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Medizinische Vorbeugung

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Absetzen der Prophylaxe (7 Antworten)

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  • Profilbild Jasmin vor 10 Monaten, 3 Wochen:

    Hallo,
    mich würde mal interessieren, ob viele ihre Prophylaxemedikamente nach einiger Zeit absetzen können oder sie über viele Jahre nehmen müssen um mit der Migr.erkrankung leben zu können. Ich habe neulich nach einem halben Jahr Mirtazapin versucht abzusetzen, aber konnte kaum schlafen und die Migräneattacken wurden wieder deutlich schlimmer. Dauerhaft wird das Mirtazapin aber doch auch schädlich sein, bislang sind meine Leberwerte seit einigen Monaten auf etwas erhöhtem, gleichbleibenden Niveau.

    Liebe Grüße
    Jasmin

  • Profilbild Sonne vor 10 Monaten, 3 Wochen:

    Hallo Jasmin
    Ich setze die Prophylaxe auch immer wieder ab. Ich nehm Betablocker, welcher so inetwa 6-9 Monate eine relativ gute Wirkung auf die Häufigkeit der Migräne zeigt. Wenn die Wirkung nachlässt schleich ich den Betablocker aus und probier dann eine gewisse Zeit mit Migravent classic über die Runden zu kommen. Die Umstellung auf die alternative Methode ist dann aber immer relativ hart. So 2 Monate verdoppeln sich dann die Migräneanfälle bis es sich eingependelt hat.

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 10 Monaten, 3 Wochen:

    Ich nehme eine Prophylaxe so lange sie Wirkung zeigt. Dann setze ich ab und hoffe, dass alles von selbst besser bleibt. Wenn nicht, was bis jetzt immer der Fall war, nehme ich die nächste Prophylaxe. Habe seit gut 20 Jahren daher immer irgendeine Prophylaxe.

    Das muss aber nicht bei jedem so sein. Ich kenne genug Leute, die nur eine gewisse Zeit Prophylaxen brauchten und dann darauf verzichten konnten.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild Jasmin vor 10 Monaten, 3 Wochen:

    Na, dann hoffe ich mal weiter.
    @sonne: Migravent nehme ich eh schon dauerhaft parallel dazu.

    LG Jasmin

  • Profilbild seestern36 vor 10 Monaten, 3 Wochen:

    Um zu sagen, ob die Prophylaxe wirklich wirkt, sollte man sie je nach Wirkstoff und Konzentration, nach meiner Erfahrung mindestens 3 bis 6 Monate nehmen.
    So wie man langsam auf die Prophylaxe eingestellt und hochdosiert wird, sollte man die Prophylaxe auch langsam runterdosiert ausschleichen. Nicht bei jeder Prophylaxe ist es bei mir notwendig gewesen (hatte manchmal vergessen Tabletten zu bestellen und dan abbrupt aufgehört) aber in der Regel schon. Sonst kämpft man mit Entzugserscheinungen oder Nebenwirkungen.
    Nach Kiel habe ich Stück für Stück einen Teil der Prophylaxen ausgeschlichen. Dies aber immer mit längeren Pausen von mehreren Monaten dazwischen. Zum einen, damit sich der Körper umstellen kann, zum anderen damit man beobachten kann, wie sich das Absetzen auf den Schmerz auswirkt. Wird es nicht wieder schlimmer, wird die nächste Prophylaxe abgesetzt. Heute habe ich noch zwei, wobei ich eine gerne zeitnah absetzen würde (ACE-Hemmer) und bei der anderen (Cymbalta) großen Respekt habe und nicht weiß, ob ich das wirklich absetzen will. Die langsame Eingewöhnung war schon der Hammer. Das Ausschleichen ist sicher auch nicht ohne. Zumal soll es bei Antidepressiva eine Abhängigkeitssymptomatik geben.
    Ich glaube nicht, dass ich die Prophylaxen heute noch brauche und habe auch nicht das Gefühl, das sie mir je geholfen haben. Vielleicht ein wenig unterstützend, aber nicht wirklich geholfen.
    Aber alles passiert bei mir in Abstimmung mit meinem behandelnden Schmerztherapeuten. Genauso, wie ich ihn bitte, 1 bis 2 mal im Jahr meine Laborwerte zu prüfen. Jedes Medikament kann auch unangenehme Nebenwirkungen mit sich bringen und die Organe beeinflussen , bzw. schädigen. Andererseits, wenn die Prophylaxe einem hilft, kann man sie sicher auch lebenslang nehmen. Blutdruckpatienten, Epileptiker usw. nehmen das, was wir in geringen Dosen zu Prophylaxe nehmen ein Leben lang in viel höhrene Dosen.

    Schönes Wochenende

    seestern

  • Profilbild Rinchen vor 10 Monaten, 3 Wochen:

    Ich habe schon viele Prophylaxen durch und habe dann 10 Monate nach Kiel entschieden keine mehr zu nehmen. Entweder sie halfen nicht oder nur unzureichend und hatten nicht tolerierbare Nebenwirkungen. Da meine Leberwerte nicht die allerbesten sind, habe ich mich für die Triptane-bei-Bedarf-Prophylaxe entschieden. Ich möchte aber gleich anmerken, dass dies sicher eine sehr individuelle Entscheidung ist, die in Absprache mit meinem Schmerzarzt geschieht. Trotz allem verfolge ich sehr gespannt, welche Prophylaxen den anderen helfen und bespreche so manche mit meinem Arzt.

    LG rinchen :)

  • Profilbild Jasmin vor 10 Monaten, 3 Wochen:

    Danke für eure Antworten.
    Ich habe Mirtazapin bis zum ersten Auslassversuch fast 7 Mon. genommen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich vor 15Mon. meinen Mann nach schwerer ERkrankung verloren habe und wohl auch dadurch in einem Dauerspannungszustand war bzw. scheinbar immer noch bin. Jedenfalls kann ich ohne das AD kaum schlafen, die Migräne wurde gleich viel doller etc. Vielleicht braucht es noch einige Zeit, auch nach über 1 Jahr.

    LG Jasmin