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Wege und Irrwege im Kampf gegen Migräne

Öffentliche Gruppe zuletzt vor 4 Tagen, 11 Stunden aktiv

In dieser Gruppe können wir alle unsere missglückten Versuche beschreiben, der Migräne zu Leibe zu rücken.

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Migräne-Stopp ohne Medikamente/Triptane (29 Antworten)

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  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Susisonne wollte gerne ein Forum, in dem man sich austauschen kann, wie man die Migräne ohne Medikamente “verscheuchen” konnte.

    Wer hat gute Erfahrungen gemacht mit Hausmitteln, speziellem Verhalten oder Sonstigem?

  • Profilbild susisonne vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Hallo,

    ioch will noch mal differenzierter fragen/erklären:
    Also, einen richtige Migräne-Stopp habe ich ohne Triptane noch nicht hinbekommen. Aber es gibt ja manchmal so Situationen, wo man überlegt: Wird das nun eine Migräne oder nicht, sollte ich ein Triptan nehmen oder geht es so weg? – Ich dachte z. B. daran, dass manch einer vorher noch was probiert hat und dann sind die “scheinbar ersten Anzeichen für eine nahende Migräne ” wieder verschwunden, z. B. 2 Gläser Wasser trinken; Einnahme von 2 Domperidon; Spaziergang an der frischen Luft, schnelll was essen etc.

    Viele Grüße
    Susisonne

  • Profilbild alchemilla vor 11 Monaten, 1 Woche:

    . . . ganz früher, als der Körper noch nicht so migräne- und meidkamentengeschwächt war, ist mir das ein- zweimal gelungen, die Migräne mit Gedanken wegzuschieben und aufzulösen.
    Inzwischen denke ich, dass so ein Verfahren viel Kraft kostet.

    Kleine mittelchen, die du beschreibst, haben noch nie eine wirkliche migräne aufgelöst- auch nicht ,wenn das Kopfschmerzstadium noch gar nicht erreicht war, z.B. in der Phase der bleiernen Müdigkeit. Selbst da hilft das nicht mehr.

    In der Regel, wenn ich so etwas versuche, führt das dazu, dass ich zu lange warte, ob sich was tut und dann das Triptan es wirklich schwer hat, die vielen und immer mehr werdenden Peptide zu verstreuen und spürbar wirksam einzugreifen. Dann muss schon wieder der Hammer ehr.

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Mir ging es ähnlich wie Gisela. Das einzige, was manchmal hilft, ist, schnell etwas zu essen, wenn ich merke, dass eine Migräne im Anmarsch ist, weil der Blutzuckerspiegel absackt. Vielleicht auch mal eine Tasse Kaffee…

    Aber so wirklich gibt es nichts, was die Migräne aufhalten kann, wenn sie kommen möchte.

  • Profilbild Sternglitzer vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Mir hilft es gelegentlich, eine Dosis Mirtazapin 15mg extra zu nehmen, wenn ich merke, dass eine Migräne anmarschiert. Das muss dann aber ganz früh passieren, da kann ich nicht lange warten. Oder eine dicke Portion Naproxen,
    also 1000mg, weil ich auf Entzündungshemmer nicht so gut anspreche. Aber das hilft schon mal, eine Triptaneinnahme zu verhindern. Genauso habe ich
    eine Zeitland Domperidon Suspension genommen. Zwei, drei Dosen, so etwa
    alle halbe Stunde. Das hat auch manche Tritpangabe erspart. Aber das sind ja alles Medikamente.

    Oft bekomme ich kalte Hände und Füsse, wenn eine Migräne heraufzieht. Ich habe dann so ein Gefühl, als wäre “der Strom” im Kopf abgestellt und meine Gefäße, Nervenbahnen, etc. müssten kräftig “durchgepustet” werden. Dann nehme ich ein Glas Ingwersaft, erhitze es und trinke das. Danach werden meine Hände warm und ich habe mit Glück auch das Gefühl, dass alles wieder
    “fließt”. Kaffee funktioniert auch manchmal und ich hatte sogar schon das Gefühl, dass eine lange, heiße Dusche auf den Kopf wirkt, wenn ich schon morgens mit einem Druck im Kopf aufwache.

    Ganz früher habe ich im frühesten Stadium einer Migräne auch ein paarmal Kopfstand gemacht, hat tatsächlich manchmal gewirkt. Geriet dann aber bei mir in Vergessenheit. Und vor ebenso langer Zeit, also fast zwanzig Jahre,
    habe ich mich gelegentlich ans offene Fenster gestellt und zwanzig, dreißig Mal schnell tief eingeatmet. Selbst das hat funktionert ab und zu, aber auch
    das ist irgendwie in Vergessenheit geraten.

  • Profilbild Bettina Frank – Moderatorin vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Sternglitzer sagte: Ganz früher habe ich im frühesten Stadium einer Migräne auch ein paarmal Kopfstand gemacht, hat tatsächlich manchmal gewirkt. Geriet dann aber bei mir in Vergessenheit.

    Das ist ja erstaunlich! Ich machte immer wieder mal die Erfahrung, dass Haarewaschen (also Kopf über die Wanne) eine beginnende Migräne entweder stoppen, oder zumindest aufschieben konnte. Hätte ich jetzt vergessen, wenn Du es nicht erwähnt hättest. Wenn der Schmerz schon stark ist, wäre an Kopf runterhalten natürlich gar nicht mehr zu denken.

  • Profilbild Cinderella vor 11 Monaten, 1 Woche:

    @ Gisela,
    das ist einen Form von Imagination.Das habe ich auch mal in einer Klinik gelernt.Mit Gedanken die Migräne zu vetreiben.Das klappt leider nicht oft.Das heißt sich selbst in einen Zustand einer Trance zu versetzen.
    Mir hilft ab und an eine Dosis Amitriptylin.Das macht schön müde und vertreibt den Schmerz.
    LG Cinderella

  • Profilbild bine vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Hallo,
    ich nehme als Prophylaxe Betablocker und nehme bei Anmarsch einer Migräne, und zwar bei den kleinsten Anzeichen, eine IBU 800mg und lege mich dann nach Möglichkeit hin oder versuche zumindest zu entspannen. Wenn ich merke, dass dieses Gefühl nicht weggeht, nehme ich notfalls eine zweite. Toi, toi, toi, bisher kam ich damit immer hin. Bei einem Blick in meinen Kopfschmerzkalender komme ich da aber auch schon mal auf bis zu 6 Tagen im Monat.
    Gruß, Bine

  • Profilbild Heini vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Hallo,
    ich sage immer: Duschen und Essen hilft. Leider nur für die Zeit dieser Tätigkeiten. Kurze Zeit später schlägt jedoch die “richtige” Migräne unbarmherzig zu.
    Ein sehr guter Rat in der Schmerzklinik war: Nicht denken, nehmen ! (Triptane). Sage ich mit dann auch und handele danach (innerhalb der 10Tage-Regel).
    Tschüss und Gruß
    Elke

  • Profilbild Ronja vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Ganz selten habe ich bei einem ultraleichten Kopfschmerz mit Übelkeit beim Aufstehen morgens diesen mit dem Frühstück vertrieben.
    Bei dieser bleiernen Müdigkeit vor der Migräne nehme ich 10 oder 20mg Domperidon ein, das hilft meist, dass die Migräne nicht kommt, dabei weiß ich manchmal nicht, ob ich mich nicht doch aus anderen Gründen so total erschöpft fühle und so erschöpft bin. aber das ist auch ein Medikament, aber kein Triptan.
    Ansonsten nehme ich sehr schnell das Triptan, bevor alles noch schlimmer wird. Wenn ich anfange hin und her zu überlegen und nochmal her und hin, denke ich an Kiel und Herrn Professor Göbel und nehme sofort das Triptan.

    Herzliche Grüße
    Ronja

  • Profilbild alchemilla vor 11 Monaten, 1 Woche:

    @cinderella
    das weiß ich wohl, dass das eine Form von imagination ist. Wem sagst du das?
    Trotzdem ist anstrengend, so konzentriert darauf zu denken, dass sich körperlich wirklich was bewegt. Und wenn s eine migräne ist, die fortwährend weiter getriggert wird, z.B. durch Wetter oder Hormone o.ä., dann hilft das gar nicht.

  • Profilbild Semi vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Meine mir gestellte Frage, ob es nun eine Migräne wird oder nicht, führt in der Regel bis auf wenige Ausnahmen leider bis heute dazu, dass ich meinen Körper letztlich mit mehr Medikamenten belaste, als mit einer einzigen Einnahme des Triptans.

    Ganz früher habe ich Äpfel gegessen mit dem Effekt, bis heute für mich ein Phänomen, dass ich während des essens und Minuten danach gar eine Migränelinderung erlebte, kurze Zeit drauf nahm die Migräne ihren weiteren Verlauf.
    Pfefferminztee scheint sich bei mir auch lindernd auszuwirken, hängt offensichtlich mit einer Magenberuhigung zusammen, frühere Behandlungen mit Pfefferminzöl führen heute dazu, dass ich das nicht mehr riechen mag. Auch habe ich ein Hausmittelchen lange angewendet: eiskaltes Wasser mit Essig, viel Essig und Umschläge gemacht, lindert.

    Imaginationen kann ich vergessen, Entspannungsverfahren, Duschen etc. linderten und lindern meine Schmerzen während der “Anwendung” – lindern, aber die Migräne nimmt kurz drauf ihren weiteren wohlbekannten Verlauf.

    Leider kenne ich bis heute kein adäquates und nachhaltiges Vorgehen, um eine Migräne, die anrollt zu stoppen, ausser die Einnahme eines Triptans. Und weil ich es ewigen Austestens müde bin oder vielleicht auch nur realistisch, bleibts beim Triptan.

    Lg Hanna

  • Profilbild alchemilla vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Ja, so erlebe ich das auch.
    Und dann ist es wichtig, vor sich selbst dies nicht als Niederlage oder Versagen zu bewerten.

    (Es reicht, wenn andere einem das einreden wollen . . .)

  • Profilbild susisonne vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Halllo,

    vielen Dank für Eure Berichte!

    Das mit dem heißen Wasser (Fön kann auch helfen?!) ist ja noch ein Ding, was ich mal probieren will und nix kostet … Ach ja, und bzgl. Ingwertee. – Ich habe bei Migräne auch das Problem mit Kälte (und generell das Problem mit häufig kalten Füßen und Händen); deshalb ist die Wärmflasche mein regelmäßer Begleiter (auch im Sommer:) ). Da ich von zuhause aus arbeite, ist es ja problemlos möglich und ich werd nicht schief angeguckt.

  • Profilbild SimonPhoenix vor 11 Monaten, 1 Woche:

    Ich komm mir immer bekloppt vor, aber nen Fön benutze ich gerne als Entspannung für meine Schultern und heiß dusche ich auch immer für die Verspannungen