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Attackentherapie

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 2 Tagen, 9 Stunden aktiv

Welche Therapie ist wirksam? Welche Probleme können auftauchen?

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Amitriptylin für den Notfall (30 Antworten)

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  • Profilbild Cinderella vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Hab doch tatsächlich mit dem Amitriptylin in den letzten zwei Tagen meine Migräne in den Schach bekommen.Hab jeweils wenn die Migräne aufkam 20 Tropfen genommen und mich schlafen gelegt.Danach war mir noch schummrig im Kopf,aber ich habe mich beser gefühlt.
    Für mich ist das Medi keine Dauermedikation,aber für den Notfall anscheinend sehr gut.
    Beim Dauergebrauch treten bei mir ganz schlimme Heißhungerattacken auf.
    LG Cinderella

  • Profilbild SimonPhoenix vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Kannte ich gar nicht, als Akutmedikament.
    War bei mir das erste Prophylaxemedikament das ich bekommen habe, gebracht hat es mir nichts.

  • Profilbild regenbogen68 vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    Ich würde gerne einmal für mich zusammenstellen, welche Hilfsmittel es gibt, um eine Attacke ohne Schmerzmittel/Triptane durchzustehen – und das dann mit meinem Arzt besprechen (grundsätzlich und weil ja einige Medikamente auch rezeptpflichtig sind).
    Es geht mir – um das sicherheitshalber klar zu stellen – um die Einhaltung der 10/20-Regel; Prophylaxenwechsel mache ich in Kürze. An diesen Themen bin ich dran. ;-)

    Vomex kenne ich bereits. Hier wurde Amitriptylin gepostet. Valium fällt auch immer wieder.
    Was verwendet ihr, mit welchem Erfolg?

    Herzlich, Regenbogen

  • Profilbild Cinderella vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    Liebe Regenbogen,
    in Kiel hab ich gelernt, dass man mit Melperon und Vomex eine Schmerzdistanzierung erreichen kann.Manche Anfälle bekomme ich tatsächlich wenn die Migräne noch im Frühstadium ist, mit Amitriptylin gut in den Griff.Wobei ich das nicht so gerne nehme, da es bei mir Heißhungerattacken auslöst.
    Kommt die Migräne abends,so nehme ich Diazepam, damit ich schlafen kann.Das hat den Nachteil, wenn der Anfall mal über 72 Stunden geht, dass er morgens immer noch da ist.
    Viele aus dem Forum nehmen abends ein Koffeintablette ganz kurz vor dem schlafen gehen, quasi im Bett.Andere essen eine kohlenhydrathaltige kleine Mahlzeit.
    LG Cinderella

  • Profilbild tympi vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    Hallo,
    Amitriptylin als Notfallmedikament kenne ich gar nicht, dachte man muss es einschleichen, längere Zeit nehmen und dann wieder langsam absetzen! So wurde es mir geraten. Eben für genannte Schmerzdistanzierung nehme ich es nun seit drei Wochen. Habe allerdings auch viel mehr Hunger als sonst, versuche aber standhaft zu bleiben. Der Schlaf ist fester, bin sonst zwei- dreimal pro Nacht aufgewacht und sehr spät eingeschlafen. Bei meiner letzten Attacke unter Amitriptilyn benötigte ich nur 2x ein Triptan, sonst immer 4-5 Tabletten, da der Schmerz immer wieder kam. Die Wirkung hielt also diesmal länger an und setzte auch schon nach 1/2 Std. ein- vorher musste ich 2 Std. warten, bis es wirkte. Will nun das Ami auf jeden Fall länger nehmen und werde beobachten.
    LG tympi

  • Profilbild gizmo vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    hallo cinderella

    was für eine koffeintablette nimmst du da und für was ist es genau? ich wache darum auch sehr häufig mit üblen kopfschmerzen auf am morgen und wenn ich das irgendwie verhindern könnte, würde ich das sofort versuchen.

    lg – gizmo

  • Profilbild regenbogen68 vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    Irgendwo haben wir das bei der Ernährung einmal diskutiert oder bei den Lebensgewohnheiten, glaube ich … manche trinken einen Espresso vor dem Schlafen gehen oder nehmen eben eine Koffeintablette (wegen des Blutzuckerabfalls in der Nacht; manche essen auch mitten in der Nacht ;-) eine Kleinigkeit).
    Die Tabletten gibt es in der Apotheke. Ich sehe sie dort immer wieder. Was ich, so und so, immer bei mir habe, das ist Traubenzucker mit Koffein – gibt es in Drogeriemärkten.
    Das ist aber nur ein Versuch. Vielen hilft das nichts. Prof. Göbel beschreibt das Phänomen in seinem Buch, dass die Migräne oft in der Nacht kommt, und dass man das nicht verhindern kann (ich kann es zumindest nicht verhindern).
    Herzlich, Regenbogen

    P.S.: Gefunden http://www.headbook.me/groups/nichtmedikamentoese-vorbeugung/forum/topic/koffein-als-vorbeugung-bei-naechtlichem-migraenebeginn/

  • Profilbild gizmo vor 3 Monaten, 3 Wochen:

    hallo regenbogen

    danke dir für den tipp und den link. das werde ich demnächst einmal ausprobieren mit der koffeintablette. wäre ja eine einfach auszuführende massnahme, wenn es dann hilft.

    lg – gizmo

  • Profilbild Cinderella vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Hallo Gizmo,

    sorry dass ich nicht sofort geantwortet habe.Danke liebe Regenbogen für Dein einspringen.Ich glaube SimonPhönix und Julia hier aus dem Forum nehmen abends schonmal diese Koffeintabletten.Ich habe es ehrlich gesagt noch nicht ausprobiert.
    Eine andere Forumsteilnehmerin gab mir letztens mal den Rat, abend noch Haferkekse zu essen.Kohlenhydrate für die Nacht.Das wollte ich noch ausprobieren.
    Schönes We
    Cinderella

  • Profilbild claire vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Ich habe mir auch Amitriptilin verschreiben lassen, seit 3 Wochen nehme ich abends 10 mg zum Schlafen. Anfangs habe ich es nur genommen wenn ich meinte ich könnte nachts wieder Migräne kriegen, habe dann auch mal 20 mg in Tablettenform genommen. Nach einer Woche sagte mir mein Arzt ich solle täglich 10 mg zum Schlafen nehmen. Dazu habe ich mir angewöhnt ein paar Schluck von dem ekelhaften Energiedrink zu trinken, da ist ja Coffein drin. Und was soll ich sagen – ich hatte 5 Tage keine Migräne, dann zwei Tage jeweils einen Anfall, wohl auch weil ein paar stressige Situationen hinzukamen und mein Mann auf Dienstreise war, und heute bin ich wieder den 7. Tag am Stück migränefrei. Es ist unglaublich, kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal so oft migränefrei war.
    Leider bekam meine 12jährige Tochter heute zum zweiten Mal in ihrem Leben Sehstörungen im rechten Auge und ich ahnte schon was kommt. Ich hab mit ihr autogenes Training gemacht, die Sehstörungen gingen nach 15 Minuten weg und ich wartete… tatsächlich sagte sie keine 5 Minuten später sie hätte etwas Kopfschmerzen. Da ich mich nun bestätigt fühlte gab ich ihr sofort 5ml Ibuprofen-Saft. 5 Minuten später wurden die Kopfschmerzen bei ihr richtig schlimm und die Übelkeit setzte ein. Ich hab ihr ein Vomex-Zäpfchen für Kinder gegeben und sie beruhigt bis alles gewirkt und sie eingeschlafen ist. Jetzt schläft sie seit fast 3 Stunden und wird wohl heute Nacht kein Auge zumachen. Sie hat vielleicht 1 – 2 mal im Monat Kopfschmerzen, bisher nur zweimal mit Übelkeit und heute das zweite Mal mit Aura und Übelkeit. Ich selbst habe ja keine Aura. Mich macht das total fertig dass sie jetzt auch mit Migräne anfängt. Bisher haben wir nie gesagt dass sie Migräne hat um sie nicht zu beunruhigen – sie kriegt ja immer mit wie sehr ich darunter leide. Aber das heute konnte ich nicht mehr als “nur ein paar Kopfschmerzen” abtun. Ich guck jetzt nochmal nach ihr…
    bis später
    Anneclaire

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Liebe Anneclaire,

    dass Amitriptylin Dir so gut hilft freut mich sehr. Wenn der Energydrink so scheußlich schmeckt, trinke halt etwas anderes. Vielleicht Cola, oder einen Espresso.

    Wenn bei Kindern die Migräne belastend wird, ist es besonders wichtig, auf einen geregelten Tagesablauf zu achten. Regelmäßige kohlenhydratreiche Mahlzeiten, genug trinken und ausreichend Ruhepausen. Nimmt sie Magnesium und Vitamin B 2? Wenn nicht, wäre das eine gute Möglichkeit der nebenwirkungsfreien Prophylaxe.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Michael vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Amitryptilin als Notfallmedikament ? Das ist mir auch neu. Als trizyklisches Antidepressivum muss es doch erst einmal einen gewissen “Spiegel” im Blut aufbauen – was ja bei einer einmaligen Einnahme nicht gegeben ist ?

    Bei mir war / ist es mit dem Amitryptilin so eine Sache. 25mg als Retardkapsel zur Nacht haben mir nicht geholfen. Bei 50 mg war die Bettdecke morgens ungefähr 100 kg schwer und ich kam nicht aus dem Bett so müde war ich. Es folgten Betablocker (die wir Männer gar nicht mögen weil sie uns das nehmen was uns “männlich” macht) aller Art und Dosierungen, Topiramat – was einen ganz anderen Menschen aus mir gemacht hat und mich unendlich nervös gemacht hat… Bis ich einfach mal in Absprache mit meinem Neurologen noch einmal ein Experiment gewagt habe mit 25 mg Amitryptilin Retard zur Nacht und morgens nach dem Aufstehen noch einmal “nur” 10 mg “nicht-retardiert”. Was soll ich sagen – seit 3 Wochen schmerzfrei. Jubel Jubel Freu Freu. Aber nach Kiel fahr ich natürlich trotzdem am 8.2. – schließlich kenne ich meinen Körper. Immer wenn mein Neurologe und ich dachten jetzt haben wir die perfekte Prophylaxe gings auf einmal von heute auf morgen wieder brutal los mit der Migräne. Trotzdem – vielleicht hab ich jetzt endlich was gefunden was funktioniert:
    Morgens 50 mg Metoprolol (böser Betablocker) + 10 mg Amitryptilin + 125 mg L-Thyroxin (Schilddrüse)
    Zur Nacht 25 mg Amitryptilin Retard + 2 mg Sirdalud (Muskelrelaxans – weil die Migräne meist mit furchtbarem gekrampfe im Nacken beginnt… wehret den Anfängen)

  • Profilbild Cinderella vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Lieber Michael,
    auch in Kiel wurde mir das Amitriptylin in der Medikamentenpause als Einmaldosis gereicht.Es macht schön müde, und es entspannt.
    Ich nehme es nicht oft, aber manchmal wenn was aufzieht hilft es doch sehr, und ich brauche kein Triptan.
    Klar sollte man ein Antidepressiva erst einmal durchnehmen.Da aber die meisten Heißhungerattacken davon bekommen und an Gewicht zulegen,sollte man die Einmaloption nutzen.
    Schönes We
    Cinderella

  • Profilbild regenbogen68 vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Ist eigentlich A. der Wirkstoff und das Medikament heisst dann anders?
    Ebenso bei “Venlafaxin” – oder?
    Bei Naproxen habe ich es schon verstanden, dass das der Wirkstoff ist. ;-)
    Manchmal ist hier die Rede von Medikamenten, manchmal von Wirkstoffen, wenn ich es richtig sehe. Sortiere mich gerade im Hinblick auf ein Arztgespräch.
    Herzlich, Regenbogen

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 3 Monaten, 2 Wochen:

    Ja, so ist es. Eigentlich ist es einfacher, wenn man nur vom Wirkstoff spricht, denn das ist dann international zu verstehen. Die Handelsnamen variieren ja doch von Land zu Land. Da viele Generika verwenden, sprechen wir hier fast nur vom Wirkstoff – aber nicht immer. ;)

    Liebe Grüße
    Bettina