Liebe Diane,
dass Du demnächst in die Klinik kommst, ist sicher die allerbeste Lösung. Dort wird man Dir dann auch Tipps geben können, diese extreme Übelkeit und Erbrechen in den Griff bekommen zu können.
Starke Übelkeit und Erbrechen gehörten bei mir immer schon dazu, deshalb weiß ich nur zu gut, wovon Du und Steffi sprecht.
Vor meinem ersten Klinikaufenthalt war ich diesen extremen Phasen völlig hilflos ausgeliefert. Immer endete es damit, dass ich nach einigen Tagen des Dauererbrechens notfallmäßig in die Neurologie aufgenommen werden musste und dort ein oder zwei Tage stationär blieb. Nach vielen Infusionen, die mir aber immer gut halfen, kam ich wieder nach Hause und hatte Angst vor dem nächsten extremen Anfall.
Erst in der Schmerzklinik (war auch in Kiel) bekam ich umfassende Informationen, wirksame Attackenmedikation, eine Prophylaxe – und Imigran Inject. Seit ich Imigran Inject habe, bin ich so gut wie nie mehr in so eine Situation geraten. Mal abgesehen von einem Status migraenosus, aus dem ich dann aber mit Kortison wieder rauskomme. Imigran Inject ist immer einzusetzen, wenn die Medikamente nicht wirken, man Erbrechen und Durchfall hat und daher weder Tabletten, noch Zäpfchen einzusetzen sind. Sie wirkt fast immer innerhalb von ca. 15 Minuten. So kann man diesen Kreislauf gut durchbrechen. Nachteil ist die kurze Wirkdauer der Imigran Inject, aber auch hier kann man “tricksen”. Wenn sich Magen und Darm beruhigt haben, kann man nach einigen Stunden bei Wiederkehr von Kopfschmerzen entweder mit Imigran Tabletten weiter bekandeln, oder auch mit Naproxen, welches eine lange Halbwertszeit hat.
Liebe Grüße
Bettina