Medizinische Vorbeugung

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Aimovig – Verlauf ??

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  • Vicky P. Dia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Hallo Zusammen,

    erstmal vielen lieben Dank Sternchen und Bettina für die Antworten.

    Ich hab mal wieder mit Migräne flach gelegen
    ( dieses sabbelwarme Winterwetter ist für mich ganz ganz schlimm ),weshalb ich erst jetzt antworte.
    Natürlich werde ich mein Missgeschick meiner Schmerztherapeutin mitteilen.
    Nebenwirkungen konnte ich jetzt nicht feststellen, Alles wie gehabt.

    Anfälle sind nach wie vor deutlich milder, weniger lang andauernd und erheblich seltener als vor der Zeit mit Aimovig und ich hoffe auch, dass das noch lange oder generell so bleibt.
    Auch glaube ich , dass mir wohl die 70mg / 28 Tage reichen um diesen Effekt zu haben. Bin mir aber nicht sicher, ob komplette Anfallsfreiheit mit 140 mg zu erreichen wäre – das wäre natürlich das Größte !!
    Auch das werde ich sicher beim nächsten Termin mit meiner Schmerztherapeutin ansprechen.

    Ja, ich gebe zu, ich sehe, wie vielleicht noch der/die Andere, im Moment ein bisschen durch die rosarote Brille und möchte natürlich die Nebenwirkungen nicht kleinreden, kann mich aber natürlich auch nur auf meine eigenen Erfahrungen verlässlich stützen.
    im Vergleich zu Valproat ( erhebliche Gewichtszunahme, machte mich aggressiv und zugleich traurig, brachte überhaupt nur in den ersten 5 Wochen Erleichterung mit der Migräne)
    oder Amitryptilin ( extreme Tagesmüdigkeit, Gleichgültigkeit, keine nennenswerten Effekte auf die Migräne)
    oder Metoprolol ( Antriebslosigkeit, dauerhafter Druck im Kopf, heftiges Schwindelgefühl beim Aufstehen oder auch Blickrichtungswechsel)
    um nur ein Paar zu nennen, finde ich die Bei mir unter Aimovig auftretenden Nebenwirkungen (leichtes Hautjucken, ab und an Verstopfung, die ich aber auch im Falle von Migräne habe,) tolerierbar.

    Keinesfalls aber möchte ich hier „Werbung“ machen. Hätte bei mir eine andere Prophylaxe gegriffen, wäre ich nicht diesem Hype hinterher gerannt und bin mir sicher, dass das auch bei anderen so ist.
    Ein bisschen habe ich schon das Gefühl mich verteidigen zu müssen, lese das auch bei Anderen, die gute Erfolge haben heraus.
    Wahrscheinlich ist nichts dran , vielleicht kann ich es einfach noch nicht fassen, dass es mir tatsächlich besser geht.
    Ich wünsche Allen hier gute Erfolge egal mit welcher Prophylaxe / Akutmittel
    Viele liebe Grüße
    V.

    Amei
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 24

    Liebe Vicky,

    es muss sich doch niemannd dafür entschuldigen, rechtfertigen oder verteidigen, dass es ihm/ihr jetzt besser geht!

    Du hast offensichtlich eine für dich gute Entscheidung getroffen. Sollte es irgendwann mal nicht mehr gut sein, kannst du neu entscheiden.

    Ich wünsche dir weiterhin viele schöne und migränefreie Tage. ☺👍

    Liebe Grüße
    Amei

    Ruth
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 45

    Liebe Vicky,
    vielen Dank für deinen positiven Bericht!
    Ich hatte zwischenzeitlich schon etwas Angst vor Almovig, das ich jetzt auch bald probieren werde.
    LG Ruth

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 340

    Hallo Vicky,

    eine Prophylaxe ist dafür da, dass man sie nutzt. Dem einen hilft sie, dem anderen nicht, der eine hat schlimme Nebenwirkungen der andere nicht.
    Das ist hier so und bei anderen Prophylaxen auch.

    So ist es halt. Da gibt es weder was schön zu reden noch was zu entschuldigen.
    Wenn es dir hilft, dann freu dich und genieße es.
    Alles andere wäre vergeudete Energie.

    LG Anna

    Collien2019
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Hallo,
    ich verfolge dieses Forum schon seit geraumer Zeit und finde mich in vielem Geschriebenen wieder. Außerdem freut es mich sehr für diejenigen, denen Aimovig gut hilft.
    Bei mir ist das leider nicht der Fall:
    Meine letzte Prophylaxe Trimipramin versagte im letzten Jahr immer mehr. Da ich schon sehr viel andere Medikamente zur Vorbeugung durch hatte (seit über 20 Jahren Migräne und andere Kopfschmerzen), wartete mein Neurologe genauso erwartungsvoll auf die Zulassung und Verfügbarkeit von Aimovig, wie ich.
    Nach so vielen Jahren schmerzbedingtem Teilzeitleben glaubt man an kein Wunder oder Heilmittel mehr. Aber ich war verhalten optimistisch, weil mir die Wirkweise von Aimovig sehr logisch erschien.
    Am 11.11.18 gab es also die erste Spritze. Einen Tag danach hatte ich auf der Arbeit ein Migräneerlebnis, dass ich bislang nicht kannte. Um 10.30 Uhr gings mir noch ganz gut, und 20 Minuten später war die Migräne bereits voll entwickelt. Ich fühlte mich echt wie angeschossen.
    Dennoch hat es mich nicht verunsichert, ich hielt es für eine Initialverschlimmerung. Die Tage darauf vergingen solala. Die Nebenwirkungen setzten sofort ein: mittelstarke Verstopfung und immer wieder spontane heftige Übelkeit. Am Schlimmsten bei Tee. Normalerweise trinke ich im Winter 1-2 Kannen davon im Büro. Jetzt hätt ich schon nach ner halben Tasse speien können.

    Vier Wochen später die zweite Spritze. Und dann ging der Horror los, aus dem ich bis jetzt noch nicht raus bin. Erstmal 6 Tage Migräne am Stück. Meine Akutbehandlung (Triptan, Ass, Novaminsulfon) wirkte kaum. Auch als ich mich wieder einigermaßen berappelt habe, musste ich feststellen, dass mein Sumatriptan sehr viel schlechter wirkt, seit Aimovig im Körper ist.

    Ich war mir eigentlich sicher, dass ich keine 3. Spritze nehmen werde. Dann dachte ich aber – komm – einmal noch. Es hätte letzten Sonntag sein sollen. Aber Samstag Abend kam wieder, so plötzlich wie seit Wochen, üble Migräne die nicht aufhören wollte.
    Das Migräneverhalten hat sich seit Aimovig stark verändert. Ich kann nicht mehr einschätzen wann sie kommt, sie hat keinen Rhytmus mehr und überfällt mich wie ein Löwe eine Antilope.

    Die 3. Spritze liegt noch im Kühlschrank. Ich werde sie nicht nehmen. Ich habe ein unsagbar schlechtes Gewissen deshalb. So ein teures Medikament liegt bei mir unbenutzt. Viele wollen es und bekommen es nicht.
    Ich würde es ja gern zurückgeben. Nur glaubt man mir, dass ich die Kühlkette penibel eingehalten habe?

    Ich kann es einfach nicht nehmen. Nicht noch vier Wochen mit Aimovig im Körper.

    Hoffentlich verunsichere ich niemanden mit meiner persönlichen Erfahrung. Liebend gern hätte ich etwas Positiveres geschrieben.

    AndreaClaudia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 115

    Hallo, kleines Update. Am 5.1. die 3. Spritze, vorher 28 Tage ohne Triptan. Am 29. Tag Migräne, Triptan genommen, wirkte schnell und Abends dann die Spritze. Seit dem relative Ruhe. Ich bekomme immer wieder leichte Kopfschmerzne, aber die verziehen sich. Ich traue dem Erfolg aber erst, wenn ich wieder voll arbeite. Viel Stress war auch immer viel Migräne und ich habe seit dem Beginn von Aimovig weniger gearbeitet. Ich spüre aber eine positive Tendenz und hoffe, dass es so weitergeht. Schade für alle, die keinen Erfolg oder sogar eine Verschlechterung erleben. Das ist echt blöd, weil man ja mit der Migräne schon genug zu tun hat. Dieses Jahr kommen die anderen Wirkstoffe sicher auch und dann gibt es einen neuen Versuch! LG Andreaclaudia

    Honigbiene
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6

    Liebe Collien…
    Bitte hab kein schlechtes Gewissen wegen der Spritze im Kühlschrank .Ich kann dich voll und ganz verstehen .Wenn es einem so elend geht ,kann man sich einfach nicht dazu durchringen ,es weiter zu versuchen .Mir ging es ja ähnlich. Zum Glück wirkte meine Akutmedikation noch zuverlässig ,bis auf einmal und das war Horror …die Vorstellung ,dass du keine gute Wirkung mehr hast ist schrecklich ..es tut mir sehr leid für dich .
    Ich kann dir von mir aus sagen ,dass ich mich jetzt nach 3 Wochen ,die nun nach der nicht genommenen Spritze vergangenen sind ,körperlich endlich wieder gut fühle. Bis auf die olle Migräne natürlich 🤕
    Und du verunsichert auch keinen..jeder der Aimovig probieren möchte ist gut informiert und aufgeklärt und hat sich intensiv damit beschäftigt.Hier sind ja auch viele sehr gute Erfahrungen geschrieben worden .Und jeder entscheidet für sich selbst.Bettina schrieb ja auch ,das positive und negative Erfahrungen wichtig sind in diesem Forum und auch erwünscht .Ich hoffe dir geht es auch bald wieder besser …LG Honigbiene

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4423

    Hallo Collien,

    sei herzlich gedankt für deinen Bericht. Wir alle hier profitieren davon. Es wäre fatal, wenn nur die schreiben würden, die Positives zu berichten haben. Natürlich ließt sich das für alle besser. Aber nur wer alle Daten kennt, kann eine wahre Entscheidung für sich treffen.

    Wie gerne würde ich zu einem Erfolg gratulieren. Es tut mir sehr leid, dass die neue Prophylaxe bei dir nicht greift. Deine Entscheidung kann ich sehr gut nachvollziehen.

    Es geht weiter in der Forschung. Wir werden weiter hoffen.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 340

    Hallo Collien,

    das ist wirklich gemein. Als ob man nicht schon gequält genug wäre.
    Da hat man so große Hoffnung und dann hat man nicht nur keine Wirkung und Nebenwirkungen, es wird auch noch schlimmer.
    Und dann muss man auch noch abwarten, bis das Zeug wieder aus dem Körper ist.

    Ich kann gut verstehen, dass du das nicht nochmal riskieren willst, Geld hin oder her.
    Ich hoffe, es geht dir bald wieder besser und vielleicht schlägt ja eines der nächsten Mittel bei dir an.

    LG Anna

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 3 Tagen von  Anna.
    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Liebe Collien,

    tut mir sehr leid für Dich, aber so kanns halt auch mal gehen. Es sind ja schon neue Antikörper in der Pipeline, vielleicht hilft Dir einer der anderen.

    Die 3. Spritze liegt noch im Kühlschrank. Ich werde sie nicht nehmen. Ich habe ein unsagbar schlechtes Gewissen deshalb. So ein teures Medikament liegt bei mir unbenutzt. Viele wollen es und bekommen es nicht.
    Ich würde es ja gern zurückgeben. Nur glaubt man mir, dass ich die Kühlkette penibel eingehalten habe?

    Sprich unbedingt mit Deinem Arzt und zwar zeitnah! Die Spritze kann sicher zurückgenommen werden, da sie auch nach einer eventuellen Unterbrechung der Kühlkette noch zwei Wochen lang verwendet werden kann. Es wäre zu schade, würde sie nur ungenutzt im Kühlschrank vergammeln. 😉

    Alles Gute und liebe Grüße,
    Bettina

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 358

    Hallo zusammen,
    wie handhaben diejenigen, die von Aimovig profitieren, es eigentlich mit den bisherigen Prophylaxen? Ich setze kommenden Montag meine 3.Spritze und habe besonders nach der 2. enorm positiv reagiert, bislang nur eine Attacke drei Wochen danach, mit Naratriptan behandelt. Nehme bislang weiterhin Doxepin 50mg und Micardis, habe aber eher niedrigen Blutdruck,also dafür brauche ich Micardis nicht. Nun ist die Pckg fast aufgebraucht. Ich dachte bislang, den Erfolg kann man wohl besser beurteilen, wenn ich die Medis wie vorher auch nehme.
    Ich traue mich noch gar nicht so recht, mich zu freuen, kann es kaum glauben, hoffe nur, dass es so bleibt. Dann würde für mich gefühlt ein neues Leben anfangen…

    Für alle diejenigen, die umsonst gehofft haben, tut es mir wirklich leid – doch ihr wisst ja, bald gibt es die nächsten Alternativen 😉

    Herzliche Grüße
    Jasmin

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 652

    Hallo Collien und alle anderen,

    ich danke auch allen, die berichten – ob nun Positives oder nicht so erfreuliches.

    Für diejenigen, bei denen sich Aimovig nicht als hilfreich erweist oder sogar die Migräne schlimmer geworden ist oder sogar die Triptane nicht mehr so gut wirken: Womöglich bringt diese „Nebenwirkung“ neue Erkenntnisse. Denn der Antikörper bewirkt ja was – wenn auch nicht das Erwünschte. So können u. a. auf Basis dessen wieder neue Wirkstoffe entwickelt werden. Das ist natürlich nur ein schwacher Trost. Aber wahrscheinlich wird derzeit (nach den ersten Erfolgen mit Aimovig – einem Medikament was speziell als Migräne-Prophylaxe entwickelt wurde – noch intensiver geforscht und entwickelt als schon vor Jahren …

    —-

    Ob die Triptane dann wohl wieder genauso gut wirken wie vor der Aimovig-Spritze, sobald der Antikörper ganz aus dem Körper raus ist?

    —-

    Ich würde mich freuen, wenn diejenigen, die berichten, auch erzählen würden, ob sie zuvor eine Triptanpause eingelegt haben. Wahrscheinlich hatten ja „recht viele“, die Aimovig nun testen, zuvor Probleme mit Einhaltung der 10/20-Regel und waren vielleicht sogar im Triptanübergebrauch.

    Viele Grüße
    Susisonne

    Saby
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1

    Hallo Zusammen und besonders Susisonne,

    seit 40 Jahre Migräne, davon ca. 10 Jahre chronisch, alle verfügbaren Prophylaxen ohne Erfolg…

    und jetzt Aimovig – Erfolg mit einigen Einschränkungen

    Sehr erfolgreich in Bezug auf die Triptaneinnahmetage
    bisher ca. 15 Triptaneinnahmetage pro Monat
    im 1. Monat mit Aimovig nur 3(!) Triptantage
    im 2. Monat mit 8 Triptantagen ausgekommen

    Die Einhaltung der 10-20-Regel habe ich die letzten Jahre nur kurzfristig unter längerer Cortisoneinnahme (12 – 21 Tage) geschafft. Und vor Aimovig habe ich keine(!) Schmerzmittelpause gemacht.

    Negativ habe ich festgestellt, dass das Triptan oft nicht oder schlechter als vorher wirkt.
    Auch hat sich die Anzahl der Migränetage nicht signifikant verringert, lediglich die Schmerzstärke ist an vielen Tagen leicht reduziert, sodass ich etliche Tage ohne Triptane aushalten konnte. Da ich seit 4 Jahren im Vorruhestand bin, war das für mich machbar. Einzelne Migräneattacken waren aber extrem stark. (Also bisher überwiegend Schmerzstärke 7-8, jetzt häufig 5-7, teilweise aber 9)
    Als Nebenwirkung habe ich leichte Hautprobleme, leichte Verstopfung, aber (mittel-)starke Übelkeit/ Magendruck und einen ständigen sehr intensiven unangenehmen Geschmack im Mund (salzig, bitter, eitrig). Sollte dieses Phänomen noch jemand auch festgestellt haben, wäre ich über einen entsprechenden Bericht dankbar.

    Viele Grüße,
    Saby

    Honigbiene
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 6

    Liebe Saby..
    Hier im Forum *Aimovig Verlauf* kannst du schon viele Erfahrungsberichte nachlesen..positive und negative…
    Ich habe keine Triptanpause vorher gemacht ,hatte nach der 1.Spritze 6 Attacken in 4 Wochen, nur bei einer wirkte das Triptan überhaupt nicht…bei den anderen aber gut wie immer .Mein einziges großes Problem war die Übelkeit ,so schlimm das ich oft schweißgebadet war und mehrere Tage gar nicht mehr essen konnte ,auch Druck im Bauch .. völlige Appetitlosigkeit und Ekel vor Kaffee, ich habe mich nur noch durch den Alltag geschleppt .Diese Nebenwirkung konnte ich mit meinem Leben und meiner Arbeit (bin Anästhesieschwester) nicht mehr vereinbaren. Also keine 2.Spritze .. jetzt ist alles wieder weg und es geht mir wieder gut.
    LG Honigbiene 🐝

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Willkommen im Forum, liebe Saby. 🙂

    bisher ca. 15 Triptaneinnahmetage pro Monat
    im 1. Monat mit Aimovig nur 3(!) Triptantage
    im 2. Monat mit 8 Triptantagen ausgekommen

    Eigentlich ja doch eine gute Reduktion der Attackenanzahl. Wenn sie nun auch noch leichter verlaufen, ist das auf jeden Fall eine gute Verbesserung für Dich. Die Nebenwirkungen sind natürlich nicht so einfach zu ertragen, aber wahrscheinlich noch besser als ständig schwere Attacken.

    Wegen des unangenehmen Geschmacks im Mund solltest Du Deinen Arzt zeitnah ansprechen. Er kann feststellen, ob vielleicht eine Entzündung diesen Geschmack hervorruft.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Collien2019
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 11

    Danke für eure aufbauenden Worte. Haben mir sehr geholfen!
    Ich habe gestern beim Neurologen angerufen. Es ist gar kein Problem. Ich kann
    den Pen zu meinem nächsten Termin mitbringen. Der ist zum Glück schon nächste
    Woche.

    Es scheinen ja doch einige zu sein, bei denen Triptan unter Aimovig-Einfluss nicht so
    gut wirkt.
    Ich bin jetzt am 5. Tag ohne Nachfolgespritze. Und da ich zur Zeit absolut migränegebeutelt
    bin, kommt oft Sumatriptan zum Einsatz. Zuletzt am Mittwoch. Und es wirkt tatsächlich
    wieder besser. Das hilft mir auch psychisch – zu wissen, dass der Notfallanker auch
    zieht.

    Saby:
    Zu Beginn mit Aimovig hatte ich quasi sofort mittelstarke Verstopfung und immer wieder
    spontane Übelkeit. Fühlte sich an, wie zuviel Säure im Magen.
    Aber obwohl die Hauptwirkung nie einsetzte und mein Schmerzzustand sehr viel schlimmer
    wurde, muss ich sagen, dass die Nebenwirkungen ab der 2. Spritze besser wurden.
    Gegen die Verstopfung hab ich die Magnesiumdosis verdoppelt und n paar mehr zuckerfreie
    Bonbons gelutscht. Die Übelkeit wurde von allein besser.
    Ansonsten hatte ich keine Nebenwirkungen.
    Es gab zwar auch Tage, an denen sich Migräne ankündigte, dann aber wieder verschwand ohne
    dass ich was einwerfen musste – aber das waren zusätzliche Tage und insofern keine
    Milderung.

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Ich habe gestern beim Neurologen angerufen. Es ist gar kein Problem. Ich kann
    den Pen zu meinem nächsten Termin mitbringen. Der ist zum Glück schon nächste
    Woche.

    Klasse! Nun kann der Wirkstoff doch noch für jemand anders genutzt werden und Du brauchst kein schlechtes Gewissen mehr zu haben. 🙂

    Jacky1970
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7

    Hallo zusammen,
    ich melde mich heute auch mal wieder zu Wort, nachdem ich täglich jeden neuen Beitrag hier sehr neugierig verfolge 🙂
    Ich habe mir am 27.12. nun meine 2. Aimovig-Spritze (140 mg) verabreicht. Bis jetzt merke ich weder positive noch negative Auswirkungen auf meine Migräne. Es war eventuell ein Fehler, dass ich am nächsten Tag für eine Woche weggefahren bin und dadurch aus meinem geregelten Alltag heraus war. An Nebenwirkungen hab ich immer noch, wie auch schon bei der ersten Spritze, täglich ca. 8-10 mal ein heftiges kurzes Stechen an verschiedenen Stellen im Kopf. Von daher scheint sich irgendetwas zu tun. Doch hab` ich dies noch bei keinem anderen hier gelesen. Ansonsten hab ich die letzten Wochen vermehrt eisig kalte Hände oder Füße (was bei mir normalerweise nie vorkommt). Doch sonst vertrage ich Aimovig bis jetzt ganz gut.
    Allerdings macht mir eine andere Sache etwas Bedenken. Ich nehme auch immer noch meine bisherige letzte Prophylaxe: Topiramat 125 mg, Metoprolol 100 mg und Amitriptylin 35 mg. Nachdem ich vor 4 Wochen bei der Blutabnahme relativ schlechte Leber- und Nierenwerte (GFR nach CKD-EPl: 51,3, Kreatinin: 1,2) hatte, hab ich das Topiramat auf 50 mg reduziert. Beim heutigen Ergebnis musste ich jedoch feststellen, dass die Nierenwerte immer noch nicht besser sind.
    Geht es jemandem von Euch ähnlich? Bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob die Werte vom Topiramat oder von Aimovig schlechter geworden sind.
    @susisonne: Ich hab übrigens vor der Spritze auch keine Triptanpause eingelegt, mich jedoch an die 10/20-Regel gehalten.

    Liebe Grüße
    Jacky

    Elfe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 16

    Liebe Aimovig-Erfahrene,
    in vier Tagen wäre bei mir die nächste Aimovig Spritze fällig. Ich weiss absolut nicht, ob ich sie nochmal nehmen soll. VIelleicht könnt ihr mir ein bischen bei der Entscheidung helfen? Meine Neurologin überläßt die Entscheidung mir selbst.
    Am 8. Tag nach der Spritze habe ich eine richtig schwere Depression bekommen, die seither auch nicht weggegangen ist. Zusätzlich hatte ich seit Anwendung der Spritze trotzdem noch 11 Migräneanfälle, ca. 6 Anfälle weniger als ohne Aimovig, ABER sie sprechen nicht mehr so gut auf Triptane an. Ich bin an den 11 Tagen absolut ausgeknocked, muss im Bett bleiben.
    Zum Glück ist meine Berentung genehmigt worden und ich kann das jetzt wenigstens. Aber es drückt auf meine Stimmung und auf die Stimmung der Familie, was mir sehr zu schaffen macht.
    Es fällt mir schwer, ein Medikament, auf das ich große Hoffnungen gesetzt habe, beiseite zu lassen.
    Es ist wieder das bekannte Gefühl der Ohnmacht und Verzweiflung da, wie auch bei anderen Prophylaxen, die z.T. gut gewirkt haben, aber auch wegen zu starken Nebenwirkungen abgesetzt werden mussten.
    Wie geht es anderen Aimovig-Non-Respondern?
    Danke für eure Antworten,
    Elfe

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 652

    Hallo Elfe,

    bist du sicher, dass die Depression vom Aimovig kommt? Oder tritt sie bei dir auch ansonsten auf?

    Ich bin nun überfragt, ob Depression eine bekannte Nebenwirkung bei Aimovig ist, aber ich glaube nicht, oder? Was ja nicht heißt, dass es bei dir keine Nebenwirkung sein kann.

    Frage an Bettina:
    Wann ist denn der nächste Chat mit Prof. Göbel? Prof. Göbel könnte man sicherlich näheres zu möglichen Nebenwirkungen fragen und auch ob die schlechtere Ansprache auf Triptane – was anscheinend doch mehrere haben – nur in der Anfangszeit der Anwendung auftritt.

    Viele Grüße
    Susisonne

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Hallo Elfe,

    ich würde noch einen Versuch wagen an Deiner Stelle, denn wenn Du es jetzt abhakst, ist das Thema für Dich beendet. Vielleicht geht es Dir ja nach der nächsten Spritze insgesamt besser. Wenn die Attacken auf Triptane nicht so gut ansprechen, wäre vielleicht Novalgin eine Option. Alles Gute!

    Frage an Bettina:
    Wann ist denn der nächste Chat mit Prof. Göbel? Prof. Göbel könnte man sicherlich näheres zu möglichen Nebenwirkungen fragen und auch ob die schlechtere Ansprache auf Triptane – was anscheinend doch mehrere haben – nur in der Anfangszeit der Anwendung auftritt.

    Hallo Susisonne, schau bitte immer rechts in die Sidebar, da stehen die aktuellen Termine. Der nächste Chat ist somit am 28.01.

    Ich will nur schon mal vorausschicken, dass es noch kaum Erfahrungswerte gibt und Dir auch Prof. Göbel nicht die Antwort geben kann, die Du vielleicht erwartest.

    Ich bin nun überfragt, ob Depression eine bekannte Nebenwirkung bei Aimovig ist, aber ich glaube nicht, oder? Was ja nicht heißt, dass es bei dir keine Nebenwirkung sein kann.

    Doch, diese Nebenwirkung wird immer wieder mal gemeldet.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Pepita
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 51

    Liebe Elfe

    Ich habe etwas ähnliches erlebt.
    Ich bin in der 3.Woche seit der Esten Spritze.
    Die Ersten Tage war ich sehr müde, aber sonst ok.
    Nach 6 Tagen in der Nacht bin ich aufgewacht und hatte von null auf Nichts das Gefühl einer Depression mit Schlafstörung, Druck und Engegefühl in der Brust und eine unerklärliche Weinerlichkeit. Das dauerte etwa eine Woche.
    Nun bin ich was die Depression betrifft soweit wieder ok.
    An Nebenwirkungen merke ich sonst immer wieder einen entzündeten Rachen und Zunge und Müdigkeit und fühl mich allgemein nicht super gesund. Das ist aber machbar.
    Wirkung kann ich im Moment keine Signifikante feststellen.

    Ich habe auch sonst eine Anfälligkeit für Depressionen und Medikamente die den Ruf haben eine Depression auslösen zu können, (Topiramat u Betablocker) tun das dann bei mir auch mit grosser Zuverlässigkeit.

    Zu Deiner Frage:
    Allenfalls könntest Du das Medikament Absetzen und warten ob die Depression verschwindet wenn das Mittel abgebaut ist (da weiss ich aber nicht, wie lange das dauert). Tut sie das, ist Aimovig allenfalls eine schlechte Wahl für Dich.
    Im Moment wissen wir ja glaube ich noch nicht, ob, die Nebenwirkungen mit der Dauer der Einnahme verschwindet.
    Tut sie es nicht und die Depression ist z.B Winterbedingt, könntest Du ja in ein paar Monaten einen neuen Versuch starten wenn man auch schon etwas mehr darüber Bescheid weiss. Ob ein solches Verschieben in Deutschland Krankenkassentechnisch Möglich ist, weiss ich nicht.

    Alles Liebe
    Pepita

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 652

    Hallo zusammen,

    danke, Bettina, für den Hinweis. Hätte ich auch selbst sehen können, sorry – aber so ist das Thema (neuer Chat) zumindest angesprochen …:)

    und Dir auch Prof. Göbel nicht die Antwort geben kann, die Du vielleicht erwartest.
    Erwarten tue ich das nicht, denke nur, dass er ja „den direkten Draht“ hat und vermute deshalb, dass er mehr dazu sagen kann/wird, wie Aimovig in Deutschland und anderen Ländern bei den Patienten wirkt bzw. welche Nebenwirkungen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit bislang aufgetreten sind.

    Allen ein schönes Wochenende!
    Viele Grüße
    Susisonne

    Matthias
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 40

    Hallo Zusammen,

    ich denke man muss vorsichtig sein Aimovig nicht alles unterzuschieben, was einem widerfährt.
    Ich kann nur von meiner Erfahrung berichten. In den ersten drei Monaten hatte ich auch das Gefühl, dass die Neben-Symptome wie Schwindle, Abgeschlagenheit, Depri, … noch das sind und eben nur der Schmerz fehlt oder geringer ist. Ich hatte auch in den ersten zwei Monaten Migräne-Anfälle, die absolut heftig waren, aber eben nicht mehr so viele.
    Das ganze hat sich erst nach drei Monaten stabilisiert und auch die anderen Symptome sind besser geworden oder verschwunden.
    Was sich über Jahrzehnte manifestiert hat braucht auch einen Prozess und Zeit sich zu ändern.

    Ich würde auf gar keinen Fall aus den ersten 2-3 Monate Schlüsse ziehen, die kein zurück mehr ermöglichen.
    Im Schnitt bin ich seit dem bei 1/3 der Triptan-Tage. Triptan wirkt inzwischen wieder so wie früher auch wenn ich zwischenzeitlich bei den heftigen Anfällen mal die doppelte Dosis nehmen musste.

    Ich bin gut entfernt von der 10/20 Schwelle und muss mir darum nicht ständig einen Kopf machen.
    Davor hatte ich 14 Triptantage.
    Ich hatte einen ganz schlechten Dezember, wieder hoch auf 8.
    Ich glaube aber auch, dass es auch mit Aimovig ein „Fass-voll“ Thema ist. Wenn erhebliche Wetteränderungen, bei mir Mond und vor allem unmöglicher und unmenschlicher Stress die Energie sowieso schon auffressen, hat es die Migräne auch mit Aimovig leichter. Ich denke jeder weiß was die eigenen Trigger sind.

    Im Januar bin nun schon seit 8 Tagen wieder völlig schmerzfrei.
    Ich bin aber auch von Monatsberechnung auf 28 Tage umgestiegen. Dies hat das Level im Körper seit zwei Wochen nochmals erhöht und ich bin davon überzeugt, dass es -zumindest bei mir- ein höheres Level braucht und ein möglichst gleichmäßiges Level.

    Ich werde vor 12 Monaten auf keinen Fall ein abschließendes Resümee ziehen. Alleine das Ergebnis von heute, wie es nach 8 Monaten ist, ist trotz aller Zwischentiefs und Anfangsschwierigkeiten um Meilen besser an Lebensqualität als alles davor oder jedes andere Prophylaktika, das mehr Nebenwirkungen als Wirkung hatte.
    Aimovig ist das erste Medikament mit Primärziel Migräne, die Chance sollte man nicht so schnell aufgeben.

    Ich denke nach der 1-3 Spritze oder innerhalb der ersten drei Monate sollte man nicht aufgeben. Vielleicht sind einige der aufgeführten Nebenwirkungen auch anderer Genese.

    Ich drücke uns allen weiter die Daumen für gute Besserung.

    LG, Matthias

    AndreaClaudia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 115

    Hallo Matthias, danke für deine differenzierten Betrachtungen.Ich glaube auch, dass wir zu sehr in unseren Körper hinein horchen und gern die Schuld auf Aimovig schieben.
    Mir geht es wie dir, ich profitiere sehr und warte aber mit einem endgültigem Fazit noch ein paar Monate. Sicher kann man aber sagen, dass wir gute Responder sind, aber eben nicht geheilt und weiter sensibel . So ist aber das Leben viel lebenswerter und man sollte dem Mittel eine Chance geben.
    LG AndreaClaudia

    Pepita
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 51

    Lieber Matthias

    Danke für Deinen Bericht! Ich bin z.B sehr froh zu lesen, dass bei Dir die Nebenwirkungen mit der Dauer nachgelassen haben. Ich sehe es genauso wie Du, dass man nicht alles Aimovig in die Schuhe schieben sollte und kann. Auch braucht jede Prophylaxe seine Zeit, weshalb ich bisher noch nicht berichtet hatte, da ich am Abwarten bin.

    Elfes Aufruf hat mich aber an mein Erleben erinnert.
    Interessant fand ich es mit der plötzlich auftauchenden und wieder verschwindenden Depression eben schon. Auch würde mich interessieren, ob dies vermehrt passiert und ob wenn ja, das Menschen sind die auch sonst eine Anfälligkeit für Depressionen zeigen.

    Meine Anregung war so gemeint, dass man es sich auch überlegen darf, wenn man nur erst die Erste Spritze bekommen hat und wenn es krankenkassentechnisch überhaupt möglich ist, den Versuch zu verschieben auf dann, wenn man gerade nicht in einer fetten Depression steckt (mit einer solchen hat man ja genug am Hals). Das heisst aber nicht das Medikament nach einem Monat abzuschreiben sondern einfach die Eingewöhnungsphase zu verschieben auf einen besseren Moment.

    Viele Grüsse
    Pepita

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27207

    Ich denke, man sollte Aimovig so wie jede andere Prophylaxe auch sehen. Wir raten immer, einer Prophylaxe Zeit zu geben und nicht vorschnell zu urteilen und gleich aufzugeben. Die Nebenwirkungen müssen halt tolerierbar sein, das versteht sich von selbst.

    Meine Anregung war so gemeint, dass man es sich auch überlegen darf, wenn man nur erst die Erste Spritze bekommen hat und wenn es krankenkassentechnisch überhaupt möglich ist, den Versuch zu verschieben auf dann, wenn man gerade nicht in einer fetten Depression steckt (mit einer solchen hat man ja genug am Hals). Das heisst aber nicht das Medikament nach einem Monat abzuschreiben sondern einfach die Eingewöhnungsphase zu verschieben auf einen besseren Moment.

    Hallo Pepita, ich denke, das ist auch verständlich rübergekommen und der Vorschlag ist gut. Bevor man ganz aussteigt, ist es besser, eine Behandlungspause einzulegen und abzuwarten, ob sich die Depression nach Absetzen wieder verbessert.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Matthias
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 40

    Wenn man Migräne-Betroffene irgendwie in eine Schublade schieben will, dann gehört da sicherlich ein gewisser Perfektionismus und mehr Empathie als Durchschnitt dazu. Damit auch einhergehend eine gesteigerte Empfindsamkeit. Das ist alles eine gute Grundlage auch mal Depri zu sein. Ich glaube das kennen ganz viele von uns.

    Was ich mit meinem letzten Post auch sagen wollte: Wir kennen uns doch besser als jeder andere und haben über die Jahre ein sehr gutes Gespür für uns selber entwickelt. Dann sollte es auch absolut ok sein, nach 2-3 Monaten auch darauf zu reagieren was unser Körper uns sagt und zu experimentieren. Man muss ja nicht stur bei 28 Tagen bleiben, man kann die Zeit zwischen den Spritzen ja auch mal verlängern oder verkürzen. Ich glaube man merkt ganz schnell, was einem gut tut. Es passt nicht alles auf jeden und so muss jeder seine Kombi und seine beste Dosierung finden. Habt Mut dazu.

    Pepita
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 51

    Lieber Mattias

    Die Schublade mit der gesteigerten Empfindsamkeit die zum Overload führt wird für viele von uns wahrscheinlich gut passen.
    Zeiten mit vermindertem Antrieb und verstimmten Gemüt sehe ich auch einfach als natürliche Vorgänge und einen Teil des Lebens den man so stehen lassen kann.

    Für mein Erleben ist eine Depression jedoch ein physisch-psychischer Zustand der den Leidensdruck meiner Migräne klar übertrifft und mit einer Verstimmung oder einem Tief nur noch wenig bis gar nichts mehr zu tun hat.

    Reagiere ich auf ein Medikament mit einer Depression (wie z.B bei Topiramat) fühle mich innerlich Tod, habe körperliche Schmerzen, kann nicht mehr schlafen und essen, komme nicht mehr aus dem Bett, bin nicht mehr sozialkompetent und möchte sterben. Diesen Preis zu bezahlen wäre ich auch dann nicht bereit, wenn ich von einem Medikament ganz und gar keine und null Kopfschmerzen mehr hätte.

    Wenn Elfe von einer richtig schweren Depression nach der Einnahme von Aimovig erzählt die bestehen bleibt und das Mass von “einfach mal Depri sein” übersteigt, finde ich, dass es sich lohnt eine solche Einnahme gut zu überdenken auch wenn die Hoffnung auf das neue Medikament sehr gross war. Ich denke die Schublade für Depressionsbetroffene könnte nämlich sein, sich tendentiell von Allem eher zu viel aufzuladen, von sich zu erwarten dass man alles kann und packt und dabei nicht daran zu denken, dass man auch mal eine Rückzieher machen oder abwarten darf, bis die Bedingungen besser sind.

    Liebe Grüsse
    Pepita

    Elfe
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 16

    Liebe Pepita, Susisonne, Bettina und Matthias …,
    danke, ihr seid ja super, dass ihr auf meine dringende Frage so schnell geantwortet habt!
    Ihr habt natürlich recht, dass man nicht jede Befindlichkeitsstörung auf das Aimovig schieben darf und ich doch noch die nächste Spritze abwarten sollte.
    Ihr macht mir Mut, dass diese mögliche Nebenwirkung, wie auch bei dir, Pepita, wieder nachlassen kann. Wenn man halt plötzlich so unerwartet tief im Loch steckt, trotz Antidepressiva Einnahme, ist das schon eine Überwindung.
    Danke auch für den Tipp mit Novalgin liebe Bettina. Da mir sonst immer nur Triptane geholfen haben und Novalgin „für den Hasen war“, hatte ich es gar nicht mehr auf dem Schirm.
    Gut, dass ich euch für den Austausch zu diesen Themen gefunden habe!
    Einen schönen Sonntag wünscht euch,
    Elfe

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