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Migräneaura

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Visuelle Störungen, Sensibilitätsstörungen, Sprachstörungen und andere neurologische Ausfälle.

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”Alice im Wunderland-Syndrom” (14 Antworten)

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  • Beitrag von Urba (Chat vom 25.04.2011)

    Lieber Herr Prof. Göbel,

    kann es sein, dass ein Zusammenhang besteht zwischen Migräne und der Art des Träumens? Ich habe seit längerer Zeit Migräne, auch Spannungskopfschmerzen. Häufig beginnt die Migräne schon morgens beim Aufwachen. Irgendwann fiel mir auf, dass die letzten Traumfetzen, an die ich mich erinnern konnte, eine Gemeinsakeit aufwiesen: Ich hing immer in dem vorangegangenen Traum fest wie in einer unendlichen Spirale, musste vor dem Aufwachen eine Aufgabe lösen, die im Traum niemals eine Lösung hat – grässlich! Im Wachzustand erkenne ich sofort, dass die Lösung des Problems gar nicht schwierig ist. Aber die Migrane/der Kopfschmerz pocht schon im Kopf. Die Inhalte der Träume haben meist mit Dingen zu tun, die mich gerade beschäftigen. Das kann so banal sein wie das Umordnen einer Exceltabelle oder das Basteln an einer Lampe. Jedenfalls geht dieses Festhängen im oder am Traum einer Migräne voraus.
    Danke für Ihre Antwort!

    Viele Grüße
    urba

    —————————————————-
    Antwort von Prof. Göbel:

    Liebe(r) Urba,

    vielen Dank für diese interessante Beobachtung. Zwischen den Träumen, dem Schlafen und der Migräne gibt es viele Verbindungen. So kann z.B. im Rahmen einer Migräneattacke eine tiefe Schläfrigkeit bis zur Bewusstlosigkeit entstehen. Schlafwandeln kann eine Form der Migräneaura darstellen. Bewusstseinsverschiebungen wie zB. das “Alice im Wunderland-Syndrom” kann ebenfalls im Rahmen einer Migräneaura auftreten. Viele Patienten kennen auch, dass das Gähnen eine Migräneattacke ankündigt.

    Die Migräneattacken entstehen oft aus dem Schlaf heraus. Daher erinnert man sich sehr häufig an Träume, die vor dem Aufwachen stattgefunden haben. Ihre Beobachtung eines Verhaftens in vermeintlich unlösbaren Problemen entspricht Berichten anderer Migränepatienten über die Phase vor dem Anfall. Auch im Wachzustand gelingen oft Dinge nicht, die sonst völlig einfach zu lösen wären. Systematische Beobachtungen dazu sind mir leider nicht bekannt. Ihre Frage allerdings motiviert dazu, diesem Thema einmal näher nachzugehen.

    Freundliche Grüße
    Hartmut Göbel

    —————————————————-
    Lieber Herr Prof. Göbel,

    herzlichen Dank für die Antwort. Was ist das „Alice im Wunderland-Syndrom“?

    Viele Grüße
    Ursula (Urba)

    ——————————————

    Liebe Urba,

    lies mal hier nach: http://www.schmerzklinik.de/service-fuer-patienten/migraene-wissen/formen/ Es handelt sich um ein Aurasymptom.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild minifiets vor 1 Jahr:

    Alice im Wunderland Syndrom? Stellt man sich dann vor mit Johnny Depp als Hutmacher Tee zu trinken? Das wär doch mal was! ;)

  • So ähnlich, Minifiets, wobei Du Dir Deine Partner zum Teetrinken nicht selbst aussuchen kannst. ;) Hier noch weitere Informationen zum Alice im Wunderland-Syndrom, welches sehr häufig mit Migräne in Zusammenhang gebracht wird.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild seepferdli vor 1 Jahr:

    Kann das “Alice im Wunderland-Syndrom” auch durch Mediaknete verursacht werden (z.B. Indometacin)?

    seepferdli

  • Profilbild minifiets vor 1 Jahr:

    da isse, die Johny-Depp-Aura ;)

  • Liebes seepferdli,

    Indometacin kann gelegentlich psychische Störungen, Angstsymptome auslösen. Gelegentlich können auch schon vorhandene Symptome einer Epilepsie oder sonstige psychische Störungen verstärkt werden.

    Sollte dies bei Dir der Fall sein, sprich bitte mit Deinem Arzt darüber.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Ronja vor 1 Jahr:

    Liebes Seepferdli,

    ich hatte kürzlich eine relativ hohe Dosis Indometacin eingenommen, danach war ich ganz normal zum Training gegangen. Dort landete ich schließlich auf einer Liege, da ich ganz gehörig benommen war, alles schien weit weg zu sein. Das ging rasch wieder zurück, so dass ich auch wieder mit dem Auto nach Hause fahren konnte. Ich muss dabei sehr desolat gewirkt haben, denn die Therapeutin in der Krankengymnastikpraxis war sehr besorgt, hatte das Training abgebrochen.

    Herzliche Grüße
    Ronja

  • Profilbild Julia vor 1 Jahr:

    Moin Urba,

    auch ich hab immer, wenn ich nachts Migräneschmerzen habe, ob alt oder neu, sehr seltsame, immer fast gleiche Träume, die sich nie auflösen lassen. Immer letztlich das gleiche Thema. Ich weiß dann die ganze Zeit über, dass ich Migräne habe, lasse mich aber davon nicht richtig wecken. Mit einer Aura hat es bei mir nichts zu tun. Erstens habe ich nur sehr selten Auren und 2. ist es oft die schon bestehende Migräne vom Vortag, die sich nur wieder meldet.
    Wäre mal interessant, ob noch mehr Berichte dazu kommen.

    Liebe Grüße
    Julia

  • Ich habe oft Verfolgungsträume, die noch ein wenig nachwirken nach dem Aufwachen mit einer Attacke. Meist weiß ich, dass ich träume und sage mir dann, ist ja nur ein Traum. Sauer bin ich dann aber, wenn ich aufwache und merke, dass sich Traum und Wirklichkeit verbündet haben gegen mich. ;)

  • Profilbild Ursula vor 1 Jahr:

    Moin Julia,

    hatte zwischenzeitlich den Faden verloren; außerdem habe ich meinen Namen geändert: jetzt Ursula. Muss mich hier erst zurechtfinden …
    Mal sehen, ob meine Antwort hier richtig ist, keine Ahnung. Aber Bettina hat ja immer ein waches Auge und wird mich sicherlich woanders hin dirigieren, falls erforderlich.

    Also: Was das Alice im Wunderland Syndrom betrifft, weiß ich darüber inzwischen in etwa Bescheid, danke Bettina!

    Die Schilderung deiner Träume, Julia, kommen mir auch bekannt vor. Meine Migräne muss auch nicht neu sein, sondern kann auch schon vorher begonnen haben. Ob das alles was mit Aura zu tun hat, kann ich nicht beurteilen. Wenn ich in einem Traum „feststecke“, weiß ich auch so halb, dass ich träume. Ich weiß dann auch, dass es besser wäre, aufzuwachen, herumzulaufen, einen starken Kaffee mit Zitrone zu trinken oder Tablette zu nehmen, bewegen, etc.! All das wäre besser als dieser blöde Traum. Natürlich ist mir das im Traum nicht ganz soooo klar wie das jetzt hier klingt. Vielleicht ist der Konflikt, eierseits weiterträumen -> Problem lösen, andererseits aufwachen -> Gegenmaßnahmen einleiten, die Falle, in die man tappt?

    Die spannende Frage für mich ist, ob sich dieses Verhalten irgendwie abstellen lässt. Ob man überhaupt eine Chance hat, auf die Traumwelt (denn die kommt ja schließlich aus der wachen Welt) Einfluss zu nehmen.

    Liebe Grüße
    Ursula

  • Liebe Ursula,

    hier bist Du richtig. ;) Die Traumforschung ist ein großes Feld und sehr vieles liegt hier noch im Dunkeln – im wahrsten Sinne des Wortes. :) Wenn man mal zum Thema googelt, erfährt man Interessantes: klick, klick und klick. Dies sind nur einige Artikel, man kann hier noch endlos weiter im Netz stöbern.

    Angeblich kann man Einfluss nehmen auf Träume und dies gezielt trainieren.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild alchemilla vor 1 Jahr:

    Ich glaube, das nennt man “Klar-Träumen” oder luzider Traum.
    Ich weiß nicht, ob ich das würde trainieren wollen. Ich habe ehr die Erfahrung gemacht, dass mich Träume oftmals auf etwas hinweisen, was ich bewusst noch nicht wusste. Ich würde lieber die Träume walten lassen und nicht Einfluss darauf nehmen.
    Ich habe mal die Theorie gelesen, dass Träume dazu dienen, den Schlaf zu schützen. Das erklärt vielleicht das Dilemma, das du schilderst, Ursula. Der Traum möchte, dass du weiterschläfst, dein Körper schreit nach wach werden und Maßnahmen ergreifen.
    Nützt aber wohl alles nichts, diese Erklärungen, denn es ändert ja nichts.

  • Profilbild seepferdli vor 1 Jahr:

    Wollt mich nur mal kurz bei Bettina und Ronja bedanken für die Antoworten.
    Mein Arzt weiss von diesen “Sensationen” bescheid. Der Sch… daran ist, dass Indometacin das einzige ist, welches als Prophylaxe am Meisten verspräche.

  • Profilbild Ronja vor 1 Jahr:

    Liebes Seepferdli,

    habe ich das richtig verstanden, du nimmst Indometacin als Migräne-Prophylaxe?
    Oder hast du eine andere Art des Kopfschmerzes?
    Welche Prophylaxen hattest du denn schon?
    Wie hoch ist die Indometacin-Dosis, die du zur Prophylaxe einnimmst?
    Ich fand das Indometacin wirklich sehr heftig in der Wirkung auf dieses Abwesenheits-Weit-weg-sein-Gefühl, habe es seither auch nicht mehr so oft eingenommen.
    Wie gut, dass dein Arzt darüber Bescheid weiß.

    Herzliche Grüße
    Ronja