Medizinische Vorbeugung

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Aimovig – Verlauf ??

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  • susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 646

    Hallo Paulina und Tini,

    nehmt ihr nach dem ersten Sumatriptan noch ein zweites, wenn sich die Migräne nach ein paar Stunden nicht ganz verzieht?

    Ich mache das eigentlich immer, wenn die Migräne nach einem Triptan nicht vollkommen verschwindet. Dann nehme ich nach einigen Stunden noch mal das gleiche Triptan und dann ist der „Spuk“ in der Regel auch bald völlig vorbei.
    Erfreulicherweise wirkt bei mir aber meist schon die erste Triptaneinnahme zuverlässig.

    Viele Grüße
    Susisonne

    Tini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Hallo,

    meistens nicht. Es heisst ja wenn das erste nicht wirkt soll man nicht nachlegen?! Oder liege ich hier falsch?

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 646

    Hallo,

    „meistens nicht“ heißt bei Dir: Das zweite hat keine weitere Besserung gebracht?

    Also ich weiß es so (Bettina wird mich sicherlich korrigieren, wenn ich falsch liege):
    Wenn das erste Triptan nach einigen Stunden gar nicht wirkt, sollte man kein zweites nehmen, weil es dann ebenfalls nicht wirkt.
    Wenn das erste Triptan aber nach einigen Stunden zwar eine Linderung, aber keine absolute Schmerzfreiheit gebracht hat, kann mein ein zweites Triptan nehmen.

    Viele Grüße
    Susisonne

    Tini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Ja genau. Das zweite hilft meistens nicht wirklich besser als das erste. Minimal.

    Aber danke für deine Erklärung!!

    Ich hoffe also Dienstag auf die zweite Spritze und dass ich mein Triptan dann auch mal wieder besser vertrage. Momentan kann ich es nur zuhause im Bett aushalten 🙁

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Richtig! Wenn das Triptan mal nicht wirkt, braucht man kein zweites nachzulegen. Ausnahme wäre die Spritze nach einem nicht wirkenden oralen Triptan. Diese kann man versuchen und wenn die Nichtwirkung des oralen Triptans nur aufgrund der eingeschränkten Magen-/Darmmotilität eingetreten ist, wird die Spritze Wirkung zeigen.

    Es gibt aber auch mal Attacken, die auf das Triptan nicht ansprechen. Oder man hat schon einige Tage mit Triptan behandelt und irgendwann wirkt es nicht mehr. Das hat mit der Wirkweise des Triptans ganz allgemein zu tun. In diesem Fall kann man ein Schmerzmittel einsetzen, oder nur noch mit Sedierung und viel Ruhe arbeiten.

    Lenchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 44

    Hallo,

    ich komme erst heute zum Antworten. Unter der Woche schaffe ich es abends nicht mehr vor den Computer.
    Lieben Dank Euch für die Tipps bzgl. Verstopfung, mir tat es auch gut zu hören, dass ich nicht allein damit bin. Ich habe sehr auf meine Ernährung geachtet (mehr Ballaststoffe), mehr Trinken, ausreichend Bewegung und die Woche war dann auch ok. Es tat sich etwas, ohne dass ich Abführmittel gebraucht habe.

    Seltsamerweise geht es meinem Kopf besser, seitdem mein Darm wieder besser funktioniert. Das habe ich schon oft beobachtet. Magen-Darm Probleme führen bei mir zu Spannungskopfschmerzen, die dann wieder zu Migräne werden.

    Unter den 70mg Aimovig, die ich am 10. November zum ersten Mal genommen habe, habe ich nun wirklich den Eindruck es geht mir besser. Ich habe die ganze letzte Woche kein Triptan benötigt (brauche sonst pro Woche mindestens einmal eins). Es ist Ewigkeiten her, dass ich solch eine Phase hatte. Aber gut, ich freue mich sehr, möchte das aber auch noch nicht als langfristigen Erfolg dem Aimovig zuschreiben. Dafür ist noch zu wenig Zeit vergangen, seit ich es bekommen habe.

    Mir ist aber aufgefallen, dass ich seit Aimovig immer wieder sehr leichte Migräne bekomme (quasi mein Anfangsstatus). Es flammt also nahezu täglich auf, bricht aber nicht richtig aus. Es geht dann meist über Nacht oder Abends, wenn ich zur Ruhe komme, von alleine weg. Das ist natürlich zum einen etwas seltsam, aber für mich schon ein Erfolg. Solche Situationen hatte ich in den letzten Wochen häufig und es wurde in 80% der Fälle zu ausgewachsener Migräne (die ohne Triptan nicht auszuhalten war).
    Da ich weniger starke Attacken hatte- kann nunmehr auch Attacken ohne Triptan durchstehen- bin ich allgemein nicht mehr so erschöpft.
    Hier hatte ich sehr große Probleme die letzten Wochen, ich war total erledigt. Nach der Arbeit konnte ich nichts mehr. Das hat sich etwas geändert. Ich nehme also wirklich wieder mehr am Leben teil und kann auch meine Arbeit viel leichter bewältigen.

    Ich hoffe es bleibt so oder bessert sich sogar.
    Was die „Schmerztage“ angeht, bin ich leider nur von 21 im Oktober zu 18 im November gekommen. Aber insgesamt ging es mir besser, da die Attacken deutlich schwächer waren.

    Ich werde weiter berichten.

    Alles Liebe Euch,

    Lenchen

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Liebe Lenchen,

    das hört sich doch eigentlich recht positiv an. Ich wünsche Dir, dass es noch besser wird und Du wieder mehr Lebensqualität erlangen kannst.

    Liebe Grüße
    Bettina

    Pepita
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 44

    Liebe Lenchen

    Mir kommt noch in den Sinn:
    Ich bin von Eisentabletten auch eher verstopft.
    Eine Freundin gab mir den Tip: Sauerkraut, Kichi, Kefir ect.
    Also das fermentierte Zeug.
    Bei mir hat es geholfen.

    Schöne Grüsse
    Pepita

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 353

    Hallo alle,
    ich habe nun die zweite Woche nach der ersten Aimovig-Spritze fast hinter mir, wollte ja eigentlich eine Schmerzmittelpause durchführen. Dies habe ich auch, aber erfreulicherweise, weil es gut ohne Behandlung ging. An zwei Tagen hatte ich das Gefühl, es geht los oder mal leichtes Stechen in der Stirn, hinter einem Auge o.ä. – dann kam aber nichts schlimmes hinterher. Es scheint sich also etwas zu tun (yeah!), bin gespannt wie lange.
    Heute habe ich nun bis mittags auch leichte halbseitige Schmerzen plus ständiger Übelkeit. Die Schmerzen sind nun weg, aber ich bin schlapp und mir ist weiterhin etwas übel.

    Kennt jemand noch anhaltende Übelkeit nach häufigerem Triptangebrauch plus Erschöpfungsgefühl? Das hatte ich nämlich schon vor Aimovig und auch schon im Sommer während eines Migränestatus, bis ich mit Kortison anfing, da war es sofort weg..
    Nun soll ich aber mal wieder zur Gastroskopie, was mir auch sicherer ist.

    Liebe Grüße und ein schönes erstes Adventswochenende!
    Jasmin

    Tini
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 37

    Hallo nun habe ich wieder seit einer Woche Dauer Kopf / Gesichtsschmerzen. Das Triptan ist nicht mehr wirklich zuverlässig. Morgen früh bekomme ich beim Neurologen die 2te Aimovig Spritze. Hoffe dass es mir dann nicht noch mal eine Woche so schlecht geht wie bei der ersten Spritze Punkt war das bei euch bei der zweiten der Fall? Hoffentlich hält die Wirkung auch ein wenig länger an als diesmal.

    Lange halte ich diesen Dauerschmerz nämlich nicht aus. Bin mir auch immer so unsicher ob ich ein Triptan nehmen soll oder nicht weil viel Wirkung zeigt es ja sowieso nicht.
    Habt ihr Tipps wie entscheidet ihr das?

    Danke
    Tini

    Ema40
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1

    Hallo zusammen,

    Habe seit 20 Jahren Migräne und sehr viele Anfälle im Monat. Nur während der Schwangerschaft hatte ich keine Migräneanfälle. Ich nehme seit vielen Jahren das Zomig oro und habe eigendlich gute Erfahrungen damit gemacht. Gestern habe ich die erste Aimovig Spritze erhalten. Am Mittag bekam ich Kopfschmerzen und heute wieder. Habe zur Zeit täglich Migräne. Bei mir spielt auch das Wetter eine grosse Rolle. In der Schweiz kostet die Spritze CHF 670.00. Die Grundversicherung bezahlt diese Spritze nicht, nur die Zusatzversicherung deckt die Kosten zu 90% bei mir. Das ist schon eine verrückte Sache, da viele Leute auch keine Zusatzversicherung haben. Ich habe grosse Hoffnung, dass diese Spritze die Anfälle reduziert, vielleicht braucht es einfach noch etwas Zeit.

    Liebe Grüsse
    Ema

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4354

    Liebe Tini,

    du siehst ja hier, dass es ganz unterschiedliche Reaktionen auf Almovig und auch alle anderen Medi´s gibt. Da kann man nichts verallgemeinern. Um all die Dinge und auch Medikamente die du bereits genommen hast wirklich bewerten zu können, muss ein guter Fachmann her und dich begleiten. Du mußt ihm vertrauen und auf ihn hören. Hast du so einen Spezialisten?

    Wenn die Medi´s nicht wirklich individuell und richtig eingesetzt werden, kann man sie nicht beurteilen. Da muss man ganz gezielt schaun und darf nicht vermuten ob die ein oder andere NW einem bestimmten Medikament zugeordnet wird. Das ist sehr schwierig, wenn man schon so viele Sachen ausprobiert hat. Ein Prophylaxemittel braucht 12 Wochen bevor es seine volle Wirkung entfalten kann. Vorher ist eine Beruteilung nicht möglich.

    All diese Dinge müssen berücksichtigt werden. Dazu benötigst du auch Geduld und Fachwissen. Alles sollte dokomentiert werden. Wenn ich lese, was du in den 3 Jahren in denen du die Migräne bzw. die Schmerzen hast, schon alles gemacht hast, kommen mir Zweifel, dass das alles opitimal gelaufen ist. Aber, ob meine Skepsis richtig ist, weiß ich nicht. Ich bin nur ein Laie. Ich möchte dich ermutigen, etwas mehr Geduld und Gelassenheit in die Angelegenheit zu bringen.

    Besprich die Angelegenheit morgen mal mit deinem Arzt. Wegen der Triptaneinnahme schau nochmal unter „Migräne-Wissen“ hier unten rechts bei den Links, Wann und ob du das richtige Triptan und auch in der richtigen Kombination einnimmst.

    Ggf. drucke die Seite aus, und besprich es mit deinem Arzt.

    Ich drücke die Daumen

    Alles Liebe
    Sternchen

    sternchen
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4354

    Liebe Ema,

    ich drücke auch für dich die Daumen, dass du eine Erleichterung bekommst.

    Die Zeit wird es zeigen. Man hofft natürlich, dass die Migräne sofort nach der ersten Almoviggabe verschwindet. Aber es muss nichts heißen, dass das bei dir nicht der Fall ist.

    Alles Liebe
    Sternchen

    Jasmin
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 353

    Hallo Ema,
    ich habe im Net in einem Beitrag zu einer Studie mit AImovig gelesen, dass es 4-6 Tage dauert, bis der Wirkstoff richtig ankommt, hatte selbst auch die erste Woche weiterhin alle zwei Tage Migräne wie zuvor, in der 2. Woche schon tat sich etwas (s.o.) Ähnliches haben in diesem Thread auch andere beschrieben.
    LG Jasmin

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Willkommen liebe Ema. 🙂

    Wenn Du hier in diesem Forum mitliest, wirst Du von den unterschiedlichen Verläufen erfahren. Warte nun einfach mal in Ruhe ab, mehr kannst Du jetzt eh nicht tun.

    Ich drücke laufend allen Aimovig-Leuten ganz fest die Daumen. 🙂

    Gio
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo zusammen
    Ich verfolge mit grossem Interesse seit einiger Zeit die Beiträge hier im Forum.
    Ich selbst nehme Aimovig 70 mg nun zum 3. Mal. Meine Erfahrung möchte ich im Augenblick wegen der verhältnismässig kurzen Zeit noch nicht kommunizieren. Ich sehe hier aber regelmässig die Empfehlung, schnell auf 140 mg umzustellen, und in diesem Zusammenhang sogar den Rat, 70 mg alle 2 Wochen anstatt der empfohlenen 140 mg alle 4 Wochen.
    Ich gebe hier folgendes zu bedenken: Das Medikament hat eine Halbwertszeit von 28 Tagen. Ermittelt man die Wirkstoffkonzentration über der Zeit und stellt das grafisch dar, so sieht man, dass sich die Konzentration bei einer Gabe von 70 mg alle 4 Wochen asymptotisch dem Wert von 140 mg annähert. Das heisst, dass die Konzentration ausgehend von 70 mg in den ersten 4 Monaten stark ansteigt, und nach 5 Monaten hat man bereits eine Konzentration von ca. 136 mg. Danach verläuft die Kurve immer flacher, die dauerhafte Konzentration liegt bei 140 mg. Das heisst, dass es sich durchaus lohnt, einige Monate abzuwarten…
    Und dann noch eine Bemerkung zu der Empfehlung mit den 70 mg alle 2 Wochen, welche aus meiner Sicht falsch ist:
    Bei Einnahme von 140 mg läuft die Wirkstoffkonzentration asymptotisch auf 280 mg. Egal, ob man alle 4 Wochen 140 mg nimmt, oder man 70 mg alle 2 Wochen nimmt. Allerdings steigt die Konzentration in den ersten 4 Monaten bei 70 mg alle 2 Wochen viel weniger steil an. Meiner Meinung nach tut man sich also keinen Gefallen, wenn man die empfohlene Dosierung ändert.

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7068

    Hallo und herzlich willkommen Gio.

    Auch wenn Mathe nicht wirklich mein Lieblingsfach in der Schule war, das klingt für mich sehr logisch, danke.
    Ich denke, dass man sowieso erstmal den Herstellervorgaben folgen sollte, als jetzt gleich im Überschwang der Freude eigene, vielleicht nur sinnlose, Versuche zu machen. Nach deiner Berechnung wäre es auf Dauer, wenn ich das richtig verstehe, deutlich kostengünstiger und eventuell ja auch weniger belastend für den Körper. Niemand weiß ja im Moment schon ganz genau welche „Wirkungen“ sich über die Zeit der Anwendung noch so zeigen werden. Immerhin haben die CGRP ja im gesamten Körper, und nicht nur im Kopf, ihre „Arbeitsplätze“, was man vielleicht schon an den häufig auftretenden Obstipationen erkennen kann.

    Danke für deinen Anstoß zum Nachdenken,
    Julia

    Matthias
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 33

    Hallo Gio,
    Du kannst mir gerne mal Deine Berechnung schicken. Irgendetwas in Deiner Berechnung ist aber vermutlich nicht richtig.
    Wenn Du mit 70 anfängst, zerfällt das in 28 Tagen auf die Hälfte, dann kommen nach 1 Monat wieder 70 hinzu.
    Beides zerfällt entsprechend weiter.
    Das ergibt ein Max. nach der dritten Spritze bei 120mg und fällt ab auf 60mg bis zur nächsten Spritze.

    Bei 1x 140mg ergibt sich ein Max. nach der 4ten Spritze bei 250mg und fällt auf ca. 120mg.
    Bei 2x 70mg ergibt sich ein Max. nach der 5ten Spritze bei 200mg und fällt auf ca. 140mg.
    Vorteil: das Min.Niveau bleibt höher und das ist was zählt, dafür ist die Spitze nicht so hoch.

    LG,
    Matthias

    Matthias
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 33

    P.S. Ich hab für mich rausgefunden, dass unter 100mg keine Wirkung mehr vorhanden ist. D.h. Min. hochhalten ist gut. Max.Werte vermeiden auch.

    Julia, du hast völlig Recht, ich habe da auch meine Bedenken.
    Ich spritze jetzt seit 6 Monaten und diesen Monat habe ich extrem mit Hypertonie zu kämpfen. Das kenne ich so gar nicht.
    Seit letztem Wochenende bekomme ich den Druck einfach nicht mehr runter. Noch schiebe ich es auf den Stress, mal sehen ob das wieder besser wird.
    Mein Arzt will auch noch abwarten. Spaß macht das aber nicht. Wenn es damit zu tun hat, dass CGRP nicht mehr regulieren kann, weil die Rezeptoren besetzt sind, wäre das ein Kriterium, wieder auf 70mg zu gehen. Die Migräne will ich aber in dem Ausmaß nicht mehr zurück.
    Naja vielleicht krieg ich es ja noch in den Griff. Bisher hat dies ja auch noch keiner berichtet und deshalb suche ich erst Mal nach anderen Ursachen.

    LG,
    Matthias

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7068

    Hallo Matthias,

    mir wurde das Aimowig auch schon angeboten, vorerst habe ich mich aber dagegen entschieden, trotz einer wirklich hochfrequenten Migräne. Die Migräne habe ich wohl seit meiner Geburt, da fällt es mir nicht allzu schwer, jetzt mal abzuwarten, bis es ein wenig mehr über die eventuellen und nicht so prickelnden „Gratiswirkungen“ zu erfahren gibt. Die Migräne versaut einem ja schon ganz schön das Leben, aber Bluthochdruck, Änderungen der Gefäßreaktionen oder auch der Darmfunktion wären mir dann doch noch weniger lieb. Ich denke, das muss Jeder für sich abwägen.

    Ich wünsche dir, dass dein Blutdruck sich wieder beruhigen lässt.
    Liebe Grüße,
    Julia

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche von  Julia.
    Gio
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo Matthias
    Mathe war auch nicht gerade mein Lieblingsfach. Ich musste mich aber während des Studiums 4 Semester damit rumärgern …. An der Berechnung ist definitiv kein Fehler. Excel lügt nicht ;-).
    Man sollte wirklich abwarten, bis sich die maximale Wirkstoffkonzentration eingestellt hat. Die liegt beim doppelten Wert der Einzeldosis und wird nach ca. 5 Monaten erreicht (136 mg, bei einer Einzeldosis von 70 mg). Es wäre nett, wenn man hier ein Bild hochladen könnte. Ich habe bisher aber den Knopf dafür nicht gefunden. Dann würde ich die Wirkstoffkonzentrationskurven hochladen.
    LG Gio

    susisonne
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 646

    Hallo zusammen,

    eine interessante Diskussion bzgl. der Wirkstoffkonzentration:).

    Was Du schreibst, Gio, scheint einleuchtend. Dann würde es ja doch Sinn machen, erst mal ein paar Monate „nur“ 70 mg zu testen … Wobei die Verantwortlichen sicherlich auch diese Kurven kennen/berechnen. Da frag ich mich, warum man z. B. bei den Chronikern in den Studien auf 140 mg umgestiegen ist.

    Die Zeit wird sicherlich mehr Erkenntnisse bringen. Ich bin gespannt!

    Viele Grüße & einen schönen Abend!
    Susisonne

    Bo
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 1

    Hallo zusammen, seit einiger Zeit verfolge ich mit großer Interesse die Diskussionen um das Leben mit Migräne. Ich bin vor 3 Jahren in der Klinik gewesen und habe dort gelernt mit der Migräne zu leben und umzugehen. Nun mit den Wechseljahren kammen die Migräneatacken verstärkt und manchmal liessen sie sich ohne Kortison oder Magnesiuminfusionen nicht stoppen. Vor fast 4 Wochen hatte ich so eine Atacke (8 Tage am Stück) und damit ich nicht in die Überdosierung von Triptanen kam, würde sogar mein „Erstaimoviktermin“ beim Neurologen vorgeschoben um mir das Medikament zu verabreichen.
    Nach Verabreichung der Spritze hatte es eine Woche gedauert bis ich Beschwerden frei war. Im Kopf füllte ich so was wie das Arbeiten der Gefäße, Drücken und Ziehen und leichte Übelkeit. Ich habe mir mit Vomex geholfen. Die nächsten 1,5 Wochen waren super. Nun vorgestern hatte ich wieder Migräne. Die hat nur 1 Tag gedauert und 1 x Triptan am 1 Tag und 1 x Vomex am 2 Tag haben gereicht. Und jetzt gibt es Bewegung im Kopf, Ziehen und Drücken wie vor einem Ausbruch einer Migräne. Aber die bricht nicht aus wie in der ersten Woche. Für mich ist das schon ein Erfolg. Die zweite Aimovig bekomme ich nächste Woche und bin gespannt wie der Verlauf nächsten Monat sein wird. Übrigens das Topiramat wurde vor 2 Monaten von 2 x 75 mg auf 2 x 50 mg reduziert. Ich sollte es ausschleichen lassen und mich nur auf das Aimovig einlassen. Ich werde den Arzt bitten es wieder zu erhöhen. Ich habe das Gefühl, dass die Kombination aus beiden Medikamenten für mich die bessere Lösung ist. Ich werde berichten.
    Viele liebe Grüße und eine erholsame Nacht 🌟🌙

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Hallo Gio (männlich oder weiblich?) und herzlich willkommen im Headbook. 🙂

    Deine Berechnungen machen in meinen Augen Sinn (wenngleich ich nicht nachgerechnet habe) und die Empfehlung lautet, erst mal mit 70 mg zu starten. Das schreibt Prof. Göbel in seinem neuen Artikel, den ich auch gleich hier einstelle: „In klinischen Studien zeigte sich durch die Dosierung mit 140 mg eine zahlenmäßig höhere Ansprechrate, die statistisch jedoch nicht signifikant war.“

    Liebe Grüße
    Bettina

    Bettina Frank – Admin
    Keymaster
    Beitragsanzahl: 26983

    Willkommen liebe(r) Bo. 🙂

    Ich würde mich an Deiner Stelle jetzt mal nur auf Aimovig verlassen. Es macht keinen Sinn, eine so teure Behandlung vielleicht nebenbei mitlaufen zu lassen. So kannst Du nicht beurteilen, ob sie wirklich Sinn für Dich macht. Zudem wird die Kasse dann nicht weiter bezahlen, wenn die vorige Prophylaxe als erfolgreich gesehen und wieder hochdosiert wird. Entweder oder. 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Matthias
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 33

    GIO,

    Das kann nicht sein, eine „dauerhafte Konzentration“ wird nie erreicht und Deine Zahlen sind zu hoch.
    Du kannst auch mit 1x 140 oder 2x 70 nicht das gleiche Max. erreichen.
    Ich vermute Du hast linear gerechnet. Der Zerfall ist aber exponentiell.

    Exp. gerechnet erreichst du
    mit 1x 70mg nach 5 Inj. 126 max. / 60 min.
    mit 1x 140mg nach 5 Inj. 250 max. / 120 min.
    mit 2x 70mg nach 9 Inj. 210 max. / 145 min.

    Richtig ist, dass Du mit 1x 140 mg schneller auf das Max. kommst, danach aber einen heftigeren Anstieg und Abfall hast.
    Ich laß mich gerne eines besseren belehren, Excel ist eben auch nur so gut, wie die Formeln die man einträgt.
    Hier ist mein Excel: https://www.magentacloud.de/lnk/p0BJBs6Z

    Jetzt bin ich mal gespannt.
    Matthias

    Vicky P. Dia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 14

    Hallo,
    auch ich finde die Diskussion hier wirklich interessant.
    Ich habe am 16.11.2018 erstmalig Aimovig 140mg verabreicht bekommen und bin seitdem ausser einem einzigen schweren Anfall am ersten Tag nach der Injektion, „Triptan- und Schmerzmittelfrei“ .
    Bei mir ist es auch so, wie viele andere hier schildern, dass ich das Gefühl habe, die Migräne ist am Start, zieht sich aber wieder zurück, so dass ich auf ein Triptan verzichten kann.
    Auch empfand ich es die ersten 10 Tage so, dass es „am Arbeiten“ ist, was , zwar nahezu schmerzfrei, aber doch auch irgendwie anstrengend war.
    Ich hatte zeitweise auch mit Verstopfung zu kämpfen, was ich aber eher auf die Migräne in der Startphase als auf das Aimovig zurückgeführt hätte…
    Mittlerweile hat sich das aber gelegt und ich habe einen Eindruck, wie das Leben sein kann, ohne „quälende“ Migräne, aber durchaus mit hier und da leichteren Attacken, die sich auch nicht „ewig“ hinziehen.
    So habe ich das auch meiner Schmerztherapeutin kommuniziert, die nun vorschlug, dass ich für die nächste Aimovig Behandlung 70 mg testen soll, da bei einem solch positiven Verlauf wie bei mir, auch die geringere Dosis ausreichen sollte.
    Darauf bin ich jetzt mal gespannt…(und leicht ängstlich)
    Ich bin zum Einen hoch begeistert, will aber auch auf KEINEN FALL die Migräne, wie sie war zurück !
    Nichtsdestotrotz hatte ich seit 2012 (Klinikaufenthalt in Kiel )keine so lange Schmerzmittelpause mehr, und allein dafür bin ich froh und dankbar !!!

    Matthias
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 33

    P.S. Das mit dem schneller bei 2x 70mg nehme ich zurück, 9 Inj. sind auch nur 4,5 Monate.
    Es macht aber wie ganz oben geschrieben Sinn mit 1x 140mg anzufangen um schnell auf ein gutes Niveau zu kommen.

    Gio
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 4

    Hallo zusammen
    Sollte ich jemanden auf die Füsse getreten sein, oder Verwirrung angestiftet haben, dann tut mir das wirklich sehr leid. War nicht meine Absicht!
    Es ging mir einzig darum, aufzuzeigen, dass man abwarten sollte, bis die maximale Wirkstoffkonzentration eingetreten ist, bevor man die Schlussfolgerung zieht, dass das Medikament nicht wirkt, oder man auf die doppelte Dosis umsteigen sollte (weil sich möglicherweise auch die unerwünschten Wirkungen dann verdoppeln und nebenbei bemerkt, das Medi auch ein kleines Vermögen kostet und wir die Krankenkassen wirklich nur im begründeten Fall schröpfen sollten…). Und wenn schon 140 mg, dann vielleicht am besten wie es der Hersteller vorschreibt. Nun kommt hoffentlich niemand auf die Idee, dass ich bei einer Krankenkasse meinen Lebensunterhalt verdiene … ;-).
    Vielleicht ist noch ein letzter Hinweis zu meinen Bemerkungen hinsichtlich der Wirkstoffkonzentration angebracht (und ich hoffe dass die Diskussion damit erledigt ist):
    Der Ausdruck „dauerhaft“ war evtl. etwas unglücklich gewählt und konnte missverstanden werden. Ich meinte damit nicht „Konstant“. Die Wirkstoffkonzentration ist nie konstant.
    Man hat einen Peak am Tag der Injektion, welcher nach 4 Wochen exponentiell auf die Hälfte abgefallen ist, dann kommt die nächste Injektion, welche sich zum Restwert addiert, die Summe aus beiden zerfällt nach 4 Wochen wieder auf die Hälfte der Summe usw. Die Kurve ist also ein Sägezahn, dessen Spitze zu Beginn bei 70 mg liegt, in den ersten Monaten steil ansteigt, und dann nach ca. 5 Monaten das Maximum von 140 mg erreicht. Ab dann verläuft der Sägezahn gerade, d.h. mit konstanten Spitzen von 140 mg, die nach 4 Wochen jeweils immer auf konstant 70 mg abfallen. Die mittlere Konzentration (über die 4 Wochen) bleibt ab dann konstant und liegt bei (grob) 95 mg. So, ich hoffe, etwaige Meinungsverschiedenheiten damit aus der Welt geschaffen zu haben.

    LG Gio (männlich :))

    Julia
    Teilnehmer
    Beitragsanzahl: 7068

    Hallo, lieber Gio,
    wem solltest du auf die Füsse getreten sein, wir sind ein Forum, in dem Jeder im Rahmen der evidenzbasierten Medizin seine Ideen und Vorstellungen einbringen darf und sogar sollte.
    Meines Erachtens kann dein Beitrag ein wenig zur Beruhigung der doch sehr emotional bestimmten Diskussion beitragen. Wir sollten alle nicht vergessen, dass die CGRP-Antikörper höchstwahrscheinlich nicht mehr als ein Baustein von vielen in der Migräneprophylaxe sein werden, und nicht das Wundermittel, das im Moment Jeder sofort haben muss. In der Regel kommt nämlich nach der Euphorie recht bald die Ernüchterung. Da finde ich deinen Ansatz sehr hilfreich 😀.

    Es ist seeehr gut, dass jetzt endlich ein Mittel gefunden wurde, dass nicht nur „auch gegen Migräne“ helfen kann, sondern speziell zur Migräneprophylaxe entwickelt werden konnte.
    Alles Weitere sollten wir geduldig abwarten, denn auch die Forscher und Entwickler haben sich wertvolle Gedanken gemacht.

    Liebe Grüße,
    Julia

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