Aimovig – Verlauf ??

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  • Babsi
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    Beitragsanzahl: 10

    Liebe Lili

    Ich bin grad ganz gerührt und habe wässrige Augen…das ist sooo stimmig, richtig und ich kann alles genau so unterschreiben, wie du es beschreibst und was du anmerkst. Danke! Besser hätte ich es nicht schreiben können! Genau so ist es doch!

    Liebe „Aimovig-Leute“ probiert es aus, mutig, positiv denkend und vorwärts schauend! Was gibt es schlimmeres als diese schreckliche Migräne, diese endlosen, grausamen Schmerzen? Was ist da schon hie und da ein Zwicken irgendwo und etwas weniger Schlaf? Also eine Migräne „zwickt“ mehr und mit Migräne schlafe ich praktisch nicht… Auch ich neige zu Depressionen und Schlafprobleme habe ich schon seit Kindheit. Nichts davon ist jetzt mit Aimovig aufgetreten. Ich bin glücklich, habe Energie und mein neues Leben macht Spass!

    Ihr habt nichts zu verlieren:-) sonnige Grüsse, Babsi

    Tamalina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 20

    Liebe Babsi,
    auch von dir tolle aufbauende und aufmunternde Worte! Vielen Dank. Ich habe zur Zeit meine mens und bin zusätzlich zur Migräne noch etwas angeschlagen von meinem Infekt…aber am Wochenende geht’s los bei mir!! Meine erste Aimovig Spritze werde ich mir setzen. Ich bin voller positiver Erwartungen!
    Schöne stressfreie und migränefreie Tage euch allen!
    LG Tamalina

    Claudia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 22

    @lili: danke dass du dir die zeit genommen hast, uns zu ermutigen! Ich wünsche dir viel Freude beim Rumhüpfen und Singen mit deinen Kids!

    Ich würde gerne noch etwas zum Thema: Aimovig plus weitere Prophylaxe ergänzen.

    Ich bin bisher auch davon ausgegangen, dass man NUR Aimovig nehmen darf. So zumindest habe ich es immer in Kiel verstanden. Ob das mit Kostenübernahme der Kasse oder den fehlenden Studien zu tun hat, war mir nicht ganz klar.

    Nun habe ich gestern mal einen neuen Neurologen in meiner Wohnortnähe getestet (er kooperiert mit der Schmerzklinik, fühlte sich trotzdem etwas wie fremdgehen an;). Er sieht kein Problem darin, eine Prophylaxe z.B. Candesartan, die etwas, aber nicht ausreichend hilft, mit Aimovig zu kombinieren. Er würde sogar Botox und Aimovig zusammengeben, wenn es jemanden Schmerzfreiheit bringt.

    Hier scheint es also verschiedene ärztliche Meinungen zu geben.

    Ich drücke uns jetzt erstmal allen die Daumen, dass uns Aimovig hilft und wir das Leben (und den fröhlichen Lärm unserer Kinder) wiedr geniessen können.

    LG Claudia

    Tamalina
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 20

    @claudia: mein Neurologe hat sogar gesagt dass ich mit dem Saroten jetzt nicht aufhören Soll!! Es gäbe sogar Hinweise dass es vorteilhaft ist Aimovig mit einer anderen Prophylaxe zu kombinieren…seine Worte. Und ich denke jetzt muss ich erst mal schauen ob mir das Aimovig überhaupt etwas bringt…und dann kann ich immer noch überlegen, Saroten abzusetzen oder nicht!
    LG Tamalina

    MiRi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 287

    @claudia: Ja, meine Neurologin sieht das auch so. Zum einen, dass es noch Restwirkungen der noch laufenden Prophylaxen geben kann (auch wenn sie insgesamt keine ausreichende Wirkung mehr entfalten). Diese Restwirkungen sollte man nicht abwürgen. Zum anderen auch, dass es besser ist, zeitgleich mit der Einführung von Aimovig nicht weitere Änderungen an der medikamentösen Einstellung vorzunehmen. Wenn sich dann nämlich Veränderungen im Migränegeschehen ergeben, kann man nicht auseinander halten, welche davon dem Aimovig und welche anderen Maßnahmen (wie etwa dem Absetzen oder Ausschleichen einer Prophylaxe) zuzurechnen sind.

    Also: Der Neurologe muss nur zu der Überzeugung gekommen sein, dass die relevanten Prophylaxen genügend erprobt wurden und dass sie nicht mehr ausreichend wirken. Das heißt nicht, dass man das, was man von ihnen noch nimmt, nicht auch parallel mit Aimovig weiter nehmen darf.

    Mich würden auch weitere Erfahrungsberichte interessieren, wie lange es so dauert, bis Aimovig-Nebenwirkungen nachlassen. Mein Infekt flammt ja immer nach Aimovig-Spritzen wieder auf. Da denke ich trotz des vielen Gehustes und Geschniefes um mich herum doch, dass es einen Zusammenhang zwischen Aimovig und erhöhter Infektanfälligkeit gibt.

    Liebe Grüße
    MiRi

    Sam
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1

    Hallo an alle,
    ich bin ganz neu hier, aber kämpfe auch schon mehr als 25 Jahre mit der Migräne und galt, abgesehen von der Akutbehandlung mit Triptanen (10-15 Tage/Monat), als austherapiert. Mein Neurologe hat mir Aimovig empfohlen und glücklicherweise trägt meine KK die Kosten. Gestern habe ich die zweite Spritze gesetzt.
    Meine erste war etwas unglücklich, weil ich an dem Tag noch fliegen musste. Innerhalb einer Stunde nach Gabe war ich total platt. Das hat ungefähr zwei Tage angehalten. Aber davon abgesehen war alles gut. Nur war ich dann vier Tage später total krank. Ich kann natürlich nicht klar sagen, dass die Spritze mein Immunsystem lahmgelegt hat, zumal, wie ja auch andere schon schrieben, gerade alle mit der Pest rumlaufen, aber ich hatte mehr als ein Jahr nie mehr als ein bisschen Kratzen im Hals und plötzlich schafft mein Körper die Abwehr eben nicht. Ich habe dann in den Studien gefunden, dass das Protein eng mit dem respiratorischen System verknüpft ist. Ganz abwegig ist der Zusammenhang daher nicht. Ich bin die Erkältung auch bisher nicht mehr wirklich losgeworden. Es ist harmlos im Vergleich zur Migräne, weshalb ich dranbleibe, aber meine Stimme ist immer noch kratzig und die Nase leicht gereizt und ich habe schon etwas Bammel, dass ich zum Wochenende wieder flachliege. Die Erschlagenheit und leichten Schwindel habe ich seit gestern auf jeden Fall wieder.
    Die gute Nachricht ist aber, dass der letzte Monat mit 5 Triptantagen wirklich gut war. Es ist nicht so, dass ich nie gute Monate habe, aber mein bauchgefühl sagt mir, dass es wirkt. Die Zeit wird es zeigen.
    Ich habe auch beobachtet, dass die Wirsamkeit der Triptane irgendwie anders ist, weniger und kürzere Wirkung. Dafür waren zwei Migränetage so mild, dass es ohne ging.

    Ich hoffe, dass sich meine Abwehrkräfte normalisieren. Ich versuche mit Echinacea, Vitamin C und Zink zu unterstützen. Ständige Infektionen wären eine schlechte Alternative. Aber noch bin ich optimistisch, dass es sich positiv entwickelt. Für die Lebensqualität wären 5 Tage/Monat ein echter Gewinn. Aber da muss ich hier ja niemandem was erzählen. Ich möchte in jedem Fall allen Mut machen, es zu probieren.

    Viele Grüße und viel Erfolg allen!
    Sam

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Hallo Sam, herzlich willkommen und danke für Deinen Bericht. 🙂

    Sonst möchte ich mich auch bei Dir bedanken, liebe Lili. 🙂 Du machst vielen Mut mit Deinem Beitrag und ich sehe es auch so, dass jeder Aimovig versuchen sollte, der es verschrieben bekommt und auch testen möchte. Sonst weiß man ja wirklich nicht, ob es wirkt. Manche haben tatsächlich ein neues Leben und dafür ist so ein Versuch doch wert.

    Die genannten Nebenwirkungen gleichen sich hier und in der Migräne Community. Langzeitwirkungen sind natürlich wieder ein anderes Thema, aber diese Nebenwirkungen, die direkt nach der Spritze auftauchen und sich eben gleichen, sind wohl real. Bei Antikörpern dieser Art merkt man sowohl Wirkung als auch Nebenwirkungen sofort, bzw. innerhalb des ersten Monats. Negative oder positive Erwartungshaltung tragen natürlich auch noch einiges mit bei, das ist ja klar.

    Am besten ist es, man sieht Aimovig als eine weitere mögliche Chance. Nicht als die allerletzte Chance, denn das macht unguten Druck, aber auch nicht angstbehaftet, weil hier einige über Nebenwirkungen berichten. Es sind ja keine schlimmen Nebenwirkungen, die wirklich Angst machen könnten, sondern eher leichte. Zudem kann man nach einem Versuch auch wieder stoppen, wenn es nicht passt.

    Alles Gute allen Testenden und denjenigen, die es bereits über längere Zeit erhalten. 🙂

    Liebe Grüße
    Bettina

    Anne-Mone
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 12

    Hallo Tamaline, Babsi und alle, die durch unsere Erfahrungsberichte verunsichert wurden und nun Bedenken haben, Aimovig zu testen . . .

    Wir chronisch Migränegeplagten haben die Therapien, die keine/kaum Nebenwirkungen haben leider schon längst hinter uns gelassen. Natürlich haben die gängigen Prophylaxe-Medikamente auch unerwünschte Wirkungen, aber bitte denkt daran, die KÖNNEN, müssen aber nicht auftreten. Und schaut nur mal, wie vielfältig die Erfahrungsberichte in diesem Forum ausfallen.

    Ich werde mir demnächst das fünfte Mal Aimovig spritzen. Nach den ersten beiden Anwendungen war ich sehr ernüchtert weil ich bei mir feststellte, daß es von der Anfall-Reduzierung nicht der große Wurf ist und ich hatte ganz schön an den Nebenwirkungen zu knabbern. Allerdings habe ich mir vorgenommen, das Medikament ein halbes Jahr zu testen und ich muss sagen, sowohl die Anfälle sind mittlerweile deutlich zurück gegangen (bisher 4 im Februar), mein Darm scheint sich an Aimovig zu gewöhnen und die Triptane helfen auch wieder zuverlässig.

    Auch ich möchte Euch ermutigen. Probiert es aus und haltet eine Weile durch. Es wäre doch schade um die verpasste Chance, oder?

    Liebe Grüße
    Anne-Mone

    soleil
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 20

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe Ende Januar überraschend ein Rezept für Aimovig 70 mg erhalten. Ich war auch erst etwas unsicher, zumal mir meine Ärztin ausführlich erläutert hat, dass es keine Langzeitstudien, insbesondere zur Wirkung auf Herz und Gefäße, gäbe. Auch meinte sie, dass ich nicht zu viel erwarten soll.

    Meine ganze Familie war vollkommen aus dem Häuschen und hat sich gefreut, dass ich es probieren kann. Ich bin mit gesunder Skepsis rangegangen, aber ich habe ja nichts zu verlieren. Laut meiner Ärztin haben wir ja alles ausprobiert, was mit meinen restlichen Medis geht.

    Also habe ich mir einen Tag später die Spritze gesetzt. Ich habe mich bereits aus anderen Gründen selbst gespritzt und so war es wirklich einfach, weil es sich um einen Fertigpen handelt. Man sieht die Nadel nicht, muss keine Amulle aufziehen. Das fand ich schon mal klasse.
    Ich habe in den Oberschenkel gespritzt. Es tat schon ganz schön weh, ist aber auszuhalten. Man muss einfach warten, bis sich der Pen komplett entleert hat. Das hat gut funktionniert.
    Die Einstichstelle tat drei Tage lang sehr weh, aber kein Vergleich zu Migräne;-)
    Ich war auch die ersten drei Tage sehr erschöpft, was sich aber verbessert hat.

    Ich habe ein wenig mit Schwindel und Verstopfungen zu kämpfen. Sonst geht es mir eigentlich recht gut. Ich dachte erst, Verstopfungen, das ist doch ein Klacks als Nebenwirkung, aber das war dann doch recht doll. Aber mit viel Naturjoghurt geht es auszuhalten.
    Ich bin allerdings noch etwas verhalten, da ich das Medikament erst mal drei Monate testen will, bevor ich dem Mittel endgültig vertraue.
    Ich versuche meine Verhaltensweise beizubehalten. Achte auf Pausen, regelmäßige Mahlzeiten etc…
    Ich kann nicht sagen, dass es mich anfälliger für Infekte macht. Ich bin seit meiner Krebstherapie eigentlich sehr anfällig, kann aber keine Verstärkung bemerken. Im Gegenteil, eine Erkältung in den letzten Tagen, habe ich sehr schnell wieder in den Griff bekommen.

    Die Migräne ist nicht verschwunden,aber gänzlich anderes. Meine verhassten Auren treten zur Zeit nicht auf. Daher überrascht mich die Migräne manchmal sehr, mit plötzlicher Übelkeit und Kopfschmerzen, die aus dem Nichts zu kommen scheinen. Aber sie verschwinden viel schneller wieder. Manchmal bleiben sie nur wenige Minuten, dann wieder nur ein paar Stunden. Derzeit habe ich keinen Status, was wundervoll befreiend ist. Die Attacken lassen mich auch nicht so schwer erschöpft zurück wie vorher.

    Auch mein Gedankenkarussell dreht sich nicht ständig. Ich kann mich belasten, ohne Angst vor der nächsten Attacke. Es ist anders, aber sicher noch zu früh, um eine endgültige Aussage zu treffen.
    Es fühlt sich jedoch wirklich gut an. Nur muss ich die Reaktion meines Körpers erst mal vollkommen neu kennenlernen.

    Meine Ärzte haben mich auch gewarnt es nicht zu übertreiben. Meine Migräne reagiert stark auf Überlastung (momentan nicht). Ich habe ein Erschöpfungssyndrom, welches mit der Migräne agiert. Die Migräne war für mich oftmals die Bremse, wenn ich mich überlastet habe. Jetzt muss ich natürlich aufpassen, dass ich es mit der neu gewonnenen Energie und Lebensfreude nicht übertreibe. Die Ärzte denken, dass mich mein Körper sonst vielleicht auf andere Art und Weise bremst.
    Also versuche ich artig zu sein. Aber es ist schon ein tolles Gefühl.

    Ich kann auch nicht feststellen, dass mich das Mittel depressiv macht. Dabei sollten wir auch vorsichtig sein. Besonders bei chronischer Migräne neigt man sowieso zu depressiven Phasen. Nicht jeder, aber viele. Wer will es einem auch verübeln, wenn man sich tagein, tagaus mit Migräne quält.

    Ich bin immer noch skeptisch und eine leise warnende Stimme sitzt auch in meinem Kopf. Aber ich werde es einfach testen.

    Das ist erst mal meine erste Einschätzung.
    Wenn ihr bisher alles versucht habt, dann testet es aus! Die meisten von uns können nur gewinnen, nix verlieren.

    Ich drück euch die Daumen, dass ihr alle möglichst schmerzfrei den Frühling genießen könnte.

    LG soleil

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Wochen, 1 Tag von  soleil.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Wochen, 1 Tag von  soleil.
    Susanne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 10

    Liebe Forumsmitglieder,

    jetzt habe ich 4 Monate unter 70mg Aimovig herum und möchte euch gerne berichten…

    Vor Aimovig hatte ich zwischen 8-12 schwere Migränetage (teilweise mit Status, dann 20 Tage) im Monat, die ich aber nur an 6 Tagen mit Triptan behandelt habe, da ich ganz schnell in einen Medikamentenübergebrauch war.
    Die restlichen Tage habe ich mit Vomex und Motilium im dunklen Schlafzimmer, oder über der Toilettenschüssel verbracht.

    Mit Aimovig komme ich auf 3-5 schwere Migränetage und ca. 6-8 leichte Tage, die ich ( wenn ich zuhause bin ) mit Vomex und Motilium gut aushalten kann.

    Am Dienstag habe ich einen Termin beim Neurologen.
    Er möchte nun 140 mg versuchen, da er sich erhofft, dass die Migränetage insgesamt weiter sinken werden.

    Ich habe allerdings Angst, da ich nur 54 kg wiege und 140mg für meinen Körper zu viel sind.

    Was meint Ihr dazu?

    Ach, Nebenwirkungen habe ich kaum – bisschen schlapp und Hautjucken.

    Freue mich über eure Antworten.

    Ganz liebe Grüße und einen schönen Sonntag, Susanne

    MiRi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 287

    Liebe Susanne,

    nach meinen Erfahrungen würde ich dir empfehlen, die 140 mg ruhig auszuprobieren. Es gibt ja noch eine Variante, die hier inzwischen mehrfach erprobt wurde (ich bin das Mehrfach 🙂 ) :

    Statt 140 mg alle 4 Wochen zu spritzen lieber 70 mg alle 2 Wochen. So wird dein Körper nicht mit einer doppelt so hohen Dosis auf einmal belastet und durch die kürzeren Abstände zwischen den Spritzen ergibt sich ein viel gleichmäßigerer Wirkpegel ohne große Ausschläge nach oben.

    Die großen Ausschläge zu vermeiden könnte sich zudem prophylaktisch günstig auswirken, weil zu einigen möglichen Langzeitwirkungen von Aimovig noch keine ausreichende Studienlage vorliegt.

    Liebe Grüße
    MiRi

    Susanne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 10

    Lieber MiRi,

    danke, für deine schnelle Antwort.

    Werde es mit meinem Arzt besprechen.

    Wie geht es dir mit dem zweiwöchigen Spritzen?

    Liebe Grüße, Susanne

    MiRi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 287

    Liebe Susanne,

    ich bin mit den zweiwöchigen Spritzen ganz zufrieden. Ich mache das noch nicht so lange, dass ich spezielle Erfahrungen berichten könnte, vor allem fehlen mir die Vergleichsmöglichkeiten dazu, wie das Ganze bei 140mg alle 4 Wochen laufen würde. Bei der Höherdosierung mit 140 mg habe ich von Anfang an den 14-tägigen Spritzturnus gewählt. Morgen bin ich wieder mit Spritzen an der Reihe. Ich habe aktuell seit etwas über 14 Tagen überhaupt keine Migräneattacke mehr gehabt. Ich denke, das habe ich auch dem kürzeren Abstand zwischen den Spritzen zu verdanken.

    Die Nebenwirkungen (bei mir besonders der Hang zu mehr Erkältungen) habe ich unverändert, aber a) sind sie weniger schwerwiegend als bei anderen Migräneprophylaxen und b) gibt es ja die Hoffnung, dass sie noch nachlassen. Ich bin ja erst im 3. Monat meiner Behandlung mit Aimovig.

    Liebe Grüße
    MiRi

    Ema40
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Hallo zusammen

    Ich kann das Aimovig nur weiterempfehlen. Vor der Spritzeeinnahme hatte ich bis 14 Migräne Anfälle pro Monat. Ich bekomme die Spritze monatlich seit dem Dezember und habe nur noch 1-2 Anfälle pro Monat. Manchmal nur leichte Schmerzen und muss nicht einmal die Triptane nehmen. Es ist ein Wundermittel. Was mich jedoch interessiert, ob man die Spritze irgendeinmal absetzen kann und was dann passiert. Die Hoffnung nicht aufgeben. Liebe Grüsse.

    MiRi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 287

    Liebe Ema,

    toll, dass Aimovig bei dir so gut anschlägt. Ich drücke dir alle verfügbaren Daumen, dass das lange so bleiben wird.

    So, wie ich es verstanden habe, ist dies kein irgendwie lebenslang wirksamer Impfstoff, sondern diese Antikörper bauen sich recht schnell wieder ab. Deshalb soll man nach 28 Tagen nachspritzen. Dies bedeutet dann auch, wenn man die Wirkung weiter haben will, muss man Aimovig bis an sein Lebensende weiter nehmen (den Hersteller wird’s freuen) – es sei denn, es findet sich noch etwas besseres. Die Forschung schreitet ja weiter voran.

    Liebe Grüße
    MiRi

    biko
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 170

    Hallo, ihr Lieben.

    Nun kann ich auch meine Aimovig Erfahrungen mit euch teilen.
    Wollte erstmal etwas abwarten um tatsächliche Zahlen zu haben.
    Bei mir hat es fast zu einer Halbierung der Schmerztage geführt. Von ca 10-12 zuletzt ,auf 5-7 Tage.
    Ich habe die ersten beiden Monate,70 mg gespritzt und da bemerkt ,das es zur Mitte des Monats wieder etwas schlechter wurde. Dann vor ca 2 Wochen ,das erste mal, 140 mg.
    Ob es wirklich(noch) besser wirkt ,kann ich noch nicht sagen. Dazu muss ich es wahrscheinlich noch ein paar Monate nehmen.

    Alles in allem bin ich sehr glücklich, da ich jetzt mal längere Pausen (5-13 Tage) ohne Kopfschmerzen habe. Da ist endlich mal eine Erholung möglich. Und etwas mehr Sport ist auch drin ,was für mich persönlich sehr wichtig ist.
    Und so eine Attacke ,wie ich sie heute habe, zieht mich psychisch nicht mehr ganz so runter.
    Nebenwirkungen habe ich bis jetzt nur die obligatorische Verlangsamung der Verdauung. Was aber nicht störend ist ,da ich sehr häufig eher das Gegenteil habe.
    Das Tollste an der Sache ist, das ich zur Zeit, nicht uberlegen muss ,ob ich jetzt die Attacke behandeln kann ,oder schon am Limmit bin mit den 10 Tagen.

    Ich wünsche euch allen von Herzen einen schmerzfreien Tag.
    Eure Biko

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4478

    Hallo Biko,

    wie schön, von so einem großartigen Erfolg zu lesen. Du hattest eine schwere Zeit. Nun ist es um so wertvoller, auch mal zur Ruhe zu kommen und entspannen zu können.

    Wie es ist, mit Medi´s nicht jonglieren zu müssen, kann ich sooooo gut nachvollziehen.

    Koste diese Zeit voll aus. Ich wünsche weiterhin alles, alles Gute.

    Lieber Gruß
    Sternchen

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4478

    Liebe Ema40,

    auch mich freut es sehr, dass es so super bei dir wirkt. Ganz ohne NW, das ist ein Traum.

    Da die Antikörper noch ganz frisch auf dem Markt sind, gibt es ja noch keine Langzeitstudien. Dafür ist das Medikament noch zu jung auf dem Markt. So gesehen schließe ich mich MiRi an. Wir sind alle gespannt, was die Zukunft bringen wird.

    Alles Liebe für dich und weiter viel Erfolg.
    Sternchen

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 369

    @ema: bzgl. der Frage, ob man Aimovig irgendwann absetzen kann, möchte ich berichten, dass ich in meiner Praxis erfuhr, auch bei Aimovig (entspr. anderer Prophylaxemittel) solle nach 1 Jahr mal ein Auslassversuch gemacht werden. Das finde ich auch nachvollziehbar, wirtschaftlich betrachet. Für mich ist dies dann am Jahresende soweit und ich lasse es auf mich zukommen.
    Ich habe seit 4 Wochen kein Triptan mehr genommen, weil die Schmerzen immer gut aushaltbar waren mit Stufe 2-3/10, ganz selten mal Stufe 4 vorübergehend und vor allem ohne Übelkeit und Erbrechen, das finde ich enorm entlastend gerade. Die Frequenz liegt derzeit bei noch ca.9-11 Tagen/Mon., aber manchmal auch nur ein paar Stunden.
    Ich wünsche wirklich allen Mutigen, dass sich das Ausprobieren lohnt, bei mir hat noch kein Mittel derart gut geholfen, nur Botox anfangs annähernd. Daher hoffe ich inniglich, dass es nicht wieder die Wirkung verliert und genieße die Entlastung. Was nächstes Jahr wird, lasse ich auf mich zukommen;)

    Liebe Grüße
    Jasmin

    Birgit
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 9

    Hallo Community!
    Möchte mal von meinem Verlauf unter Aimovig berichten :
    Spritze es seit November, bei vorher täglicher Chronischer Migräne
    (70 für 4 Wochen)
    Seither hat sich die Attackenfrequenz jeden Monat verringet und die Wirkungsdauer verlängert.
    Anfangs hatte ich in den ersten beiden Wochen kaum, aber in den beiden letzten Wochen die häufigeren Attacken, dann zusehends auch da weniger!
    Anfangs war die chronische Migräne noch im Hintergrund da, aber von den Schmerzen her wesentlich leichter.
    War wie ein leichtes Pochen im Kopf an bestimmter Stelle, jetzt auch weg
    Im Februar hatte ich nur in der letzten der 4 Wochen 1 nennenswerte Attacke nach Stress – mit Akuttherapie.
    Habe gestern erfahren, dass mir meine Kasse, nachdem die 5 Probepens meiner Neurologin so wirksam waren, ein Rezept für weitere 6 Monate genehmigt hat
    Bin natürlich sehr sehr froh darüber!
    lg Birgit
    (Andere Probleme meines Kopfes vor und nach Meningiom OP habe ich an anderer Stelle geschildert, würde hier den Rahmen sprengen, sind auch gerade gut im Griff)

    Jutta
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Hallo
    Ich bekomme auch seit kurzem Aimovig hat jemand schon Erfahrungen mit den Nebenwirkungen?
    Ich leide sehr unter der dort beschriebenen Verstopfung habe sonst nie Probleme. Was kann man tun bzw. wird es wohl besser nach den nä. Spritzen?

    MiRi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 287

    Hallo Jutta,

    herzlich willkommen im Headbook 🙂

    Viele Aimovig-Nutzer berichten, dass die Nebenwirkungen mit der Zeit nachlassen oder ganz verschwinden. Wie schnell das geht, ist sicher von Nutzer zu Nutzer verschieden.

    Denen, die unter der Verstopfung leiden, hilft es, Magnesium zu sich zu nehmen, das abführend wirkt. Ist sowieso auch eine sinnvolle ergänzende Migräneprophylaxe.

    Vielleicht kannst du das auch mal testen?

    Viele Grüße
    MiRi

    Babsi
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 10

    Hallo Jutta
    Mir helfen geschrotete Leinsamen, welche ich mir morgens grosszügig (3-4 Gosse Löffel) ins Müsli mische. Dazu viel trinken.
    Dieses Leinsamen-Müsli esse ich zwar schon bevor ich Aimovig spritze. Wenn ich jedoch mal was anderes zum Frühstück esse wie zum Bsp. Brot, dann spüre ich dies auch sofort.
    Viel Glück und gute Besserung!
    Babsi

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Allen neuen Aimoviglern ein herzliches Willkommen 🙂 Allen, auch den alten Hasen, die nun neu damit starten – gute Wirkung bei guter Verträglichkeit! 🙂

    Jutta
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 3

    Liebe Babsi

    Ganz herzlichen Dank für den Tipp. Mache das mal. Am 18.3.bekomme ich das zweite mal die Spritze.
    Vielleicht lassen ja die Nebenwirkungen auch mit der Zeit nach. Ganz liebe Grüsse

    Bee
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 10

    Hallo zusammen,
    Vielen Dank für die vielen Berichte!
    Leider musste ich wieder eine Prophylaxe beenden.Jedes Mal enttäuschend. 😕
    Aimovig steht nun im Raum. Ich bin hin und her gerissen. Auf der einen Seite setze ich große Hoffnung in diese neuartige Prophylaxe und bin auch froh, überhaupt die Möglichkeit zu haben es bekommen zu können. Auf der anderen Seite hab ich den Berichten zwei Dinge entnommen mit denen ich bisher schon Probleme habe.
    1.) Verdauung: nehme Opiate (nicht weg Migräne) und da neigt man eh schon zu Verstopfung
    2.) Infekte: ich bin ziemlich infektanfällig und fast jede Erkältung endet in Nasennebenhöhlenentzündung
    (auch nicht schön für die Migräne)
    Ist die beobachtete Infektanfälligkeit dauerhaft oder eher nur am Anfang? Dauernd krank zu sein könnt ich mir nicht „leisten“.
    Ich weiß, dass ich das letztlich allein entscheiden muss, aber ich tue mir so schwer bei der Entscheidung. Wie seht ihr es?
    LG

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 665

    Hallo Bee,

    vorausschickend will ich noch mal die Worte von Babsi von vor ein paar Wochen „hervorholen“, denen ich mich nur anschließen kann:

    Liebe „Aimovig-Leute“ probiert es aus, mutig, positiv denkend und vorwärts schauend! Was gibt es schlimmeres als diese schreckliche Migräne, diese endlosen, grausamen Schmerzen?

    Zu den möglichen Verdauungsproblemen:
    Ich habe keine und kann natürlich von daher nicht mitreden, wie belastend das ist. Aber es wurde ja schon des Öfteren erwähnt, dass man parallel Magnesium (ggf. 600 mg täglich) nehmen könnte. Das hebt den Effekt von Aimovig bzgl. Verdauung vielleicht auf? Oder nimmst Du schon Magnesium?

    Zur erhöhten Infektanfälligkeit:
    Da ich Aimovig noch nicht gespritzt habe (aber bald:)), kann ich auch dazu nichts sagen, aber hier könnte man ggf. Vitamin C nehmen? Mein Mann und ich nehmen schon seit einigen Jahren von Oktober bis März Vitamin C zur Abwehrstärkung und sind ganz zufrieden (haben den Eindruck, besser durch den Winter zu kommen).

    Bitte aber mit Apotheker / Arzt absprechen.

    Viele Grüße
    Susisonne

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7216

    Hallo, Bee,

    beide Probleme solltest du unbedingt mit dem Arzt vorher besprechen, besonders die Verstopfung, die ja durch Opiate schon allein ganz erheblich sein kann.

    Alles Gute,
    Julia

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 369

    Hallo Bee,
    sehr viele warten ja auf die Chance Aimovig testen zu dürfen, daher greif zu, wenn sich die MÖglichkeit bietet!!
    Für mich persönlich ist es die erste durchgreifend wirksame Prophylaxe und ich würde mich von Berichten über Nebenwirkungen nicht abschrecken lassen an deiner Stelle.
    Die Verstopfung habe ich auch, auch schon durch zwei andere Medikamente, die ich weiterhin nehmen soll (O-ton Arzt „Never change a winning system). Daher nehme ich erfolgreich 750mg Magnesium/Tag, das günstige aus dem Supermarkt reicht aus, bei Bedarf kann ich auch 1000mg nehmen, anfangs habe ich noch Movicol genommen ein paar Mal, doch nun läuft es wie geschildert damit.
    Infektanfälligkeit hatte ich überhaupt nicht. Mir geht es insgesamt soviel besser dank Aimovig, es ist soviel entspannter, wenn man nicht täglich Plan B mitbedenken muss oder immer die 10/20-Regel. Ich habe seit 5 Wochen kein Triptan o.ä. gebraucht, am Montag steht die 5. Spritze an, so dass sich mittlerweile wohl ein für mich guter Pegel aufgebaut hat.
    Ich habe schon noch alle paar Tage einen schlechteren Tag, an dem ich mich ruhig verhalten muss ohne Anstrengung, doch ich möchte diese Pause gerne so lange wie möglich durchziehen, hatte gerade schonmal 5 schmerzfreie Tage. Das hatte ich seit Jahren nicht mehr :))) Und wenn es für dich Aimovig nicht ist, dann vllt das nächste Präparat.
    Geh positiv dran und beachte mehr die positiven Berichte hier!
    Alles Liebe für dich,
    Jasmin

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 27506

    Hallo Bee,

    wie schon gesagt – die zusätzliche Verstopfung könnte ein Problem sein, lass Dich gut beraten vom Arzt. Wobei Du es ja einmal versuchen könntest, denn nach einem Monat wären eventuelle Nebenwirkungen (die ja nicht alle betreffen) wieder weg.

    PS: Liebe Susisonne, Vitamin C hilft nicht gegen Erkältungen, das wurde inzwischen schon in Studien belegt. Ist dann halt fürs Gefühl. 😉

    Liebe Grüße
    bBttina

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