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Migräneaura

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 2 Wochen aktiv

Visuelle Störungen, Sensibilitätsstörungen, Sprachstörungen und andere neurologische Ausfälle.

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Migräneaura bei Jugendlichen (3 Antworten)

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  • Profilbild angstmama vor 10 Monaten, 1 Woche:

    Mein Sohn hatte am vergangenen Wochenende Sehschwierigkeiten (es war wie ein Strich im Auge) und das Gefühl, dass seine Hand nicht mehr zu ihm gehört. Ich dachte im ersten Moment an Überanstrengung der Augen durch Computer, Fernsehen, unregelmässigen Schlaf und Essen. Er ist 16 Jahre alt.

    Gegen Mitternacht hat er starke Kopfschmerzen bekommen und seine Lippe fühlte sich taub an. Die Hand war auch eingeschlafen.

    Da mir dies nun doch Angst machte, sind wir ins Krankenhaus gefahren. Dort wurden die ersten Untersuchungen wie auf Verdacht auf Schlaganfall gemacht. Das hat mich doch sehr beunruhigt. Er wurde dann stationär aufgenommen.

    Er bekam Infusion mit Schmerzmitteln. Am nächsten Tag wurden diverse Untersuchungen gemacht. Er hat auch an diesem Tag dazwischen immer viel geschlafen. Alle Untersuchungen (Blut, EEG, HNO, Urin) waren unaufällig.

    Der Neurologe tippte dann auf Migräne mit Aura. Der Verlauf wäre so klassisch. Am Samstag wurde mein Sohn entlassen.

    Das MRT wird noch diese Woche gemacht.

    Nun bin ich in großer Sorge – kommt sowas nun öfters? oder kann es auch nur einmalig auftreten. Wie weiß ich, dass es nicht das nächste Mal ein Schlaganfall ist bzw. ob es wirklich die Migräneaura ist?

    Einen 16-jährigen zu Vernunft im Umgang mit Schlaf, Essen und Alkohol zu bringen, ist nicht ganz leicht…
    Mach mir nun dauernd Sorgen – auch, dass er mir nichts mehr sagt, sollte er wieder Symptome bekommen…

    Vielleicht weiß mir ja jemand zu helfen?

    Danke u. schönen Abend

  • Profilbild heika vor 10 Monaten, 1 Woche:

    Liebe Angstma,

    dein Sorgen sind nur allzu verständlich.

    In der Regel ist es so, dass ein Schlaganfall blitzschnell passiert, wirklich innerhalb kürzester Zeit, während sich die Symptome bei einer Migräneaura langsamer entwickeln. Wir hatten hier im Forum dieses Thema schon mal, vielleicht gehst du unter “Suchen und Finden” auf der Leiste linksseitig mal auf die Suche.

    Neurologische Ausfälle sind immer sehr besorgniserregend, weil es so unheimlich ist, noch dazu bei einem Teenager.

    Ich habe übrigens auch schon versucht, einen Teenager dazu zu bringen, die tägliche Reizüberflutung einzudämmen. Ich glaube, meine Bemühungen haben nicht viel gebracht, denn Teenager wissen grundsätzlich viel besser als ihre Eltern, was ihnen gut tut bzw. was sie entspannt und was nicht… ;-)

    Lieber Gruß
    Heika

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 10 Monaten, 1 Woche:

    Liebe Angstmama,

    herzlich willkommen bei uns! :)

    Ich kann bestens nachvollziehen, wie Du Dich fühlen musst. Habe selbst einen fast 16jährigen Sohn, der bereits ähnliche Symptome (schwacher ausgeprägt) hatte und Migräniker ist. Ich hoffe, Heika konnte Dich schon ein wenig beruhigen. Aura baut sich langsam auf und die Symptome verschwinden auch wieder komplett. Er wurde ja durchgecheckt in der Klinik, sodass man einen Schlaganfall und Epilepsie sicher ausschließen konnte. MRT zu machen, ist gut und gehört zur Ausschlussdiagnostik.

    Wie es weitergehen wird, ob solche Symptome wieder auftreten werden, wird Dir keiner sagen können. Also Prophylaxe könntest Du ihm hochdosiert Magnesium geben, da es sich günstig auf sämtliche Aurasymptome auswirken kann.

    Lies doch mal in unserem Forum Alice-im-Wunderland-Syndrom nach. Hier wird einiges erklärt, das vielleicht bei ihm passen könnte.

    Einem Teenager gut zuzureden, gehört nicht zu den leichtesten Unterfangen. ;) Vielleicht könntest Du ihm aber doch erklären, dass er in gewisser Hinsicht ein wenig mehr auf seine Gesundheit achten sollte. Regelmäßige Mahlzeiten, genügend trinken, weniger Computer und Fernsehen und ausreichend schlafen.

    Liebe Grüße
    Bettina