Verbandzeitschrift der International Headache Society diesem Thema ein Editorial widmet: Man hat mit dieser klinischen Studie (s.o.) erstmals unter wissenschaftlichen Bedingungen placebokontrolliert, doppelblind und cross-over festgestellt, dass man mit einer spezifischen und individuell abgestimmten Diät in dieser Patientengruppe die Anzahl der Migräneattacken signifikant verringern konnte. Sicherlich ist dies erst einmal nur eine kleine Studie, man wird abwarten müssen, ob andere Arbeitsgruppen und größere Studien zu ähnlichen Ergebnissen kommen.

    Viele Grüße,
    Friedrich

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 11 Monaten:

    Wenn man nun Studien unter diesen Bedingungen macht und auch die Langzeitentwicklung verfolgt, wird man vermutlich irgendwann mal Konkreteres sagen können und sich nicht nur auf Mutmaßungen verlassen müssen, die die Patienten sogar noch mehr verunsichern.

    Es ist einfach so, dass jeder Einzelne die Trigger und Unverträglichkeiten für sich selbst herausfinden muss. Dann kann man handeln und vielleicht einiges an Schmerzen verhindern. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass es irgendwann mal eine bestimmte Liste mit “verbotenen” Nahrungsmitteln geben wird, die man jedem Migräne- und Clusterpatienten einfach so vorsetzen kann.

    Aber Gott sei Dank wird weiter geforscht und wir alle können gespannt auf eventuelle Ergebnisse warten.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Happy vor 1 Jahr, 3 Monaten:

    Alkohol, aber vor allem Wein und Sekt ist für mich ein Problem und löst schon in kleinsten Mengen heftige Migräne-Anfälle aus, auf Zitrusfrüchte und deren Säfte reagiere ich allergisch, aber eher mit Hautausschlag als mit Migräne.

    Das Thema habe ich nochmal hervorgeholt, da ich evtl. auch eine Histaminintoleranz haben soll lt. Arzt, auch Fructose-i. und Lactose-i. Man kann das wohl messen am H2-Atemtest. Ich konnte aber noch keinen Zusammenhang mit der Migräne herstellen. Ich ernähre mich generell schon sehr bewusst – aber nicht weil ich mir was aufzwinge, sondern aus Genussgründen. Ich liebe es, mich gesund und nach ayurvedischen und 5-Elementen-Prinzipen möglichst natürlich mit wenig Gewürzen zu ernähren. Ich ernähre mich fleischlos, mit viel Gemüsen und Salat, und mit wenig Milchprodukten, aber ausgewogen. Da müsste ich ja völlig Migränefrei sein, wenn an der Nahrungsmitteltheorie was dran wäre. Ist aber nicht. Nur die Schulmedizin mit Ihren Triptanen und dem Topiramat konnte mir jetzt wirklich Linderung verschaffen und ich habe wirklich fast alles, was es in der Naturheilszene gibt probiert.

  • Profilbild Nana vor 1 Jahr, 3 Monaten:

    Ich muss leider auch was zu diesem Thema schreiben. Bei einer unerkannten Lebensmittelunverträglichkeit geht es einem sehr schlecht. Wenn der Magen – Darm immer aufgebläht ist, drückt das auf die anderen Organe und man glaubt man spinnt, weil alles wehtut, vorallem wenn es halt unentdeckt bleibt. Wenn der Körper einen bestimmten Zucker nicht verarbeiten kann, dann vergiftet man ihn quasi, es werden Gase im Darm gebildet die nicht gesund sind und Fettsäuren, die sich in den Zellen festzetzen. Bei mir hat der Körper als Folge unter anderem auch mit Kopfschmerzen und Migräne reagiert. Seit dem ich meine Diät einhalte sind die Migräneanfälle aber viel schlimmer geworden. Was dem allen dann Widerspricht. Zu Beginn der Diät hatte ich echt ein neues Leben, ich habe mich nach 10 Jahren erstmals wie ein gesunder Mensch gefühlt, da war auch nichts von Kopfschmerzen oder Migräne zu spüren. Aber je länger ich die Diät einhalte desto schlechter geht es mir. Da es sich um Fruchtzucker handelt, habe ich die Theorie, dass es mir auf Grund des fehlenden Zuckers so schlecht geht und der fehlenden Vitamine etc.. ABer laut Arzt soll ich Geduld haben, bis es mir bald besser geht. Der Körper braucht wohöl seine Zeit um sich von 10 JAhren Fehlernährung zu erholen. Unverträglichkeiten haben übrigens nichts mit Allergien zu tun! Es fehlen einem bestimmte Enzyme im Darm um die jeweiligen Zuckerarten zu spalten. Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen?

    Gerne würde ich auch in älteren Berichten stöbern, aber irgendiwe kann ich keine Schlagwortsuche finden und ich weiß nicht so richtig, wie ich am besten vorgehen kann.
    Liebe Grüße Nana… die keine Äpfel essen darf (und vieles mehr).

    Ich muss noch was ergänzen. Vielleicht geht es niemandem durch eine Unverträglichkeitsdiät besser was die Migräne anbetrifft. Aber alle anderen Symptome die so eine Unverträglichkeit verursacht, wie z.B. ständige Bauchschmerzen und Toilettengänge, Übelkeit usw. gehen auf jeden Fall weg und der Körper kann sich erholen:-).

  • Profilbild Tina vor 1 Jahr, 3 Monaten:

    Liebe Nana,
    ich habe auch mal für eine kurze Zeit so eine Diät gemacht,mich akribisch daran gehalten und doch keine wirkliche besserung bekommen.Ich vertrage auch keinen Zucker und wenn ich zuviel Fruchtzucker esse bekomme ich auch unangenehme Blähungen.Aber seid ich konsequent Bio esse RohrRohrzucker verwende und auch Milchprodukte nur mit 0,1% Fett esse vertrage ich es um vieles besser.Noch hinzu kommt bei mir,das ich dicke große Steine in der Galle habe und die mir, was meine Verdauung angeht,schon so manchen Tag mit aufgeblähten Bauch beschert hat.Ich bin auch ich nicht wirklich davon überzeugt das eine Diät wirklich Erleichterung auf bezug der Migräne bringt.Was ich wirklich sagen kann iMilkaschokolade ist Gift für mich und Alkohol!
    Vor drei Jahren auch noch eine Frühblüherallergie hinzu gekommen-ziemlich heftig sogar- und ich kann keine Äpfel in der Zeit essen.Komischerweise im Winter schon und dann auch nur bestimmte Sorten.Haselnüsse gehen gar nicht mehr.
    Ich glaube wenn man sich jetzt auch noch den Rest verbietet , nimmt man sich wirklich die letzte Lebensqualität.
    Ich wünsche dir viel Glück und baldige Besserung bei deiner Diät!

    Liebe Grüße Tina

  • Profilbild Nana vor 1 Jahr, 3 Monaten:

    Hallo TIna, Danke für die schnelle Antwort,

    wie machen sich denn Gallensteine bemerkbar? Sind das so richtig schlimme Schmerzen. Ach man, das ist natürlich unter Migränikern alles relativ. Also ich habe halt sehr oft nach dem Essen Bauchschmerzen im linken Bereich am unteren Rippenbogen. Aber ich glaube die Galle merkt man mehr in der Mitte des Bauches oder? Manchmal bekomme ich direkt nach dem Essen Kopfschmerzen und halt diesen klassischen Bauch wie im dritten Monat und dann frage ich mich immer auf was soll ich denn noch alles verzichten. Manchmal überkommt es mich und dann esse ich einfach verbotene Sachen, aber den BAuch kann ich nicht austricksen und Blähungen bildet man sich ja nun echt nicht ein!!! Ich habe den Eindruck irgendwo in mir schlummert was, was ich nicht weiß. Das mit dem Apfel ist bei Dir bestimmt ne Kreuzallergie, das gibt es. Und einige Apfelsorte haben weniger andere haben mehr Fruchtzucker. Du verträgst Granny Smith bestimmt ganz gut, das sind die grünen, sauren!
    Liebe Grüße Nana

  • Profilbild Tina vor 1 Jahr, 3 Monaten:

    Liebe Nana,
    gerade diese Sorte vertrage ich gar nicht.Ich schäle auch Grundsätzlich alle Äpfel denn in der Schale sitzen zwar die wertvollen Vitamine aber mir bekommt es ohne Schale eben besser.Außerdem blähen sie dann nicht so.Ich kenne das Problem mit den Blähungen sehr gut.Nein die Galle merkst du nicht in der mitte des Bauches sondern unter den Rippenbögen .Sie kann auch ausstrahlen.Ich hatte einmal – und zum Glück nur einmal- eine Gallenkollik -ist genauso schlimm wie eine Migräneattacke.Aber seid ich Bioprodukte konsequent esse sind meine Beschwerden insgesamt besser.Ich an deiner Stelle würde mal die Galle per Ultraschall untesuchen lassen,denn die hat eine super große Auswirkung auf den Bauch und den Darm.Denn wenn die Gallensäfte nicht richtig oder gar nicht -wie bei mir- abgegeben werden können funktioniert der ganze Verdauungsmechanismus nicht mehr.
    Die Gallensteine merkst du eigentlich nicht,allerdings bilde ich mir ein manchmal nach einem gutem Essen(etwas zuviel) einen Druck in der Ecke zuspüren.

    LG Tina