Um zu sagen, ob die Prophylaxe wirklich wirkt, sollte man sie je nach Wirkstoff und Konzentration, nach meiner Erfahrung mindestens 3 bis 6 Monate nehmen.
So wie man langsam auf die Prophylaxe eingestellt und hochdosiert wird, sollte man die Prophylaxe auch langsam runterdosiert ausschleichen. Nicht bei jeder Prophylaxe ist es bei mir notwendig gewesen (hatte manchmal vergessen Tabletten zu bestellen und dan abbrupt aufgehört) aber in der Regel schon. Sonst kämpft man mit Entzugserscheinungen oder Nebenwirkungen.
Nach Kiel habe ich Stück für Stück einen Teil der Prophylaxen ausgeschlichen. Dies aber immer mit längeren Pausen von mehreren Monaten dazwischen. Zum einen, damit sich der Körper umstellen kann, zum anderen damit man beobachten kann, wie sich das Absetzen auf den Schmerz auswirkt. Wird es nicht wieder schlimmer, wird die nächste Prophylaxe abgesetzt. Heute habe ich noch zwei, wobei ich eine gerne zeitnah absetzen würde (ACE-Hemmer) und bei der anderen (Cymbalta) großen Respekt habe und nicht weiß, ob ich das wirklich absetzen will. Die langsame Eingewöhnung war schon der Hammer. Das Ausschleichen ist sicher auch nicht ohne. Zumal soll es bei Antidepressiva eine Abhängigkeitssymptomatik geben.
Ich glaube nicht, dass ich die Prophylaxen heute noch brauche und habe auch nicht das Gefühl, das sie mir je geholfen haben. Vielleicht ein wenig unterstützend, aber nicht wirklich geholfen.
Aber alles passiert bei mir in Abstimmung mit meinem behandelnden Schmerztherapeuten. Genauso, wie ich ihn bitte, 1 bis 2 mal im Jahr meine Laborwerte zu prüfen. Jedes Medikament kann auch unangenehme Nebenwirkungen mit sich bringen und die Organe beeinflussen , bzw. schädigen. Andererseits, wenn die Prophylaxe einem hilft, kann man sie sicher auch lebenslang nehmen. Blutdruckpatienten, Epileptiker usw. nehmen das, was wir in geringen Dosen zu Prophylaxe nehmen ein Leben lang in viel höhrene Dosen.
Schönes Wochenende
seestern