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Migräne und Begleiterkrankungen

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 20 Stunden, 18 Minuten aktiv

Gibt es Erkrankungen, die gehäuft zusammen mit Migräne auftreten?
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Migräne und Verstopfung – gibt’s da einen Zusammenhang? (7 Antworten)

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  • Profilbild Claudia vor 8 Monaten:

    Hallo !
    Ich leide seit meiner Kindheit an Migräne (mittlerweile immerhin knapp 30 Jahre) und habe ebenso lange mit Verstopfung zu kämpfen. Ich bin schon froh, wenn ich alle 3-4 Tage mal aufs Klo kann.
    Gibt es da einen Zusammenhang? Wenn ich es richtig verstanden habe, verlangsamt sich während eines Migräneanfalls die Verdauung. Wird also der Darm vielleicht insgesamt eher träge???
    Ich habe auch schon gelesen, dass Verstopfung Migräne auslösen soll, was ich persönlich aber für totalen Quatsch halte.
    Kennt sich da jemand aus?

  • Profilbild muri vor 8 Monaten:

    hallo claudia,

    ich leide jetzt auch seit 30 jahren unter migräne, aber meine verdauung leidet nicht darunter.
    ich kenn mich zwar nicht aus aber spontan würde ich auch keinen zusammenhang sehen.
    liebe grüße
    andrea

  • Herzlich willkommen, liebe Claudia. :) Du bist zwar schon lange Mitglied, dies ist aber Dein erster Beitrag – daher die Begrüßung. ;)

    Ab wann spricht man eigentlich von einer Verstopfung? Wenn Du alle 3 bis 4 Tage “regelmäßigen” Stuhlgang hast, ist es grenzwertig, von chronischer Verstopfung zu sprechen. Außer, der Stuhl ist zusätzlich sehr hart und eine Entlehrung klappt nur nach langem Pressen.

    Während der Attacke kommt die Darmperistaltik ziemlich zum Erliegen, das stimmt schon, aber eine chronische Obstipation kann man davon nicht ableiten. Bei vielen beginnt die Migräne sogar mit Durchfall, oder zumindest häufigem Stuhldrang.

    Es gibt Menschen, die ihr ganzes Leben lang nur ca. 2 mal in der Woche entleeren können (was aber keinen Krankheitswert hat), andere wiederum täglich. Ich nehme an, dass Du Dich schon gründlich hast untersuchen lassen?

    Nimmst Du Medikamente ein, die die Darmentlehrung erschweren? Hast Du schon versucht, hochdosiertes Magnesium einzunehmen? Hilft bei Migräne und ab 600 mg wird der Stuhl auch sehr weich? Machst Du genug Bewegung, isst Du ballaststoffreich?

    Ich werde mich mal erkundigen, ob bekannt ist, dass Migräniker öfter als andere unter Obstipation leiden. Mir ist davon nichts bekannt.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Claudia vor 8 Monaten:

    Liebe Bettina, vielen Dank für die nette Begrüssung :-) Ich war eine Weile “stille Beobachterin”, da ich jetzt aber wieder einige qualvolle Tage hinter mir habe, dachte ich mir – give it a try :-)

    Die gründliche Untersuchung habe ich natürlich hinter mir und gemäss Ausschlussverfahren ist man bei Reizdarmsyndrom mit vermehrter Obstipation (stressbedingte Durchfallattacken kenne ich allerdings auch) und Roemheld-Syndrom gelandet.

    Ich trinke ausreichend, ernähre mich ausgewogen (zuviele Ballaststoffe vertrage ich nicht)… Auf hochdosiertes Magnesium reagiere ich mit heftigen Bauchkrämpfen und Durchfall, ebenso auf andere Abführmittel, die ich nur im äussersten Notfall anwende.

    Wie gesagt, ich habe einige qualvolle Tage hinter mir und da ich es bisher noch nicht geschafft habe, mich damit abzufinden (ich habe das Gefühl eine ganze Reihe Wehwehchen zu haben, die zwar allesamt “harmlos” sind, mich aber trotzdem belasten und die ich nicht einfach ausblenden kann), kam ich auf die Idee, nach einem Zusammenhang mit der Migräne zu fragen.

    Vielleicht sollte ich “einfach” versuchen, mein Leben etwas entspannter anzugehen – vielleicht zieht der Darm dann mit ;-)

    Liebe Grüsse,
    Claudia

  • Profilbild heika vor 8 Monaten:

    Hallo Claudia,

    das Reizdarmsyndrom, das bei dir festgestellt wurde, entspricht ja deinen Problemen, auch schon ohne Migräne.
    Ein entspannteres Leben tut auf jeden Fall beiden Bereichen gut, dem Magen-Darm-Trakt und dem Kopf. Am besten überlegst du dir mal in aller Ruhe, wo deine persönlichen “Schwachpunkte”, die dich stressen, liegen, und wie du da gegensteuern könntest. Bei deinen Gänsefüßchen bei “einfach” musste ich schmunzeln, denn wir wissen ja alle, dass dieser Prozess der praktischen Umsetzung im Alltag eine gewaltige Herausforderung ist. Aber es lohnt sich!

    Lieber Gruß
    Heika

  • Liebe Claudia,

    Reizdarmsyndrom ist auch irgendwie so eine Modeerscheinung und muss oft herhalten, wenn man nichts anderes findet. ;) Ist so meine laienhafte Empfindung dazu.

    Chronische Obstipation kann man nicht nur ein Wehwehchen nennen, sondern es beeinträchtigt sehr nachhaltig die Lebensqualität. Hast Du es mit Milchzucker und den sonstigen üblichen Hausmitteln schon versucht? Wahrscheinlich schon…

    Zufällig las ich heute von einem relativ neuen Medikament, das in Studien sehr gute Erfolge gezeigt hatte und jetzt erstmal nur für die Behandlung von Frauen zugelassen wurde. Vielleicht sprichst Du bei Interesse einfach mal Deinen Arzt darauf an. Es heißt Resolor, hat den Wirkstoff Prucaluprid und steigert die Darmmotilität. Hier noch ein Link: klick

    Du hast die Beschwerden ja schon seit Kindheit und da wird Dein Leben ja noch nicht so stressig gewesen sein. ;)

    Hattest Du die letzten Tage viel Migräne, oder meintest Du die Darmproblematik?

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Hartmut Göbel vor 8 Monaten:

    Verstopfung ist wie Migräne sehr häufig. Daher kommen beide Beschwerden oft auch zusammen vor. Eine gemeinsame Verursachung ist bisher jedoch nicht bekannt.