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Migräneaura

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 2 Wochen aktiv

Visuelle Störungen, Sensibilitätsstörungen, Sprachstörungen und andere neurologische Ausfälle.

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Migräne mit Angstzuständen (13 Antworten)

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  • Profilbild No Name vor 1 Jahr, 2 Monaten:

    Hallo,
    Seit meiner Geburt an, ist meine Linke Gehirn hälfte kleiner als meine Rechte.
    Ich habe seit ca. 5 Jahren (seit 2006) Migräne (mit aura).
    Bei jedem Migräne-Anfall, kriege ich Panik.
    - Mein Sprachzentrum fällt aus,
    - Meine ganze Linke Seite ist wie Betäubt,
    - Mein Denken ist beeinträchtigt,
    - Ich fühle mich Verwirrt,
    - Habe in meiner Zunge kein Gefühl mehr,
    - Sehe meinen Körper als Fremdkörper an
    Bei mir dauert diese Aktion meist eine Stunde an.
    Danach habe ich immer starke Kopfschmerzen.
    (Von jeder Migräne wurde es eigentlich nur noch Schlimmer)
    Ende Oktober 2010 hatte ich das erste Mal, ZWEI Migräne-Anfälle innerhalb von 3 Tagen.
    Kurz danach habe ich von meinem Arzt, der sich seit meiner Kindheit schon Speziell auf meinen Kopf spezialisiert, “Imigran Nasal (10mg)” verschrieben bekommen.
    Es hilft mir sehr, aber nun mein Schlimmstes Problem:
    Seit Ende Dezember 2010 leide ich an Depressionen, ich habe Angstzustände,
    - Das ich vielleicht irgendwann mal Gelähmt oder Behindert seien könnte.
    - Hatte jeden abend angst ins Bett zu gehen bzw. Angst zu Schlafen
    Ich habe es dann mit Nerven – und Beruhigungstee so zu sagen unterdrückt (Von Tabletten, wollte ich die Finger lassen, und nicht nachher Abhängig sein.)
    Ende Januar hat es mich so Belastet das ich mein Halbes Leben speziell den Depressionen und der Migräne, umgestellt habe. (Keine süßen Getränke, Feste Schlafenszeiten u.s.w.)
    Zu der Zeit war ich auch bei einer Psyschologin, was ich danach allerdings abgebrochen habe.
    Schulisch ist es auch seit dem schlechter geworden, ich kann mich kaum konzentrieren und Lernen, weil es mich sehr Belastet, und ich auch nur endlich eine Lösung für meine Migräne und Depressionen finden will.
    Nun ist es fast Mitte März, und es hat sich an meinen Depressionen und Angstzuständen nichts geändert.
    Ich weiß nicht was ich noch tuen könnte :(
    Ich bin 16 Jahre alt, wiege 75kg und bin 1,65m groß (etwas übergewicht).
    Ich würde mich über Ratschläge oder Informationen Freuen.

  • Profilbild minifiets vor 1 Jahr, 2 Monaten:

    Hallo Svenja,
    schön dass Du hier bist. Das mit Deinem Gehirn klingt ja “interessant”. Ist das irgendwie gefährlich? Eine wichtige Frage: Hast Du einen Neurologen? Das ist ganz wichtig zur richtigen Behandlung Deiner Migräne. Ist Dir schon mal eine Prophylaxe vorgeschlagen worden? Bei Migräne kann man mit Antidepressiva, Betablockern oder Topiramat vorbeugen, durch diese Medikamente können sich die Migräneattacken deutlich reuzieren. Ich persönlich nehme das Antidepressivum Venlafaxin und Propranolol, einen Betablocker und mein Zustand hat sich deutlich verbessert. Gerade, wenn Du unter Depressionen und Angst leidest, wäre eine Prophylaxe mit einem Antidepressivum vielleicht nicht schlecht. Rede Doch mal mit Deinem Arzt darüber. Wie Du Deine Aura beschreibst, das klingt ja wirklich schäbig. Vielleicht wäre es auch gut, wenn Du mal über einen Aufenthalt in einer Schmerzklinik nachdenkst? Dort kann man intensiv auf Deine spezielle Problematik eingehen. Zudem wird in der Schmerzklinik Kiel, in der Viele von uns hier schon gewesen sind, auch großen Wert auf Verhalten und Psyche gelegt.
    Warum hast Du die Therapie abgebrochen? Gerade bei Depressionen, Angstzuständen und der Schmerzproblematik könnte das doch wirklich hilfreich sein und Dir gut tun. Ich habe in Deinem Alter auch unter Angstzuständen gelitten und habe das damals durch einige Therapiesitzungen gut in den Griff bekommen, aber es hätte mir sicher auch gut getan eine längere Therapie zu machen.
    Summasumarum:
    Neurologe?
    Prophylaxe?
    Therapie?
    Ganz liebe Grüße, minifiets

  • Profilbild heika vor 1 Jahr, 2 Monaten:

    Hallo Svenja,

    auf der Suche nach der optimalen Lösung für unsere Migräne sind wir hier alle, du bist hier im Forum also goldrichtig!

    Meiner Meinung nach ist der erste wichtige Schritt, dass man sich darüber im Klaren wird, dass Migräne nicht heilbar ist. Man kann versuchen, die Attacken mit gut wirksamen Medikamenten zu behandeln und, was noch wichtiger ist, man kann zur Vorbeugung einiges tun. Das mit den festen Schlafenszeiten gehört dazu, da bist du ja schon auf dem richtigen Weg.
    Aber die Migräne wird uns immer irgendwie in unserem Leben begleiten und wir müssen versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.

    Deine Aura-Symptome sind natürlich für dich sehr beängstigend. Schade, dass dich das so sehr belastet, was aber durchaus verständlich ist. Doch wenn sich nun schon 5 Jahre lang die Symptome immer wieder zurückgebildet haben, warum sollte sich daran in Zukunft etwas ändern?

    Wie oft im Monat hast du denn Migräne-Attacken?

    Ich würde dir auch zu einer guten neurologischen Betreuung raten, wo man deine Gesamtproblematik optimal angehen kann.

    Lieber Gruß
    Heika

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 2 Monaten:

    Liebe Svenja,

    ganz sicher bist Du ja aufgrund Deiner Auffälligkeiten im Gehirn bei einem Neurologen in Behandlung. Wenn die Aurasymptome so stark und belastend sind, ist eine Prophylaxe wichtig. Dein Arzt wird Dich sicher gut beraten können, da aufgrund Deiner Depression und Angsterkrankung nicht jede Prophylaxe infrage kommt. Betablocker und Antiepileptika sind z.b. bei Depressionen und Angststörungen kontraindiziert.

    Mich würde auch interessieren, warum Du die Therapie abgebrochen hast. Eine gute Therapie wäre wichtig für Dich und könnte Dich sehr gut unterstützen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    PS: Dein Gewicht ist doch in Ordnung. ;)

  • Profilbild minifiets vor 1 Jahr, 2 Monaten:

    gut, dass Du das mit der Kontraindikation sagst Bettina, das hatte ich ganz vergessen :/

  • Profilbild No Name vor 1 Jahr, 2 Monaten:

    Hallo,
    Erst mal Danke für die Ganzen Ratschläge und Informationen :)

    Also..
    Warum ich die Therapie abgebrochen habe, war aus dem Grund weil mir diese “Frau” nicht grade sympathisch war, und ich das Gefühl hatte, als ob sie mir mein Leben vorschreiben wollte. (Dabei wollte sie mir nur Helfen, was ich allerdings nach dem merkte, wo ich die Therapie schon abgebrochen habe.)

    Das mit dem Kopf, das ist etwas Schwierig zu Erklären..
    Die Ärzte wussten aufjedenfall damals, das es bei meiner Geburt komplikationen geben würde.
    Warum das so ist, das meine Linke Gehirn hälfte kleiner ist, als die Recht, kann sich auch keiner so Richtig erklären.
    Entweder könnte es damit zusammen hängen das es was mit Familiären Sachen zutuen hat, weil meine Tante das Down-Syndrom hat, oder wegem dem Alter meiner Mutter, immerhin war sie damals 39.
    Ich habe Allerdings noch einen (Leiblichen) Bruder, der vollkommen Gesund ist, aber zwischen ihm und mir Liegen 14 Jahre Unterschied.

    Das mit den Migräne Attacken ist auch so eine Sache,
    Erstmal machte sich meine Migräne im Jahr 2006 bemerkbar.
    Allerdings wusste Kein Arzt, was ich damals hatte, weil man dachte es wäre auf die Linke Gehirn hälfte zurück zu Führen.
    Dann waren gut 3 Jahre Ruhe.
    Anfang März 2009, war dann mein zweiter Anfall.
    Aber bis da war alles eigentlich noch Harmloser als jetzt.
    Denn ich hatte nur Probleme mit der Linken Seite wo das Taubheitsgefühl war, mit dem Sprechen und mit dem Orientieren.
    Anfang Oktober oder Ende Oktober dann hatte ich meinen Dritten Anfall.
    Mitte Dezember, das war ein Donnerstag, ging es mir auf einmal sehr Schlecht.
    Ich wusste nicht warum es mir so Schlecht ging, aber ich war sehr Depressiv.
    2 Tage später dann, am Samstag abend bekam ich meinen Dritten Anfall.
    Dies war der Erste wo ich eine Beeinträchtigung des Denkens hatte, wo ich meine Eltern nicht mehr verstand, was Sie mir sagten, im Kopf habe ich selbst keinen Satz mehr auf die Reihe bekommen.
    Wieder 2 Tage Später, das war Montag Nachmittags erlebte ich dann meinen Dritten Anfall.
    Irgendwann im Januar 2011 hatte ich nochmal einen Anfall, aber ich denke mir es kam davon, das ich in Dieser Nacht nur 3std. geschlafen hatte, und auch sehr früh aufstehen musste.
    Und der Letzte Anfall ist genau vor sechs Tagen passiert, allerdings habe ich es ziemlich Früh gemerkt und habe dann Mein “Imigran Nasal” benutzt, was auch Super geholfen hat :)

    Also mit Medikamenten wollte ich es erstmal nicht probieren.
    Wenn dann erst, wenn ich wirklich keine Lösung auf normalem Wege finde / gefunden habe.

    Aber jetzt mal was ganz anderes..
    Wie geht Ihr denn hier mit Migräne um?

    Würde mich wieder über Antworten Freuen :)

  • Profilbild heika vor 1 Jahr, 2 Monaten:

    Liebe Svenja,

    wenn ich das richtig gelesen habe, hast du ja sehr lange Abstände zwischen den Migräneattacken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Arzt in deinem Fall eine medikamentöse Prophylaxe erwägen würde, bin aber natürlich gar keine Fachfrau! Dass dir das Imigran gut hilft, freut mich für dich, denn dann musst immerhin keine Schmerzen aushalten.

    Wenn du wissen willst, wir wir mit der Migräne umgehen, kann ich dir empfehlen, mal ein wenig in unserem Forum zu stöbern. Da wurde schon sooooo viel darüber geschrieben! Dennoch muss jeder seinen ganz persönlichen Weg finden.

    Lieber Gruß
    Heika

  • Profilbild Louise vor 1 Jahr, 2 Monaten:

    Liebe Svenja,

    Deine “Geschichte” erinnert mich daran, wie ich Migräne bekommen habe. Ich war ungefähr in Deinem Alter. Es begann so mit ungefähr 10/11 Jahren. Ich hatte auch so starke Aurasymptome, dass ich kaum noch etwas fühlen oder sehen konnte und hatte starke Hör- und Sprachprobleme. Wichtig ist, dass Du richtig “durchgecheckt” wirst, ob organisch alles o.k. ist. Da Du Imigran als Medikament hast, nehme ich aber an, ist das schon geschehen ist.

    Wenn das Medikament gut hilft, kannst Du der Zukunft schon seeeeehr viel gelassener entgegen sehen. ;-)

    Meine Migräne mit der Aura ist damals übrigens mit ca. 16/17 Jahren von allein wieder weniger geworden und dann von allein aufgehört, sodass ich etliche Jahre absolut schmerzfrei war.
    Sehr viel später hat sich dann – leider – eine deutlich leichtere Form der Migräne wieder eingestellt (ohne Aura), die ich aber mit Medikamenten recht gut “im Griff” habe.

    Liebe Svenja, ich kann eigentlich nur wiederholen, was die anderen auch schon so ähnlich geschrieben haben: Jeder muss sein eigener Experte werden, weil jeder auch etwas anders betroffen ist.

    Was mich noch interessieren würde: Bist Du so ein typischer Mensch, der alles immer supergut machen möchte, sich selbst unter Druck setzt, “selbstgemachten” Prüfungsstress etc. hat?
    Wenn ja, wäre es vielleicht auch etwas für Dich, zu erlernen, wie Du Dich besser enspannen kannst, z.B. mit “autogenem Training” oder “Progressiver Muskelentspannung”. Die Krankenkassen bieten meines Wissens Kurse an, in denen man so etwas lernt.
    Das hilft der Migräne zwar nicht unmittelbar, aber zwischendurch kann ich mich z.B. mit autogenem Training gut entspannen.

    Liebe Grüße
    Louise

  • Profilbild jacominka vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Oh ja…….. die Angstzustände.
    Ich habe auch diese Hirn nicht im Griff während der Aura, es gehorch mir einfach nicht. Letztes mal musste ich ca. 10 min. überlegen, mein Gehirn nach der Notarztnummer durchforsten…….. es war gruselig.
    Und es ist gruselig…. ich kenne dann nicht mal mehr meinen Namen, die Namen meiner Kinder……. mein Kopf begreift die einfachsten Zusammenhänge nicht mehr.
    Habt ihr schon mal beim Rettungsdienst angerufen und konntet nicht sprechen? Das ist lustig (Ironie)…….. der Typ am Telefon dachte ich will ihn ver*******, wollte auflegen. Ich konnte nur noch “Biiitttteee” sagen und “nicht reeedeeen”…… dann hat er mir doch einen Notarztwagen geschickt.

    Aber das wollt ich vorangig gar nicht erzählen….
    Es geht um die Angstzustände während eines solchen Anfalles. Wenn ich dann kopfmässig aber rein gar nichts zustande bekomme, aber darüber grübeln, dass dieser Zustand bleibt und ich ein Pflegefall bleibe…….. das krieg ich hin. Das verschlimmert natürlich die ganze Situation.

    Früher, mit dem Novalgin (ja, das gute Novalgin wieder), das hat mich ja relativ schnell in einen fast komatösen Schlaf versetzt, da hatte ich keine Zeit zum Nachdenken.
    Also meine Hauptangst während eines Anfalles ist, dass dieser Zustand nie wieder aufhört.

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Kann ich nur zu gut nachvollziehen, Jacominka. Daher denke ich, dass Du das Hauptaugenmerk erstmal auf die Vorbeugung legen sollst, damit solche Zustände erst gar nicht mehr auftreten.

  • Profilbild jacominka vor 1 Jahr, 1 Monat:

    tja……… ich hab mir gestern das Migravent Classic geholt. Noch habe ich es nicht genommen. Ich warte auf einen Rückruf von der Herstellerfirma meines AD’s………… krank, oder?

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 1 Monat:

    So krank vielleicht dann doch nicht, denn Du schreibst ja schon, dass es krank ist. ;) Also hast Du es schon erkannt und den ersten Schritt schon mal gemacht. Aber mal im Ernst, wenn Du so unter Ängsten leidest, solltest Du über eine Therapie nachdenken. Das AD ist ja schon mal gut für Dich, scheint aber nicht zu reichen, Dich angstfrei zu machen.

    Ist Dir eigentlich bewusst, dass die Angst wahrscheinlich Dein Haupttrigger ist! Das musst Du abstellen, so schnell wie möglich. Hier hilft gute auch gute Information und Wissen.

  • Profilbild jacominka vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Das AD nehme ich ja auch wegen einer generalisierten Angststörung und nicht wegen Depressionen ;)
    So, nun kam die Info, dass ich das Migravent ohne Probleme nehmen kann.
    :)