Masterarbeit über Headbook

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  • Johanna
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    Beitragsanzahl: 2850

    Seitenumbruch 1

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Ich wollte gestern vom Laptop schreiben, da funktionierte es nicht.

    Liebe Bettina,

    ich glaube, durch das Lob musst du einfach durch, ist ja auch etwas was wir lernen sollten…Lob annehmen.

    Wenn das Thema heißt, Relevanz von Online Communities, dann ist das hier im Fall von Headbook untrennbar mit deiner Präsenz verbunden.
    Das du eine tolle und liebe Frau bist ist einfach Glück für uns und setzt dem Ganzen das i-Tüpfelchen auf. Aber die Professionalität und Verlässlichkeit, das ist es, was das Headbook zu dem macht was es ist.

    Natürlich hast du recht, dass auch alle anderen enorm wichtig sind für das Forum. Auch ohne den persönlichen und finanziellen Einsatz von Professor Göbel wäre es nicht das was es ist. Aber die Moderation ist schon das A und O, da musst du jetzt einfach durch!

    Schönes Wochenende

    Johanna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2850

    Ha, ich habe das System des Fehlers glaube ich verstanden, mal sehen….

    LG Johanna

    Maria
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 19

    Ich bin erst kürzlich auf Headbook aufmerksam geworden.

    Ich hätte mir nie vorstellen können, dass es so ein Forum, wie dieses gibt.

    So manch Schmerzkarriere wäre bestimmt anders verlaufen, hätten die Betroffen von diesem Forum gewusst bzw. hätten sie frühzeitig diese Möglichkeit des Austausches gehabt.

    Bevor ich den Arzt oder Apotheker frage, lese ich erst einmal im Headbook nach.

    Ein ganz großes Dankeschön an Prof. Dr. Göbel, Bettina und allen aktiven Mitgliedern.

    Maria

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5460

    Mir hat Headbook auch in der Verarbeitung ursprungsfamiliärer Probleme geholfen. Headbook lesen kann eine Art Therapie sein.

    Durch das Zusammentragen unserer persönlichen Besonderheiten hier in Headbook z.B. in Bezug auf Wahrnehmung, Sensibilität und Reizüberflutung ließ sich für mich so manches im Nachhinein erklären. Das half mir zu verstehen, wie unberechtigt früher die vielen Vorwürfe mir gegenüber („Du bist ja nicht normal, intolerant, nichts gewöhnt, …“) waren, aber auch, dass viele Gesunde das einfach nicht nachvollziehen können und alles nur an ihrem Maßstab messen. Den sie natürlich für den einzig richtigen halten.

    Mich entspannte die Erkenntnis, dass ich eben anders ticke, damit auch gar nicht allein bin und auch so sein DARF.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27504

    Na gut, dann muss ich da jetzt durch. Stimmt schon, ich habe ein wenig „Probleme“ mit öffentlichem Lob, aber auch deshalb, da ich Euch jetzt so sehr um die Mithilfe gebeten hatte. Aber ich hör schon wieder auf und sag jetzt nix mehr dazu. 😉

    Heika, weil Du das grad ansprichst: Auch mir wurde früher als Kind immer alles Mögliche vorgeworfen und mir wurde zu verstehen gegeben, dass ich nicht normal sei. Meine Überempfindlichkeit auf fast alle Dinge wurde als übertrieben und egoistisch ausgelegt, oder es wurde angenommen, dass ich mich wichtig machen möchte. Dabei konnte ich wirklich kein kratzendes Etikett ertragen, keine aufdringlichen Gerüche, keine lauten, andauernden Geräusche, keine Unruhe usw. Bei jeder Autofahrt musste ich erbrechen und wurde sogar noch berügt dafür. Hier im Austausch mit anderen konnte ich erfahren, dass ich wegen der Migräne anders, sehr empfindsam, bin und dass dies nicht auf meiner Psyche basierte, die mehr Aufmerksamkeit brauchte.

    Aber das ist nur eins von sehr vielen Dingen, bei denen ich mir „Aha“ dachte, ist ja bei den anderen ebenso. Man kommt sich nicht mehr so alleine und unverstanden vor, wenn man weiß, dass es anderen ebenso ergeht.

    Es freut mich wirklich aufrichtig, dass Headbook so eine wichtige Stütze für Euch ist und uns zeigt, dass unsere Arbeit und das Engagement wichtig und sinnvoll ist. Es ist eine wunderschöne Bestätigung, so weiterzumachen wie bisher. Danke Euch allen!

    Liebe Grüße
    Bettina

    Daniela
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 660

    Liebe Bettina,

    du hast uns um Mithilfe gebeten – nicht um Lob deiner Person.

    Also genieß es doch einfach. Du kannst wirklich stolz sein, auf das was ihr in diesen Jahren aufgebaut habt.

    Ich steh auch total ungern im Mittelpunkt….aber wenn man etwas gut gemacht hat, dann muss das auch mal gesagt werden! 🙂

    Headbook ohne dich wäre einfach nicht das headbook was es jetzt ist.

    Punkt 🙂

    Grüßle Daniela

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1735

    V.a. wir Frauen tun uns schwer, Komplimente, v.a. aber auch positives Feedback anzunehmen.

    Hier ein Beispiel, das ich in einem Workshop gehört habe:
    „Du hast aber einen tollen neuen Pullover.“
    „Oh, danke, den hab ich im Ausverkauf bei H & M gekauft.“

    Also, wir tendieren dazu, das Kompliment herunterzumachen. Das gilt auch für eigene Leistungen.

    In dem Workshop haben wir dann geübt, auf Komplimente und positives Feedback anders zu reagieren. Eine Möglichkeit bei dem Beispiel oben wäre:

    „Vielen Dank. Es freut mich, dass dir der Pullover gefällt. Ich mag ihn auch sehr.“

    Fand ich damals sehr spannend und finde es immer noch spannend. 🙂

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3945

    Kann man das denn nicht einfach nur RESPEKTIEREN, dass jemand so viel öffentliches Lob nicht gerne hat ?

    regenbogen68
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1735

    Es tut mir leid, wenn du das jetzte negativ verstanden hast, liebe Alchemilla! Das war gar nicht meine Absicht.

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3945

    Jetzt will ich mich auch dazu äußern.
    Ich habe die anderen Beiträge bisher nicht gelesen, um meine Darstellung erstmein unbeeinflusst zu lassen. Das mache ich nachher, das Lesen.
    Ich war Anfang 2006 in der Klinik und kurz danach entdeckte ich das Forum, damals noch in sehr einfacher Form. Ich war heilfroh, dass es nun einen Austausch gab, der das Gelernte wach halten konnte.
    Später kam die Umstrukturierung in headbook in der heutigen Form. Ich halte diese Form für eine große Bereicherung.
    Headbook ist ein Zwischending zwischen dem Gespräch und der Lektüre von Büchern. Es ist so flexibel und aktuell wie ein Gespräch und dazu so beständig, bleibend, nachlesbar wie ein Buch.
    Man kann sich eben DANN damit beschäftigen, wenn es einem passt, in dem richtigen Moment und mit so viel Zeit, wie man mag.
    Die Nachlesemöglichkeit ist Gold wert ! ! !

    Gegenüber anderen Foren genieße ich den sehr respektvollen Umgangston hier.
    Und das verständnisvolle und warmherzige Eingehen bei so vielen Beiträgen!
    In anderen Foren wird beleidigt und gestänkert.
    Hier werden Beiträge, die andere belasten können, sofort begrenzt . Unbelehrbare Schreiber erhalten ziemlich schnell die rote Karte, sodass sich Verletzendes gar nicht erst ausbreiten kann.
    Die Wachsamkeit und Konsequenz der Administratoren macht sich positiv bemerkbar.

    Als Leser profitiere ich vielfältig vom headbook.
    Ich bin froh über die vielen Informationen, die ich hier erhalte.
    Informationen über medikamentöse Prophylaxen, Akutmedikamente, politische Entscheidungen darüber usw.
    Mein Neurologe weiß das inzwischen. Oft sagt er sowas wie „Aber das muss ich IHNEN ja nicht erzählen“.
    Hier ist auch der Live-Chat für mich eine Fundgrube !
    Viel wichtiger sind mir aber die persönlichen Erfahrungsberichte. Es ist erstaunlich, immer wieder mit zu bekommen, wie unterschiedlich ein und dasselbe Mittel bei den verschiedenen Menschen wirkt und „nebenwirkt“.
    Es gibt nicht die eine Lösung für alle. Das macht mich sehr nachdenklich und weitet sich auf mein ganzes Leben aus. Was hier für Medikamente gilt, das gilt mit Sicherheit für alle Lösungen dieser Welt. Ich brauche keine Diskussionen mehr um das Rechthaben, denn es ist meistens BEIDES richtig. Das hat z.B. mein Zusammenleben in der Familie und die Arbeit mit Kollegen ganz deutlich entstresst.
    Sehr sehr hilfreich sind auch die vielen Informationen im Bereich Ernährung. Endlich erhalte ich eine Erklärung der Zusammenhänge und nicht nur Handlungsanweisungen, dies oder das zu tun oder zu lassen. Das gefällt mir ungemein.
    Spannend ist für mich der Bereich der verhaltensmedizinischen Maßnahmen und der nicht medikamentösen Prophylaxe. Es ist enorm, auf welchem Niveau dort teilweise diskutiert wird.
    Elementare Lebensfragen kommen zur Sprache und werden intensiv besprochen. Z.B. :
    was ist Akzeptanz, wenn es nicht Resignation ist?
    Wenn das höchste Glück der Deutschen die Gesundheit ist, sind WIR dann alle per se unglücklich?
    Worin besteht eigentlich das Glück?
    Und was ist es, was unglücklich macht, wirklich?
    Und wie kommt man da raus?
    usw.
    Diese Diskussionen empfinde ich als Persönlichkeitsentwicklung für mich.
    Was ich hier über Meditation und Achtsamkeit erfahren habe . . . und ohne esoterische Spinnereien. . . das finde ich sonst im Netz kaum.

    Headbook bringt mir insgesamt eine ordentliche Portion Stabilität. Das habe ich erst jetzt wieder gespürt, als ich mich auf Arbeit krank melden musste. Von früher kenne ich das, dass ich mich nach dem Anruf dort stundenlang in Zweifeln und Selbstvorwürfen gewunden habe, denn ich HÄTTE ja bestimmt DOCH gehen können . . . Jetzt spüre ich die Menschen hier im headbook im Rücken, die mir allesamt bestätigen würden: Es ist richtig so. Die Fürsorge für sich selbst ist das Wichtigste.
    Lockere Sprüche wie :“Tja, das ist mein Migränehirn eben.“ , wären mir früher nie in den Sinn gekommen.

    Und immer wieder genieß ich es, dass in so einem ernst zu nehmenden Forum, wo man sich um so schwierige Lebenssituationen kümmert und wo alle ihr Päckchen zu tragen haben
    zuweilen herzhaft geblödelt wird. Zum Glück gibt es auch DIESE Seite hier.
    Ich mag das.

    So, das war ein TEIL von dem, was ich zu sagen hätte. Vielleicht kommt noch mehr.
    Aber es ist ja schon was.

    Schön, dass dies alles, was hier zusammenkommt, jetzt wissenschaftlich verwertet werden kann.
    Das finde ich brennend interessant.

    Alles Gute dafür!
    alchemilla

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27504

    Ihr Lieben,

    wir sollten die Diskussion um meine Person jetzt bitte beenden. 🙂 Im Grunde ging es mir einzig und alleine darum, dass sich jetzt nicht jeder Schreibende irgendwie „verpflichtet“ fühlt, mich gleich mit zu loben. Dass es ohne mich als Mit-Initiatorin und Moderatorin nicht ginge, versteht sich ja von selbst. 😉

    Und jetzt bitte weiter zum Thema. Es ist wirklich eine Freude, hier lesen zu dürfen. Es macht mich richtig glücklich, dass Headbook so viel bewirkt in der Aufklärung und Unterstützung schwer Betroffener. Ich würde sagen, wir haben unser Ziel zu 100 % erreicht. 😀 😀 😀

    Liebe Grüße und Euch allen noch einen schönen Sonntag,
    Bettina, Moderatorin des allerbesten Migräneforums der ganzen Welt!! (Ich lerne dazu …)

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7209

    Ihr Lieben,

    dass Ihr es mit Sicherheit alle nur gut meint, wenn Ihr Bettina euren Dank aussprecht, ist wohl klar. Auch für Bettina, die sich sicher auch sehr freut. Ich glaube, das ist keine Frage, denn jeder Mensch mag Anerkennung und Lob. Auch unsere Bettina 😀

    Aber…. wenn wir jetzt alle, und es sollten sehr viele sein, hier im Forum immer nur Bettina loben, wird es ihr sicher zuuu viel. Und für Frau Streese, die die Arbeit schreibt, sicher auch.

    Außerdem geht es um eine Masterarbeit, einzig und allein über Headbook. Da wird um ganz ganz viele Aspekte hier in diesem speziellen Forum gebeten. Alles was wir durch, mit und von Headbook für uns persönlich bekommen sollte erwähnt werden.
    Lasst also bitte euer ja sehr produktives Gehirn mal für diesen Zweck arbeiten und schreibt eure Meinung und Erfahrung mit Headbook hier auf.

    Liebe Grüße an euch alle,
    Julia

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27504

    Wir hatten uns grad überschnitten, liebe Alchemilla und liebe Julia. Schön, dass es auf so niveauvolle Art und Weise weitergeht im Thema. 😀

    Evken
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 484

    Hallo ihr lieben ,

    Ich habe das Bedürfnis euch mal zu schreiben wie die Migräne mich und mein Leben verändert hat !
    Nicht nach dem Motto : was will die Krankheit mir sagen! Die Krankheit Migräne hat erstmal gar keinen Sinn! Sie ist eine schlimme neurologische Krankheit .Punkt!
    Es ist wie es ist !

    Aber ich habe mir angewöhnt die Dinge in meinem Leben aus der Sicht zu betrachten : was konnte ich daraus lernen ? Wie kann ich persönlich daran wachsen ?

    Dazu habe ich mal einen schönen Spruch von Herman Hesse gelesen ,der es sehr schön trifft :
    “ wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben – aber es hat nur ganz genau so viel Sinn ,als wir selber ihm zu geben imstande sind“ .

    Ich würde liebend gerne keine Migräne haben , aber ich hab sie nun mal !
    Und das konnte/ musste/ durfte ich lernen:

    – ich habe gelernt,dass ich nicht alles kontrollieren kann; dass es immer anders kommen kann als geplant ……und das sagt hier jemand der früher total kontrolliert und leicht zwanghaft war. Ich habe für mich eine Freiheit entdeckt,die heißt : das Wenigste im Leben liegt in meiner Hand ! Aber ich kann das Beste daraus machen !

    – ich kämpfe innerlich nicht mehr gegen Dinge,die eh schon da sind! Im letzten Urlaub habe ich eine Magen-Darm Grippe bekommen .Früher hätte ich mich tierisch darüber aufgeregt,dass ich gerade jetzt im Urlaub krank werde. Im letzten Urlaub dachte ich nur :na ja, geht auch vorbei und die restlichen Tage genieße ich dann umso mehr. Ich bin damit innerlich total gelassen umgegangen !

    – ich verspüre an guten schmerzfreien Tagen eine tiefe Dankbarkeit und kann alltägliche Dinge viel mehr bewusst genießen! Und vor Allem : ich denke dabei nicht mehr an morgen !!! Bin ganz im Moment ! Morgen kann schon wieder alles anders sein …..JETZT ist meine Chance die schmerzfreien Stunden zu genießen und aufzusaugen !

    – ich merke, dass trotzdem irgendwie alles läuft und weitergeht ….auch wenn ich ausfalle und flachliege ! Zwar nicht optimal – aber die Welt dreht sich ohne Eva trotzdem weiter 🙂

    – ich bin nicht mehr so perfektionistisch …..kann auch mal etwas liegen lassen und trotzdem entspannt ins Bett gehen

    – ich sorge mehr für mich bzw. es wird mir immer gleichgültiger was andere denken . Ich sage Verabredungen ab wenn es mir zuviel wird ….ich gehe nach Hause wenn ich merke dass ich Ruhe brauche …. Ich lasse das Telefon klingeln wenn ich gerade nicht reden will ….und vieles mehr

    – ich vergleiche mich nicht mehr mit anderen Menschen,die belastbarer sind als ich ( und das sind die Meisten ). Ich finde mich besonders und habe viele Eigenschaften, die andere nicht haben. Ich brauche viel Ruhe und Rückzug….aber deswegen bin ich nicht weniger wert als Menschen,die dauernd funktionieren!

    Vor einiger Zeit habe ich eine Reportage mit Anke Engelke gesehen über das Thema Glück!
    Sie interviewte einen 10 jährigen Jungen mit unheilbarem Krebs und sagte mit Tränen in den Augen,dass sie absolut keinen Sinn darin sieht dass Kinder früh sterben müssen.
    Da sagte der Junge: Na ja, so ist es halt . Die einen sterben früher die anderen später. Aber es sagt nicht drüber aus wie glücklich wir bis dahin waren!
    Puh….dass ging mir bis in Mark!

    Lass uns versuchen aus dieser besch…… Migräne dass Beste zu machen!!
    Wenn wir es schaffen schöne Momente voll aufzusaugen und zu genießen können wir am Ende unseres Lebens vielleicht sogar mehr Glück in uns tragen als gesunde Menschen!

    Ich bin froh euch und dieses tolle Forum zu haben. Ohne euch wäre ich jetzt nicht da wo ich bin.
    …..und wenn mich mal wieder die Verzweiflung packt dann weiß ich dass ich auf eure Hilfe zählen kann! Das gibt Halt!

    Danke,
    Eure Eva

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27504

    Liebe Eva,

    ich danke Dir von Herzen für diese ergreifende Schilderung einer „Wandlung“, wenn man so will. Und umso schöner, dass Dir Headbook dabei geholfen hatte. 🙂

    Ich würde mir wünschen, dass dies sehr viele lesen und sich entweder wiedererkennen darin, oder sich auftun, es Dir nachzumachen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7209

    An Headbook besonders effizient erscheint mir die sehr gute Mischung aus Patienten/Laien-Fragen und -antworten und den immer fachlich kompetenten Antworten der beiden Moderatoren.
    Durch diese zwei ausgeglichenen Komponenten fühlt man sich als Betroffener immer auch in den Besonderheiten der einzelnen Kopfschmerzerkrankungen voll wahrgenommen.

    Auch die hier sehr große Bereitschaft, helfen zu wollen, ist für Betroffene enorm wichtig. Dadurch scheut man sich nicht alle Fragen zu stellen, die einen interessieren oder sogar sehr bedrücken.

    alchemilla
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3945

    Mir ist auch noch etwas eingefallen, was headbook so besonders für mich macht:
    es sind die Hinweise auf Literatur und auf Vorträge und Artikel in Fachzwitschriften und auf Fernsehbeiträge.
    Ich profitiere ganz heftig davon ,denn ich bin sehr wissbegierig und neugierig.
    Damit dienen andere Foren viel zu wenig bis gar nicht.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7209

    Alchemilla, du sprichst die Sicherheit durch Wissen Ärzten gegenüber in einem anderen Forum hier an.

    Die Sicherheit durch viel mehr Wissen, das wir durch Headbook und die Chats erlangen, gibt uns in vielen Lebenslagen mehr Sicherheit und nimmt immer wieder ein Stück der Angst, die sicher alle Migräniker immer mal wieder haben. Besonders, wenn sich die Migräne mal wieder andere Strategien einfallen lässt, sind wir wir wieder verunsichert.
    Kurze Frage in Headbook und man kann sich entspannt zurücklehnen,
    weil es zuverlässig immer eine Antwort gibt und Erklärung gibt.

    Semi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 811

    Seit der Pubertät unter Migräne leidend, habe ich diese schicksalsergeben irgendwie gehändelt mit Massen an frei verkäuflichen Schmerzmitteln und mäßigem Erfolg. Erst viele Jahre später erhielten Triptane Einzug in mein Leben, die die Schmerzmitteleinnahme erheblich reduzierten mit entsprechendem Erhalt an Lebensqualität.

    Ein MÜK war mir bis vor einigen Jahren völlig unbekannt, Prophylaxe im Zusammenhang mit Migräne ebenfalls, verhaltensmedizinische Maßnahmen sowieso. Neurologisch in Behandlung mit Rezepten versorgt auf der Basis „ist halt so“.

    Vor einigen Jahren verstärkte sich die Migräne massiv, Triptane habe ich gehäuft eingenommen, die Hilfe des Neurologen lag in weiterer Rezeptierung von Triptanen. Bei hohem Leidensdruck und vielerlei Recherchen im Internet stieß ich auf Headbook.

    Hier begann die Wende im Denken über das Krankheitsbild, das ich bis dahin übrigens nicht als Krankheit sah, schon gar nicht als eigenständiges neurologisches.

    Durch Headbook fühlte ich mich schlagartig nicht mehr alleine mit der Erkrankung, ich wurde informiert über die Erkrankung als solche, fand hilfreiche Hinweise, hörte zum ersten Mal etwas über einen MÜK und dass bei Migräne hilfreiche Prophylaxen zur Verfügung stehen, lernte verhaltensmedizinische Maßnahmen kennen im Zusammenhang mit Prophylaxe, lernte den Umgang mit Triptanen und insgesamt mit Schmerzmittel neu zu vestehen und auch neu war der Einsatz von Cortison, das ich bis dahin überhaupt nicht mit Migräne in Zusammenhang brachte.
    Bei aktuellen Fragen konnte/kann ich diese einstellen und erhielt/erhalte adäquate Hilfestellungen.

    Kurzum, so informiert wie eben seit ich Headbook kenne, war ich in meinem ganzen Leben nicht. Geändert hat sich meine Sicht zur Migräne, von passivem Aushalten hin zu aktivem Umgang mit Migräne und Anerkennung dessen, dass Migräne eben eine eigenständige Erkrankung ist. Des Weiteren gehe ich mit der Erkrankung als solche insbesondere nach außen selbstbewusst und offen um, was ca. 35 Jahre zuvor eher ein Leiden im Stillen war.

    Bei Fragen ist man nicht alleine, kann sehr zügig durch das Wissen anderer profitieren, hilfreiche Verhaltensmaßnahmen zurechtrücken und erspart mir z. B. verschiedene Neurologenbesuche, die eh in der Regel sowieso wenig gewinnbringend sind.

    Dem Austausch und neuen Erkenntnissen entsprechend, habe ich dies alles durch einen stationären Aufenthalt in der Klinik vertiefen, ergänzen und verfestigen können. Nach dem Aufenthalt waren weitere Informationen zum Krankheitsbild und Umgang mit diesem durch Headbook ausgesprochen hilfreich. Das bis heute.

    Gruß
    Semi

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahre, 8 Monate von  Semi.
    MiRi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 287

    Ich leide seit Jahren an schwerer chronischer Migräne, die mich mit tagelangen Anfällen, verbunden mit durch nichts zu stoppendem Dauererbrechen belastet. Mehrere Ärzte und verschiedene Informationsquellen im Internet haben mich im Laufe meiner „Migräniker-Karriere“ mit ihren Höhen und Tiefen begleitet, aber keine so effizient wie das Headbook.

    Warum ist das so? Ich sehe nach den vergleichenden Erfahrunngen, die ich gemacht habe, hier gleich mehrere Alleinstellungsmerkmale, die das Headbook herausheben. Ich versuche, sie mal so anhand meiner Erlebnisse hier zu beschreiben: Mir ist besonders wichtig, verstanden zu haben, dass ich mit der Migräne eine chronische Erkrankung habe, die (vermutlich aufgrund eines genetischen Hintergrundes) unverrückbarer Bestandteil meines Lebens ist, so dass ich mich mit ihr arrangieren muss. Das ist – wie auch der Kopfschmerz an sich – erstmal eine emotional schmerzhafte Erkenntnis, weil sie nicht mit der Hoffnung auf ein schnelles, endgültiges Ende der Schmerzen und des Leidens einher geht.

    In so einer Situation nicht alleine gelassen zu sein, sondern mit Rat und Tat in einer gut informierten Gemeinschaft Gleigechsinnter aufgefangen zu werden und nach stets neuesten Erkenntnissen der Migräneforschung mit hilfreichen Ratschlägen im Umgang mit der Erkrankung unterstützt zu werden, das hat dazu geführt, das Headbook für mich zu einer unschätzbaren und sehr wertvollen Ressource zu machen.

    Viele Grüße
    MiRi

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahre, 8 Monate von  MiRi.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27504

    Ganz lieben Dank Euch allen, dass es hier so engagiert weitergeht. 🙂

    choir
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 118

    Liebe Bettina,
    hier folgt die Kopie meines Textes zu Lili im persönlichen Schmerzverlauf (noch leicht verändert):
    …genau das ist Migräne:
    sie kommt, wenn man denkt „es ist ja klasse, schon vier Tage keine Migräne“… und sie kommt nicht, wenn großer Stress herrscht oder das Wetter verrückt spielt…
    dann wieder: sie kommt, wenn die Wetterlage sich ändert, kommt, wenn man beruflich oder privat Stress hat, kommt wenn man auf Reisen geht und lange Strecken Auto (mit)fährt… usw…
    …was ich ausdrücken, bzw. betonen will, weil es hier im Forum auch immer wieder durchschimmert, ist, dass wir einfach immer mit ihr rechnen müssen, nie irgendwas sicher planen können, stets Medizin einnehmen müssen, mit Nebenwirkungen klarkommen müssen (z.B. dieser große Appetit!) und und und.
    Ich bin ja auch so eine, die jahrelang (seit ich 27 bin; mittlerweile bin ich 60 und habs eher mehr als weniger, komm aber wiederum besser klar als in den früheren Jahren, besonders dank Kiel…) unter Migräne leidet, früher zu denen gehörte, die dachte, dass sie nur eine von ganz wenigen sei, der sowas im Leben passieren würde und dachte, das muss man jedesmal durchstehen, stundenlang im Dunkeln rumliegen, Schmerzen aushalten, vorm Klo hocken, sich die Seele aus dem Leib kotzen… (sorry) „Minustage“ überstehen, vom Arzt sich sagen lassen, „Frauen, die Eheprobleme haben, haben Migräne“, sich hilflos von vorne bis hinten fühlen, keine wirksame Medizin kennen und haben, schreckliches Zeug ausprobieren müssen (z.B. Mutterkorn-Präparate… puh, furchtbar, aber es gab nichts oder ich hatte halt noch nicht die richtigen Ärzte gefunden…)….
    Aber!!!
    Es gibt eben doch Hilfe und Unterstützung und ich bin eine von denen, die jetzt, heutzutage, sich immer wieder bei headbook informiert, superfroh über die durchlaufene Therapie in Kiel und die noch andauernde ambulante Hilfe von dort ist, immer mal wieder Menschen davon erzählt, die es noch nicht kennen.
    Und … auch wenn mein Gewicht „etwas“ zugelegt hat, fühl ich mich trotz chronischer Migräne ziemlich wohl und habe deutlich mehr Freude am Leben! Zu meinen erwachsenen vier Kindern sind mittlerweile drei Enkelkinder gekommen, mehr und mehr greift Zufriedenheit mit dem Leben nach mir!
    Das sei hier nochmal gesagt.
    Es gibt hier im headbook eigentlich auf alles zu „unserm“ Lebensthema eine Antwort, bzw. eine Diskussion. Toll ist auch, dass man einfach nur rumlesen kann, ohne jedesmal was zum Thema sagen zu müssen. Das genieße ich persönlich besonders.
    So, genug. Jetzt würde ich nämlich wieder von vorn anfangen… ich bin nämlich auch eine, die, wenn sie erstmal redet, oder schreibt, kein Ende findet…
    Liebe Grüße
    choir

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7209

    Liebe Bettina,
    hier im Masterarbeitsforum sind wir jetzt aktuell auf Seite 54, also kurz vor dem Seitenumbruch.
    Da viele von uns, ich auch, mit dem Manipulieren der URL nicht klarkommen, schlage ich, damit die Beiträge weiter ohne Probleme eingestellt und gelesen werden können vor, ein 2. Forum zu eröffnen: Masterarbeit über Headbook II oder Fortsetzung

    Lieber Gruß, Julia

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7209

    Beitrag 54 meinte ich, kann aber nicht ändern.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27504

    Liebe Julia,

    bevor ich ein neues Forum eröffne, warten wir bitte noch ein wenig ab, ob das Problem nicht doch bald gelöst werden kann. Wir hoffen sehr, dass sich darum gekümmert wird.

    Danke liebe Choir. 🙂

    MiRi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 287

    Ich möchte gerne noch auf den Titel headbook eingehen – das facebook für den Kopf. Ein soziales Medium ist das Headbook als Forum sehr wohl. Gleichzeitig stellt es den kommerziellen Namenspatron aus den USA weit in den Schatten, denn hier geht es nicht darum, mit Daten der Nutzer oder Werbeeinnahmen Geld zu scheffeln. Hier wird echtes Miteinander von Leuten gelebt, die sich in vergleichbaren Lebenssituationen befinden und deshalb eine wirklich verständnisvolle und hilfsbereite Gemeinschaft darstellen, die einem auch dann einmal Halt und Unterstützung bieten, wenn es einem gerade nicht so gut geht.

    Liebe Grüße
    MiRi

    Tanni
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 2010

    Jetzt komme ich endlich einmal dazu, mich hier zu Wort zu melden 🙂

    Angemeldet hatte ich mich hier mit Dauerkopfschmerzen, ohne Diagnose, ohne ärztliche Versorgung, ohne Plan was mir helfen könnte, ohne Wissen, ohne Hoffnung auf Besserung, aber immerhin bereits mit der Überzeugung, mir von meinem Dickschädel nicht länger das Leben vermiesen zu lassen.

    Mein Dickschädel ist immer noch da – aber davon abgesehen hat sich seit meiner Anmeldung in Headbook unglaublich viel geändert:

    Ich habe mich bei einem Schmerztherapeuten in Behandlung begeben und dort eine fundierte und auf meinen Dickschädel zugeschnittene Beratung und Behandlung erhalten. Der Wert einer guten ärztlichen Versorgung wurde mir erst hier im Forum näher gebracht (inzwischen kann ich ihn aus eigener Erfahrung absolut bestätigen)

    Ich habe hier angefangen, mir Wissen über Schmerzen, die Abläufe im Körper, Behandlungsmöglichkeiten, kurz: schlichtweg alles, was in irgend einer Form mit Kopfschmerz zu tun hat, anzueignen. Ich lese unglaublich gerne die Fragen und Antworten der Chats, alle wissenschaftlichen Beiträge, die sich hier finden lassen, aber auch alle Beiträge die Mitglieder im Headbook schreiben, egal ob dies meinen eigenen Kopf tangiert oder nicht. Denn hier kann man aus unzähligen Erfahrungen lernen – allein an der Vielfalt der Beiträge und der Tatsache, dass jeder hier seine eigene ganz persönliche Geschichte hat, merkt man, wie komplex die Thematik ist und dass es kein Schema F zur Behandlung gibt.
    Inzwischen fühle ich mich ab und an wie ein Schwamm, der einfach alles an Informationen aufsaugt, die sich hier finden lassen.

    In dem Bewusstsein, dass es kein Schema F gibt und dass es unendlich viele Möglichkeiten gibt, habe ich angefangen, systematisch auszutesten, welcher Weg für meinen Kopf der richtige ist. Und dabei viele Behandlungsmöglichkeiten entdeckt, die mir eine deutliche Erleichterung gebracht haben, so dass ich heute vielleicht noch 30-40% des ursprünglichen Schmerzes mein Eigen nennen kann.

    Zugleich wurde mir klar, dass niemand anders meinen Kopf wieder heil macht – dass ich selbst aktiv werden muss, wenn ich etwas erreichen will.

    Unabhängig von dem ganzen Wissen und den Erfahrungen ist Headbook so wertvoll für mich, weil ich mich hier verstanden fühle. Niemand kann meinen Schmerz erfühlen – aber jeder hier hat auf seine ganz eigene Art Erfahrungen mit Schmerzen gemacht und kann sich dadurch zumindest eine Vorstellung davon machen, wie es einem anderen geht.

    Und auch wenn jeder seine eigene Geschichte hat, so kennt doch jeder die unglaublich schlechten Phasen, an denen man nicht mehr anders kann, als zu verzweifeln – und genauso die guten Phasen, von denen man womöglich gar nicht mehr wusste, dass es sie gibt. Deshalb kann ich – ob Regen oder Sonnenschein – hier jederzeit meinen Zustand mitteilen – und diejenigen, die mit guter Laune antworten erinnern mich daran, dass es immer wieder gute Phasen gibt – diejenigen, denen es selbst in dem Moment nicht gut geht, lassen mich wissen, dass ich nicht alleine bin.
    So ein Verständnis kann man mit Gold nicht aufwiegen.

    Und etwas, dass mir persönlich auch sehr wichtig ist: Ich selbst bin jemand, der immer gerne helfen möchte. Inzwischen kann ich durch mein Wissen, durch meine eigenen Erfahrungen oder auch einfach nur durch einen kleinen Beitrag „das wird schon wieder“ anderen Mitgliedern im Forum einen kleinen Teil von dem großen Schatz zurückgeben, den ich hier gewonnen habe.

    Das waren mal meine ersten Gedanken dazu, einfach ins blaue geschrieben…
    Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Abend!
    Herzliche Grüße und DANKE Headbook,
    Tanni

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27504

    🙂 🙂 🙂

    malaya
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 645

    Hallo Ihr Lieben,
    was ich noch hier loswerden möchte:
    Für mich ist headbook, wie die Spritze mit Sumatriptan etc in meinem Nachttisch; auch wenn ich sie in diesem Moment nicht brauche, so hilft mir der Gedanke, dass es sie gibt JEDEN TAG.
    Und: Ich bin wegen einer anderen Erkrankung manchmal noch am Lesen in einem anderen Forum, dass aber inhaltlich nur seeehr dürftig gemanagt wird. Also Online-Community ist nicht gleich Online-Community. Wenn headbook nicht so professionell gemanagt würde und so eine hohe Qualität der Beiträge hätte, wäre der obige Effekt nicht da!
    Euch allen einen schönen Tag

    malaya

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