Hallo,
ich betreibe seit Jahren Ausdauersport – nicht zuletzt wegen meiner Migräne, aber auch weil ich mich dann besser fühle. Bei meiner Migräne/Spannungskopfschmerzen hat es aber nie wirklich einen Durchbruch damit gebracht. Habe unterschiedlich intensive Belastungszeiten gehabt, monatelang mal “nur” zur Arbeit Radgefahren, aber auch intensiv auf Marathon(dann 60-90km pro Woche gelaufen) vorbereitet. Hat eigentlich keinen großen Kopfschmerzunterschied gemacht. Nur in den Wochen, in denen ich Entastungswochen, z.B. wegen Verletzungen gemacht habe, habe ich eine KS Reduktion gehabt. Als Sportler neigte ich auch dazu wegen Verletzungen mal eine Ibuprofen zu nehmen. Dies hat wahrscheinlich auch einen MÜK mit verursacht, in den ich wahrscheinlich rein gekommen bin (zusammen mit den Triptanen und Ibus wegen KS). Im Frühjahr war ich in Kiel, Kortison, 9 Wochen medikamentenfrei, vorübergehend Venlafaxin, KS 1-2 mal wöchentlich ohne Medikamente. Jetzt habe ich im Schnitt 1mal pro Woche KS mit Ibupropheneinahme, eher Spannungstyp. Oft hilft auch Euminz. Kaum zu glauben! Setze im Moment deswegen mehr auf Entspannung (Jakobsen, autogenes Training). Laufen kann ich z.Z. wegen einer sich länger hinziehenden Sehnen-Beeinträchtigung”nur” 3-4 mal die Woche 30-40 Wochenkilometer. Das scheint eine gute Balance für mich zu ergeben, obwohl ich lieber etwas mehr im Hügeligen laufen würde. Aber vielleicht ist es für mich sportlich, gesundheitlich auch die belastung, die sich noch positiv auswirkt.
Fazit: Nur Ausdauersport hat mich nicht alleine nach vorn gebracht, eher die Gesamtsicht auf meine Alltagsauffassung. Ich habe damit das Gefühl meine KS noch weiter reduzieren zu können.
Drückt mir die Daumen!
Vor dem Klinikaufenthalt hatte ich 9-12 Medikamententage im Monat.
@Ambu Den Gewichteffekt nehme ich auch gerne mit. Vielleicht hat dir das Radfahren (bei mir waren es auch so zur Arbeit+zurück 20km) die veränderung gebracht, die dir noch fehlte. Aber vor allem: Hut ab vor dierser Veränderung!
Gruß
Jürgen