Mir hilft es gelegentlich, eine Dosis Mirtazapin 15mg extra zu nehmen, wenn ich merke, dass eine Migräne anmarschiert. Das muss dann aber ganz früh passieren, da kann ich nicht lange warten. Oder eine dicke Portion Naproxen,
also 1000mg, weil ich auf Entzündungshemmer nicht so gut anspreche. Aber das hilft schon mal, eine Triptaneinnahme zu verhindern. Genauso habe ich
eine Zeitland Domperidon Suspension genommen. Zwei, drei Dosen, so etwa
alle halbe Stunde. Das hat auch manche Tritpangabe erspart. Aber das sind ja alles Medikamente.
Oft bekomme ich kalte Hände und Füsse, wenn eine Migräne heraufzieht. Ich habe dann so ein Gefühl, als wäre “der Strom” im Kopf abgestellt und meine Gefäße, Nervenbahnen, etc. müssten kräftig “durchgepustet” werden. Dann nehme ich ein Glas Ingwersaft, erhitze es und trinke das. Danach werden meine Hände warm und ich habe mit Glück auch das Gefühl, dass alles wieder
“fließt”. Kaffee funktioniert auch manchmal und ich hatte sogar schon das Gefühl, dass eine lange, heiße Dusche auf den Kopf wirkt, wenn ich schon morgens mit einem Druck im Kopf aufwache.
Ganz früher habe ich im frühesten Stadium einer Migräne auch ein paarmal Kopfstand gemacht, hat tatsächlich manchmal gewirkt. Geriet dann aber bei mir in Vergessenheit. Und vor ebenso langer Zeit, also fast zwanzig Jahre,
habe ich mich gelegentlich ans offene Fenster gestellt und zwanzig, dreißig Mal schnell tief eingeatmet. Selbst das hat funktionert ab und zu, aber auch
das ist irgendwie in Vergessenheit geraten.