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Medizinische Vorbeugung

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Welches Antidepressivum nehmt Ihr als Prophylaxe (40 Antworten)

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  • Profilbild susisonne vor 1 Jahr, 6 Monaten:

    Hallo,

    seit einigen Jahren nehme ich Notrilen (ursprünglich wegen Ängste u. Burnout-Symptome) u. meinte auch, dass es sich positiv auf die Migräne auswirkt. Nun habe ich aber erfahren, dass das so nicht stimmt/nicht sein kann.
    Auch wollte ich meine Migräne-Behandlung “professionalisieren” und nicht nur die Rezepte beim Hausarzt abholen (ich nehme Maxalt, 10 mg).

    Ein Fachmann (Neurologe) schlug mir vor, ich solle die Nortrilen (abends 25 mg) weglassen u. durch 25 mg (1/4 Tablette) Amitriptylin ersetzen. Dies habe ich nun gestern Abend (Einnahme gegen 22.45) gemacht u. war heute Morgen total fertig (müde), was noch immer anhält. Daraufhin musste ich erst mal weinen: weil die Migräne mich eh schon total depri macht (hatte letzte Woche 3 Migräne-Attacken bzw. Anzeichen u. bei der 4. habe ich dann ausgehalten, wegen Sorge vor Übergebrauchskopfschmerz) u. zusätzliche Müdigkeit mich noch weiter runterzieht.

    Nun will ich mal fragen, ob es normal ist, dass man schon nach der ersten Einnahme (25 mg) total müde ist oder ist das “eingebildet”? Geht das irgendwann weg?

    Und dann eine Frage an Bettina oder an alle: Könnte man nicht mal eine Zusammenstellung von (anonymen) Patienten machen, welche Mittel, speziell Antidepressiva, sie nehmen und ob es die Migräne überhaupt verbessert?

    Lieben Gruß!
    Susisonne

  • Profilbild Knorpel vor 1 Jahr, 6 Monaten:

    Die Müdigkeit ist normal und geht nach ein paar Tagen weg. Ich hab das auch lange genommen, vor allem, um zu schlafen. Jetzt bin ich bei Insidon, das auch meine Anfälle etwas abfedert.

  • Profilbild oeco vor 1 Jahr, 6 Monaten:

    Müde war ich davon am anfang auch immer ein wenig, wa ssich aber total schenll gelegt hat. Habe schon eine ganze Reihe durchprobiert. Anafranil fand ich ganz gut, meine da war gar nichts mit Müdigkeit, davon habe ich nur mehr geschwitzt. AHbe das im Sommer 2006 bekommen, was natürlich ein besonders geeigneter Zeitpunkt für mehr Schwitzen war –> bin fast weggeschwommen. Zur jetzigen Jahreszeit kann ich mir vorstellen ist das gar nicht schlecht.

  • Profilbild susisonne vor 1 Jahr, 6 Monaten:

    Hallo Ihr beiden!

    Vielen Dank für die Antworten!! Würdet Ihr mir noch sagen, warum Ihr jeweils gewechselt habt u. ob Ihr ggf. auch Wirkung auf die Depression (falls vorhanden) gemerkt habt u. wie sich die Attacken verändert haben? Welche Dosis habt Ihr genommen u. abends oder morgens? … Sorry, wegen der vielen Fragen.

    Knorpel: Ist Insidon ein neues Medikament?

    Moni: Was nimmst Du denn derzeit?

    Viele Grüße aus Niedersachsen!
    Susisonne

  • Profilbild oeco vor 1 Jahr, 6 Monaten:

    Hallo Susisonne,
    also von den Anafaranil habe ich abends 50 mg genommen, so hatte ich es in Kiel empfohlen bekommen. Ich war mit einer leichten depressiven Episode dort und würde sagen es ging mir danach eiinfach besser. Ich vermag aber nicht zusagen, ob es isoliert einer Einnahme der Anafarannil zugesprochen werden kann, da ich eher das komplette Paket Kiel sehen würde :-)
    Inzwischen nehme ich Fluoxetin 20mg , habe aber früher auch schon mal Saroten ( langsam gesteigert von 25 mg auf 75 mg) genommen.
    Im Prinzip stand halt immer danne in Wechsel an, wenn der erfolg nicht mehr überzeugend war. Durch die Prophylaxe kann ich schon sagen, das meine Anfälle seltener geworden sind, weniger intensiv udn auch kürzer. Ich nehme allerdings auch noch Topamax und Magnesium dazu. Das Antidepressivum war nur vor Jahren mal alleinige Prohyplaxe und hat da auch nicht überzeugend angeschlagen.
    Derzeit bin ich wohl leider wieder in einem Stadium , in dem ein Wechsel ansteht..

  • Profilbild Migränchen vor 1 Jahr, 6 Monaten:

    hallo susisonne,

    ich habe saroten (amitriptylin) ca. 2 jahre genommen, es hat meine miggi um ca. 10 % beeinflusst / gebessert…also kein großartiger erfolg (allerdings in phasen wo gar nix mehr geht, sind auch 10% paradiesisch :-) . habe am schluß 50 mg genommen – ich weiß von bis zu 75 mg in der miggiprophylaxe…mein dok hat mir aber davon abgeraten nochmals zu erhöhen (in meinem persönlichen fall).

    habe auch einige andere ad´s ausprobiert, aber leider nicht gut vertragen….und/oder hatten keinen einfluss auf das migränegeschehen.

    ich kenne einige, denen das ami gut hift! einen versuch ist es auf jeden fall wert…nebenwirkungen hatte ich bis auf gewichtszunahme und trockenen mund keine…bin auch immer arbeiten gegangen…)

    alles gute
    migränchen

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 6 Monaten:

    @susisonne said:
    Hallo,

    Und dann eine Frage an Bettina oder an alle: Könnte man nicht mal eine Zusammenstellung von (anonymen) Patienten machen, welche Mittel, speziell Antidepressiva, sie nehmen und ob es die Migräne überhaupt verbessert?

    Liebe Susisonne,

    so eine Aufstellung würde keinen Sinn machen und Dir auch keine neuen Erkenntnisse liefern. Was dem einen hilft, muss dem anderen noch lange nicht helfen. Lies in dieser Gruppe mal die Forenbeiträge durch, denn hier kannst Du viele Erfahrungsberichte nachlesen. Trizyklische Antidepressiva werden sehr erfolgreich bei Migräne und auch Spannungskopfschmerzen eingesetzt. Auf der Homepage der Schmerzklinik gibt es noch eine umfassende Erklärung und auch Aufzählung der diversen Prophylaxen: klick

  • Profilbild Knorpel vor 1 Jahr, 6 Monaten:

    Hallo Susi, um auch noch Deine Fragen zu beantworten: Amitriptylin hatte ich mit 10mg abends begonnen und war davon fürchterlich müde. Nach ein paar Tagen hatte sich das gegeben, und ich konnte gut damit schlafen, wenn ich es eine Stunde vorm Zubettgehen nahm (Ein-und Durchschlafen war viele Jahre ein Ding der Unmöglichkeit für mich). Gleichzeitig hatte ich noch 100mg Topamax, was mir gut half, aber mich vollkommen meschugge und aggressiv machte. In der Schmerzklinik wurde das Topamax auf 50mg reduziert und das Amitriptylin auf 50mg erhöht. Die Folge war, daß die Migräne wieder so oft kam wie früher, ich aber niemals mehr Spannungskopfschmerzen hatte. Nachdem ich das Topamax, das außer den kognitiven Einschränkungen gar keine Wirkung mehr zeigte, abgesetzt hatte, nahm ich das Amitriptylin noch lange weiter und fühlte mich (abgesehen von den häufigen Migräneattacken) sehr gut damit. In einem Forum las ich, daß jemand Medikamentenpausen machte, indem er in der Zeit Insidon nahm. Was das genau ist, bekomme ich nicht so schnell heraus wie andere hier, aber das gibt es schon länger. Ich habe (nach dem Ausschleichen von Ami) bis 200mg aufdosiert und keine Wirkung auf die Anfallshäufigkeit festgestellt. Aber ich konnte auch damit wunderbar schlafen. Also habe ich nach einer Weile wieder abdosiert. Bei 50mg konnte ich nicht mehr einschlafen. Also bin ich jetzt bei 100 und stelle außer der schlaffördernden Wirkung fest, daß die Migräneanfälle zwar genauso häufig wie immer, aber leichter erträglich sind. Hatte ich früher 48 oder 72h mit grausamsten Schmerzen zu tun, kann ich die Anfälle jetzt besser ertragen. Es ist zwar immernoch unmöglich, z.B. in literaturwissenschaftlichen Zusammenhängen zu denken, aber für leichte Post und leise Musik reicht es. Schwierig sind jegliche Art von Bewegung, Licht, laute Geräusche. Meistens lege ich mich aber hin, wenn ich Migräne habe, und gerate dadurch oft aus dem Tagesrhythmus – was ja dann wieder Migräne begünstigt.

  • Profilbild minifiets vor 1 Jahr, 6 Monaten:

    Mal so eine andere Frage bezüglich der Antidepressiva: Hat noch jmd. von Euch während der Einnhame zugenommen? Ich meine, ich esse auch gern, aber ich rede mir ein, dass ich ohne Antidepressiva nicht so zugenommen hätte :(

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 6 Monaten:

    Gewichtszunahme gehört mit zu den Nebenwirkungen. Mit Disziplin (fehlt mir meistens ;) ) und Sport kann man entgegenwirken.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild minifiets vor 1 Jahr, 6 Monaten:

    Naja, aber ich denk mir ständig Kopfweh zu haben ist schon schlimm genug, da will ich mich nicht zusätzlich ständig disziplinieren müssen. Denn wirklich dünn bin ich nur, wenn ich tatsächlich auf alles verzichte, was wirklich lecker ist ;)

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 6 Monaten:

    Kann ich gut verstehen, aber es tut dem Kopf auch nicht gut, zu wenig zu essen. Richtig dünn muss ja auch nicht sein, schlank reicht doch auch? ;)

  • Profilbild Sonne vor 1 Jahr, 6 Monaten:

    Hallo Minifiets
    Ich nehme Betablocker und habe bei der 1. Einnahme des Betablockers auch zugenommen. Nachdem ich nach ca. 1 Jahr eine Pause einlegte, purzelten die 4 Kilos wieder. Seit gut 7 Monaten nehm ich wieder Betablocker auf und habe nichts zugenommen. Es ist eine Einstellungssache. Ich esse nicht weniger und nicht mehr. Gönn mir auch mal zwischendurch Süssigkeiten, denn für uns Migräniker ist es wichtig, geregelte Mahlzeiten einzunehmen. Wenn einem der “Hunger”* zwischendurch packt, gibts ja leckere Früchte, Vollkornbrötchen usw. Wie Bettina schon erwähnt, musst Du nicht dünn sein ;-)

  • Profilbild minifiets vor 1 Jahr, 6 Monaten:

    jaja, schlank reicht auch;) Bin ich aber auch nicht mehr glaube ich ;) aber ich nehme nur ab, wenn ich zB Schokolade rigoros aus meinem Leben verbanne. will ich nicht :D

  • Profilbild vor 1 Jahr, 6 Monaten:

    Unter Venlafexin und Duloxetin soll man sein Gewicht halten, ich hab’s noch nicht probiert, vielleicht hat jemand Erfahrungen? Bin eher zu schlank, ein paar Pfunde mehr wären nicht das Problem, hatte mit Topamax (Antiepileptika) viel mehr Schwierigkeiten, wo ja einfach nichts mehr schmeckt und man rapide abnimmt – davon abgesehen war es auch sonst nichts für mich.