Mit den Triggern ist das eigentlich gar nicht so kompliziert.
Ist man gut ausgeruht, geht es einem psychisch gut, hat man keinen übermäßigen Stress, dann kann einem auch mal der ärgste Föhnsturm nichts anhaben. Die Serotoninspeicher sind gut gefüllt und die Schmerzabwehr funktioniert, wie sie funktionieren soll.
Nun die andere Variante: Man ärgert sich schon seit Wochen über eine Kollegin, zusätzlich hat man Streit mit dem Partner, am Wochenende waren die Schwiegereltern da und dann kommt der berüchtigte Föhn und bringt das Fass zum Überlaufen. Ein schwerer Anfall kommt und man fragt sich, warum diesmal der Föhn so einen Anfall auslöst, bei letzten Mal war gar nichts. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Es ist immer die Summe aller erlebten Dinge, die eine vielleicht anstrengen, ohne dass man es wahrnehmen kann. Dann kommt noch eine einzige kleine Sache dazu – vielleicht ein halbes Glas Wein – und das provoziert dann den Anfall.
Oder Julia: Man hat wochenlang Stress, das Adrenalin hat zu tun und alles läuft wunderbar. Dann lässt der Stress nach und man kommt aus den Attacken nicht mehr raus. Diese plötzliche Änderung hat der Körper nicht mehr vertragen und dann kommt die Attacke und man versteht die Welt nicht mehr.
Kein Anfall ohne Trigger, aber viele bemerken oder realisieren wir gar nicht.