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Kristina hat eine Aktualisierung in der Gruppe
Med.-Vorbeugung veröffentlicht: 25. April 2010 09:50 · ZeigenHallo, nun versuche ich noch einmal mein Glück mit einer Frage: Hat jemand Erfahrung mit dem Medikament”Flunarizin”, es soll auch zur Prophylaxe von Migräne eingesetzt werden.Außer Gewichtszunahme, die wohl massiv sein soll, habe ich keine Kennung.
Liebe Grüße Kristina -
Kristina ist der Gruppe
Med.-Vorbeugung beigetreten 25. April 2010 09:45 · Zeigen -
Kristina ist der Gruppe
Topamax (Wirkstoff Topiramat) beigetreten 4. March 2010 20:58 · Zeigen -
Kristina schrieb zum Forumthema Panikattacken durch Topamax in der Gruppe
Topamax (Wirkstoff Topiramat): 4. March 2010 20:58 · ZeigenLiebe Gruppe… vielen Dank für die netten Zeilen, habe heute einen neuen Termin erhalten für den 7.4.,immerhin!!!Allerdings nur über Vermittlung durch dei Schwester, obwohl ich gebeten hatte mit der Ärztin zu sprechen, da ich Topomax ausschleichen möchte.Nun mach ich es auf eigene Faust und nehme nur noch eine Kapsel mit 25mg zu Abend.Werd sehen, kann [...]
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Unter den Kalziumantagonisten wurden Nimodipin, Nifedipin, Verapamil und Flunarizin auf ihre Verwendungsmöglichkeit in der Migräneprophylaxe untersucht. Obwohl für Nimodipin, Nifedipin und Verapamil zunächst eine Wirksamkeit angenommen wurde, hat sich diese in neueren Studien nicht bestätigt. In der heterogenen Gruppe der Kalziumantagonisten hat sich nur Flunarizin als ausreichend wirksam in der Migräneprophylaxe erwiesen.
Als Wirkmechanismus von Flunarizin wird ein Schutz des Hirngewebes hinsichtlich hypoxischer Zustände (d.h. mangelnde Sauerstoffversorgung) angenommen. Als Rationale für den Einsatz wird ein angenommener zeitlich begrenzter örtlicher Sauerstoffmangel im ZNS während des Migräneanfalles angesehen. Zusätzlich wird auch ein antivasokonstriktorischer Mechanismus für die Wirksamkeit verantwortlich gemacht.
Flunarizin hat zusätzlich eine Affinität zu Histamin-, Serotonin- und Dopaminrezeptoren.
Flunarizin wird in einer Dosierung von maximal 10 mg zur Nacht eingesetzt. Manche Autoren bevorzugen diese Substanz vor allem bei jungen Patienten mit kurzer Migräneanamnese. Das Medikament führt jedoch oft zu einer Gewichtszunahme, weshalb gerade viele junge Patientinnen den langfristigen Einsatz nicht akzeptieren.
Die Substanz hat eine sehr lange Halbwertszeit von 19 Tagen. Es wird im Fettgewebe gespeichert. Wirksame Plasmaspiegel können deshalb erst nach 6 – 8 Wochen erwartet werden, so dass es zu einem verzögerten Wirkungseintritt kommt.
Gegenanzeigen und Anwendungsbeschränkungen ergeben sich bei vorgeschädigtem Herzen, schweren Leberfunktionsstörungen, Niereninsuffizienz, prolaktinabhängigen Tumoren, Phäochromozytom, ausgeprägter Hypotonie, orthostatischen Kreislaufregulationsstörungen, Stammhirnerkrankungen, chronischen Atembeschwerden und Asthma, Blasenentleerungsstörungen, Stenosen im Magen-Darm-Kanal und depressiven Syndromen.
Das Grundgerüst von Flunarizin, ein Azaphenothiazin, gleicht jenem der Neuroleptika. Die Nebenwirkungen von Flunarizin sind prinzipiell denen der Neuroleptika ähnlich, wobei insbesondere das Parkinsonoid, Früh- und Spätdyskinesien, Unruhe, Schwindel, depressive Verstimmungen, endokrine Störungen (z.B. Regelanomalien, sexuelle Störungen), Gewichtszunahme, orthostatische Regulationsstörungen und sonstige anticholinerge Wirkungen zu nennen sind. Flunarizin ist jedoch bei aggressiver Migräne wirksam und eine begründete Therapieoption.