Lieber Bruchpilot,
das Alice-im-Wunderland-Syndrom hat seinen Namen von den bekannten Kinderbuch von Lewis Carroll. Kennst Du das Buch? Wenn nicht, lies es mal. Ist auch für Große lesenswert. Es handelt sich darum, dass Gegenstände und auch man selbst immer wieder die Größe ändern, sich Perspektiven verschieben, es zu den unterschiedlichsten sonderbaren Wahrnehmungen kommt. Man geht davon aus, dass Lewis Carroll unter diesen Auraarten gelitten und ihre Erfahrungen in dieser Geschichte verarbeitet hatte.
Es ist eine spezielle Auraform, die mit ausgeprägten visuellen Wahrnehmungsstörungen und vielfältigen neuropsychologischen Symtomen einhergehen kann. Es kann zu Mikropsie und Makropsie kommen, zu veränderter akustischer Wahrnehmung, das Zeitempfinden und auch das Tastgefühl ändern sich. Häufig sind Kinder betroffen. Es kann als Begleiterscheinung mit der Migräne kommen, jahrelang ohne Migräne auftreten, oder auch als Vorbote eines epileptischen Anfalls.
Es könnte durchaus sein, dass Du schon vor Jahren durch diese Erscheinungen sozusagen “vorbereitet” wurdest auf die Migräne.
Es ist immer gut, wenn man Bescheid weiß. Alles, was man kennt, macht nicht mehr so viel Angst. Ich hatte diese Erscheinungen auch in der Kindheit, eigentlich bis ins Erwachsenenalter hinein. Mein Sohn, der so alt ist wie Du, hatte und hat vor allem bei Fieber solche Erscheinungen. Manche machen ihm auch Angst.
Die Migräne und deren Aura sind ein weites Feld.
Immer wieder für Überraschungen gut.
Liebe Grüße
Bettina