Aimovig – Verlauf ??

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  • Bettina Frank – Admin
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    Beitragsanzahl: 27723

    Liebe Licki,

    erst mal – sehr schön, dass du so eine gute Wirkung durch Aimovig hast. 😊

    Durch die Blockade des Rezeptors kann ja CGRP nicht mehr erweiternd andocken und dann noch der 5-HT-Rezeptoragonist Triptan dazu. Muss ich mit dieser Symptomatik einen Herzinfarkt befürchten (bisher bin ich herzgesund)? Kann ich es wagen, die nächsten Tage meine dritte Injektion Aimovig zu applizieren?

    Du hast hier genau die Problematik angesprochen, die leider noch offen ist im Hinblick auf Langzeit-Erfahrungswerte. 🙄
    Bite lass dich kardiologisch durchchecken und vom Arzt umfassend beraten.

    Gute Besserung und liebe Grüße,
    Bettina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27723

    Ich bin noch unterwegs im Zug, kaum Internet. 😬

    Es gibt bereits Foren zum Thema Wetter, bitte mal danach suchen. Beiträge kann ich leider nicht verschieben. Texte kopieren und an anderer Stelle einfügen geht zwar, sie erscheinen dann allerdings unter meinem Namen.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 464

    Alles klar, dann müssten wir selbst eine Diskussionsgruppe aufmachen.

    LG Anna

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7351

    Das Thema Wetter findet Ihr unter „Gruppen“ auf der 2. Seite etwa in der Mitte:
    „Migräne und das liebe Wetter“

    Babsi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Hallo zusammen
    Ich bin neu hier:-) und lese schon eine ganze Weile in diesem Forum mit. Num. möchte ich gerne meine ersten, kurzen Erfahrungen mit Aimovig mitteilen.
    Ich leide seit Kindheit an Migräne. Und seit ein paar Jahren öfters mal chronisch. Auch ich habe alle möglichen Therapien hinter mir von Betablocker, Antiepileptika, Antidepressiva, Topiramat etc. Dann alternativ mit chinesischer Medizin, Homöopathie, Antroposophische Medizin. Und alle möglichen manuellen Therapien von Physiotherapie, Craniosacral, Osteopathie, Chiropraktik und div. Entspannungstechniken habe ich auch ausprobiert. Botox habe ich auch ein Mal erfolglos spritzen lassen. Und eine längere Zeit habe ich mich Ketogen ernährt. Dies hat mir anfangs sehr geholfen. Ich war fast zwei Monate Schmerzfrei! Alle anderen Therapien haben entweder nichts geholfen oder die Nebenwirkungen waren zu stark….ihr kennt das ja sicher alle.
    Ich wohne in der Schweiz und als da letzten Juli Aimovig auf den Markt kam, habe ich mich sofort an meinen Neurologen gewendet. Leider ist Aimovig hier nicht Kassenpflichtig und so hat ein längerer „Kampf“ zwischen Neurologe und KK stattgefunden, bis ich grad vor Weihnachten meine erste Spritze Aimovig 70mg bekam. Was für ein Weihnachtsgeschenk!:-) Ich bekomme nun 3 Monate Aimovig von der KK bezahlt. Dann muss ich weiter schauen. Mein Neurologe muss für die KK einen Bericht schreiben.
    Die letzten Monate waren sehr schlimm mit 12-15 Schmerztagen und vielen Absenzen bei der Arbeit. Ich war so glücklich und froh, dass ich mir am 22.12. die erste Spritze holen konnte.
    In der ersten Nacht nach der Spritze, bekam ich einen sehr sehr schlimmen Anfall. Ich dachte ich sterbe, oder ich wäre am liebsten gestorben. Es dauerte ewig, bis das Triptan (doppelte Dosis) endlich ein bisschen die Spitze vom Schmerz genommen hat. Nach zwei Tagen war dann alles wieder gut.
    Und seither habe ich ein neues Leben!! Ich habe in den ersten 28 Tagen nur EINEN Anfall gehabt und der dauerte nicht mal 24 Stunden! Ich bin so glücklich:-)
    Ich habe in diesen ersten 28 Tagen meinen Kopf auch öfters mal absichtlich „provoziert“. Alkohol getrunken(ich war ziemlich betrunken), längere Autoreise gemacht, Hallenbadsituation, total vollgepackt Tage…aber ich bekam NIE Schmerzen! Kein bisschen! Nichts!
    Gestern habe ich mir die 2. Spritze gespritzt. Diesmal hatte ich schon ein paar Stunden vorher leichte Schmerzen (Mens bedingte Migräne) und habe vorher ein Triptan genommen…half nichts…erst die doppelte Dosis half.
    Was ich aber trotz Aimovig öfters in den letzten 28 Tagen hatte: Aurasymptome mit allem drum und dran. Aber dies hört nach wenigen Minuten bis max. 2 Stunden wieder auf. Dann hatte ich auch selten mal das Gefühl Migräne zu haben, aber ohne Schmerzen (gibt es so etwas überhaupt?) hatte so ein „wummern“ im Kopf und war obersensibel und empfindlich gegen Alles. Wer kennt das auch?
    Was nehmt ihr, wenn Triptane nicht mehr wirken? Dieser Zustand macht mir Angst!
    Nebenwirkungen spüre ich absolut keine.
    Ich hoffe nun, dass diese Mens-bedingte Migräne bald wieder gut ist und ich die nächsten 4 Wochen wieder ein „normales“ Leben haben werde.
    Ich wünsche euch allen einen möglichst schmerzfreien Wochenstart und Grüsse euch herzlich
    Babsi<3

    Ema40
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Guten Morgen

    Am 3.12. hatte ich meine erste Aimowig Spritze erhalten. Nach über 10 Migräneanfälle im Dezember habe ich aufgehört die Anfälle zu notieren. Muss auch sagen, dass ich im Dezember viel Stress hatte, sowie auch Urlaub, Klimawechsel. Habe die Hoffnung fast aufgegeben, dass das Aimowig bei mir wirkt.

    Die zweite Aimowig Spritze bekam ich am 7.01. Hatte bis jetzt nur am 8.1. einen Migräneanfall. Sonst auch gar keine Nebenwirkungen. Hoffe jetzt wirklich, dass es weiterhin so bleibt.

    Liebe Grüsse
    Ema

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5570

    Liebe Ema,

    das klingt super! Ach, ich wünsche dir so sehr, und überhaupt allen hier, die positive Erfolge mit Aimovig haben, dass die gute Wirkung anhält. Und anhält. Und anhält… … …

    Liebe Grüße
    Heika

    Muddle
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 44

    Hallo zusammen,

    kennt jemand einen Arzt in Hannover, der Aimovig verschreibt?

    Meine Ärztin, von der ich bislang Botox erhalte, sieht mich als potenzielle Aimovig-Kandidatin. Botox wirkt bei mir zwar etwas, der Effekt ist aber als eher gering einzustufen. Leider sagte sie mir direkt, dass sie mir Aimovig selbst aus Budgetgründen nicht verschreiben kann. Sie verwies mich auf einen Arzt in einer Klinik, allerdings ist diese Klinik 60 Kilometer entfernt und da ich ein kleines Kind habe, kann ich nicht so ohne Weiteres nachnittags einen Termin wahrnehmen, d.h. es geht nur mitten am Tag und somit muss ich jedes Mal einen Tag Urlaub nehmen (mal von den Spritkosten abgesehen). Das Ganze einmal pro Quartal und vorher natürlich immer eine Überweisung holen. Das mag für manch einen banal klingen, für mich ist das aber ein hoher Aufwand. Daher bin ich auf der Suche nach einem anderen Arzt in Hannover und hoffe mir kann jemand weiterhelfen.

    Viele Grüße

    muddle

    Anne-Mone
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Hallo Babsi,

    was tun, wenn das Triptan nicht hilft? Diese Frage hat mich ebenfalls schon sehr beschäftigt denn das ist ja für einen Migräniker der Super-Gau.

    Für mich wurde folgende Lösung gefunden: Ich nehme Doxepin (bis zu 3x täglich 25mg) in Verbindung mit Vomex. Das Doxepin wirkt schmerzdistanzierend und macht müde. Vomex hilft ja bekanntermaßen gegen die Übelkeit und macht ebenfalls müde. Beide zusammen bewirken, dass ich den Anfall aushalten kann und größtenteils verschlafe. Natürlich ist man an dem Tag arbeitsunfähig, aber wenn ich so einen Anfall ohne Triptan ertragen kann dann ist das eine echte Alternative. So verfahre ich übrigens auch, wenn ich merke, dass es Richtung Übergebrauch geht. Die Doxepin/Vomex Einnahme zählt nicht als Einahmetag.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Anne-Mone

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5570

    Hallo Babsi,

    wenn bei mir das Triptan mal nicht wirkt (zum Glück sehr selten) oder ich eine Attacke ohne Medis aushalten muss, dann nehme abends ein 150mg Vomex-Zäpfchen. Das macht mich derart müde, dass ich auch mit starken Schmerzen einige Stunden wegdämmern kann. Diese Zäpfchen wirken noch viel intensiver als die 50mg Tabletten, zudem kann man den Magen umgehen, denn bei starker Übelkeit mag man ja manchmal nichts zu sich nehmen.

    Lieber Gruß
    Heika

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Monate von  heika.
    Babsi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Liebe Heika, liebe Anne-Mone
    Vielen Dank für eure Antwort und die guten Tips! Ich werde dieses Problem wohl auch demnächst mit meinem Neurologen besprechen.
    Momentan geht es mir wieder sehr gut, bin seit Montag morgen schmerzfrei und die 2.Spritze Aimovig zeigt immer noch keine Nebenwirkungen. Meine Migräne-App zeigt mir, dass ich in den letzten 30 Tagen nur 3 Migräne-Tage und 3 Triptan-Tage hatte 🙂 Sooo sah das bei mir schon lange nicht mehr aus…(normalerweise 10-15 Schmerztage)
    Liebe Grüsse
    Babsi

    heika
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 5570

    Super, Babsi! Einfach so weitermachen… immer so weitermachen… 🙂

    Leilani
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Hallo ihr Lieben,

    seit November erhalte auch ich Aimovig und habe schon fleißig eure spannenden Erfahrungen dazu gelesen.

    Nun müsste ich mir eigentlich heute wieder Aimovig spritzen, ich habe aber seit gestern wieder eine leichte-mittlere Migräneattacke, was meint ihr, sollte ich mir trotzdem das Aimovig spritzen??

    Mein Arzt meinte letztlich, man könnte ruhig auch bei einem Migräneanfall Aimovig spritzen, aber ich bekomme einige Stunden nach der Injektion immer einen heftigen Migräneanfall und wenn ich gerade schon Migräne habe und Sumatriptan deswegen eingenommen habe, dachte ich, es wäre vielleicht besser mit der Aimovig-Injektion zu warten bis der akute (hormonellbedingte) Migräneanfall abgeklungen ist… Wie würdet ihr vorgehen?

    Hier noch meine bisherigen Erfahrungen mit Aimovig:

    1. Monat mit 70 mg Aimovig: Nach der Injektion Migräneanfall, die nächsten 2 Wochen migränefrei (ich war dann aber auch im Urlaub, dann habe ich zwar meist weniger Migräneanfälle, aber nicht gar keine), in Woche 3+4 vier Migränetage

    2. Monat mit 140 mg Aimovig: Nach der Injektion Migräneanfall, dann ca. 1 Woche Spannungskopfschmerzen (neu, evtl. auch wetterbedingt!?), 2.+3. Woche migränefrei! 4. Woche dann hormonellbedingte Migräne, aber nicht so starke Attacken wie ohne Aimovig üblich

    3. Monat mit 140 mg Aimovig: Nach der Injektion Migräneanfall, dann wieder ca. 10 Tage Spannungskopfschmerzen, die vereinzelt zu leichter-mittlerer Migräne wurden, anschließend wieder hormonellbedingte Migräne.

    Im 3. Monat war die Wirkung von Aimovig nicht so gut wie vorher, was aber evtl. auch wetterbedingt sein kann. Insgesamt habe ich auf jeden Fall weniger Migränetage als vorher (12-18 ohne Aimovig; 7-9 mit Aimovig + 7-10 Spannungskopfschmerzen).
    Auffällig ist, dass ich jetzt viel Spannungskopfschmerzen habe, statt Migräne, womit ich aber besser umgehen kann. (Spannungskopfschmerzen waren mir vorher ziemlich unbekannt). Die Wirkung der Triptane hat sich auch etwas verändert. Da die Migräneanfälle vor Aimovig stärker waren, musste ich oft 2 Sumatriptantabletten/Sumatriptaninjektionen nehmen, wo jetzt eine ausreicht. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass die Triptane jetzt viel länger brauchen, ehe sie wirken und auch nicht mehr so gut wirken, sie mildern oft nur etwas ab (da die Anfälle insgesamt leichter sind, reicht das aber auch meist aus). Bzgl. der Spannungskopfschmerzen hilft mir Naproxen etwas, hat da vielleicht auch noch jemand einen Tipp für mich?

    Heute müsste ich mir nun zum 4. Mal das Aimovig spritzen, aber ich denke aufgrund des bestehenden Migräneanfalls (wenn auch nur leicht) warte ich lieber noch 1-2 Tage ab, oder?

    LG Leilani

    Matthias
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 49

    Hallo Leilani,
    aus meiner Sicht würde ich heute spritzen. Wenn Du schon was genommen hast, ist das eher gut, sonst bekommst du die Migräne in 2 Tagen beim Spritzen wieder. Meine Erfahrung ist, dass die Spritzen mit der Zeit immer weniger Migräne auslösen.
    Ich nehme einfach schon vorbeugend eine Naproxen zu den Spritzen, dann geht es gar nicht erst richtig los.
    Dran bleiben, die volle Konezentration im Blut hast Du erst nach 5 Monaten.
    LG, Matthias

    Babsi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Liebe Leilani
    Ich habe meine letzte Aimovig Spritze während einem hormonell bedingten Migräneanfall gespritzt. Dies war absolut kein Problem. Ich fand es sogar besser, da ich vorher schon ein Triptan eingenommen hatte (auch ich bekomme durch das Spritzen von Aimovig erst mal einen Anfall) und so dieser Anfall nach der Spritze abgeschwächt wurde. Auch bei mit wirkt das Triptan nicht mehr so stark, nimmt nur noch die Spitze vom Schmerz, es dauert länger bis die Wirkung einsetzt und ich muss oft 2 nehmen.
    Mach dir ruhig die Spritze. Es gibt keinen Grund es nicht zu tun. Es sei denn, du fühlst dich total unsicher, bist „total näb de Schueh“ (sagt man so in der Schweiz;-)) und hast Angst die Spritze zu „versemmeln“ Dann warte, bis du dich besser fühlst.

    Judihuiii, ich bin seit 10 Tagen Schmerzfrei! Aimovig wirkt…und immer noch keine Nebenwirkungen.
    Liebe Grüsse
    Babsi

    Anne-Mone
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 13

    Hallo zusammen,

    ich finde es schon sehr interessant, dass Ihr alle schreibt, dass bei Euch das Triptan unter Aimovig nicht mehr so gut und nicht mehr so schnell wirkt. Das habe ich auch bei mir festgestellt. Allerdings habe ich keinen Zusammenhang zu Aimovig gesehen, bevor ich hier im Forum darüber gelesen hatte.

    Warum wird das eigentlich nicht im Beipackzettel erwähnt? Auch mein Arzt hat bei der Verordnung nichts davon gesagt. Das Triptan ist mein Rettungsanker im Alltag. Mir macht es ehrlichgesagt Angst, dass ich mich nicht mehr auf die Wirkung verlassen kann.

    Liebe Grüße
    Anne-Mone

    Leilani
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Vielen lieben Dank Babsi, Anne-Mone und Matthias für eure lieben Ratschläge!

    Als ich meinem Doc sagte, dass die Triptane bei mir nicht mehr so gut mit Aimovig wirken und die Wirkung dann auch meist erst viel später eintritt, meinte er, das wäre ihm neu. Allerdings sind meine Migränekopfschmerzen nun auch nicht mehr so stark, sodass ich bisher nicht mehr – wie an manchen Tagen vor Aimovig – 2 Triptandosen einnehmen musste, sie lassen sich nun mit einer Triptaneinnahme aushalten.

    Eure Tipps das Aimovig heute zu spritzen, da dann das eingenommene Triptan den ‚Aimoviganfall‘ schon abschwächen würde, leuchten natürlich ein… Jedoch hat das Sumatriptan heute kaum gewirkt bzw. die Schmerzen wechselten dann über den ganzen Kopf rüber. Daher bin ich noch etwas unsicher, ob ich es heute Abend noch spritzen sollte… Nicht, dass die Schmerzen dann vielleicht noch richtig schlimm werden, und ich dann morgen nicht arbeiten kann, falls ein Triptan dann vielleicht gar nicht mehr ausreichend wirken sollte, denn den stärksten Migräneanfall habe ich immer nach der Aimovigspritze. Daher hatte ich überlegt das Aimovig am Freitag nach Feierabend zu spritzen, dann hätte ich auf jeden Fall das Wochenende zum Migräne auskurieren… Vielleicht denke ich auch einfach zuviel…. 😉

    1000 Dank noch einmal für eure Hilfe und einen schönen Abend euch allen!

    LG Leilani

    Matthias
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 49

    Hallo Zusammen,
    den Zustand, dass ich unter Aimovig in den ersten Monaten auch manchmal zwei Triptane brauchte und ich den Eindruck hatte, dass es nicht mehr so gut wirkt, ist bei mir nach einiger Zeit verflogen. Inzwischen wirken die Triptane wieder so gut wie eh und je. Für mich war das eine Anfangserscheinung.

    Lg,
    Matthias

    Leilani
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 18

    Hallo Matthias,

    na das freut mich ja jetzt richtig, danke dir für diese gute Nachricht!!

    Dann wird sich das ja sicher bei mir und hoffentlich allen, bei denen die Triptane derzeit auch nicht mehr so gut wirken, mit der Zeit auch wieder bessern.

    LG Leilani

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27723

    Hallo Matthias, schön zu hören, dass es sich bei Dir nun richtig gut eingependelt hat und Du so gut profitierst! 🙂

    Manu
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1

    Lieber Matthias, jetzt lese ich mich auch schon seit zwei Wochen so durch dieses Forum und möchte mich auch bei Dir bedanken, daß Du so gut beschreibst, wie Aimovig bei Dir wirkt, welche Nebenwirkungen Du empfindest und auch was Du über die Wirkung der Triptane schreibst. Das hilft mir sehr.
    Ich habe nun die zweite Aimovig-Spritze genommen und für mich hat ein neues Leben begonnen. Ich (52 J., seit fast 40 Jahren Migräne, inzwischen 25 Migränetage im Monat, immer wieder genügen die Suma-Tabletten nicht, da brauche ich ein bis zwei Hormosan-Spritzen).
    Nach der ersten Spritze hatte ich zwei Wochen lange gar keine (!) Migräne. Unfassbar, das hatte ich seit 20 Jahren nicht mehr. Endlich kann ich mal ausschlafen. Nicht um fünf Uhr morgens wach werden, mit Nackenschmerzen, Kopfschmerzen und Übelkeit. Wenn ich da keine Suma nehme, habe ich sicher um 7 Uhr eine fette Migräne. Und selbst mit Suma habe ich nur eine 50:50-Chance auf einen halbwegs entspannten Tag. Also Ausschlafen!!!!! Großartig. Auch mal nach 24 Uhr ins Bett ohne Angst vor Migräne. Vor zwei Tagen war ich mit meinem Mann endlich mal wieder in einer Saunalandschaft – ohne daß ich sofort Migräne bekommen hätte. Ein Traum! Wenn ich mir etwas vornehme, kann ich es auch wirklich einplanen: Shoppen, Freundin treffen.
    Aber das Gefühl das Matthias beschreibt, dass die Migräne an manchen Tagen so wie ein Schatten mitläuft, das habe ich auch. Also typische Migräne-Begleiter wie Übelkeit, Verspannung im Schulter-Nackenbereich, Müdigkeit, o.ä. sind zeitweise da, aber nur ein Bruchteil von der üblichen Stärke und sie verschwinden auch recht schnell wieder. Also ich merke, dass ich eigentlich eine Migräne hätte, aber sie kann nicht „durchstarten“.
    Was im ersten Aimovig-Zyklus auch ein wenig beängstigend war: Nach zwei völlig migränefreien Wochen hatte ich eine Woche quasi Migräne am Stück. Und auch ich habe beobachtet, dass meine Triptane deutlich weniger gewirkt haben. Da hatte ich schon ein wenig Angst, dass Aimovig nur einmal wirkt und dann ist es vorbei ….
    Also habe ich die zweite Aimovig eine Woche früher genommen. Und zack, wieder ist die Migräne wie abgeschnitten. Und diese Migräne-Schatten sind jetzt deutlich weniger. Seit drei Wochen habe ich nun gar keine Migräne – der absolute Hammer. Aber so langsam merke ich, dass die Migräne-Schatten wieder mehr werden. Ich habe das Gefühl, so langsam hört die Wirkung wieder auf … mal sehen, ich führe Buch.
    Es ist gut hier zu lesen, daß die Wirkung der Triptane offenbar nicht auf Dauer reduziert ist …. Denn mir ist natürich klar: Weg ist die Migräne nicht, sondern nur zurückgedrängt.
    Ein großer Vorteil für mich ist auch: Solange Aimovig wirkt, brauche ich keinerleich Triptane oder Schmerzmittel. Und bei 25 Migränetagen und einen Fulltime-Job konnte ich mich schon lange nicht mehr an die 10/20-Regel halten. Ich hatte längst die Befürchtung, dass ein Teil meiner Migräne schon medikamenteninduziert ist. Aber nun habe ich meine Medi-Pause. Super.

    Soweit meine Erfahrungen, die ich – ein bißchen unsortiert – mit euch teilen wollte, weil ich so von euch profitiert habe. Vielen Dank Matthias und allen anderen, die hier viel mehr über die Wirkung von Aimovig sagen, als alle anderen Seiten.

    Anna
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 464

    Liebe Manu,

    das freut mich sehr für dich.
    Das ist wirklich ein Traum, wenn man, zumindest zeitweise, sein altes Leben zurückbekommt.

    Und ich bin sehr gespannt, was die weiteren Medikamente noch bringen werden.

    LG Anna

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27723

    Liebe Manu, ich freue mich auch eine Runde mit! 😀

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 374

    Hallo Ihr Lieben,
    heute nochmal ein Update von mir. Ich habe mittlerweile 3mal Aimovig gespritzt. Zwischenzeitliche Nebenwirkungen, außer Verstopfung – mit Magnesium gut zu behandeln – sind verschwunden. Im zweiten Zyklus hatte ich eine Superzeit mit mehr als 50% Besserung als vorher, d.h.zwei Wochen nach der Spritze KEINE Schmerzen, dann wieder ein paar leichte Tage bis zur 3.Inj. Nun ist diese drei Wochen her und ich hatte wieder etwas mehr Schmerztage, mehrmals das GEfühl „Eigentlich hätte ich jetzt ne fette Migräne“, aber auch heute das dritte Triptan seitdem, was natürlich gegenüber vorher ein guter Schnitt ist und ich bin froh und dankbar über das Mittel, aber merke eben auch, dass man weiterhin danach leben muss.
    Vor gut zwei Wochen bekam ich Post, dass meine Arbeitsfähigkeit mal wieder überprüft werden soll, das hat mir einen Riesenschreck versetzt, denn ich bin seit 12 Jahren u.a.wegen der Migräne aus dem Schuldienst raus. Seit diesem Brief geht es mir prompt wieder schlechter und ich habe wie gesagt häufiger und etwas stärkere Schmerzen, immerhin seit der ersten Spritze keine Kloschüssel mehr im Arm.

    Allerdings habe ich auch mal ganz mutig mein Doxepin etwas reduziert, weil ich dachte, ich brauche es jetzt evtl. nicht mehr, allerdings nur von 50mg auf 40mg ganz langsam. Mich stören ein paar Nebenwirkungen etwas.

    Wie macht ihr, die ihr Aimovig bekommt, es mit den Prophylaxe-Medikamenten?
    Zusätzlich nehme ich noch Micardis. Als ich es mal zwei Tage wegen FEhllieferung der Apotheke nicht genommen habe und eben auch dachte, es nicht mehr zu brauchen, hatte ich über längere Zeit Druck (bis leichte Schmerzen) in der Herzgegend.

    Würde mich über Antworten freuen und grüße euch ganz herzlich,
    Jasmin

    SteffiN
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 38

    Hallo Jasmin,

    aber besteht denn nicht die Möglichkeit, dass neue Medikamente wie eben Aimovig dich wieder arbeitsfähig machen? Das ist doch eigentlich das Ziel, oder? Es gibt da ja auch viele Optionen der Staffelung, man kann nur wenige Stunden arbeiten, aber grundsätzlich würde ich persönlich es immer anstreben, irgendwann wieder zumindest etwas arbeiten gehen zu können. Ich verstehe die Ambivalenz daher nicht so ganz. Wenn du 2 Wochen ohne jegliche Kopfschmerzen hattest, das ist mehr als ich habe, und ich gehe 40 Stunden arbeiten. Angenommen, dieser Rhythmus würde sich so stabilisieren – dann wärest du doch tatsächloch wieder arbeitsfähig? Es sei denn, bei dir liegen noch andere schwere Gründe vor, dann sieht das natürlich anders aus.

    Jacky1970
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 10

    Hallo liebe Jasmin,
    ich kann mir gut vorstellen, dass die Überprüfung der Arbeitsfähigkeit auch seinen Teil zur Verschlechterung beiträgt.
    Zum Thema Prophylaxe-Medikamente möchte ich auch gerne etwas beitragen: Auch ich habe mir inzwischen das 3. Mal Aimovig gespritzt (bis jetzt noch mit geringem Erfolg) und bin am Überlegen, wie ich das mit meinen anderen Medikamenten nun weiter handhabe. Ich nehme noch Topiramat und Amitriptylin. Wobei ich sagen muss, dass ich das Topiramat aufgrund meiner schlechten Leber- und Nierenwerte schon reduziert habe. Meine Tabletten gehen so langsam zu Ende. Mein Gedanke ist, ob mir die Krankenkasse überhaupt noch die üblichen Prophylaxe-Medikamente erstattet, weil ja die Voraussetzung bei Aimovig war, dass diese nicht gewirkt haben. Auf der anderen Seite meint mein Neurologe, ich solle momentan nicht soviel bzgl. Tabletteneinnahme ändern sonst könne man die Wirkung von Aimovig so schlecht beurteilen.
    Jasmin, von daher verstehe ich deine Überlegung und bin mal auf weitere Antworten hier gespannt 🙂

    Liebe Grüße
    Jacky

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27723

    Liebe Jasmin,

    ich kann mich den anderen nur anschließen: Wärst Du denn nicht froh, wenn es Dir nach all dieser Zeit wieder so gut ginge, dass Du wieder arbeitsfähig wirst? Im Grunde ist das doch auch der Sinn jeglicher Therapie und so eine Überprüfung nach der langen Zeit der Rente ist doch mehr als legitim.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Nina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 15

    Ich denke jeder hat sein eigenes persönliches Ziel und man tut sich da mit Vergleichen keinen Gefallen.
    Mein oberstes Ziel wäre immer zuerst die Wiederherstellung der Lebensqualität. Für jemand anderes ist es vielleicht am Wichtigsten wieder möglichst viel arbeiten zu können und das ist auch o.k.
    Aber ich würde mir immer wünschen, dass andere akzeptieren, dass wir nicht alle den gleichen Fokus haben müssen.

    Ich kann gut verstehen, Jasmin, dass Du Bauchschmerzen wegen der Arbeitsprüfung bekommst, besonders weil Du ja auch schon länger raus bist. Zwei Wochen ohne Kopfschmerzen in der „Freizeit“, heisst ja noch nicht, dass man auch unter Belastung im Job so schmerzfrei wäre.

    Ich kenne niemanden, der seinen Job aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, der das leichtfertig gemacht hat und darüber nicht unglücklich war. Man macht sehr viele unschöne Erfahrungen mit Ämtern und Gutachtern, das ist kein leichter Weg. Deswegen kann ich das sehr gut nachvollziehen, dass das ein angstbesetztes Thema ist – auch für die, die gerne wieder arbeiten gehen würden.

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 374

    Ihr lieben,
    vielen Dank schon mal für eure Antworten!
    Ich muss dazu erstmal erklären, dass Dienstfähigkeit für denSchuldienst als Beamtin bedeutet, dass man mindestens eine halbe Stelle arbeiten kann, d.h.in meinem Bereich mind.14 (Unterrichts-)Std., was aber in der Realität mind.25-30 Arbeitsstunden/pro Woche bedeutet , wenn man ein Mindestmaß an Vor- und Nachbereitung, Teamsitzungen, Konferenzen, Elterngesprächen, Gutachtenschreiben u.v.m. rechnet.

    Es ist nicht so, dass ich nun erstmalig überprüft werde, anfangs war es jedes Jahr, danach alle 2 Jahre und mein Ziel war sehr lange die Rückkehr in den Beruf, da mir die Kollegen und die Arbeit mit den Kindern fehlten, doch nun bin ich fast 59 J.alt und habe das Gefühl, ich packe es nicht mehr. Im Förderschulbereich ist es noch viel anstrengender geworden als vor 10-20 J. und meine Belastbarkeit kann da nicht mithalten.
    Ich habe die letzten Jahre immer stundenweise mit Kindern gearbeitet, meist ehrenamtlich und zeitlich relativ flexibel, mehr als 1-2 Vormittage schaffe ich nicht mehr. Und ich muss mir wohl auch eingestehen, dass meine diagnostizierte PTBS und rezidivierende Depressionen im Weg stehen.
    Ein paar Wochen fühlte ich mich durch die gute Wirkung von Aimovig beflügelt, doch das reicht erstmal nicht für eine längerfristige Prognose, denke ich.
    Und so brauche ich offensichtlich auch die Prophylaxemittel nicht nur für die Schmerztherapie, sondern um meinen ganz normalen Alltag zu schaffen, d.h. aber auch mich mal mit Freundinnen treffen, Einladungen wahrnehmen – also einfach mal ganz normal leben. Ich würde gerne erstmal konditionell etwas fitter, bisher ist mein Maximum bei einer halben Stunde Spaziergang erreicht.

    Liebe Grüße
    Jasmin

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27723

    Hallo Nina,

    Aber ich würde mir immer wünschen, dass andere akzeptieren, dass wir nicht alle den gleichen Fokus haben müssen.

    hier gehts nicht um einen persönlichen Fokus, sondern um die Gewährung einer Rente durch den Staat. Wenn nach so langer Zeit mal eine Überprüfung ansteht, sollte das nicht nur Grund zur Sorge sein. 😉 Und wenn die Arbeitsfähigkeit nach der Überprüfung nicht gegeben ist, wird auch niemand zum Arbeiten gezwungen.

    Nachdem es Jasmin aber erst so kurze Zeit gut geht, wird man sicher noch nicht in Richtung Arbeitsfähigkeit denken können.

    Liebe Grüße
    Bettina

Ansicht von 30 Beiträgen - 421 bis 450 (von insgesamt 810)

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