Für mich war es in Kiel das Aufschlussreiche, was ich diesbezüglich gelernt habe:
das schlechte Gesissen ist MEINS, es ist MEINE ART zu denken und zu urteilen.
Ich dachte z.B., ich könnte es meiner Fsamilie nicht zumuten, sich massiv und verantwortlich an der Hausarbeit zu beteiligen. MAL helfen ja, aber dass einer von ihnen komplett verantwortlich ist für die Wäsche und der andere fürs Spülen und der dritte fürs Putzen der gemeinsam genutzen Räume?. DAS kann ich ihnen nicht zumuten Und so habe ich ALLES selbst gemacht)
Die Psychologin hat mir vorgeschlagen, mir vorzustellen, wie stolz es die Kinder machen würde, wenn sie auch diesbezüglich ERWACHSEN sein dürfen. Wenn sie mal nicht immerzu entmündigt werden und hilfsbedürftig gehalten.
Das wollte ich mir erst nicht vorstellen, aber es ist genaus das..
Man wird ja nicht einem Familienmitglied mit Hexenschuss abschlagen, für ihn oder sie einkaufen zu gehen.
Es geht darum, zu lernen, wann man NEIN sagen kann und damit dem anderen auch die Möglichkeit gibt, SELBST Stärken zu entwickeln.
Immer helfen, immer springen hat auch etwas mit der eigenen Unentbehrlichkeit zu tun.
Und das zu erkennen, hat mich in Kiel ein paar Tränen gekostet.
“Sie brauchen nicht zu befürchten, dass Sie zu Hause nicht mehr geliebt und gebraucht werden. . . .”
ÄM, ja.
Ok
So geht die Richtung.
Es ist ein großes, großes Lebenslernkapitel, aber wie Julia sagt: Es lohnt sich, auch wenn es nicht einfach ist. . . .
Viel Spaß beim Forschen!
wünscht
Gisela