Attackentherapie

Attackentherapie

Der richtige Umgang mit Triptanen und Schmerzmedikamenten

Ansicht von 30 Beiträgen - 91 bis 120 (von insgesamt 128)
  • Autor
    Beiträge
  • Busybee
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 118

    Danke für die lieben Zeilen 🙂 schön das sich den Kopf benimmt, das freut mich und so kannst du das WE sicher gut genießen! Meiner ist auch etwas besser und ich muss mich nicht mehr den ganzen Tag von einer Ecke in die andere schleppen 😉

    Das Triptan werde ich einfach probieren und in Kiel werde ich besprechen möchten was noch möglich ist für mich an akut Medikation. Will nichts unversucht lassen!

    Ganz liebe Grüße aus dem Norden! 🙂

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26464

    Liebe Busybee,

    vielleicht hast Du ja „auch“ Migräne, ist dies denn seriös ausgeschlossen worden? Ein Triptan wirkt nur bei Migräne (+ Cluster), sodass eine tatsächliche Wirkung die Diagnose Migräne wahrscheinlicher machen würde. Allerdings reicht oft ein Versuch nicht aus, wie Julia schreibt. Aber Du bist ja bald in Kiel, da wird man sich alles mal ganz genau ansehen bei Dir. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Busybee
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 118

    Nein, ich habe wirklich keine Migräne 😉 Ich hatte bisher nur durch 2 CMD Schienen KS (einmal leichte, einmal so heftige wie jetzt) aber jedes Mal wenn die Schienen in den Müll flogen hatte sich das innerhalb weniger Tage erledigt. Und nun seit der Zahnbehandlung Ende letzten Jahres. Es fing original am Tag danach an und ging nie wieder weg. Sie gleichen zum Teil SpannungsKS, zum Teil Migräne Beschreibungen, es sind Dauerschmerzen und KS&Nackenschmerzen sind ja beileibe nicht das einzige Problem, aber das Gabapentin kümmert sich hervorragend um den Rest, sodass ich mich darum momentan nicht wirklich weiter kümmern muss. Es gibt nichts das es bei CMD nicht gibt, daher werde ich Triptane auf jeden Fall ausprobieren, schaden wird es ja nicht 😉

    Ich hoffe ihr hattet ein schönes Wochenende 🙂

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1943

    Liebe Busybee,
    falls du das Triptan versuchst und damit Erfolg hast, würde ich an deiner Stelle wohl den ersten Satz doch nochmal in Zweifel ziehen 😉

    So ähnlich war es bei mir – Diagnose unklar, Symptome untypisch – mein Hausarzt: „Es ist ja schon ein wenig wie Migräne, daher würde ich einfach mal ein Triptan versuchen. Wenn es wirkt, wissen wir mehr“ – und so war es dann auch… Ich wünsche dir, dass du spätestens in Kiel einen guten Weg für dich findest!

    Ich hätte eine Frage zur Attackenmedikation – bei mir hat mein liebster Trigger, die deutsche Bahn, mal wieder unbarmherzig zugeschlagen – und wie schon so oft beobachtet, wirkt meine sonst zuverlässige Medikation dabei kaum bis gar nicht. Da ist sehr selten noch Bahn fahre, habe ich mir bislang wenig Gedanken dazu gemacht, aber da dieses Fortbewegungsmittel womöglich demnächst öfter auf mich zukommen wird, würde ich doch gerne noch ein wenig optimieren. Wo setze ich da am besten an? Anderes Triptan (derzeit Dolortriptan), andere Kombination (derzeit Novaminsulfon), Antiemetikum (bisher nie versucht, sondern zu den Medis etwas gegessen), rein theoretisch alles in beliebiger Reihenfolge oder besser ganz woanders?

    Ich wünsche euch eine schöne Woche!

    Liebe Grüße (derzeit immer noch nahezu denkunfähig 😉 ), Tanni

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26464

    Ich schließe mich Tanni an. 😉 Wenn das Triptan wirkt, dann kannst Du von Migräne ausgehen. Triptane wirken wirklich nur bei Migräne und Cluster, das ist Fakt. Aber versuche es doch mal, dann siehst Du vielleicht klarer. Oder auch nicht. 😉 Denn ein Nichtwirken des Triptans schließt nicht darauf, dass keine Migräne besteht. Das nur noch mal zur Erklärung, denn es will Dir hier keiner eine Migräne andichten. 🙂

    Busybee
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 118

    Ach Bettina, ich glaube das du bestimmt ganz wunderbar dichten kannst 😉 Also ich werde mir die Triptane doch nicht durch die Lappen gehen lassen 😀 Werde das in Kiel auch ganz gezielt ansprechen. War gut sich darüber mit euch auszutauschen. Was auch immer dabei herauskommt, ich will nichts unversucht lassen. Bin schon ganz gespannt auf den Aufenthalt! Danke Tanni für deine Erfahrung!

    Liebe Grüppchen aus der Sonne! 🙂

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26464

    Magst Du mal ein Bild von den sonnenbeschienenen Grüppchen einstellen? 😀 😀 😀

    Busybee
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 118

    😀 geil, meine Autokorrektur und ich mögen uns eigentlich und wie man sieht nicht so, aber diesmal finde ich den Fehler eigentlich recht gut 😀 Stell es dir einfach vor, das LIEBE Grüppchen 😉

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3880

    Hallo, Tanni,

    nicht, dass deine Frage unbeantwortet bleibt -nur weil sie an eine Antwort deinerseits anghängt ist.

    Zum Wechsel des Triptans kann ich dir nichts sagen, denn ich nehme bisher nur und mit viel Erfolg allegro oder Naramig. Letzteres wirkt bei mir sehr schnell und gründlich und fast nebenwirkungsfrei. Ich nehme es allerdings auch sehr frühzeitig ein, sobald die Versumpfung im Kopf sich zu einem Kopfschmerz zusammen zu ziehen BEGINNT.
    Wenn schon Magenstarre dazukommt -es fühlt sich an, als wäre die Gegend um den Magen heum versteinert- dann nehme ich zusätzlich Domperidon ein. Das tut gut, alles löst sich wieder und entspannt sich.
    Mehr nehme ich nicht.
    Vielleicht ist dies eine Anregung für dich.

    Weiß du denn, WARUM die Bahn dich triggert? Regst du dich über sie auf? Oder sind die Reize zu viel und z.B. die Augenbewegungen beim Rausgucken?
    Vielleicht gibt es da ja auch noch einen Ansatz zur Erleichterung?

    Ich hoffe, du bekommst noch mehr Antworten.
    LG
    alchemilla

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26464

    Danke, liebe Alchemilla, die Frage hatte ich „überlesen“. 😉

    Liebe Tanni, Du weißt ja, dass Dein Bahnproblem eine, sagen wir mal, psychische Komponente hat. 😉 Meinst Du, dass Du hier besser ansetzen könntest? Alle anderen Tipps machen keinen Sinn, wenn der Trigger die Vorbehalte gegen das Bahnfahren selbst sind. Du bist doch gut mit mentalem Training, pole Dich um, geh positiver an die Sache ran und baue Dir keinen Käfig. Ich weiß, dass Du verstehst, was ich damit sagen will. 🙂

    Liebe Busybee, stelle mir eben so ein Grüppchen vor. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1943

    Danke euch für eure Antworten 🙂 Wäre die Frage unbeantwortet geblieben, hätte ich sie zu gegebener Zeit wohl selbst wieder hochgeholt 😉

    Natürlich hat das Bahnfahren bei mir auch eine psychische Komponente – aber im Gegensatz zu vielen anderen, ließ die sich bislang weder überzeugen noch abstellen – und neben positiver Einstellung, PMR, Kampfmantra, Meditation, Gedankentricks aus dem Lauftraining und vielem anderen gehen mir so langsam die Ideen aus 😉 Auch dass ich einfach nur voller Vorfreude auf das Wochenende in den Zug gestiegen bin, hat sich irgendwann im Lauf der Reise (so nach der 3. Stunde) verflüchtigt.

    Liebe Alchemilla, es gibt ziemlich genau 2 Aspekte, die mir das Reisen per Bahn schwer machen: Erstes die Klimaanlagenluft. Meist zu kalt eingestellt und wenn das Gebläse dann noch in Richtung Gesicht geht, schier unerträglich. Die Klimaanlagen bei meiner letzten Arbeitsstelle (in jedem Labor und überall in den Containern) haben auch regelmäßig für Probleme gesorgt.

    Und zum anderen die Fahrbewegung. Die Federung in den ICEs geht nicht hoch und runter, sondern lenkt die Bewegung nach links und rechts ab. Hoch und runter ist kein Problem bei mir, aber das seitliche Schaukeln kann mein Gleichgewichtssinn warum auch immer nicht kompensieren. Das war auch schon zu Zeiten, als ich Migräne nur aus Erzählungen kannte – ich hatte dies auch bereits vor längerer Zeit mit meinem Schmerztherapeuten besprochen, er meinte dass man da (mal abgesehen von den üblichen Reisetipps) kaum was dran ändern kann.

    Naja, und das Thema warum ausgerechnet da die Medikamente nicht wirken hatte er damals auch aufgegriffen und hatte die Absicht, die Medikation zu optimieren – nur blöderweise sind wir nicht mehr dazu gekommen… Bis letzte Woche hatte ich auch keinen Anlass, mir auch nur ansatzweise Gedanken dazu zu machen 😉

    Deine Beschreibung von der Magenstarre bringt mich auf jeden Fall auf eine Idee, wo ich ansetzen kann – so in etwa fühlte sich meine Körpermitte an. Vielen Dank dafür!

    Sonnige Grüße, (Grüppchen gibts hier grad keine, aber ich stell mir die süß vor 😉 )
    Tanni

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3880

    Das, was du da schreibst, liebe Tanni, erinnert mich furchtbar an meine kindlichen Leiden bei Autofahrten. Da habe ich zwar (noch) keine Migräne gekriegt, aber scheußliche Übelkeit. Ziemlich unentrinnbar.
    Ich würde da ein bisschen herumtricksen, zumindest, was die Schaukelei betrifft. Die Klimaanlage ist nicht beeinflussbar. (?)
    Reisetabletten machen müde, das würde dann wohl auch stören. Ingwer essen oder trinken, BEVOR erste Symptome auftreten? Irgendwelche Akkupressurpunkte drücken?
    Das Domperidon hilft jedenfalls dabei, dass das Triptan auch wirklich aufgeschlossen und dem Körper zugänglich gemacht wird. Andernfalls müsste man ein Nasal oder die Spritze anwenden.

    Viel Glück beim Experimentieren. Wenn du demnächst so viel Bahnfahren musst, dann kannst du eine echte Forschungsarbeit daraus machen oder ein Buch schreiben. „Die Bahn und ich“

    bb
    alchemilla

    lili
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 204

    Liebe tanni,

    ich finde Bahnfahren auch nicht so den Hit, auch wenn ich nicht immer mit Migräne reagiere ist es schon häufiger vorgekommen. Spannend, welche Überlegungen du dazu hast, über das Schaukeln habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, mich nur immer gefragt warum ich das alles so anstrengend finde, obwohl ich mich doch eigentlich entspannen könnte.

    Ich finde viele Menschen und dann auch gerade Gerüche (vor allem Parfum) schlimm. Ein ziemlich sicherer Trigger ist bei mir, wenn die Sonne scheint und so scheint, das durch die Bahnbewegung es im Wagon wie ständige Blitze oder Flackern aussieht (verständlich erklärt?). Da hilft dann auch die Kapuze oder Jacke überm Kopf nicht. Hatte schon überlegt es mal mit Schlafbrille zu versuchen, sowas besitze ich zwar noch nicht … und bescheuert aussehen tut es bestimmt auch (seufz).

    Am besten schützt mich, wenn ich mich mit einem wirklich spannenden Buch einkauere und versuche wegzubeamen, gegen die Blitze hilft das nicht, aber manchmal bei den anderen Faktoren,
    ich hoffe du findest einen guten Weg – mit und in der Bahn – oder drumherum …

    viele Grüße

    lili

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1943

    Na, bevor ich ein Buch schreibe, singe ich lieber mit:

    Besser lässt es sich fast nicht umschreiben 😉

    Danke euch nochmal für die Rückmeldungen. Liebe alchemilla, ich kann mir nur zu gut vorstellen, wie du dich da gefühlt hast! Das mit dem Ingwer ist auf jeden Fall auch noch einen Versuch wert. Von den Reisetabletten wird mir in erster Linie furchtbar schwummerig, bis ich gar nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Immerhin sind die ganz angenehm, wenn die Fahrt vorbei ist, um wenigstens halbwegs schlafen zu können…

    Ich hatte einmal einen ICE mit ausgefallener Klimaanlage erwischt: einfach herrlich! In den älteren Modellen kann man im Abteil noch an einem kleinen Rädchen die Temperatur einstellen – leider meist nur so lange bis andere Fahrgäste mit dabei sind. Und das Grundproblem bleibt: Die Luft kommt aus einer Klimaanlage, nur dann vielleicht nicht ganz so eisig…

    Liebe Lili, Lesen wäre das letzte, was mir während einer Fahrt einfallen würde, zu tun 😉 Mir ist ohne bereits elendig schwindelig… Aber schön, dass du dich damit ablenken kannst! Wenn es hilft, würde ich mich wohl nicht daran stören, wie es aussieht, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Ach ja – bevor man meint, ich wettere hier gegen die Bahn und steigere mich selbst in meine Trigger rein: Autofahrten und Flüge in gleichem Zeitumfang sind für meinen Migränekopf ebenso schwierig zu bewältigen und zu behandeln. Nur da kann ich mit etwas Planung außenrum doch besser gegensteuern, als wenn ich einen Zug habe, der nunmal 8 Stunden fährt und nur alle Stunde einmal für 2 Minuten hält…

    Ich wünsche euch allen noch einen schönen Abend und einen guten Start ins nächste Wochenende 🙂

    Liebe Grüße,
    Tanni

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Liebe Tanni,

    ich kaue Reisekaugummi. Am Anfang ist der Geschmack ein bisschen ekelig, aber dann hilft es mir gut. Acht Stunden Zug würde ich allerdings nicht im Ansatz überlegen, deshalb kann ich da nicht mitreden. Für mich käme bei einer solchen Entfernung nur ein Flugzeug in Frage. Wobei ich gestern festgestellen musste, dass es auch immer schlimmer wird. Ich bin am Abend von Frankfurt geflogen, nur eine Stunde, aber es war nicht schön. Voll, laut, stickig, geruchsintensiv….

    Business kann ich mir nicht leisten…. Zum Glück ist mein Job nur selten mit Reisen verbunden, privat fahre ich Auto, auch mit Reisebus komme ich klar, wird aber auch schwieriger. Ich gehöre zu den fülligeren Menschen, da puste ich mich immer auf in meinem Sitz und dann setzt sich oft keiner zu mir.

    Dann schotte ich mich ab mit Schlafbrille und Musik. Ist doch egal wie das aussieht. Meine ist rosa und meine Schwester hat mir ein Schwein appliziert…. Glückdererde hat mal geschrieben, dass er mit Schweißerbrille im Kino ist….

    Fahren auf sonnigen Strecken mit vielen Bäumen kenne ich auch als belastend. Als Beifahrer hilft mir da auch, Augen abdecken. Als Fahrer habe ich keine Probleme, da liegt der Focus nicht auf dieser Erscheinung….

    LG Johanna

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3880

    Liebe Reisende
    Mir scheint, Reisen ist so oder so eine schiere Reizüberflutung für unsere empfindsamen Köpfe.
    Ich weiß, dass ich beim Bahnfahren jeden einzelnen Mitfahrer in meiner Umgebung registriere und dass mein Hirn sofort beginnt, sich Geschichten über diese Leute zu ersinnen.
    Nach draußen gucken habe ich früher so geliebt beim Bahnfahren, aber inzwischen weiß ich, dass auch das für die Augen extrem anstrengend ist. Wenn ich mein Gegenüber beobachte und sehe, dass die Augen nicht mit der Landschaft mitgleiten, sondern dass sie unentwegt zucken, dann macht mir allein der Anblick schon Stressgefühle.
    Augen zu und schöne Musik auf die Ohren, damit kann man sich abschotten.
    Allerdings muss ich das immer wieder unterbrechen, denn sonst könnte ich ja etwas verpassen und die Kontrolle verlieren ! ! ! Geht gar nicht.

    Ich denke an den Spruch, dass das Leiden in dem Moment beginnt, wo man das, was IST, ablehnt. Und so versuche ich, meine Gedanken auf das zu richten, was das Bahnfahren angenehm macht: mich um nichts kümmern müssen, zurücklehnen können, Augen schließen können – usw.
    In dem Buch „Schmerzfrei durch Achtsamkeit“ habe ich den Trick gefunden, dass man sich vorstellen kann, sich an das, was gerade „zwickt“ (Schmerzen oder auch unangenehme Gefühle oder nervende Reize) so anzulehnen wie an einen großen Heuballen. Das kam mir zuerst ziemlich abgedreht vor, aber das Experiment habe ich dann mal ausgeführt, als um mich herum viel Lärm war, dem ich nicht entrinnen konnte. Mich an diesen Lärm quasi anlehnen. Das war ein erstaunliches Experiment ! ! !

    Diese Reisekaugummis enthalten, glaube ich, die gleiche Substanz wie die Tabletten – und wie Vomex.
    Alles dies macht mich müde.

    Allen unterwegs: alles Gute
    alchemilla

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe alchemilla,

    du hast doch immer wieder etwas Neues zu bieten in Sachen Aufmerksamkeit 😉 :
    „In dem Buch „Schmerzfrei durch Achtsamkeit“ habe ich den Trick gefunden, dass man sich vorstellen kann, sich an das, was gerade „zwickt“ (Schmerzen oder auch unangenehme Gefühle oder nervende Reize) so anzulehnen wie an einen großen Heuballen.“

    Von diesem „Trick“ habe ich noch nie gehört und finde den Ansatz sehr interessant und werde das mal testen.

    Vielen Dank, dass du dir immer wieder die Mühe machst, uns deine Gedanken und deine Erfahrungen im Hinblick auf dieses Thema aufzuschreiben.

    Auch wenn ich u. U. gar nicht von dem Problem betroffen bin, um den es in dem jeweiligen Beitrag geht, tun mir deine Beiträge gut. 🙂

    Liebe Grüße
    Ulrike

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 2 Monate von  Ulrike.
    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Ja, im Reisekaugummi ist Dimenhydrinat, genau wie in Vomex. Zum Glück macht es mich nicht müde. Vomex 50 mg benutze ich auch zum sedieren während einer Attacke, aber beim kauen komme ich klar.

    Dein Satz liebe Alchemilla, dass dort wo man das IST ablehnt, das Leiden beginnt ist eines der wichtigsten Dinge die ich in den letzten Jahren für mich begriffen habe. Egal was es ist, was ich ablehne… schon wenn ich mir bewusst mache, dass ich jetzt irgendetwas gerade anders haben will als es ist, offfenbart mir oft eine Lösung. Lärm war eines meiner ersten „Übungsobjekte“, Geräusche jedweder Art haben mich früher wahnsinnig gemacht…, meinte ich zumindest 🙂

    Liebe Grüße
    Johanna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 2 Monate von  Johanna.
    fienchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 60

    Hallo zusammen,

    ich war heute ganz mutig 😉

    Nachdem die Aura heute Mittag vorbei war und tatsächlich eine ordentliche Schmerzphase einsetzte habe ich nur Vomex genommen und entschieden mal zu versuchen ob ich damit allein einschlafen und mit etwas Glück und auch der Hilfe des Topiramats, vielleicht nicht mit einer Mega Migräne erwachen kann. Und siehe an, 6 Std. unruhiger Schlaf später ist der Kopf zwar noch sehr angeschlagen aber es wummert nicht mehr. Und das ohne Triptan, freu 🙂

    Ich hoffe das hält auch an…

    Liebe Grüße
    fienchen

    Ulrike
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3392

    Liebe fienchen,

    ich beglückwünsche dich zu deinem Mut. 🙂

    Er hat sich ja offensichtlich gelohnt 😉

    Alles Gute für die Nacht und dass der „Erfolg“ anhält.

    Eventuell nimmst du nochmal ein Vomex für die Nacht.

    Liebe Grüße
    Ulrike

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 2 Monate von  Ulrike.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 2 Monate von  Ulrike.
    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1943

    Ihr Lieben,

    jetzt bin ich endlich einmal dazu gekommen, eure Gedanken und Anregungen zu lesen – vielen Dank dafür 🙂 Ich glaube, sehr wichtig ist für mich zunächst einmal die Erkenntnis, dass ich mit meiner Situation, dass mir langes Reisen schwer fällt, nicht alleine bin!
    Nach den Aussagen, die man hier im Forum immer wieder finden kann, sollte Bahnfahren für Migräniker eigentlich die entspannteste Art zu Reisen sein. Das war bei mir nie der Fall, aber wirklich zugestanden habe ich es mir dann doch nicht – so kann man sich selbst völlig grundlos unter Druck setzen. Und vermutlich einen eher kontraproduktiven Ansatz wählen…

    Liebe Alchemilla, deine Beschreibung vom Anlehnen wie an einen großen Heuballen finde ich sehr interessant und werde ich zu gegebener Zeit gerne ausprobieren 🙂 Ich finde es auch immer wieder schön, wenn du von diesen Ideen und Erfahrungen berichtest!

    Liebe Johanna, normalerweise verbringe ich diese Strecke auch immer und wesentlich lieber im Flieger – aber dieses eine Wochenende standen 38€ für die Bahnfahrt gegen 290€ für das Flugzeug. Da war mir mein Geldbeutel doch auch nicht ganz egal.
    Deine Erfahrung, dass sich für dich im Erkennen der Ablehnung oftmals schon eine Lösung findet, finde ich sehr interessant und mutmachend. Ich glaube, es ist auch an der Zeit, mich wieder ein wenig mehr in Achtsamkeit zu üben.

    Meine nächste Dienstreise geht mit dem Flieger nach Berlin, also werde ich mir vorerst gar keine größeren Gedanken zu anstrengenden Reisen machen müssen 😉 und für die nächste Bahnfahrt bin ich dank euch ausgerüstet und vorbereitet. Vielen Dank nochmal!

    Liebe Grüße, Tanni

    Resie
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 10

    Hallo liebe Schmerzkollegen,

    da ich im August wieder in Kiel war, fühlte ich mich gestärkt und gut ausgerüstet für die nächsten Jahre.
    Meine Prophylaxe wurde umgestellt auf Amitriptylin und die Akkutmedikation auf Zolmitriptan mit Naproxen.
    Völlig entspannt bin ich im September wieder zurück ins Arbeitsleben – mein Migränekalender ist mit 1xmonatlich ziemlich leer geworden. Nur ein Problem ist aufgetaucht:
    Nach den letzten beiden Migräneattacken, die ich mit Zolmi und Naproxen „aufgefangen“ habe,
    hatte ich am nächsten Tag richtig dick geschwollene Augen und konnte nur durch 2 „Sehschlitze“ gucken.
    Jetzt frag ich mich – und auch euch – Was ist das denn???
    Habt ihr sowas schon mal gehabt?
    Meine Schmerztherapeutin tippte auf Ernährung,
    Meine Neurologin tippte auf Naproxen.
    In der MS-Ambulanz sagten sie, es hätte wohl nix mit meinem MS-Mittel Aubagio zu tun und auch nichts mit der MS.
    Nun bin ich stark verunsichert und weiß nicht was ich bei der nächsten Migräne machen soll.
    Hatte das schon mal jemand von euch?
    Über einen Rat wäre ich sehr dankbar!
    Ganz liebe Grüße von
    Renate

    Mrs.Nana
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Ich habe gerade eine Frage für den jetzigen Zeitpunkt; unzwar ob man eine Triptan-Tablette teilen darf? Es ist ja keine Retardtablette also müsste es gehen oder ? Ich habe es noch nie gemacht, habe aber die niedrigere Dosierung nicht da,weil ich ja normalerweise immer die höhere Dosis brauche. Zur Nacht mag ich es nicht Triptane zu nehmen wenn ich mich direkt hinlege und sie wirken dann nicht so gut aber wenn ich bis morgen früh warte ist es wieder zu schlimm ( habe heute um 14 Uhr schon eine genommen ).
    Danke für Rückmeldungen,
    Mrs.Nana

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4914

    Nein, Triptane sind nicht zum Teilen vorgesehen. Ich hatte darüber extra mal mit einer PTA gesprochen. Die Wirkstoffe können ungleichmäßig in der Tablette verteilt sein und man weiß nie, wie viel Wirkstoff dann in den jeweiligen Hälften gelandet ist.

    Habe ich das richtig verstanden, dass bei dir die Triptan-Wirkung nicht so gut ist, wenn du dich hinlegst? Bei mir wirken die Triptane umso besser, je mehr Ruhe ich mir gönnen kann.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 2 Wochen von  heika.
    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4157

    Hallo Mrs.Nana,

    Deinen Gedanken ein Triptan teilen zu wollen, weil man so Medikamente sparen kann, kann ich gut nachvollziehen.

    Es ist aber falsch gedacht. Auch wenn du an dem Tag um 14.00 Uhr schon ein Triptan genommen hast, kannst du je nach Anweisung noch ein weiteres Triptan einnehmen. Ob du dieses nun teilst oder nicht, die Wirkung wird eher bei einer ganzen Tablette besser sein. Als Medikamententag zählt ja auch bei nur einer halben Tablette der Tag.
    Für deinen Kopf bzw. dein Nervensystem ist es wichtig an wieviel Tagen du (natürlich nach Anweisung) Akutmedikamente nimmst. Nicht wie hoch die einzelne Dosierung ist. Wie gesagt, natürlich immer im Rahmen der Vorschriften.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26464

    Liebe Mädels,

    jetzt muss ich ein wenig relativieren. 😉 Triptane werden sehr oft und gerne geteilt. Manche Betroffene lassen sich z. B. extra 100 mg Sumatriptan verschreiben und teilen oder vierteln sogar. Sie kommen mit dem Rezept so viel länger aus.

    Mit einem Tablettenteiler aus der Apotheke geht das meist recht gut. Selbst wenn tatsächlich von der Galenik her die Verteilung unregelmäßig sein sollte, so passiert nicht wirklich viel. Im schlimmsten Fall hat man bei Attacke 1 mehr Wirkstoff als bei Attacke 2 usw.

    In Deinem konkreten Fall verstehe ich allerdings nicht, warum Du die Dosis teilen möchtest, nach dem Du erfahrungsgemäß immer die höhere benötigst.

    Einfach noch mal beim Arzt gegenchecken, er kann dazu individuell beraten.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Mrs.Nana
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Danke für die Antworten,
    Das die Verteilung des Wirkstoffes innerhalb der Tablette unterschiedlich sein kann leuchtet mir ein und ich werde es im Hinterkopf behalten.

    Dass es jetzt aber nicht so tragisch war, dass ich sie geteilt habe beruhigt mich Bettina.

    Ich kann gut verstehen,dass es euch nicht einleuchtet warum ich sie überhaupt teilen wollte, ist etwas schwer zu erklären. Also die Triptane wirken leider eh nicht mehr so gut bei mir. Habe immer Zolmitriptan genommen aber das vertrage ich nicht mehr so gut, das heißt bei mir, dass der ganze Körper zu sehr zusammen gezogen ist, sodass es schon weh tut die Haut zu berühren. Deswegen bin ich jetzt auf Relpax umgestiegen und da ist es besser. Es ist leider oft so, dass ich merke die Tablette hat gewirkt, indem der Kopf/die Gefäße zusammen gezogen sind, aber ich habe trotzdem noch Schmerzen. Ich wollte es deswegen einmal probieren. Dass ich dadurch keinen Medikamententag spare weiß ich, aber danke ,dass ihr immer so schnell aufklärt.

    Natürlich brauch ich auch Ruhe, aber das Gefühl sie wirken nachts nicht so gut könnte auch an der Magentätigkeit liegen. Ich habe noch nie probiert ein Antiemetikum vorher zu nehmen, vlt sollte ich das mal ausprobieren ?

    Liebe Grüße, Mrs.Nana

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4157

    Ja, genau so hatte ich es auch gemeint.

    Dass man Triptane auch teilen kann oder darf, war mir allerdings auch nicht bekannt.

    Sternchen

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4157

    Hallo Mrs. Nana,

    hast du alle anderen Triptane auch schon getestet? Manchmal macht es Sinn, noch ein weiteres Triptan auszuprobieren.

    Ich kenne das auch, dass ein Triptan kurz vor dem Schlafen nicht so gut wirkt. Ganz typisch ist es bei mir, wenn ich mich nach einer Triptaneinnahme für nur ein oder zwei Stündchen hinlege. Die Wirkung läßt dann bis eine oder zwei Stunden nach dem Aufstehen auf sich warten. Ja, ich habe auch für mich festgestellt, dass das mit der Magen-Darmtätigkeit zu tun hat.

    Nun nehme ich dann eben MCP Tropfen dazu, schlafe dann auch noch gut und wache ohne KS auf.

    Alles Gute für dich
    Sternchen

    Reinhard
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Hallo,

    nachdem ich gelesen habe, dass hier auch das Reisen schon Thema war, hätte ich auch eine Frage. Ich bin beruflich und privat viel mit dem Auto unterwegs und hab festgestellt, daß meine Rizatriptan Schmelztabletten sommerliche Hitze nicht gut vertragen. Ich tue Sie im Wohnmobil immer in den Kühlschrank oder im Auto ins Handschuhfach, das ist zumindest beim Fahren gekühlt. Mir wurden vor 2 Jahren schon mal Rizatriptan Tabletten zu heiß, die waren dann mehlig auf Zunge und wirkungslos. Ist natürlich toll unterwegs. Weiß jemand einen Tipp was ich da machen könnte? In Deutschland kann ich zur Not ja auf ein frei verkäufliches Triptan zurückgreifen, wenn ich unterwegs bin, aber wie sieht’s in Österreich und Italien aus? Sind da auch Triptane ohne Rezept in der Apotheke erhältlich?

    Viele Grüße
    Reinhard

Ansicht von 30 Beiträgen - 91 bis 120 (von insgesamt 128)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.

Zur Werkzeugleiste springen