CGRP – Impfung gegen Migräne

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  • KaGo
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    Beitragsanzahl: 196

    Es ist schön zu hören, dass die CGRP-Studie derzeit einen positiven Verlauf aufweist. Und – vielleicht können wir hier sogar in einigen Jahren von einer erfolgreichen Zulassung lesen. Das wäre wunderbar!!

    Viele Grüße
    KaGo

    marimo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 53

    Aber auch dieser Wirkstoff hilft nicht jedem! Aber vielen, die Hoffnung ist also durchaus berechtigt. Mir hilft es leider nicht 🙁

    LG
    Marimo

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2017

    Liebe Marimo,

    als ich den Beitrag heute früh gelesen hatte, war mein erster Gedanke, ob dir die Impfung vielleicht auch geholfen hat – wir hatten uns ja im Mai darüber unterhalten… Es tut mir sehr leid, dass das nicht der Fall ist.

    Ansonsten freut es mich für alle, die von einer guten Wirkung profitieren können. Und vor allem auch, dass doch immer wieder weiter geforscht wird, um Migränikern zu helfen.

    Liebe Grüße, Tanni

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Es ist so wie mit allen Prophylaxen – dem einen hilft sie, dem anderen nicht. Man muss auch in seiner Vorfreude realistisch bleiben. Es besteht aber auf jeden Fall Grund zur Freude, denn sie hilft doch vielen und die Nebenwirkungen scheinen nur sehr im Hintergrund zu sein.

    Liebe Marimo, für Dich tut es mir so leid. Ich hätte Dir von Herzen gute Wirkung gewünscht. Du hast also schon tatsächlich den Nachweis, dass Du in der Verum-Gruppe warst und der Wirkstoff bei Dir nicht anschlägt?

    Liebe Grüße
    Bettina

    marimo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 53

    Die ersten 3 Monate der Studie waren doppelblind. Wie ich da schon schrieb, hatte ich den Eindruck, dass ein Monat etwas besser verlaufen sein könnte, hatte aber gleich dazu gesetzt, dass das auch die ganz normalen Schwankungen sein können (mal ein guter, mal ein schlechter Monat). So richtig überzeugend lief es nicht.
    Ich bin dann in die offene Phase in der Hoffnung, dass es vorher halt der Placebo war, den ich bekommen habe. In der offenen Phase – da gibt es nur den echten Stoff – habe ich nun über ein halbes Jahr ausgeharrt, aber der Wirkstoff tut nix bei mir! Offensichtlich habe ich nicht die richtigen Rezeptoren. Es gab überhaupt keine Wirkungen, also immerhin auch keine doofen Nebenwirkungen.
    Nun steige ich aus, denn leider ist meine Migränefrequenz hoch wie selten, im letzten Monat 25 Tage. Unter der Studie kann ich keine andere Prophylaxe nehmen, daher beende ich das jetzt.

    Schade, aber einen Versuch war es ja wert. Und es haben wirklich viele eine gute bis sehr gute Wirkung, es hätte also auch bei mir klappen können ….

    Viele Grüße
    Marimo

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Wirklich schade, aber trotzdem sehr gut, dass Du es getestet hattest.

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 669

    Hallo Bettina,

    weiß hat das:
    „CGRP als Zielmolekül in der Behandlung der chronischen Migräne ist bisher noch nicht bestätigt worden.“??

    Viele Grüße
    Susisonne

    PS: Heute nach längerer Zeit mal wieder reingeschaut und dann diese hoffnungsvolle Info – prima!:)

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Schön, dass Du wieder mal reinsiehst, liebe Susisonne, aber Deine Frage verstehe ich nicht. 😉

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3959

    Liebe Susisonne,

    was damit gemeint ist, kriegst du vielleicht ‚raus, wenn du den Bericht komplett liest:

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Stimmt, lesen hilft eigentlich fast immer. Alles ist im Artikel gut erklärt.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    CGRP, Gepante und monoklonale Antikörper in der Migränetherapie

    Migräne zählt zu den schwersten behindernden Erkrankungen der Menschheit. Nach einer aktuellen Übersicht der WHO wird die Migräne auf Platz 6 der am stärksten behindernden Erkrankungen gelistet. Rechnet man die Komplikation des Kopfschmerzes bei Medikamentenübergebrauch mit hinzu, nimmt die Migräne den Platz 3 ein. Bezieht man die verschiedenen Formen der heute bekannten 367 Kopfschmerzarten zusammen, sind Migräne und Kopfschmerzen mit Abstand die am stärksten, häufigsten und schwerstbehindernden Erkrankungen des Menschen.

    Die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten der Migräne im medikamentösen Bereich umfassen vorbeugende Therapien und die Behandlung der akuten Kopfschmerzattacken. Ein erheblicher Anteil der Betroffenen findet durch vorbeugende Therapieverfahren keine ausreichende Besserung. Auch die aktuelle Attackentherapie kann mit den bisherigen Therapieoptionen keine effektive Linderung erzielen, es können Kontraindikationen bestehen oder Unverträglichkeiten.

    Aktuelle Studien der vergangenen Jahre haben zahlreiche Belege dafür erbracht, dass bei der Entstehung, Aufrechterhaltung und Chronifizierung der Migräne Calcitonin Gene-Related Peptide, kurz CGRP, eine bedeutsame Rolle spielt. CGRP ist ein Neuropeptid, das aus 37 Aminosäuren besteht. Es wird durch dasselbe Gen wie das Hormon Calcitonin kodiert.

    artikel weiterlesen: http://www.schmerzklinik.de/2016/05/13/cgrp-gepante-und-monoklonale-antikoerper-in-der-migraenetherapie/?loggedout=true

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    Hallo in die Runde,

    Ich habe mich Anfang Dezember als Proband für die nächste Phase3-Studie CGRP-Impfung am UKE in HH registrieren lassen.
    Am Telefon musste ich einen Fragebogen beantworten, welcher dann ausgewertet werden soll und geprüft werden soll, ob ich für das neue Studiendesign in Frage komme.

    Hat sich von Euch ich jemand dort angemeldet? Anscheinend ist die Nachfrage groß, da die Studie in Visite auf NDR3 vorgestellt wurde.

    Ich bin jetzt etwas verunsichert, ob ich mir wieder Botox spritzen lassen soll oder nicht, da Prof Göbel bei meinem ambulanten Termin im letzten Jahr sagte, man müsse botoxfrei für die Studie sein, was ja auch Sinn macht.
    Leider läuft dort im UKE für die Studie fast immer der AB und ich habe noch immer keine Rückmeldung , wie der Zeitplan ist.

    Hat von Euch jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
    Gibt es jemanden, der aufgenommen wurde für die neue Studie?

    Liebe Grüße!

    Anna

    lili
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 228

    Liebe Anna,
    ich habe da auch angefragt, bekam aber die Antwort, dass zur Zeit nur Probanden mit episodischer Migräne gesucht werden und nicht mit chronischer, das sei zwar auch geplant, aber nicht aktuell gesucht. Ist aber schon ein bisschen her bei mir.
    Sie haben auch per Fragebogen alles aufgenommen und würden sich melden. Und ja, ich denke auch, dass das nicht parallel zu Botox geht. Aber Botox bedeutet doch, dass es bei dir auch chronische Migräne ist?! Ist das jetzt doch in der Testphase???
    Viele Grüße
    lili

    lili
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 228

    Liebe Anna,
    jetzt sehe ich gerade erst, dass du vom UKE schreibst, ich habe mich beim CTC gemeldet, die kooperieren aber glaube ich mit dem UKE bei dieser Studie … mmmh …
    CTC North sitzt in Hamburg und die führen Studien durch koordinieren etc. Frage mich, ob das wirklich das Gleiche ist dann. Da hatte ich sofort jemanden am Hörer. Findest du leicht per Google.
    Viele Grüße
    lili

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7341

    Hallo Anna,

    die Bedingungen für diese Studie kenne ich nicht. Habe mich bisher nur einmal zu einer Studie angemeldet, wurde aber nicht genommen, weil meine Attackenfrequenz viel zu hoch war. Mein Glück in dem Fall, denn ich hätte damals in meiner Verzweiflung so einiges auf mich genommen. Die Bedingungen waren damals, keine Prophylaxe während der Studie. Und was mich damals sehr enttäuscht hätte bei Teilnahme, dass es nach Ende der Studie, auch wenn das Medikament gute Wirkung gezeigt hätte, eine Behandlung erst nach Markteinführung möglich gewesen wäre.
    Ich war damals so naiv, zu glauben: hat gut geholfen, dann bekommt man es sofort weiter.
    Der Preis, alles abzusetzen und nach der Studie wieder neu aufzubauen, um dann lange Zeit auf die Einführung warten zu müssen, wäre mir zu hoch.

    Sicher, es muss Studienteilnehmer geben, aber den Preis muss man sich gut überlegen.

    Einen schönen Tag,
    Julia

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Liebe Anna,

    ich hatte mich angemeldet, wurde abgelehnt. Auf Botox zu verzichten wäre für mich keine Option. Die Medikamente werden voraussichtlich in 2-3 Jahren auf dem Markt sein, dann versuche ich es in „echt“.

    LG

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 139

    …das CTC betreut die Studie, dort bin ich auch registriert.
    Heute haben sie sich per Mail gemeldet, dass noch nicht klar ist, wie die Studie ablaufen wird und was sie für Probanden brauchen.

    Werde dann doch wieder das Botox spritzen lassen.

    danke für Eure Antworten!

    Anna

    Tomi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 70

    Hi,

    angeblich laufen oder beginnen weltweit Studien Phase 3 schon mit Substanzen von versch. Unternehmen.
    Die bisherigen Ergebnisse sollen ja durchaus sehr gut sein.
    Bin gespannt, wann es auf den Markt kommmt ?

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Weitere News zur Migräneimpfung und den Studien:

    Erenumab reduziert Migräne-Attacken

    FDA und EMA haben die Zulassungsanträge von Erenumab bereits akzeptiert. Neue Daten zum Migräne-Antikörper hat nun das New England Journal of Medicine veröffentlicht: 140 mg Erenumab reduzierten monatliche Migräne-Attacken um 3,7 Tage und die Patienten benötigten weniger Migräne-Akutmedikation. Jüngst sorgte Erenumab hinsichtlich seines kardiovaskulären Sicherheitsprofils aber für Aufmerksamkeit.

    Artikel weiterlesen: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/12/01/erenumab-reduziert-migraene-attacken/chapter:1

    Hier noch eine Englische Version:

    Migraine therapy that cut attacks hailed as ‚huge deal‘

    About 50% of people on one study halved the number of migraines they had each month, which researchers at King’s College Hospital called a „huge deal“.
    The treatment is the first specifically designed for preventing migraine and uses antibodies to alter the activity of chemicals in the brain.

    Artikel weiterlesen: http://www.bbc.com/news/health-42154668

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5564

    Danke fürs Reinstellen!

    Der Placebo-Effekt ist doch immer wieder aufs Neue ein sehr interessantes Phänomen. Das würde ich wirklich gerne mal wissen, durch was genau sich die Migräne-Köpfe da beeindrucken lassen. Das ist ja nicht nur bei Migräne, sondern auch bei anderen Erkrankungen so. Entweder führt die erwartete Hoffnung auf Hilfe zu einem erhöhten Entspannungszustand oder es werden irgendwelche „Stoffe“ vermehrt ausgeschüttet.

    Christina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Danke fürs Reinstellen, auch von mir!

    Schön wäre es, wenn wir den Placebo-Effekt bewusst steuern könnten, aber wer weiß in der Forschung ist ja noch reichlich Luft nach oben. 😉

    Als Laie bin ich sehr fasziniert vom Buch, bzw. der Forschnung von Daniel Kahneman, „Schnelles Denken, langsames Denken“, das kennen hier sicher hier auch einige. Er ist Psychologe und erforscht die Mechanismen des menschlichen Denkens.

    Ganz, ganz, ganz kurz zusammengefasst, funktioniert unser Denken auf der Basis von 2 Systemen (und ich hoffe ich bringe die Bezeichnungen jetzt nicht durcheinander) System 2 ist quasi unser bewusstes Handeln, die Ebene auf der wir meinen, dass wir agieren, denken, Entscheidungen treffen.

    System 1 liegt darunter, ist wesentlich schneller als System 2, ist von uns nicht zu steuern und trifft in Wirklichkeit die Entscheidungen, die System 2 dann ausführt. Dass Schöne ist, dass System 1 im Prinzip ununterbrochen Geschichten erfindet, die, wenn Sie dem System 2 „gefallen“, als Wahrheit oder Handlungsimpulse im Bewusstsein auftauchen und System 2 handelt entsprechend.

    Wobei System 1 dann auch nicht das kluge System ist, das super gute Entscheidungen trifft. Grob gesagt läuft System 1 in Bahnen, die durch unser alltägliches Erleben angelegt wurden, bzw. dann auch vertieft oder gefestigt werden. Es reagiert „auch nur“ auf äußere Impulse und Erfahrungen und deswegen machen wir vermutlich auch immer die gleichen Fehler (z.B.)

    Und wenn ich jetzt alles richtig zusammenbringe, müsste System 1 dann auch die Abteilung sein, die entscheidet, das ein Neurotransmitter-Beschuss die richtige Option ist um eine Gefahr abzuwenden, und gern dann malwieder eine Migräneattacke auslöst. Womöglich nimmt es die Migräne-Attacke gegenüber der Gefahr des Verhungerns als weniger lebensbedrohlich war.

    Placebos können wirken, obwohl die Menschen wissen, dass sie ein Placebo einnehmen und es eigentlich nicht wirken kann. Vielleicht sind das die seltenen Momente in denen das System 1 aus seinen üblichen Bahnen springt, und etwas Neues probiert.

    Eine Studie dazu fände ich super spannend. Im nächsten Leben werde ich Neuropsychologin.😉

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7341

    Hallo Christina,

    auf „deinem Weg zur Neuropsycholgin“ könnte dich dann auch ein Beitrag auf der Schmerzklinikseite rechts unten unter Aktuelles auf Seite 4 weit unten interessieren. Prof. Bromm zum Thema SCHMERZ UND BEWUSSTSEIN.

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 459

    Ich finde es vor allem immer wieder erstaunlich, dass man bei all der medizinischen Forschung, bei so einer uralten Krankheit wie Migräne, welche nicht nur die Betroffenen immer wieder schwer quält sondern auch die Volkswirtschaften täglich jede Menge Geld kostet, nicht schon viel weiter ist.

    O.k., man hat jetzt die Triptane, die ja aber wegen des MÜKs auch nicht ganz unproblematisch sind, aber die ganzen Vorbeugungsmedikamente sind ja eigentlich für andere Krankheiten entwickelt worden und die Migräneprophylaxe ist „nur“ eine Nebenwirkung, wenn auch in diesem Fall eine nützliche.

    Es wird wirklich Zeit, dass mal etwas ganz Migränespezifisches auf den Markt kommt.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    LG Anna, die sich mal wieder auf einen Tag auf dem Eisbeutel eingestellt hat. 🙁

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7341

    Anna, ich denke, es liegt auch daran, dass das Thema Schmerz an sich bis vor sehr kurzer Zeit ja als „eher lästig, aber zum Leben dazugehörend“ angesehen wurde. Es galt, oder gilt? ja auch immer noch so ein bisschen, das Motto „Zähnezusammenbeißen, das wird schon wieder“.
    Wenn ich bedenke, dass meine Großmutter (1901 geboren) nichts weiter als ein Tütchen Aspirin, einzeln aus der Apotheke geholt, als Hoffnung auf Schmerzminderung für ihre schlimme Migräne hatte….
    Da machen wir doch gerade, auch durch das Wirken und Forschen von Prof. Göbel, riesige Fortschritte.
    Hoffen wir mal auf viele weitere interessierte Forscher und Forschungen!!!

    Gute Besserung mit Hilfe der auch erst durch Forschung entstandenen Kühlakkus 😉 ,
    Julia

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5564

    Was den Placebo-Effekt betrifft, der ja leider immer nur eine begrenzte Zeit anhält, wäre die ganz große Kunst, sich durch verschiedene Methoden von einem Placebo-Effekt zum anderen zu hangeln 😉 , natürlich zeitlich immer genau abpassend, damit es nahtlos ineinander übergehen kann 😉 .

    Ach, Leute, wäre DAS ein Leben! 😀

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 5 Monate von  heika.
    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7341

    😉 😉 😉
    Tja, Heika, es ist einfach nur blöd, dass man neben der Vollauslastung durch die Kopfschmerzen, auch noch ein ganz normales Leben hat! Wäre das nicht so, könnte man sich komplett auf die Behandlung durch Placebo konzentrieren.
    😉 😉 😉

    Christina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    Danke für den Hinweis Julia, genau mein Thema. 👍

    Und ja die Forschung, das sehe ich ein bischen so wie Anna. Ich habe irgendwo gelesen, dass Migräne erst seit 1992 erforscht wird, wenn das stimmt, ist das heftig. Zum Glück wird mittlerweile mit schon ziemlich großartigen Ergebnissen geforscht und es gibt das Headbook und die facebook-Gruppe, das ist einfach wunderbar.

    Ich denke, das Migräne so lange unerforscht bleibt, liegt einfach daran, dass sich die Erkrankung am stärksten in den Schmerzen im Kopf äußert und als diffuse „Frauenkrankheit“ verschrieen ist, die Frau bekommt wenn irgendetwas nicht stimmt.

    Da fast jeder normale oder (Kater-)Kopfschmerzen kennt, kann sich vermutlich kaum jemand vorstellen wie heftig eine Migräneattacke sein kann und wie ernstzunehmen eine Migräne ist, die in Kopfschmerzen oder Auren auftritt. Oder wie sich tägliche Kopfschmerzen anfühlen.

    Daher ist neben der Forschung die Aufklärung über Migräne und ihre Erscheinungsformen so wichtig. Und manchmal sage ich auch nicht mehr, „Ich habe schon wieder Kopfschmerzen“, ich sage, „Meine Nerven im Kopf sind entzündet“, vermutlich auch nicht ganz richtig die Beschreibung, aber es sind eben nicht einfach Kopfschmerzen, es ist eine fiese Entzündung, die bei mir eigentlich den ganzen Körper befällt, und im Kopf am stärksten schmerzt.

    Und beim Placebo-Training wäre ich gern dabei, man könnte es in die täglichen Entspannungsübungen integrieren? So als eine Art Mantra. 😄

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 5 Monate von  Christina.
    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7341

    Gerne, Christina.

    Und na ja, ein bisschen früher als 1992 wird es schon angefangen haben mit der intensiven Forschung zur Migräne, immerhin sind die Triptane seitdem schon auf dem Markt. Aber es stimmt, ein großes Thema war es auch da noch lange nicht in der Öffentlichkeit.
    Ich habe 1997 durch Zufall den für mich ersten warmherzigen und mitfühlenden Artikel von Prof. Soyka an der Uniklinik Kiel über die Migräne und die Behandlungsmöglichkeiten gelesen.

    Daraufhin habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um zu diesem großartigen Arzt oder in seine Abteilung zu gelangen. Gelandet bin ich dann bei seinen Mitstreitern Prof. Göbel und Dr. Heinze, die damals gerade die Schmerzklinik Kiel eröffneten. Für mich ein großartiges Geschenk, dass es diese Menschen gab und gibt! Danke 😀

    Das zeigt, die Forschung und Beschäftigung damit gibt es schon länger, ist aber wohl immer ein langer und beschwerlicher Weg bis zu den ersten größeren Erfolgen und ihr öffentliche Wahrnehmung.
    Und darum ist die Weiterverbreitung des Wissen über zum Beispiel Headbook auch so immens wichtig.
    Helfen wir alle daran mit!
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 5 Monate von  Julia.
    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 669

    Hallo zusammen,

    heute (Sonntag, 17.12.2017) steht in der „Welt am Sonntag“ ein Artikel über die Medikamente (Spritzen) Fremazumab und Erenumab.

    Der Inhalt der Printausgabe ist ähnlich wie hier:
    Link von der Moderation entfernt

    Liebe Grüße
    Susisonne

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27721

    Bitte keine Links einstellen! Ich werde gleich eine komplette Zusammenfassung von Prof. Göbel einstellen, in den Zeitungen heute (Welt und Bild am Sonntag) sind nur Ausschnitte und diese auch eher „journalistisch“ wiedergegeben. 😉

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