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Vorboten der Migräne

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 1 Monat aktiv

Wie kündigt sich die Migräne an?
Welche Begleiterscheinungen zeigen sich auch während und nach der Attacke?

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Warum drei Jahre lang migränefrei? (20 Antworten)

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  • Profilbild jacominka vor 1 Jahr, 1 Monat:

    …. und eine Frage loswerden.

    Ich bin fast 38, verheiratet, zwei Kinder.
    Migräne habe ich seit meinem 9. Lebensjahr. Zuerst einmal im Jahr, immer im Frühjahr, dann, nach der ersten Schwangerschaft ganz unterschiedlich…. mal 2 Tage hintereinander…. mal 1 mal in 3 Monaten….. aber sie kam…. darauf war Verlass.Dann geschah das Wunder: Auf den Monat genau 3 Jahre keine Migräne.
    3 Jahre voller Stress, voller Probleme, voller verschiedener Schlaf-Wach-Rhytmen, zwei neuer Arbeitgeber, zwischenzeitlicher Arbeitslosigkeit, voller möglicher Trigger (Ernährung)………. und nix………. keine Migräne.
    Dann jetzt im Januar…….. peng…….. im Februar……… peng…….. im März noch einmal.

    Was war anders in den 3 Jahren ohne Migräne?
    Ich weiss, ihr könnt mir das nicht sagen, seid nicht in meinem Kopf, meinem Körper, meinem Leben.
    Aber seit dem Wiederkehr der Migräne zermartere ich mir das Hirn, was mir 3 Jahre Migränefreie Zeit beschert hat, diese Frage treibt mich um, ich kann an nichts anderes mehr denken………. ich will diesen Zustand wieder herstellen.

    Und nun zu miener Frage:
    Hattet Ihr auch mal so eine lange Pause?
    Und was war dann der Auslöser? (Falls bekannt)

    Ich freue mich sehr auf Eure Antworten
    :)

    Ach ja……….fast hätte ich es vergessen zu schreiben….
    Ich bin sehr glücklich, dieses Forum gefunden zu haben

    LG

    fr.schmidt

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Liebe Jacominka,

    erstmal herzlich willkommen in unserem Forum. :)

    Darf ich Dir gleich zu Beginn eines raten? Zermartere Dir bitte nicht das Hirn, warum Du diese schmerzfreien Jahre geschenkt bekommen hast. Es wird keine Antwort darauf geben, aber Du machst Dich damit fertig.

    So eine lange Pause hatte ich nie, hätte ich aber gerne. ;) Die Migräne ist unberechenbar und ist immer wieder für Überraschungen gut.

    Meine Mutter hatte “nur” 10 Jahre lang Migräne, aber nie so intensiv wie ich.

    Meine Tante hatte ihr ganzes Leben lang Migräne. Mit 60 war dann plötzlich Schluss und sie hatte die Migränezeit gedanklich abgehakt. Mit 65 plötzlich wieder bis zu 8 Attacken im Monat. Nun wird sie 70 und ist immer noch mit dabei. Nichts hatte sich in ihrem Lebensablauf geändert, sie hat keine Erklärung dafür.

    Meine Schwester hatte nur ein oder zwei Attacken in ihrem Leben und führt ein sehr stressiges Leben mit drei Kindern, Halbtagsjob und “anstrengendem” Mann. Warum sie keine Attacken hat, ist mir ein Rätsel.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild jacominka vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Und nun hab ich doch noch vergessen etwas zu schreiben…..
    Miene Schmerzen sind aushaltbar……….. aber ich habe immer die volle Ladung Aura….
    Sehstörungen, Amnesie (das ist das Schlimmste), Sprachstörung, akustische Wahrnehmungsstörungen,……. aber keine Übelkeit und kein Errechen.
    Da ich ein AD nehme, kommen Triptane u.Ä. für mich nicht in Frage.
    Früher habe ich mit Novalgin i.V. sehr gute Erfahrungen gemacht……. aber das kann ja lebensbedrohlich sein…. das hab ich mal sein lassen.

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Hab nicht so viel Angst vor den Medikamenten. Antidepressiva und Triptane kann man kombinieren. Das oft so gefürchtete Serotoninsyndrom ist eher ein theoretisches Problem und wurde z. B. in der Schmerzklinik Kiel noch nie gesehen.

    In welcher Hinsicht sollte Novalgin lebensbedrohlich sein? Bei extremer Überdosierung, oder wie meinst Du das?

  • Profilbild jacominka vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Hm, das Novalgin, also wenn es i.V. verabreicht wird…… ach, hier mal ein Link, ich hoffe es klappt:
    Novalgin

    Was die theoretischen Probleme mit SSRI und Triptanen angeht………. ich hab da schon ein wenig Angst.

    Migräne scheint ja in Deiner Familie weit verbreitet zu sein…
    Keiner in meiner Familie hatte vor mir Migräne, nur meine Nichte nach mir noch.

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Lies mal die Kommentare auf diesen Artikel. Der erste Kommentar des Urologen bringt es auf den Punkt: Ihm scheint, dass alle Jahre wieder eine Welle der Hysterie durch die Fachpresse zum Thema Metamizol geistert. ;) Das sagt alles aus für mich und so ist es in der Tat.

    Jedes wirksame Medikament hat Nebenwirkungen. Ich würde im Falle einer Nierenkolik nicht auf Novalgin verzichten wollen. Auch kenne ich Migräniker, die nur Novalgin in der Attacke nehmen. Das muss jeder für sich entscheiden. Verzichtet man aus Angst vor Nebenwirkungen auf Schmerzmedikamente, nimmt man sich viel von seiner Lebensqualität.

    In meiner Familie gibt es einige Migräniker und leider habe ich sie auch an meine Kinder vererbt. Trotz allem leben wir “gut” damit.

  • Profilbild jacominka vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Es gibt da einen grossen Unterschied, ob man Novalgin i.V gibt oder es als Tropfen nimmt.
    Die “Warnungen” beziehen sich nur auf die intravenöse Verabreichung.
    Ich hatte Jahrelang 4 Ampullen mit mir. Und jeder Arzt hat es bereitwillig gespritzt bei einem Anfall.
    Im Beipackzettel dieser Ampullen steht auch die Warnung…….. also selbst der Hersteller traut dem Ganzen nicht. Auf BPZ der Tropfen Novalgin ist diese Warnung nicht vorhanden.

    Ich lese mir gerade den Thread über Kortisonbehandlung bei Migräneattacken…….. ich mein…… klingt irgendwie logisch. Migräne = Entzündung=Kortison
    Das finde ich einen sehr interessanten Ansatz………

  • Profilbild Julia vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Die Angst vor Novalgin stammt aus dem Jahr 1967. Damals sind innerhalb kurzer Zeit 2 Patienten im zeitlichen Zusammenhang mit einer Novalgin iv Injektion gestorben. Ich kann mich noch bestens erinnern. Bis dahin war es das geliebte Novalgin, plötzlich wurden Ärzte, die sich trauten, es noch anzuwenden, fast gelyncht.
    Dass das Novalgin auch Schuld war, ist , glaube ich, nie bewiesen worden. Aber dank der damals noch nicht so großen Presselandschaft, stand es in ALLEN Zeitungen: es hieß nur noch das Mördermittel.
    Vorher und nachher ist, meines Erachtens, nie wieder ähnliches geschehen. Aber es muss im Beipackzettel erwähnt werden und verunsichert die Patienten also immer noch.
    Ich finde, nach über 40 Jahren sollte das mal verjährt sein ;)

  • Profilbild minifiets vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Danke Julia für diesen Bericht, ich hab mich schon imer gefragt, wo diese Novalgin-Panik herrührt. Ich hab Ärzte erlebt die sagen, dass das völlig in Ordnung ist und man sich keine Sorgen machen soll und Ärzte, die die Hände überm Kopf zusammenschlagen.
    Ich nehme es seit Jahren, habe es auch schon iv bekommen und erfreue mich bis auf die Migräne bester Gesundheit :)

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Danke Julia für diese Info. Ich wusste bisher nur, dass mit einer gewissen Regelmäßigkeit diese Hysterie hochkocht, aber den genauen Grund kannte ich nicht. Auch ich hatte es immer wieder mal im Notfall i.V. erhalten und die einzige “Nebenwirkung” war, dass die Migräne wegging. ;)

    Jacominka, welche Akutmedikation hast Du denn?

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild jacominka vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Hallo, Guten Morgen

    Akutmedikation?
    Gar keine…
    ich werfe mir eine Paracetamol ein, einfach um etwas genommen zu haben. Dann leg ich mich ins Bett und leide…. und harre der Dinge, die da kommen.

    Das Problem ist…. ich habe noch keine Arzt gefunden, der bereit war mit mir nach einer passenden Medikation zu suchen. “Ach ja Frau Schmidt” heisst es dann nur “Triptane dürfen sie nicht nehmen, das tut mir leid, ist eine blöde Situation für Sie aber sie schaffen das auch so…… Der Nächste bitte!” Die haben doch alle keine Zeit und viele gar kein Interesse.

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Dann gibt es doch nur eine richtige Lösung für Dich. Suche Dir einen fähigen und engagierten Neurologen. Vielleicht kann Dir diese Liste weiterhelfen: Schmerztherapeuten bundesweit.

    Mit Paracetamol tust Du Dir keinen Gefallen. Dieses ach so harmlose Medikament, das man auch massenweise immer noch an Schwangere “verfüttert” (hier ein Bericht zu Paracetamol), schadet Dir wahrscheinlich mehr, als es Dir hilft. Außerdem wirkt es nur sehr kurz und die Gefahr, in einen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (MÜK) zu geraten, ist sehr hoch.

    Bis Du einen passenden Neurologen gefunden hast, versuche doch mal das freiverkäufliche Formigran. Es ist das Triptan mit den wenigsten Nebenwirkungen, aber sehr langer Wirkung. Wenn es wirkt, denn es gehört eher zu den schwach wirkenden. Aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

    Meine Tipps für Dich:

    1. Akzeptiere, dass Dich die Migräne wieder eingeholt hat. Kann aber auch wieder vergehen! ;)
    2. Suche Dir schnell adäquate Hilfe.

    Liebe Grüße
    Bettina

  • Profilbild jacominka vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Apropos Paracetamol….
    Ich schäme mich ja fast es zu schreiben…. ich habe bestimmt 2 Jahre lang jeden Tag mindestens eine Paracetamol geschluckt…. präventiv.

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 1 Jahr, 1 Monat:

    In die Ecke mit Dir! ;)

  • Profilbild heika vor 1 Jahr, 1 Monat:

    Hallo Jacominka,
    warum darfst du nach Aussage des Arztes keine Triptane nehmen? Gibt es einen besonderen Grund?
    LG Heika